Zerlegt alles wenn alleine...
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Wir haben einen Border-Collie Mix aus dem Tierheim bekommen, er ist wohl etwas über ein Jahr alt.
Folgendes Problem ergibt sich allerdings:
Er kann nicht alleine bleiben, die Vorbesitzer haben es ihm wohl nie beigebracht.Im Tierheim meinten sie er würde nur bellen, das konnte ich anfangs auch bestätigen.
Allerdings war er neulich bei einer Bekannten (er war dort schon 2-3x vorher) und musste leider ca. 30 Minuten alleine gelassen werden.Als wir zurückkamen traf uns der Schlag!
Die ganzen Küchenpolster zerfetzt, die Matrazen zugepisst und zugekotet und alles natürlich mit seine Pfoten schön verteilt. Die Eingangstür war auch demoliert.
Das ganze ist jetzt schon zum zweiten mal passiert. Das erste mal war er dort alleine und jetzt das zweite mal war ihre Hündin da. Scheint für ihn wohl keinen Unterschied gemacht zu haben.Damit haben wir keineswegs gerechnet, schließlich machte uns das TH nur auf das bellen aufmerksam.
Hier habe ich ihn bisher max. 5-10Minuten alleine gelassen, zerstört hat er dabei nichts. Allerdings gewöhnt er sich auch nach den bisher 2-3Wochen nicht einmal an das. Ist immer noch völlig außer Rand und Band wenn ich wieder heimkomme und ich höre ihn bereits bellen.
Was sollen wir tun? Bin mit meinem Latein am Ende.
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22. August 2010 um 18:51
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Zerlegt alles wenn alleine... - Vor einem Moment
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Hi!
Erst mal: tief durchatmen.
Ihr habt den Hund erst 2 Wochen, das ist eine wirklich kurze Zeit. Er muss sich an euch und eine neue Umgebung gewöhnen. Dann noch an den Bekannten und die Umgebung dort, das ist eine ganze Menge.
Das Alleine bleiben muss man bei vielen Hunden trainieren, da sind 5 min unter Umständen schon zu viel.
Ich würde das Training in Mini-Mini-Schritten beginnen. Also: erst nur die Türe öffnen und wieder schließen. Nimmt der Hund das ohne Aufregung hin kommt der nächste Schritt. Du gehst hinaus und kommst gleich wieder rein. Wenn das deinen Hund kalt lässt kannst du mal ein paar Sekunden draußen bleiben. Die Zeit dann langsam steigern.
So lange sollte der Hund nicht alleine bleiben. -
Hallo erstmal!
Das wichtigste beim Alleine bleiben ist, dass der Hund zu euch Vertrauen gefasst hat. Er muss euch soweit einschätzen können, dass er alle gesetzten Grenzen akzeptiert - das Alleine bleiben ist die höchste Stufe davon.
Nach 2-3 Wochen ist das höchstens ansatzweise zu erwarten, aber auch nur wenn man alles richtig gemacht hat!
Das beste wäre, wenn ihr euch einen guten Hundetrainer ins Haus holt, der am Anfang zumindest klare Anweisungen und Tipps geben kann, mit denen ihr euch in das Hundeverständnis einfinden könnt.
Bringt dem Hund "Bleib" bei, d.h. ihr könnt ihn Sitz/Platz machen lassen - deutlich- ruhige Stimme mit handzeichen und ggf. Leckerchen , entfernt euch Zentimeter für zentimeter -meter für Meter (langsame Trainingststeigerung ) und löst das Kommando mit einer klaren handbewegung/Tobeaufforderung eurerseits auf und belohnt ausgiebeig.
Später, wenn ihr es schafft euch schon einige Meter vom hund zu entfernen, könnt ihr ihm während des Bleib Kommdnos auch kurz den Rücken zudrehen oder eine kleine Kurve laufen.Der nächste Befehl, dem ihr eurem Hund verständlich machen müsst, ist das "ins Körbchen schicken" Zunächst beginnt man mit einer geringen Entfernung den Hund mit klaren´körpersprachlichen Handzeichen dazu sich auf seine Decke zu legen, wo er lieb belohnt wird, danach vbeginnt man damit die Entfernung zu steigern und ihm klarzumachen, dass frühes Aufstehen unerwünscht ist - steht er schon nach einigen sek auf, wird er wieder und wieder hingeschickt, bis man die Übung nach erst kurzer, später längerer Zeit beendet.
Ziel ist es auch aus dem badezimmer heraus den Hund auf seine Decke z.B. im Wohnzimmer schicken zu können.
Und wichtig dabei: Kennt er den befehl eigentlich schon, ignoriert ihn aber trotzdem, bricht man kurz alles ab, geht mit dem Hund zur Decke, legt ihn darauf ab und entfernt sich wieder, steht er auf und läuft hinterher, kann man ihn aus gewohnt kurzer Distanz wieder zurück schicken!
Niemals lauter werden oder die Stimme total verzerren (rufen, schreien) - das macht den Befehl nur noch undurchsichtiger.Daneben muss euer Hund lernen, dass es nicht selbstverständlich ist seinen Menschen immer und überall zur Verfügung zu haben. Während ihr euch in der Wohnung aufhaltet, wird mal eben, wenn der Hund gerade entspannt herumliegt, die Tür zu diesem Zimmer geschlossen und noch während er sich ruhig verhält wieder geöffnet. das sollte am Anfang so oft wie möglich geschehen. Zuerst in kurzem Abständen, klappt dies gut auch mal für 4 min.
Wenn ihr wieder hereinkommt, beachtet den Hund NICHT! das alleinebleiben ist eine Selbstverständlichkeit - mit Aufmerksamkeit über einen sich über das Wiederkommenfreuenden Hund steigert man höchstens die Verlassensängste, die bei euch ja anscheinend sowieso schons ehr stark sind.
Dasselbe Training startet man darrauffolgend beim Wohnungsverlassen - am Anfang nur nachdem der Hund vorher gut ausgelastet und gefordert wurde. Entfernt euch nur 5 sek aus der Wohnung, dann 10, usw.
Immer genau solange der Hund noch ruhig ist.Da ihr anscheinend einen traumatisierten oder zumindest vom alleinebleiben extrem gestressten Hund habt, wird dieses Training seine zeit in Anspruch nehmen, aber langfristig erfolgreich sein!
Wie lastet ihr euren Border denn tagtäglich aus?
Viel Erfolg
LG Jana -
Hallo,
ihr könnt nach zwei Wochen nicht davon ausgehen, dass ein Hund alleine bleiben kann.
Er braucht Vertrauen in Euch und vor allem auch in seine Umgebung.
Erst wenn er sich sicher fühlt dort wo er ist, kann er alleine bleiben.
Der Ortswechsel von Euch zum Bekannten wird den Hund auch noch verunsichern.
Er weiss noch gar nicht wo er hingehört und daher würde ich das erstmal vermeiden, bzw ihn dort auf keinen Fall alleine lassen.
Man sagt, dass ein Hund erstmal gute 4 Wochen braucht um sich einzuleben und in seinem neuen Leben anzukommen.Wie das Alleinbleiben aufgebaut wird wurde ja schon geschrieben und so würde ich auch vorgehen.
Überstürzt nichts, denn euer Hund hat extremen Stress und auch Angst. Wenn ihr da auf Biegen und Brechen den Hund alleine lasst, dann kann es sein, dass er sich vor lauter Angst gar nicht an das Alleinsein gewöhnt und wirkliche Verlustängste sind sehr ernst zu nehmen und können zu Traumata führen.
Liebe GrüßeSteffi
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ich kann mich meinen vor"schreibern" da anschliessen und hoffe, du kannst das mit deinem alltag vereinbaren, den hund die nächsten wochen und monate nicht zuuuuu lange alleine zu lassen.
das wirst du langsam! aufbauen müssen. viel glück dabei :|
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Hier kommt mal eine kurze Erklärung, warum der Hund das macht

Das Alleinsein löst in ihm Streß aus.
Er steht dann total unter Druck.
Niemand hat es aber gern, wenn man sich unter Anspannung befindet, also tut man einiges, um sich von diesem Druck zu befreien.Hunde haben drei "Möglichkeiten", sich von diesem unangenehmen Druck zu befreien.
A) sie bellen
Bellen kann helfen, Streß abzubauen.
B) sie kauen
Ist ählich wie bei Menschen, wenn diese Kaugummi kauen.
Das Kauen beruhigt einen.
Wenn Hunde nichts zum Kauen haben, "fallen" sie dann halt über die Möbel her :/
Ist zwar unerwünscht, aber sie meinen es ja nicht böse, sondern sie haben sich ja nur einen Weg gesucht, sich vom inneren Druck zu befreien.C) sie "müssen" mal
Auch das Pinkeln und Koten kann helfen, Streß abzubauen.
Es verschaft einem "Erleichterung"Wie dem auch sei,
was der Hund nun braucht, ist viel Geduld von seinem Halter.
Er ist in einem neuen Zuhause, das kann er ja noch nicht wissen. Für ihn ist es eine weitere fremde Umgebung, in der er sich erst einmal zurechtfinden muß
Und er muß ja auch langsam lernen, daß dies nun Dauerhaft für ihn sein soll. Das kommt aber erst mit der Zeit.Er braucht Vertrauen zu Euch.
Und ein langsam aufgebautes, extra für ihn abgestimmtest Training.Viel Glück und Erfolg wünsche ich Euch dabei,
das wird schon!
SheltiePower -
Der Vollständigkeit halber eine weitere mögliche Stress-Reaktion:
D) sie ergeben sich resigniert in ihr Schicksal
(Aber so ein Exemplar habt ihr offensichtlich nicht) -
Hier noch mal eine weitere Erklärung, warum das Alleinbleiben für den Hund am Anfang eine extreme Stresssituation ist:
Hund sind Rudeltiere. In der Natur haben sie bessere Überlebenschancen im Rudel. Welpen müssten ohne ihr Rudel sterben. Der Hund weiß instinktiv, wie wichtig das Rudel für ihn ist. Wurde das Alleinsein nicht richtig trainiert, hat er das Gefühl er würde für immer verlassen werden, wenn sein "lebenswichtiges Familienrudel" das Haus verlässt. Er hat noch nicht gelernt, dass es wirklich immer wieder kommt.
Dieses Vertrauen muss er erst langsam aufbauen, so dass er weiß, dass er nicht für immer vollkommen verlassen ist, sonder dass das Rudel immer wieder zurückkommt.
Deshalb wie schon in den vorherigen Posts beschrieben ganz langsam üben. Vielleicht erst im Badezimmer oder in der Küche ein Plätzchen einrichten, wo der Hund allein bleiben kann ohne etwas zu zerstören.
Das Problem ist, wenn er die Möglichkeit hat etwas zu zerstören, baut der Hund damit den Druck/Stress/Anspannung ab. Es ist also eine Erleichterung für den Hund = eine Art Belohnung. Das Zerstören kann dann ziemlich schnell zu einer Angewohnheit werden. Deshalb lieber in einen Raum bringen, wo er wirklich nichts kaputt machen kann, so dass es sich gar nicht zu einer Angewohnheit entwickeln kann und im für den Stressabbau eine Kauknochen o. ä. mitgeben.
Dann den Hund erst ein paar Minuten allein lassen und immer erst die Wohnung betreten, wenn sich der Hund ruhig verhält. Denn wenn man die Wohnung z. B. wieder betritt, wenn der Hund bellt, verknüpft der Hund das Bellen mit dem Wiederkommen von Herrchen/Frauchen => der Hund wird immer weiter bellen, weil er "denkt" dann kommt mein Herrchen/Frauchen ja wieder.
Man selbst sollte den Hund nicht überschwenglich loben, wenn man wieder kommt, lieber einmal kurz ansprechen und das war's. Sonst wartet der Hund immer ungeduldig auf diese für ihn große aufregende Belohung, wenn die Besitzer nach Hause kommen und das verstärkt die Unruhe, wenn er allein ist. Auch beim Rausgehen, den Hund auf den Platz schicken und dann sofort vollkommen kommentarlos die Wohnung verlassen und wie geschrieben erst wieder in dem Moment rein, in dem der Hund einige Sekunden ruhig ist.Und dann eben üben, üben, üben mit viel Geduld. Am besten den Hund auch vorher immer auspowern. Und wenn einige Minuten gut klappen, kann man eben in sehr kleinen Schritten den Zeitraum immer weiter vergrößern und erst wenn sich der Hund nach einigen Monaten wirklich an das Alleinbleiben gewöhnt hat, würde ich ihm in der Zeit die ganze Wohnung zur Verfügung stellen.
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