Hündin wird ständig angegriffen

  • @ Sacco
    Solchen Typen möchte ich mal begegnen weinn meine Lütte läufig ist und ich mit meinen beiden ausgehe. Der Große mag nämlich so schon kaum mal einen "Herrenbesuch".

    Das sind die Typen, die zu blöd sind ihren Hund zu erziehen, ihn dann auch noch frei laufen lassen (klar, die Leinenführigkeit fehlt ja auch) und nicht abrufen können (wie auch). Aber anschließend wundern sie sich :zensur:

  • Du wirst solche Angriffssituationen nicht gänzlich verhindern können. Du kannst nur deinen Hund so weit stabilisieren, dass er sich von solchen Schock- und Stressmomenten schnell(er) wieder erholt, sie besser "abschütteln" kann.

    Was hat denn der HH des Angreifers eigentlich dazu gesagt?
    Und gibt es bei euch in dieser Gruppe keinen Verantwortlichen? Geht ihr da "alleine" hin?
    Ich finde auch, dass das für euch äußerst unbefriedigend abgelaufen ist!
    Es wäre besser gewesen, wenn deiner Hündin die Zeit bekommen hätte, sich wieder zu berappeln und dann das Programm mitzumachen. Wenn eine Situation mit Sch... endet, behält der Hund den Sch... - macht es für die nächsten Situationen schwieriger.


    Um zu mobben, braucht es keine Gruppenstruktur. Es geschieht zwar häufig aus einer Gruppendynamik heraus, aber das kriegen auch Einzelexemplare hin.

  • Sacco

    die situationen kommen mir sehr bekannt vor. ist denn dein rotti dadurch selber aggressiver oder über-extrem ängstlich geworden?

    BIG joy

    das ist ein projekt von einer hundeschule, also ist ein trainer immer vor ort.
    außer in diesen 2 sec der attacke war er gerade um die ecke. ihm ist wirklich keine schuld zu zu weisen. er kümmert sich gut drum das da alles seine ordnung hat und kennt die teilnehmer incl. hunde. futterneider oder andersweitig aggressive hunde dürfen nicht mit.

    der hundebesitzer selbst hat einfach garnicht drauf reagiert....

    es ist nur einfach blöd, wie du schon sagtest, wenn so etwas dann mit der besuchsgruppe verknüpft wird. wir werden das nächsten monat dann sehen. es wäre schade wenn sie dadurch nun hemmungen hat.

    vielleicht gehe ich einfach mal vor dem nächsten treffen alleine hin, sodass sie merkt das sie vor dem heim und seinen bewohnern keine angst haben braucht. was meint ihr dazu?


    habt ihr denn schon mal was von dem zusammenhang mit der frühkastration gehört?

  • Hallo,

    ich kann dich sehr gut verstehen, da unsere 3 Hunde schon öfter getackert wurden. Es hat ganz bestimmt nichts mit der Frühkastration zu tun, da unsere Hündin erst mit 1,5 Jahren kastriert wurde.

    Es trifft wohl eher die ruhigen und gut sozialisierten Hunde, die von sich aus nie zubeißen würden, so wie bei uns. :roll:

    Klar, gibt es auch Sympathien und Antisympathien unter Hunde, aber es gibt auch die aggresiven Neurotiker.

    Oft kommen diese Hunde einfach angeschossen und stürzen sich sofort auf den Hund, ohne Kontaktaufnahme oder anschnüffeln. Diese Hunde haben für mich einen Knall und nicht unsere Hunde.

    Rowdy unser Jackimix musste eine Bisswunde am Rücken genäht werden, nur weil er sein Geschäft im Gebüsch verrichten wollte, ein anderer Hund mit rein lief und einfach zubiss. Bei dem Aufschrei dachten wir erst Rowdy wäre irgendwo gegengelaufen, bis wir die blutende Wunde am Rücken sahen. Natürlich waren Herr und Hund auf und davon.

    Auch direkt an unserem Auto stürzte sich eine große Hündin auf Rowdy. Zum Glück ist mein Mann sehr spontan, packte die Hündin am Halsband - drehte es zu und hob sie von Rowdy weg. Die Halter stehen dann nur dumm herum.

    Buffy wurde vor 3 Jahren bei einem Waldspaziergang schwer verletzt, hätte die Halterin vom anderen Hund nicht sofort reagiert und ihren Hund heruntergerissen, wäre Buffy wohl nicht mehr am Leben. :sad2:

    Sie hatte überall offene Wunden (Beine, Rücken, Bauch) und zwischen Po und Scheide wölbte sich das Innere nach außen. Alles spielte sich in sekundenschnelle ab.

    Die Antwort der Halterin werde ich nie vergessen: Ihre Hündin kommt aus schlechter Haltung und hatte heute noch nichts gefressen ! =)

    Auch Fussel musste leider von Welpenalter an diese anstürmenden, trampelnden und zupackenden Hunde kennenlernen. Diese Hunde liefen immer ohne Leine bei uns im Park und waren nicht abrufbar.

    Wir haben jetzt ein gutes Auge entwickelt wenn uns Hunde entgegen kommen. Ist ein Hund nicht koscher oder stürmt mit extremer Körperhaltung auf unsere Hunde zu, werden sie gnadenlos abgeblockt.

    Ich wünsche deiner Hündin das ihr ernsthafte Vorfälle erspart bleiben.

    Beim nächste Treffen im Altersheim würde ich den Trainer bitten ein Auge auf den anderen Hund zu haben und ware Abstand zu dem Hund. Sollte der Hund noch mal dazu tendieren deine Hündin anzuschnappen, müßte er die Gruppe verlassen und nicht du. ;)

  • Zitat


    Es trifft wohl eher die ruhigen und gut sozialisierten Hunde, die von sich aus nie zubeißen würden, so wie bei uns. :roll:

    Diese Hunde haben für mich einen Knall und nicht unsere Hunde.

    deine worte wirken tröstend, danke!

    ich bin ja nun schon seit jahren dabei das von den vorbesitzern versäumte sozialverhalten mit ihr auf zu arbeiten und bin auch der meinung das sie mittlerweile gut sozialisiert ist.

    wie handhabst du es denn bei diesen spontanen attacken?
    oder schaust du dir fremde hunde immer erst genau an, bevor du sie in die nähe deines hundes läßt? wäre etwas aufwand, aber den wäre ich natürlich bereit ein zu gehen!

  • Zitat

    deine worte wirken tröstend, danke!

    ich bin ja nun schon seit jahren dabei das von den vorbesitzern versäumte sozialverhalten mit ihr auf zu arbeiten und bin auch der meinung das sie mittlerweile gut sozialisiert ist.

    wie handhabst du es denn bei diesen spontanen attacken?
    oder schaust du dir fremde hunde immer erst genau an, bevor du sie in die nähe deines hundes läßt? wäre etwas aufwand, aber den wäre ich natürlich bereit ein zu gehen!

    Ich kann dir leider keine Art Anleitung geben, da jede Situation anders ist.

    Sehen wir im direkten Umfeld, das ein Hund steif um einen unserer Hunde runstakst und dicht bedrängt, sage ich dem Halter das er eingreifen soll. Reagiert der nicht, dann rufe ich entweder meinen Hund heran und stelle mich dazwischen, oder wenn es kurz vor einer Attake ist, gehe ich schnell dazwischen und dränge den anderen Hund, mit festem Autreten und lauten Worten, ab.

    Es hat sich eine Art Bauch-Schaugefühl eingestellt und heute reagieren wir einen ticken schneller als früher, in der Hoffnung den Angriff im Keime zu ersticken.

    Bei heranstürmende Hunde mit Schädigungsabsicht, die erkennen wir schon ganz gut, treten wir vor unsere Hunde und versuchen mit Händen und Gebrüll den anderen Hund auszubremsen. Fruchtet es nicht würde ich auch nicht mehr davor zurückscheuen massiver zu werden.

    LG

  • was ihr da so schreibt kommt mir sehr bekannt vor!
    ich hatte eine unglaublich liebe dalmatinerhündin, die auch immerwieder grundlos attackiert wurde.
    sie selbst hat wirklich niemals stress gemacht und sie war meiner meinung nach auch gut sozialisiert. vom welpenalter an war sie täglich mit anderen hunden in kontakt und gegenüber fremden hunden wurde sie nie aufdringlich o.ä.
    in dem park, in dem ich täglich mit ihr unterwegs war, gab es zwei hunde, die sie wirklich oft angefallen haben. meist waren es situatonen, wie oben schon beschrieben:
    sie schnüffelt irgendwo und plötzlich kommt einer aus dem nichts angeschossen. von den besitzern musste ich mir immer blöde sprüche anhören, es wäre meine schuld, mein hund wäre nicht sozialisiert ect.
    ein mann rief mir jedesmal schon von weitem zu: "der tut nichts, der tut nichts...", dabei ist der hund schon wild schnappend gegen meine hündin gesprungen. nachdem diskussionen mit den leuten nichts brachten, habe ich mich bewaffnet. entweder hatte ich einen schirm dabei, den ich bei der attacke öffnete und den hund so abwehrte (unter großem protest der besitzer), oder ich benutzte eine selbstgebaute schütteldose.
    ob das der richtige weg ist, weiß ich auch nicht.

    ich habe inzwischen jedenfalls einen regelrechten hass auf solche leute.
    meine hündin ist vor einem jahr an den folgen einer solchen grundlosen attacke gestorben. grotesker weise war es das erste und einzige mal, dass sie tatsächlich gebissen wurde.

    ich wünsche euch, dass es bei euch niemals so weit kommt!

  • ja, es war echt die schlimmste zeit meines lebens und richtig verarbeitet hab ich es auch heute noch nicht.

    ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt wieder einen hund haben kann. zum einen will man seinen liebling nicht "ersetzen", zum anderen bleibt natürlich die angst, sowas könnte wieder passieren. auch die tierärzte haben mich damals maßlos enttäuscht. also noch mehr unsicherheit...

    aber ohne hund ist das leben einfach nur halb so schön.
    deshalb hab ich jetzt käthe. sie ist erst 16 wochen alt und richtig schlimme situationen hatte ich zumglück noch nicht mit ihr.

    meine trainerin aus der welpengruppe sagt, dass man den hund von anfang an aus kritischen situationen heraus nehmen soll. sucht der hund bei einem schutz, dann soll man ihn nicht hochnehmen, aber die anderen hunde mit den händen wegdrücken. das geht natürlich nur, wenn die hunde schon direkt nebeneinander stehen. im gegensatz zu dem, was viele hundebesitzer sagen, müssen die nichts "unter sich regeln" (und schonmal garnicht in dem alter).
    ich glaube bei einer attacke würde ich mich sofort vor meinen hund "werfen" . einen biss würde ich für sie in kauf nehmen, da ich weiß, dass menschen medizinisch wesentlich besser behandelt werden können, als hunde.
    ich hab auch schon mit dem gedanken gespielt, einen spazierstock mitzunehmen...

    andererseits habe ich mir auch fest vorgenommen, durch diese sache nicht hysterisch zu werden. mein hund darf trotzdem frei herumlaufen und mit fremden hunden kontakt aufnehmen. 100%ig schützen kann man sich einfach nicht, leider!

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