• Ein benachbartes Ehepaar (er Mitte 70, sie entsprechend ein paar Silvester jünger) hat sich einen Zwergdackel zugelegt, der in diesem Monat ein Jahr alt wird. Ein ganz liebes Tierchen. Aber er hat Hummeln im Hintern und wenig Erziehung bzw. Gehorsam, kurz, die Leute sind etwas überfordert.

    Ich würde gerne den Hund mit meinen beiden spielen lassen und ihn auch auf Spaziergänge mitnehmen. Nur ist es ja so, dass ich ein Pärchen habe und der Zwergdackel ein Rüde ist. Mein Rüde mag aber nicht so gerne "Herrenbesuch" seit er "eine Frau" hat. Ließe sich aber in den Griff bekommen, denke ich.

    Nur, ist das ratsam? Zum Spielen käme der Nachmittag in Frage, wenn entweder meine Frau oder die Kinder anwesend sind. Ich weiß nicht so recht ... :???:

  • schau mal hier:
    Nachbars Lumi

  • Was willst du jetzt genau wissen?

    Die Frage ist doch - macht es für den Dackel Sinn?
    Können deine Schäfis sich auf kleine Hunde einstellen oder bespielen sie den Zwerg nach Schäfi-Art? Das wär dann eher ein Ausschlusskriterium.
    Willst du dem Zwerg was beibringen? Was bringt's, wenn die HH es dann nicht umsetzen können?

    Usw. usf.

    cazcarra

  • Hallo,

    seh das auch so wie cazcarra.

    Du hast so viele gute Beiträge schon geschrieben und ich denke, dass es besser wäre wenn die Nachbarn sich mit ihrem Hund beschäftigen würden.
    Zeig ihnen doch einfach mal was sie so alles machen können und nehm sie an die Hand.

    Wenn es mit Deinem Rüden klappt, dann mach das ab und an, jedoch verlassen sich die Menschen dann schnell darauf und betrachten es irgendwann als Selbstverständlichkeit. Sie selbst sollten aktiv werden.

    Hummeln im Arsch wird man mit Denkaufgaben los und das können sie auch zuhause mit ihrem Dackel selbst machen.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Deine Schäfer wirst du selbst bestimmt am besten einschätzen können ;)

    Da deine Familie ja zuhause ist, würde ich anfangs mind. zu zweit spazierengehen, sodass du dich ganz auf deinen Rüden einstellen kannst, bis die Zusammenführung klappt.
    Mit einem einjährigen Hundekrümel, sollte es alelerdings nicht zu große Akzeptanzprobleme geben.
    Ich denke schon, dass ein großer Spaziergang mit Sozialkontakten einem jungen Dackel, der bei Ü70 leuten lebt, gut tun würde - von daher würde ich mich darauf einlassen, solange ich es mit meinen eigenen Hunden verantworten kann.

    LG

  • :smile: Meine spielen nach Hundeart und können sich auch auf kleinere Größen einstellen. Neulich wollten sie im Wohnzimmer Tauziehen. Geht natürlich nicht an, nur hatte schon jeder sein Ende im Fang. Habe beide so, wie sie waren, an Ort und Stelle ablegen lassen und das Tauziehen ging im Platz so lange weiter bis es einem zu blöd war.

    Lernen kann Dackelchen natürlich eine Menge. Dackel sind klug. Wenn ich mit meinen auf der leeren Schafweide bin und übe, dann gibt es eigentlich Einzelunterricht. Ich muss den Kommandos aber immer den Namen des nun dranseienden Hundes voranstellen, weil es sich der andere nicht nehmen lässt mitzumachen. Wäre ja auch soweit nicht schlimm, nur wenn er das Down für sich mit Platz übersetzt, dann will ich ihm wenigstens keinen Befehl gegeben haben (nicht, dass es sich noch falsch einbürgert).

    Ich denke, dass auch der sturste Dackel in Gesellschaft und wenn es das Ansehen bei den Kumpels hebt gelehrig sein wird. Da sehe ich nun wenig Probleme, zumal meine Hunde mit ihrer Meinung auch nicht hinter dem Berg halten. Dienst ist für die wichtig, auch wenn Dienst für sie nicht alles ist.

    Nee, ich habe etwas Bedenken wegen der beiden Rüden. Meiner ist nun einmal mit jeder Faser seines Körpers der uneingeschränkte Boss, da gibt es keine Diskussion. Und Dackelchen ist zwar ein ganz Lieber, aber dennoch ein "verzogenes Einzelkind". Da muss erst einmal Grund rein. Es soll aber nicht so ausgehen, dass Dackelchen die Ohren von meinem Rüden so lang gezogen bekommt, dass sie auf dem Boden hinterherschleifen. Ich weiß zwar, dass ich das verhindern kann, aber so ganz ausschließen kann ich es auch nicht. Schließlich kann ich auch nur auf dem Wasser laufen, wenn es einen festen Aggregatzustand angenommen hat :D .

    Was die Nachbarn angeht, umsetzen können die das. Dackelchen ist nicht ihr erster Hund.

  • Tschulligung - wenn sie es umsetzen können bzw. wenn es nicht ihr erster Hund ist, versteh ich nicht, wieso Dackelchen bis jetzt so gar keine Erziehung genossen hat.

    Und was das Rüdenproblem angeht... Sicher, das kann zum Problem werden. Und ich persönlich würde evtl. nur mit Hündin und Dackel rausgehen zunächst mal.

    Ansonsten: Sorry, entweder es ist spät oder ich bin verpeilt, aber dem Rest deiner Erklärungen kann ich nur bedingt folgen.

    Nun ja - ich werd alt.

    cazcarra

  • Der Rest hat auch nur bedingt etwas mit dem Dackel zu tun. Er soll nur erklären, dass meine Hunde durchaus auch zu ruhigem Spiel imstande sind und dass ich davon ausgehe, dass Dackelchen, vielleicht nicht ganz so eifrig, sich ein Beispiel nehmen und quasi aus eigenem Antrieb auch die eine oder andere Übung freiwillig mitmachen könnte. Denn verspielt ist der Dackel, intelligent, gelehrig (wenn er will), verspielt und fordernd, soviel habe ich gestern mitbekommen. Und er hat Power ohne Ende, ist frech (das ist jetzt nicht als schlechte Angewohnheit gemeint) und mutig. Ein unerzogener Dackel eben. Nur wird er sich auch nicht ohne Weiteres der Gruppendynamik entziehen können bzw. wollen. Aus diesem Grunde die Schilderung mit der Schafweide.

    Wissen kann ich das aber auch erst nachdem ... ;) .

    Erst einmal mit der Hündin angehen, habe ich auch angedacht. Wenn das klappt, würde ich die beiden Rüden sich aneinander gewöhnen lassen und die Hündin weglassen. Geht das auch gut, würde ich die drei gemeinsam führen. Also immer Schritt für Schritt.

    Ausbildungstechnisch würde ich den Dackel erst einmal gar nichts machen sondern nur zusehen und evtl. freiwillig mitmachen lassen. Er muss schließlich erst einmal meine Hunde und mich kennenlernen. Wenn ich merke, dass sich ein Zusammengehörigkeitsgefühl eingestellt hat, dann kann es mit der Ausbildung angehen. Da würde ich dann aber gar nichts voraussetzen und bei Adam und Eva, also Nein und Meins, anfangen.

  • Danke für die Erläuterung.

    Allerdings bleibt meine Frage unbeantwortet, was dich dazu veranlasst anzunehmen, dass HH, die scheinbar Hundeerfahrung besitzen und es innerhalb dieses Jahres nicht für nötig befunden oder nicht geschafft haben, ihrem Hund ansatzweise Erziehung angedeihen zu lassen, dazu befähigen könnte, deine Arbeit mit dem Dackel später fortzusetzen.

    cazcarra

  • Zitat

    Danke für die Erläuterung.

    Allerdings bleibt meine Frage unbeantwortet, was dich dazu veranlasst anzunehmen, dass HH, die scheinbar Hundeerfahrung besitzen und es innerhalb dieses Jahres nicht für nötig befunden oder nicht geschafft haben, ihrem Hund ansatzweise Erziehung angedeihen zu lassen, dazu befähigen könnte, deine Arbeit mit dem Dackel später fortzusetzen.

    cazcarra

    für mich liest sich das so, als das der dackel erst vor kurzem eingezogen ist, oder?
    haben die nachbarn darüber nachgedacht was mit dackelchen passiert, wenn sie mal nicht mehr so können?
    ich meine, 70 ist ja nicht mehr 50. da sollte man sich darüber gedanken machen.

    ansonsten, so zum thema: also, wenn dackel und schäfer über ein vernünftiges sozialverhalten verfügen, wird dein schäfi ihm deutlich aber nicht böse klarmachen, wer hier der chef ist. dann wird das kurz ausdikustiert und dann ist gut. sehe da nicht so das problem.

  • Zitat

    Allerdings bleibt meine Frage unbeantwortet, was dich dazu veranlasst anzunehmen, dass HH, ..., dazu befähigen könnte, deine Arbeit mit dem Dackel später fortzusetzen.

    Darüber mache ich mir weder Gedanken noch Illusionen. Ich muss mit meinen beiden eh los. Da kann Dackelchen dann auch noch mit, das ist kein großes Problem. Die Runde kann ich auch so gestalten, dass Dackelchen entsprechend zwischendurch wieder abgeliefert oder von uns abgeholt wird. Und ob ich nun mit zwei oder drei Hunden UO festige, ist auch egal.

    Im Endeffekt könnte das darauf hinauslaufen, dass ich drei Hunde habe, aber nur zwei bei mir in Kost und Logis sind. Und wenn die Lütte mal wieder empfängnisbereit ist, muss Dackelchen eben seinen Urlaub nehmen :D .

    Die Gedanken habe ich alle, auch dass Dackelchen evtl. seine Menschen überleben könnte. Aber es ist nun einmal so (liegt übrigens nicht an Dackelchens Herrchen) und ich möchte nicht, dass der Hund jetzt Dinge erleiden muss, die vermeidbar sind. Weder muss er weg, noch vor der Zeit zum Rentnerhund mutieren, noch muss an ihm herumgeschnippelt werden oder was der negativen Dinge noch denkbar sind. Nein, er soll ein frohes und glückliches Hundeleben bei seinen Menschen haben. Und wenn ich ihm dazu verhelfen und seine Menschen nebenher noch unterstützen kann, dann will ich das tun.

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