Falsche "Diagnose" zum Problem Verhalten

  • Man liest hier oft, das viele mit ihrem Hund schon bei mehreren Trainern waren und nichts geholfen hat. Bis sie den richtigen Trainer oder experten gefunden hatten und aufeinmal löste sich das Problem im nichts auf, überspitzt gesagt.

    Was wurde euch schonmal als Ursache für Problem Verhalten von sogenannten "Hundeexperten" genannt und was war es in wirklichkeit?

    Ich fang mal an.
    Jack Rüde:
    Angeblich Aggressiv; Dominant; Bösartig(ja wurde mir auch schonmal gesagt); Unerzogen und hat Kontrollzwang.

    In Wahrheit ist er ängstlich Aggressiv; hat kein Stück Frustrationstolleranz und vielleicht ein wenig Verlustangst.

  • Sehr interessant!
    Manchmal ist es wohl auch besser seinem Instinkt zu trauen musste ich feststellen ;)

    DSH/Border Rüde:
    schlecht sozialisiert/mobbt andere, unausgelastet, unmotiviert und inkonsequent erzogen
    empfohlene Medikation: Halti! - immer und Überall! Und: noch mehr Kontakt und Spielen mit anderen Junghunden! Außerdem: Kastration so bald wie möglich!

    Meine erziherische Konsequenz: HuSchu nicht mehr besuchen
    Meine Diagnose: sehr unsicher gegenüber großen Rüden, zu viel Hundekontakt mit den "falschen" Hunden, geringe Frusttolleranzschwelle, gering ausgeprägtes Konzentrationsvermögen (durch äußerliche Reize leicht ablenkbar) das sich allerdings bessert!

  • Genaus aus dem Grund haben wir uns wohl noch keinem Trainer anvertraut - ich hab einfach schlechte Erfahrungen gemacht und würd's mit meiner Schissbuchse nicht riskieren wollen.

    Aber ich könnte mir vorstellen, dass Zoe wohl als aggressiv und dominant gelten würde, und ich habe keine Führungsfähigkeiten. Dabei ist sie eigentlich eher unsicher und daher kommt ihr manchmal abwehrendes Verhalten.

  • Abby, mein Pitbullmaedchen, sollte wegen "massiver Dominanzaggression" eingeschlaefert werden.....mit 12 Wochen :roll:

    ......echte Diagnose: stinknormales Welpenverhalten.

  • Zitat

    Abby, mein Pitbullmaedchen, sollte wegen "massiver Dominanzaggression" eingeschlaefert werden.....mit 12 Wochen :roll:

    ......echte Diagnose: stinknormales Welpenverhalten.

    :schockiert: Wie krass ist das denn?? :schockiert:

  • Zitat

    Genaus aus dem Grund haben wir uns wohl noch keinem Trainer anvertraut - ich hab einfach schlechte Erfahrungen gemacht und würd's mit meiner Schissbuchse nicht riskieren wollen.

    Aber ich könnte mir vorstellen, dass Zoe wohl als aggressiv und dominant gelten würde, und ich habe keine Führungsfähigkeiten. Dabei ist sie eigentlich eher unsicher und daher kommt ihr manchmal abwehrendes Verhalten.

    Wenn du genau weißt wodran es liegt, dann kannst du ja schon im Vorfeld beim Telefon Gespräch raushören wie die Trainer das angehen wollen. Ich werd auch eine Trainerin dazuholen, Die hier im Forum zu solchen Problemen mal empfolen wurde.

  • Wobei "falsche" und "richtige" Diagnose ja häufig sehr... hm... davon abhängt, wie es sich gerade für einen selbst richtig anfühlt. (mal den dominanz-agressiven Welpen außen vor :hust: ). Oft führen viele Wege ans Ziel und häufig ist es bei Hunden von vielem ein bischen, was zu ihrem Verhalten beiträgt. Man fühlt sich halt gerade mit dieser Erklärung und diesem Vorgehen am wohlsten. Nur mein Eindruck

  • Ja etwas hast du wohl recht Lucy_Lou . Doch würde ich bei meinem Hund nur den "Kontrollzwang" in angriff nehmen, dann hät ich sicher auch Teilerfolg. Da sowas ja auch Frustrationstolleranz aufbaut. Doch würde er immernoch andere Hunde anpöbeln, wenn er angeleint ist. Was er eben nur aus Frust tut, da er sehr sozial ist und zu jedem hin will.

    Das gesamt Bild muss ja beachtet werden.

  • Zitat

    Wenn du genau weißt wodran es liegt, dann kannst du ja schon im Vorfeld beim Telefon Gespräch raushören wie die Trainer das angehen wollen. Ich werd auch eine Trainerin dazuholen, Die hier im Forum zu solchen Problemen mal empfolen wurde.


    Ich glaube, das größere Problem bin da wirklich ich, weil ich da keinem wirklich traue :ops:
    Na ja, wirkliche Probleme haben wir ja auch nicht mehr, eigentlich alles irgendwie im Griff und es klappt. Daher ist das auch eher eine theoretische Überlegung :smile:


    Lucy_Lou: Stimmt, da hast Du recht. Aber ich denke, manche Trainer machen's sich da auch einfach zu einfach, bzw sind in ihrer "Diagnose" zu oberflächig. Genau genommen würde ich Zoe auch dominant nennen, aber die Hintergründe warum sie oft dominantes Verhalten zeigt, stimmen eben nicht und daher wäre es eine ganz andere Vorgehensweise.

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