Und wieder mal: Begegnungen an der Leine
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Raven49 -
16. August 2010 um 11:46
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Hallo
Mein Dackel Timon ist knapp 9 Jahre alt (kastrierter Rüde) und ich habe ihn vor 6 Wochen aus dem Tierheim übernommen.
Timon ist ein netter, freundlicher Hund, der auch mittlerweile schon ganz gut hört (außer wenn sein Jadgtrieb geweckt wird, deshalb läuft er momentan im Wald noch an der 10-m-Schleppleine). Er ist absolut sozialverträglich, er läuft problemlos in verschiedenen Hundegruppen mit.
Das einzige Problem, dass ich trotz Einschaltung einer Hundetrainerin bisher absolut nicht in den Griff bekomme: wenn er an der Leine ist, und nicht -- oder nicht schnell genug -- zu einem anderen Hund hin kann / darf, macht er ein Riesentheater. Hysterisches Bellen, Zerren etc. Sobald der Kontakt mit dem anderen Hund hergestellt ist, ist es absolut problemlos-- und auch die anderen Hunde haben kein Problem mit ihm. Von daher ordne ich das NICHT als Leinenaggression ein, er ist nicht aggressiv.
Wenn der andere Hund noch weit genug weg ist, kann ich ihn manchmal (wie von der Hundetrainerin empfohlen) ablenken, bzw. einfach in die Gegenrichtung führen. Wir üben das, an manchen Tagen ist die Distanz, die er braucht um einigermaßen manierlich vorbei zu laufen etwas größer, an anderen etwas kleiner.
Es gibt aber einfach Situationen, in denen ich schlicht und ergreifend nicht ausweichen kann. Wir wohnen hier in einem Viertel mit engen Gassen, da ist der Platz begrenzt. Im Wald lasse ich in solchen Situationen (wenn der andere Hund frei läuft, natürlich nur) einfach die Leine fallen. Dann geht er hin, kurzes freundliches Beschnuppern, und gut ist.
In der Stadt geht das nun mal einfach nicht, er muss lernen, da manierlich vorbei zu gehen, und manchmal ist einfach kein Platz zum großräunigen Ausweichen.
Und bevor jetzt jemand nachfragt:
Es ist nicht mein erster Hund. Der Hund muss selten mal für eine Stunde alleine bleiben, normalerweise ist er überall dabei. Der Hund ist altersentsprechend gut ausgelastet, mit ihm wird regelmäßig sowohl geistig als auch körperlich gearbeitet und er ist mit Freude dabei, er lernt auch schnell.. Er hat regelmäßig Sozialkontakte mit vielen verschiedenen Hunden, immer problemlos, egal ob er die Hunde schon kennt oder nicht. Er orientiert sich nomalerweise auch zunehmend an mir: wenn eine neue Situation auftaucht, schaut er meistens zu mir und macht dann auch (meistens) was ich ihm sage. Und auch ansonsten hört er meistens gut, es ist nicht so, dass er mir auf der Nase herumtanzt oder meint, er wäre der Chef.AUSSER bei Begegnungen an der Leine auf kurze Distanz. Er WILL da hin, und ist dann auch nicht mehr ansprechbar. Und wenn das nicht geht, habe ich einen kleinen tasmanischen Teufel an der Leine.
Eigentlich könnte er überall mit hin. Mittlerweile ist es aber schon so, dass ich ihn manchmal einfach nicht mehr mitnehme, weil ich einfach keine Lust mehr auf das Theater habe und nicht mehr weiß, wie ich es in den Griff bekommen soll. Schade. Es muss doch einen Weg geben, ihm beizubringen, dass man da auch entspannt bleiben kann.
Wenn jemand hier ein vergleichbares Problem bei seinem Hund hatte, und einen Weg gefunden hat, das in den Griff zu bekommen, wäre ich dankbar etwas darüber zu lesen.
lg
Raven49
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16. August 2010 um 11:46
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Und wieder mal: Begegnungen an der Leine - Vor einem Moment
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Zitat
Das einzige Problem, dass ich trotz Einschaltung einer Hundetrainerin bisher absolut nicht in den Griff bekomme: wenn er an der Leine ist, und nicht -- oder nicht schnell genug -- zu einem anderen Hund hin kann / darf, macht er ein Riesentheater. Hysterisches Bellen, Zerren etc. Sobald der Kontakt mit dem anderen Hund hergestellt ist, ist es absolut problemlos-- und auch die anderen Hunde haben kein Problem mit ihm. Von daher ordne ich das NICHT als Leinenaggression ein, er ist nicht aggressiv.

Ich habe da mal eine Frage!
Wenn er dieses Verhalten zeigt, kommt dann anschließend auf jeden Fall der Kontakt zum anderen Hund zustande?
Wenn ich irgendwie richtig liegen könnte, dann vermute ich mal, daß der Hund einfach bisher für sein Verhalten "belohnt" wurde

Er macht Rabatz, wenn er den anderen Hund sieht, und will auch unbedingt hin.
Und zur Belohnug darf er dann anschließend auch.
Warum sollte der Hund dann also sein bisheriges Verhalten ändern, wenn er damit doch sehr erfolgreich verfahren ist?Ich würde es dann umdrehen.
Ihn nur an andere Hunde ranlassen, wenn er vorher still war.
Macht er Rabatz, nun, dann hat er halt Pech gehabt und es kommt kein Kontakt zustande
Schöne Grüße noch
SheltiePower -
*lesezeichen setz*
..GENAU das gleiche Verhalten zeigt meiner auch (habe ihn seit 4 Wochen).. wenn er nicht hin kann oder sich ein Hund sich einfach nicht für ihn interessiert (geht gar nicht, da dreht er ab). Ich lasse ihn nicht hin, wechsle still schweigend die Richtung und er tobt an der Leine.
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Zitat
Ich würde es dann umdrehen.
Ihn nur an andere Hunde ranlassen, wenn er vorher still war.
Macht er Rabatz, nun, dann hat er halt Pech gehabt und es kommt kein Kontakt zustande
Würd ich auch so machen. Wenn du die Situation nicht mehr abwenden kannst, lass ihn schreien und bocken - ignoriere Blicke von Fremden - steh ruhig und still da und ruckel nicht an der Leine rum. Wenn Ruhe herrscht geht's weiter.
Zum Einen hat der Hund Erfolg gehabt und wird so schnell nicht klein beigeben. Zum Anderen würde ich mal testen, wie gut das Dackelchen mit Frust klarkommt.
LG
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ähm, nein.
Ich hatte geschrieben, dass ich es manchmal auf engem Raum nicht vermeiden kann, dass er austickt. Und nicht, dass ich ihn dann hin lasse und für sein Theater belohne.
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Doch, ich denke das gehört auch zum Thema Leinenaggression. Denn das Ergebnis ist doch ebenso ein wütender Hund, eben ausgelöst durch Frustration (weil er nicht hin darf). Ich habe hier ebenso eine kleine Frust-Leinenpöblerin... Sie möchte gerne alle Hunde kontrollieren und dann eine Runde Herumtollen.
Wir arbeiten dran (schau üben, nein üben, Alternativen anbieten, nahe Kontakte vermeiden, langsam an die Toleranzdistanz herantasten, gutes Benehmen loben etc.), sie wohnt seit März bei uns. Und ich meine, dass erste Erfolge schon sichtbar sind, sie lässt sich besser kontrollieren, ab und an konnte ich es schon bei relativ naher Distanz unterbinden. An manchen Tagen meine ich das aber auch wiederum nicht...Ich finds prima, dass Du einen nicht mehr ganz jungen Hund aufgenommen hast. Vielleicht musste er zuvor immer alle Hundebegegnungen selber regeln und kennt gar keine kurze Leine?
Du bist mit Deinem Problem jedenfalls nicht alleine, nein wirklich nicht!
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Nein, alleine bist du nicht

Du schreibst, die Trainerin rät zu Umdrehen und Ablenken. Wie genau sieht denn das Ablenken aus?
Im Moment ist es, denke ich, einfach noch zu viel verlangt, dass er auf so engem Raum ruhig bleibt. Da müsst ihr evtl. noch länger auf größere Distanz üben, wenn das gut funtkioniert, langsam verringern.
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Zitat
. Vielleicht musste er zuvor immer alle Hundebegegnungen selber regeln und kennt gar keine kurze Leine?
Du bist mit Deinem Problem jedenfalls nicht alleine, nein wirklich nicht!
Da könnte was dran sein. Timon wurde bisher -- beim Vorbesitzer, der verstorben ist -- mit zwei anderen Hunden gehalten. Die drei wurden anscheinend nicht so viel Gassi geführt, und wenn, dann waren sie zu dritt wohl ziemlich "stark" bei entgegenkommenden Hunden. Und wahrscheinlich hatte Herrchen da auch nur begrenzt Einfluss, bei dreien von der Sorte.
Okay, also langsam weiter üben. Muss ich mich wohl in Geduld üben, denn es geht mir schon sehr auf die Nerven.
Aber es ist nicht mein erster Dackel und ich weiss, die Lösung liegt meist darin, immer etwas sturer zu sein und immer etwas mehr Zeit zu haben, als der Dackel.
Na ja, ansonsten ist er ein echter Schatz.Und ich liebe Langhaardackel. Sind ja leider heute selten geworden.
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Zitat
Okay, also langsam weiter üben. Muss ich mich wohl in Geduld üben, denn es geht mir schon sehr auf die Nerven.
Genau, Geduld ist ganz wichtig. Und zwecks auf die Nerven gehen: Versuch, in solchen Situationen gaaanz cool zu bleiben und dich nicht selbst irgendwie aufzuregen. Das hilft auch viel.
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Zitat
Na ja, ansonsten ist er ein echter Schatz.Und ich liebe Langhaardackel. Sind ja leider heute selten geworden.
Genau!
Halte bloß immer die guten Eigenschaften von Deinem Hund vor Augen
Denn
ZitatOkay, also langsam weiter üben. Muss ich mich wohl in Geduld üben, denn es geht mir schon sehr auf die Nerven.
Du wirst Dich auf jeden Fall in Geduld üben müssen.
Für mich liest es sich auch ein wenig so, als ob Dein Hund leinenaggressiv ist, auch wenn er sonst ein ein toller Kerl ist, der sich mit allen und jeden verträgt.Tröste Dich, Leinenaggression ist nicht gleich Leinenaggression

Übe einfach weiter.
Anfangs mag es noch ziemlich stressig sein, aber mit der Zeit wirst Du Fortschritte merken, und dann fällt Dir auch die "Übungen" leichter
Und gegen den Lärm,
wofür gibt es denn Ohrenstöpsel?
Keine Sorge,
das packst Du schon!Schöne Grüße noch
SheltiePower - Vor einem Moment
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