Hündin macht alles kaputt wenn sie alleine ist

  • Also meine 3 jährige Hündin hab ich jetzt 9 Monate. Es hat 3 Monate gedauert bis sie sich ans allein sein gewöhnt hat. Bei ihr ist es Verlustangst. Manchmal jault sie kurz, wenn ich die Wohnung ausnahmsweise mal fluchtartig verlassen muss. Vorher hat sie mehrere Stunden gebellt und gejault.

    Generell kann man aber sagen, dass sie trotzdem nicht gerne alleine bleibt. Es gibt Hunde die haben damit kein Problem und welche die bekommen das nie richtig in den Griff, trotz intensiven Trainings.

    Warum die meisten Hunde allerdings trotzdem im Auto alleine bleiben ohne zu mucken kann ich mir auch nicht erklären.

  • Also, ich würde es wahrscheinlich so probieren:

    Jacke anziehen (weiß nicht, ob sie es schon damit verbindet, dass du gehst) durch die Wohnung laufen, bis sie stressfrei aussieht, Jacker ausziehen. Einige Zeit später gleiches Spiel. Dann erst mal zur Haustür raus, zwei Sekunden später wieder rein. Ich würde die Hündin immer ignorieren, beim rausgehen (auch nichts sagen) sowie beim reinkommen. Und die Zeit draußen dann steigern.

    Hast du es schon mal mit einem Kong oder Kauknochen zur Beschäftigung probiert, wenn du gehst? Vielleicht geht das ja bei ihr?

  • Ach so, wusste nicht, dass es falsch ist den Hund zu begrüßen wenn man nach Hause kommt. Dann lass ich das auf jeden Fall sein. Mit der Jacke werd ich auch üben.
    Einen Trainer kann ich mir ehrlich gesagt nicht leisten, bin noch in der Ausbildung.
    Mit Kauknochen hab ich es auch schon probiert, aber sie ist nicht so "verfressen" und achtet auf Futter überhaupt nicht.
    Also bis jetzt finde ich die Tips echt super, vielen Dank!

  • Zitat

    Ach so, wusste nicht, dass es falsch ist den Hund zu begrüßen wenn man nach Hause kommt. Dann lass ich das auf jeden Fall sein. Mit der Jacke werd ich auch üben.
    Einen Trainer kann ich mir ehrlich gesagt nicht leisten, bin noch in der Ausbildung.
    Mit Kauknochen hab ich es auch schon probiert, aber sie ist nicht so "verfressen" und achtet auf Futter überhaupt nicht.
    Also bis jetzt finde ich die Tips echt super, vielen Dank!

    Ja, am besten ist sogar wenn man 5-10 Minuten wartet so dass de Hund auf keinen Fall lernt "wenn Frauchen/Herrchen weg ist, ist es doof und langweilig und wenn sie/er wieder da ist, krieg ich wieder Aufmerksamkeit und alles ist toll". Also, so schwer es auch ist, schön ignorieren und erst nach einigen Minuten den Hund herrufen.

    Lieben Gruß

  • Ich denke, du solltest deine Hündin mehr begrenzen.
    Sie läuft dir nach und wartet z.B. vor der Badezimmertür, damit ihr auf keinen Fall entgeht, wenn du wieder rauskommst und woanders hingehst.

    Gib ihr einen sicheren Platz, von dem aus sie dich NICHT immerzu sehen kann. Das kann auch eine Box sein, die ist rundum geschlossen und wirkt wie eine sichere Höhle. Meiner Hündin hat das SEHR geholfen.

    Du solltest in den nächsten Tagen und Wochen deinen Hund auf ihrem Platz ablegen und häufig das Zimmer wechseln. Rausgehen, reingehen - zuerst ohne die Tür zu schließen. Dann raus, Tür zu und sofort wieder reinkommen. Ist dein Hund ruhig, loben, loben, loben. Das steigerst du langsam, indem du einfach länger den Raum verlässt.
    Und dann beginnst du, deine Jacke anzuziehen und wieder auszuziehen usw. Bis du halt vor die Tür gehen kannst, ohne dass sie Theater macht.

    Es lohnt sich wirklich, diese anstrengenden Wochen durchzuhalten, denn du willst ja auf Jahre mit dem Hund leben.

    Begrüßt wird der Hund übrigens, wenn er ganz ruhig auf seinem Platz liegt. Vorher schau ich meine Hündin überhaupt nicht an bzw. reagiere gar nicht (sie winselt meistens in ihrer Box, sehen kann sie mich nicht, weil ich ein Tuch drüberhänge).

  • Also ich vermute das deine Hündin nicht alleine bleiben kann weil es ihr noch keiner hundeverständlich beigebracht hat.

    Der stress, kann in dem fall verlustangst sein oder im günstigsten fall kontroll verlust. verlustangst kann man ausschließen, denn sie bleibt ja auch im auto alleine und ich denke mal bei spaziergängen enternt sie sich auch von dir und klebt nicht die ganze zeit an dir. oder?

    wie ist es denn bei euch mit dem hinterherlaufen? wenn du nun in einen anderen raum gehst folgt sie dir auf schritt und tritt? würde auch mit auf toilette kommen?

    du musst dir meiner meinung nach bewusst machen das deine hündin dir nicht aus liebe hinterherrennt und dich so fixiert sondern mit aller wahrscheinlichkeit um dich unter kontrolle zu haben. Das ist für nen hund ein echt harter job also schluss damit;-)

    zumindest musst du das erstmal abbauen. also aufs sofa pflanzen aufstehen durch die wohnung rennen wieder aufs sofa. nach fünfminuten wieder das selbe, nach 10 min wieder das selbe. und das 30 mal am tag. und glaub mir irgendwann wird sie dann in einem raum liegen bleiben und sich denken 'lass ich mal die verrückte frau rumrennen ich mach das spiel nicht mehr mit'.

    wenn du es dann erreicht hast das sie in einem raum entspannt liegen bleibt obwohl du nicht drinne bist, kannst du erst anfangen die tür hinter dir zu schließen. anfangs ne sekunde und in kleinen schritten weiter. sie darf erst gar kein stress bekommen, denn dann fängst du wieder bei null an.

    an der zerbissenen tür merkt man mal wie sehr ein hund leidet wenn er das alleine sein nicht erlernt hat.
    sie ist schon drei jahre also hab viel geduld und zeig konsequenz.

    ich wünsche euch viel glück
    ihr packt das schon
    gruß jacky

  • Vielen Dank für die vielen guten Tips. Also es klappt schon sehr viel besser. Ich begrüße sie nich mehr, das hat sie ziemlich schnell kapiert und ist jetzt cooler wenn ich heim komme. In der Wohnung klappt es auch besser. Sie bleibt öfter liegen wenn ich einen Raum verlasse, ist aber noch nich so richtig entspannt dabei, sie guckt dann viel und wartet.
    Ich bleibe aber dran :o)

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