Mein Hund hat Angst vor fremden Menschen & Hunden
-
-
Hallo,
ich war letzte Woche mit meinem da noch 14 Wochen alten Rüden (Emil) zur Welpenspielstunde und er hatte extreme Angst vor den anderen Welpen und Menschen. Auch Zuhaus beim Spazieren gehen o.ä. sucht er immer Schutz bei mir und beißt sogar, wenn jemand ihm zu nahe kommt, bzw. ein anderer Welpe ihn in die "Ecke drängt" oder jemand ihn anfassen will.Ich probiere schon ihm Selbstbewusstsein beizubringen und mit Leckerli's zu arbeiten, damit es sich bessert. Auch mit Ignoranz, wenn er winselt vor mir sitzt und Schutz sucht, bzw. sich abwendet vom "Rudel" (Rudel=z.B. Welpen und Menschen in der Welpenspielstunde)
Meine Frage ist eigentlich: "Warum ist er so?"
Emil lebt mit seiner Mutter bei uns auf dem Hof, wir gehen natürlich regelmäßig und ausgiebig spazieren und er ist einer von 7 Welpen aus den Wurf. Wir haben und hatten jeden Tag viel Besuch und fremde Menschen bei uns und erst seit kurzem hat er sich wie oben entwickelt und Angst. Der Hundetrainer meinte, er verhält sich wie ein Hund, der nie Sozialisation kennen gelernt hat (was aber nicht so ist). Ich weiß zwar, dass er aus dem Wurf immer der Ruhigste war und dass er sensibel ist, aber warum jetzt dieses Verhalten?Heute hatten wir ein Treffen mit seiner Schwester und auch bei diesem Treffen dauerte es 1 Stunde, bis sie anfingen etwas zu spielen. Als er dann irgendwann seine Mutter vom Weiten sah war es komplett vorbei und er fing an zu "weinen".
Ist es sein Charakter, der ihn so scheu macht?
Für Ratschläge wäre ich euch sehr dankbar!

- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Mein Hund hat Angst vor fremden Menschen & Hunden*
Dort wird jeder fündig!-
-
Das Erste, was mir einfällt:
Erlaube ihm, bei dir Schutz zu suchen!
Du machst damit kein "Weichei" aus ihr, sondern im Gegenteil: Wenn du sie in die Situation "in die Runde schmeißt", dürfte sie das noch mehr verunsichern. Lass sie lieber bei dir Schutz suchen und die Situation in deiner Nähe und aus sicherer Entfernung einschätzen.
Strahle in der Situation Sicherheit aus. Dränge sie zu nichts, aber versuche sie - zB mit einer aufpushenden Stimme - zu motivieren.Es kann sich um eine vorübergehende Angstphase handeln, durch die man einfach versuchen muss, heil durchzukommen. Dieses Angstverhalten muss sich nicht automatisch etablieren.
Ich würde zum jetzigen Zeitpunkt keine großen Trainings starten.
Ich würde nur darauf achten, sie nicht zu überfordern. Nimm sie weiter mit, setz sie weiter Besuchssituationen aus. Aber gewähre ihr Schutz (zB zwischen deinen Beinen) und einen Ruheort.
Nimm zB wenn ihr wo hingeht, eine Decke für sie mit, auf der sie sich ablegen kann. Das kann unsicheren Hunden gut Sicherheit vermitteln.Vielleicht wird deine Hündin nie eine Aufdrängerin - aber es gibt noch viele Zwischenstufen zum Angsthasen

PS Ich würde auch darauf achten, wann dein Hund müde ist. Dann kann er nämlich auch "komisch" bzw reizempfindlicher werden. Wenn er müde ist, sollte er schlafen können. - Klingt simpel-blöd, aber meiner Erfahrung nach bekommen nicht alle Welpen den Übergang ins Schlafen selbständig nicht gut hin. Sonnige Gemüter pennen ein, wo sie sitzen und stehen, andere überdrehen oder werden nervös.
-
Für Welpen ist die große weite Welt eben manchmal voller Gefahren. War bei dir früher auch manchmal so, beschränkt sich also nicht auf Hunde.
Die Angst ignoriere ich, sage vielleicht noch Meine Hunde haben keine Angst
. Der Hund muss da durch und muss lernen, dass es nichts gibt, was er fürchten muss. Das dauert natürlich, wird aber mit der Gewöhnung und Erfahrung immer besser.Als mein Rüde so 12 Wochen alt war, bin ich mit ihm über das Weserwehr gegangen. Gitterrost, 10 m Luft und darunter tosten die Wasser. Er sah mich auch erst einmal komisch an. "Na denn komm doch oder willst du da Wurzeln schlagen?" Beim nächten Mal taperte er voran.
Oder Feuer. Was hat er die Flammen verbellt, als er sein erstes Feuer sah. Habe mich mit ihm ans Feuer gelegt, meinen Arm auf seiner Schulter, Ruhe. Ja, und dann wurde gegrillt und Hundi bekam auch etwas in seinen Napf. Beim nächsten Feuer schleppte er das Holz an, legte sich daneben und träumte davon, dass alles Fleisch auf dem Rost seins ist
.Man sollte den Welpen nicht in Watte einpacken, auch nicht bedauern, aber ebensowenig überfordern. Das lässt sich nicht allgemein sagen, was er wann "ertragen" können muss. Auch die Methode, ignorieren, locken, spotten, ermahnen, ... muss man individuell auf die Situation und den Hund abstimmen. Du kennst deinen Hund am besten. Raten lässt sich nur üben, üben, üben.
-
Wie verhält sich denn seine Mutter?
-
Zitat
Auch Zuhaus beim Spazieren gehen o.ä. sucht er immer Schutz bei mir und beißt sogar, wenn jemand ihm zu nahe kommt, bzw. ein anderer Welpe ihn in die "Ecke drängt" oder jemand ihn anfassen will.
Dann sorge bitte dafür, dass ihn auch niemand anfasst!!!
Nur so kann er begreifen, dass Fremde keine Bedrohung sind.ZitatIch probiere schon ihm Selbstbewusstsein beizubringen und mit Leckerli's zu arbeiten, damit es sich bessert.
Damit wäre ich vorsichtig, eine Bestätigung zur falschen Zeit führt ggf. zum Gegenteil.
ZitatAuch mit Ignoranz, wenn er winselt vor mir sitzt und Schutz sucht, bzw. sich abwendet vom "Rudel" (Rudel=z.B. Welpen und Menschen in der Welpenspielstunde)
Das verstehe ich nicht so ganz.
Ignorierst du sein Schutzbedürfnis, welches er bei dir sucht?
Schutz solltest du ihm geben, dafür bist du da.
Was meinst du mit "vom Rudel (Welpenspielstunde)" abwenden?
Die Welpen und Menschen der Welpengruppe sind nicht sein Rudel.
Das mal nebenbei.
Warum soll er sich nicht abwenden dürfen?
Oder verstehe ich das alles falsch?ZitatEmil lebt mit seiner Mutter bei uns auf dem Hof,
Was ist Emil für eine Rasse?
Zitaterst seit kurzem hat er sich wie oben entwickelt und Angst.
Mit 14 Wochen beginnt eine Angst - und Unsicherheitsphase.
ZitatDer Hundetrainer meinte, er verhält sich wie ein Hund, der nie Sozialisation kennen gelernt hat
Ja, das ist sozusagen eine "tolle" Feststellung
Aber was rät er euch denn?ZitatIst es sein Charakter, der ihn so scheu macht?
Das wird man von hier aus und jetzt schon mal gar nicht sagen können.
Eine gewisse Angst und Unsicherheit steht ihm auch zu, ob er immer so bleiben wird, weiß man nicht.
Entscheidend ist natürlich, wie ihr damit nun umgeht.Es ist von hier aus schwierig zu sagen, geh so und so vor.
Angst auf keinen Fall mit Leckerlies bestätigen (das wäre wie oben schon erwähnt, das falsche Timing).
Und auch nicht beruhigen.
Schutz musst du ihm unbedingt geben!
Fremde Menschen sollen ihn auf keinen Fall anfassen, am besten sogar ignorieren (nicht ansehen, ansprechen und anfassen)
Wirf ihn nicht ins kalte Wasser.
Damit erreichst du das Gegenteil.Vielleicht ist die Gruppe der Welpenstunde für deinen Hund zu groß.
Wieviele Hunde sind dort?
Welches Alter?Gruß
Leo -
-
Zitat
Was ist Emil für eine Rasse?
Die Frage verstehe ich nicht. Was hat denn die Angst mit der Rasse zu tun, zumal sich das hier ja wohl noch, wenn auch auf einem gehobenen Niveau, im normalen Rahmen zu bewegen scheint?
Angsthase ist eine Hasen- und keine Hunderasse, also kann es daran nicht liegen
. -
Zitat
Die Frage verstehe ich nicht. Was hat denn die Angst mit der Rasse zu tun, zumal sich das hier ja wohl noch, wenn auch auf einem gehobenen Niveau, im normalen Rahmen zu bewegen scheint?
Dann werde ich dir gerne meine Frage begründen, damit du sie auch verstehst, Herr Bauer.
Es gibt durchaus Rassen, die z.B. fremden Menschen gegenüber skeptisch und zurückhaltend sind.
Daher spielt die Rasse eben auch bei solch einem Verhalten eine gewisse Rolle und das gehört in der Gesamtbetrachung dazu.ZitatAngsthase ist eine Hasen- und keine Hunderasse, also kann es daran nicht liegen
.Danke, dass du mich aufklärst, das wusste ich tatsächlich nicht.
Herr Bauer, du bis heute oberwitzig.
So witzig, dass du über dich selber lachen musst. -
So, jetzt stelle ich mir mal vor ich wäre so knapp kniehoch und völlig jung und unerfahren. Da komme ich aus meiner gewohnten Umgebung raus, in ein wildes Gewusel von allen möglichen lieben und rauen Welpen, überall stehen diese zweibeinigen Riesen rum und ich kenne nur ein einziges Wesen.
Muss ich da rassebedingt skeptisch sein, um die Lage unangenehm zu empfinden? Nicht zwangsläufig. Und zwischen skeptisch und unangenehm bzw. fürchterlich liegt ja nun auch ein großer Unterschied, Frau Schweizerin.
Wenn ich z.B. höre "ja, die großen Rassen, die hören immer so toll", dann platzt mir die Hutschnur. Das ist doch nur eine Ausrede für mangelnde Erziehungsarbeit. Es gibt ebenso ungehorsame Schäferhunde, Riesenschnauzer oder Doggen wie 1a-superplus-gehorsame Yorkies, Dackel oder Jack Russel Terrier. Das sind alles keine Rassefragen.
-
Zitat
So, jetzt stelle ich mir mal vor ich wäre so knapp kniehoch und völlig jung und unerfahren. Da komme ich aus meiner gewohnten Umgebung raus, in ein wildes Gewusel von allen möglichen lieben und rauen Welpen, überall stehen diese zweibeinigen Riesen rum und ich kenne nur ein einziges Wesen.
Nun ja,
für mich liest es sich so, als ob dies der eigene Wurf war:Zitat
Emil lebt mit seiner Mutter bei uns auf dem Hof, wir gehen natürlich regelmäßig und ausgiebig spazieren und er ist einer von 7 Welpen aus den Wurf.Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Nee, SheltiePower
Zitatich war letzte Woche mit meinem da noch 14 Wochen alten Rüden (Emil) zur Welpenspielstunde ...
Emil lebt mit seiner Mutter bei uns auf dem Hof, wir gehen natürlich regelmäßig und ausgiebig spazieren und er ist einer von 7 Welpen aus den Wurf. ...
Heute hatten wir ein Treffen mit seiner Schwester ...
das lese ich so, dass die 6 Geschwister nicht mehr auf dem Hof leben und Emil als einziger bei seiner Mutter auf dem Hof verblieben ist.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!