Hund schlüpft aus Leine

  • Da mein Hund auf jedem HB und den meisten Geschirren raus kommt, haben wir nun ein Zughalsband mit Stopp gekauft. Er ist leinenführig - von daher kein Problem.

    Ich hatte so viel ausprobiert, er kam immer raus. Nachdem er mir einmal über die Hauptstrasse hinweg hinterher gelaufen ist, hat er nun das Zugstopp. :)

  • Hallo,

    Wir haben hier auch zwei Terriermixe und ich weiß was du meinst. :D

    Bitte laufe nur mit einem gut sitzenden Geschirr.
    Ein Halsband kann nicht nur die Luftröhre schädigen, sondern auch die Halswirbelsäule!! =)

    Diese Hunde haben oft einen nervösen Charakter, sind schrechhaft und unsicher. Sie bedeuten viiiel Arbeit auch das sie nicht zum Kläffer mutieren.

    Bösartige Gegenstände die wie Pilze aus den Böden schossen (aus Sicht des Hundes) wurden von mir erlegt (im kurzen Abstand zum Hund) und dann für ungefährlich deklariert (langsames heranführen an die Angstquelle).

    Suche dir Hundebegegnungen gut aus, er muss nicht mit jedem Hund Kontakt haben und schon garnicht mit großen, trampligen Hunden. Ist dir ein Hund nicht koscher, wechsel die Straßenseite oder gehe im großen Bogen herum. Ruhige und souveräne Hunde sind dagegen ein Gewinn für den Knirps.

    Gerade bei Terriern sollte man darauf achten, das sie nicht hochdrehen was sie gerade bei Ballspielen gerne machen.

    Unsere Teppichflitzer sind ja nun sehr verfressen und dadurch hatte ich es recht einfach mit der Erziehung. :D

    Hast du es schon mal mit kleine Käsehappen, Fleischwurst, gekochtes Hühnchen, Möhrüben, Äpfel, Trockenfleisch etc. probiert, darauf stehen eigentlich die meisten Hunde.

    Fussel wird jetzt 2 Jahre und ist immer noch "Azubi". Bei ihm habe ich den Verdacht da hat ein Roadrunner mitgemischt. :lol:

    Dann noch viel Spaß mit dem Hibbel

  • Zitat


    Insgesamt fühle ich mich mit der Geschwindigkeit und der fehlenden Verfressenheit überfordert.

    :lol:
    Ich habe auch einen Parson und der Satz trifft meinen anfänglichen Zustand ganz gut. Die Kleinen sind in Allem, was sie tun, so wahnsinnig schnell, dass man machmal das Gefühl hat, man hätte es mit einem Frettchen zu tun.
    Kann es allerdings sein, dass er ein bisschen pummelig ist (da du schreibst, der Hals sei so dick wie der Kopf)?

    Das Problem mit der mangelnden Aufmerksamkeit hatte und habe ich zum Teil auch noch. Man muss sich im gewissen Maße damit abfinden, dass dem Terriertier zwei problematische Verhaltensweisen anhaften:
    1. Ist es sehr arbeitswillig und 2. ist es dazu veranlagt, Dinge selbst in die Hand zu nehmen, bevor es mal beim Menschen anfragt, was denn zu tun sei. Dabei verhält es sich auch gerne Mal etwas größenwahnsinnig und ist zusätzlich auch noch intelligent.
    Deswegen bin ich für meinen Teil auch der Meinung, dass diese "Herrchen - Gefolgsmann"-Beziehung nicht der beste Weg ist, um mit den Chaoten klar zu kommen.
    Denn wenn der Hund etwas tun soll, dann muss es sich auch lohnen. Klar, wenn es mir dann auch noch gefällt, ist das ein positiver Nebeneffeckt... aber das ist doch kein Grund :D

    Ein Patentrezept, damit umzugehen, gibt es leider nicht, aber ein paar hoffentlich hilfreiche Tipps kann ich dir geben:

    1. Humor. Und davon jede Menge. Umso grantiger du wirst, desto mehr wird er wahrscheinlich die Ohren auf Durchzug stellen.
    Mittlerweile kann ich nur noch Lachen, wenn das doofe Tier sich aus persönlichem gusto geschlagene 10 Minuten weigert, mich an der Straße anzugucken und mir irgendwann, wenn er merkt, dass es so nicht weiter gehen wird, einen genervten, mit einem gedanklichen Seufzer dekorierten Blick zuwirft.

    2. Zusammenarbeit. Finde heraus, was ihm besonders gefällt und versuche das dann so aufzubauen, dass ihr es gemeinsam ausführen könnt. Bei meinem ist es das Stöbern und Suchen, was ihm Spaß macht, also mache ich aus mir einen nützlichen, souveränen Jagdpartner, der anzeigt, wo es etwas Interessantes zu entdecken gibt, selber Sachen findet und zum Erfolg führt.

    3. Die richtige Mischung aus Ruhe und Dynamik. Das mit dem Baldrian ist vielleicht keine schlechte Idee :p Aber was ich damit auch meine: Bevor es hektisch wird, lasse ich Übungen lieber in peinlicher Langsamkeit ausführen, so gehen wir manchmal im Schneckentempo bei Fuß (für 10m brauchen wir dann auch unsere 2-3 Minuten). Langweilig darf es dabei allerdings auch nicht werden, ruhig kleine, äußerst dynamische Sequenzen einlegen und dann sofort wieder runterfahren.

    4. Akzeptanz dafür, dass manches (besonders Unliebsames) ein bisschen länger dauert, bis es im Terrierdickschädel angekommen ist.


    Ich wollte eigentlich auch keinen Terrier, aber irgendwann wirst du ihn für genau das lieben, das den Anfang so schwer macht.
    Viel Erfolg mit deinem Schützling und wenn du weitere Probleme hast, ist dieses Forum ein wirklich toller Ort, um dir Rat zu holen.

    Liebe Grüße,

    Lisa, heute mal gänzlich in ihre Rasse verliebt

  • Hallo allerseits,

    vielen Dank für die vielen Zusprüche und Tipps.

    Ich werde mich jetzt daran machen, die alle schön brav abzuarbeiten.


    Pummelig ist der kleine ganz gewiss nicht, er hat nur einen sehr schmalen Kopf irgendwie, ansonsten kann man die Rippen sehen (mal mehr, mal weniger, je nach Wachstumsschub).

    Mit Humor kann ich dienen. Allerdings ist es schwierig, den an den Tag zu legen, wenn der eigene Hund wie ein verrückt gewordener Handfeger kläffend um einen anderen herumkreist, man selbst auf Autos achten muß und von den anderen Hundebesitzern beschimpft wird, weil man einen aggressiven Hund habe...

    Da frage ich mich, ob deren Hund schon so groß und souverän auf die Welt gekommen ist?

    Egal, wenn der kleine abends hier dann liegt und schläft, dann ist die Welt wieder in Ordnung ;-)

    Ach ja, momentan arbeiten wir nur mit Trockenfutter. Bei dem weiß ich, daß er es verträgt, mit Experimenten bin ich etwas vorsichtig. Er scheint einen etwas empfindlichen Magen zu haben.

    Bei Hundebegegnungen sind wir immer wählerisch, nur momentan ist es etwas schwierig, rechtzeitig zu reagieren. Meine Aufmerksamkeit scheint noch nicht ausreichend geschult zu sein ;-). Freddy ist wie ein Staubsauger, ständig hat er irgendwelche Steine im Maul oder anderen Kram. Wenn man so mit dem Hund beschäftigt ist, fehlt einem der Blick für die Umgebung.

    Aber ich glaube, mit Humor und Geduld wird das schon werden. In ein paar Jahren werden wir dann vielleicht einen ausgeglichenen, souveränen Hund haben...

    Was sind schon ein paar Jahre, gemessen an der Ewigkeit :D

    Schönen Abend allerseits!

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