Hund schlüpft aus Leine
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Hallo,
über ein Jahr nach dem Tod unseres vorherigen Hundes ist jetzt ein Parson-Russel-Terrier eingezogen. (Zugegeben nicht bei uns direkt, es war der Hund eine Bekannten, um den ich mich wie um meinen eigenen gekümmert habe und der jetzige ist auch bei ihm eingezogen. Ich kümmere mich nur um ihn, wenn der Besitzer mal verhindert ist).
Mein Problem ist, daß ich mit diesem kleinen Quirl nicht so ganz klar komme. Er ist jetzt ein knappes halbes Jahr alt und rassegemäß der reinste Derwisch.
Er hört zwar recht gut (wenn die Ablenkung nicht zu groß ist), läuft nicht weg und verhält sich halt ansonsten welpentypisch.
Unser ganz großes Problem ist nur, daß er sich äußerst ungern an die Leine nehmen läßt (schränkt halt seinen Bewegungsradius ein). Letzte Woche war ich mit ihm spazieren, um ihn an die Leine zu gewöhnen, was auch ganz gut lief, bis wir einem anderen Hund begegnet sind. Im Nullkommanix ist er aus dem Halsband geschlüpft (Dicke vom Hals entspricht der Dicke vom Kopf) und dann die ganze Zeit kläffend (unsicher) um den Hund herum gelaufen.
An einfangen war gar nicth zu denken, ich habe versucht, das Verhalten zu ignorieren und mit dem Hund weiterzugehen, allerdings mußten wir dafür eine kleine Straße überqueren und ich mußte erst abklären, daß kein Auto kommt.
1. war mir das persönlich ziemlich unangenehm, der andere Hundebesitzer war auch nicht wirklich angetan von unserem Verhalten (verständlicherweise), hat das Verhalten aber mit verschuldet, weil er mit seinem Hund die Nähe zu unserem gesucht hat, statt ein bißchen Abstand zu halten (hätte andere Straßenseite nehmen können)
2. ist das Verhalten von dem kleinen doch recht gefährlich. Neben möglichen Autos, vor die er laufen könnte, weiß man auch nie, wie der andere Hund dann reagiert.
Wie verhalte ich mich denn am sinnvollsten in der Situation? Gibt es eine Möglichkeit zu verhindern, daß er aus dem Halsband schlüpft (habe gehört, daß ein Geschirr noch zu früh wäre, stimmt das?)? Wie vermittel ich dem Kleinen Gelassenheit und Souveränität? Ich möchte später nicht mit so einem kleinem kläffenden Giftzwerg durch die Gegend rennen.
Hundekontakt hat er, mit ihm bekannten Hunden kommt er auch gut klar. Alles, was unbekannt ist, wird erst einmal angekläfft (auch bei anderen Dingen z.B. Steine im Dunklen o.ä., da ignoriere ich einfach das Verhalten.
Für Tipps bin ich dankbar (bin nicht hauptverantwortlich für den Kleinen zuständig und auch nur am Wochenende da, Hundeschule macht schon der Besitzer).
Vielen Dank im Voraus!
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Hallo,
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Ich finde Absicherung ist jetzt wichtig. Und warum sollte es zu für ein Geschirr sein?
Ist der kleine denn den Umgang mit anderen Hunden gewohnt?
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Für Geschirre ist es nie zu früh, eher für ein Halsband. Ein nicht leinenführiger Hund kann sich durchs Halsband Verletzungen zufügen. Bei einem Geschirr hingegen ist dies fast unmöglich.
Es gibt unterschiedliche Geschirre, auch solche, die ein Hinausschlüpfen verhindern. Statt eines Bauchgurts haben sie zwei, der zweite liegt hinter dem ersten Richtung Hüfte, wo der Hund schmaler wird.
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So sehen sie beispielsweise aus: http://www.hund-unterwegs.de/ruff-wear-web-…ID=preisroboter
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Danke für die Antworten.
Im Laden wurde mir gesagt, daß es zu Deformationen im Brustbereich kommen kann, daher sollte man mit einem Geschirr warten. Werde mich dann am Wochenende mal beraten lassen und eins besorgen.
Prinzipiell läuft der Hund ohne Leine mit, ist auch gut abrufbar (noch, warten wir mal auf die Pupertät).
Das Halsband und die Leine sind nur für kurze Übungszwecke gedacht, damit er sich daran gewöhnt. Wir verwenden eine lange Schleppleine, damit sich auch kein Zug auf den Hals aufbauen kann. Für ihn ist momentan alleine das Gefühl an einer Leine zu sein, eine Katastrophe. Daher versuche ich es mit etwas positivem, aufregendem zu verbinden (toller (wenn auch kurzer) Spaziergang). Es klappt soweit, daß er nicht mehr schnappt und knurrt beim Anlegen.
Bei dem Spaziergang war eine Hundebegegnung auch eigentlich nicht eingeplant (normalerweise gehen dort selten Hundebesitzer mit Hunden spazieren, und zu der Uhrzeit eigentlich nie).
Ansonsten kennt er Hunde, aber er ist halt bei Dingen, die er nicht kennt (z.B. neue Hunde) eher unsicher und vorsichtig. Letzteres kann von mir aus so bleiben, aber mehr Sicherheit sollte ihm dennoch vermittelt werden. Daran arbeite ich (also an mir ;-)).
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Hallo!
Zuerst einmal möchte ich dir sagen, dass ich es toll finde, dass du dich des Hundes annimmst. Nun zum Problem:
Das Halsband würde ich auf jeden Fall durch ein Geschirr austauschen. Ich habe keine Ahnung, aus welcher Quelle die Person aus dem "Fachmarkt" die Info hat, dass es bei einem Geschirr zu deformationen kommen kann. Das ist Quatsch! Natürlich sollte das Geschirr gut sitzen und ich würde sowohl beim HB auch beim Geschirr darauf achten, dass das Gurtband möglichst breit ist. Und gerade bei einer Schleppleine sollte man ein Geschirr anwenden. Denn auch hier kann es mal zum Zug auf den Hals kommen. Und dieser Zug auf der Luftröhre ist weit aus bedenklicher als der auf der Brust.
Bist du dir sicherm, dass der Hund bei der Begegnung unsicher war? Du schreibst ja, dass der kleine Kerl bellend um den anderen Hund rumgesprungen ist. Ein unsicherer Hund würde eher Schutz suchen wollen und dir am Hosenbein kleben. Ich würde eher behaupten, dass er entweder spielen wollte oder evtl sogar einfach nur frech wurde (ist bei vielen Terriern üblich, hab ja auch einen Mix). -
Geschirr wird in Angriff genommen.
Er wirkte eher unsicher. Er konnte sich nicht entscheiden, ob er spielen wollte oder doch lieber flüchten. Es war auch ein größerer Hund und momentan hat er eher Kontakt zu kleineren. Aber er kommt jetzt langsam in Kontakt mit größeren Hunden (wir kennen sonst nur größere Hunde, die etwas verhaltensauffällig sind (sind im Training), aber denen wollten wir den kleinen nicht zumuten (oder umgekehrt).
Insgesamt fühle ich mich mit der Geschwindigkeit und der fehlenden Verfressenheit überfordert. Unser Labrador-Deutschdrahthaar lies sich einfach unheimlich gut "bestechen" und dadurch erziehen. Der Terrier ist da ein ganz anders Kaliber (auch mit deutlich weniger "Will-to-please" ;-)).
Vielleicht kann mir jemand Erfahrungen mitteilen, wie Ihr mit einem derartigem Hund gearbeitet habt? Zur Info, er soll später jagdlich geführt werden und wird jetzt spielerisch drauf vorbereitet (leichte Nasenarbeit) (halt seinem Alter angemessen, es ist ja noch ein Kind)). Die geistige Auslastung wird also auch später noch gewährleistet. Es geht jetzt vielmehr um die Alltagstauglichkeit.
Ruhephasen hat er auch, die nimmt er sich auch. Aber wehe, wenn er losgelassen...

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Hallo,
ich verwende bei meinem Hund Geschirr und Leine in Kombi. Lange Leine mit doppel Karabiner dran und schon kann es losgehen. Milow schlüpft auch aus dem Halsband wenn er angst hat. Ich möchte aber vernünftig auf den Hund einwirken können, deshalb sichere ich Milow doppelt ab.
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Wenn bei deinem früheren Hund der Labbi mehr durchgeschlagen ist, dann hast du ja jetzt einen ganz anderen Kanidaten. Terrier sind ja eher Hibbel und haben einfach "keine Zeit für unwichtiges". Wichtig ist, dass du dir eine klare Linie vorgibst und diese auch konsequent durchsetzt. Wobei Konsequenz nichts mit Härte zu tun hat. Also nicht grob werden, sondern einfach dem Hund den Weg vorgeben.
Auslastung ist gut, nur achte bitte darauf, dass der Hund nicht überfordert wird. Terrier neigen schnell dazu mehr zu fordern als gut für sie ist. Also bestimm auch ruhig du mal wann Pause ist bevor er es tut.Viele Terrier reagieren ganz toll auf Bewegung. Still hergehaltene Leckerchen machen keinen Reiz aus. Versuch es doch einfach mal mit einem kleinen Spielchen. Das lässt sich auch mit UO-Sachen gut verbinden. Ich halte es z.B. so, dass auf ein Komando auch ein Spiel folgen kann. Ich habe dazu das Lobwort "Jawoll". Das bedeutet für den Hund, dass er etwas toll gemacht hat. Danach wird dann eine Runde gezerrgelt oder es fliegt der Futterbeutel.
Bei meinen Hunden ist der Beutel wirklich hoch im Kurs. Damit kann ich Suchspiele machen, ihn an die Reizangel binden (dazu ist dein Kleiner aber noch zu jung) oder iihn einfach nur zum Lob schmeißen und sie daraus fressen lassen. -
Vielen Dank für die vielen Anregungen und Tipps.

Es ist schon so, daß der Hund auch viele Ruhephasen hat. Darauf wird auch genau geachtet, damit der Kleine nicht überreizt wird.
Er ist definitiv ein anderes Kaliber, persönlich hätte ich mir auch keinen Terrier geholt... Aber jetzt ist der Kleine nun einmal da und widerstehen kann man ihm einfach nicht

Also hilft nur eins:
Bei jeder Arbeit mit dem Kleinen Baldrian dabei haben, und im Notfall zu sich nehmen (bin selbst nicht so der ruhige Typ), dabei schön ruhige Konsequenz an den Tag legen und immer denken: "Es ist nur eine Phase" und in 5 - 6 Jahren ist er bestimmt auch etwas ruhiger...
Ich werde die Tipps alle mal ausprobieren. Mir fehlt einfach der richtige Zugang zu ihm, wie ich ihn aufmerksam machen kann und seine Aufmerksamkeit zumindest für ein paar Sekunden an mich binden kann.
Der frühere war zwar auch schon ein Temperamentsbolzen, der Labbi kam nur bei der Verfressenheit und der Wasserfreude (und im Aussehen) zum Vorschein, aber gemessen an dem Flummi entsprach er eher eine Schlaftablette...
Also in diesem Sinne:
Vielen Dank! Weitere Tipps sind gerne erwünscht!

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