Vertrauen gleich 0


  • Es hat doch gar keiner hier böse gemeint. Aber das Problem, das Du hast, wäre im Moment nicht vorhanden, wenn Du mit nem Leckerlie in der Hand fröhlich lockend voraus in einen gesicherten Garten hüpfen könntest, und Hundi zum Hinterher ermutigen.

    Dann hättest Du nicht dieses "Anleinproblem" und könntest zu arbeiten anfangen, ohne den Hund in seinen Augen zu bedrängen.

    Von daher war die Auswahl der Pflegestelle nicht optimal, weil man einen Hund, der eine sich nähernde Hand nicht zuläßt eben nicht so einfach anleinen kann.

    Was ich versuchen würde:
    1. ausbruchssicheres Geschirr
    2. ans Geschirr eine Schnur (wie bei Schleppleine) befestigen, bei so nem kleinen Hund vielleicht 50, 60 cm lang mit einer geknoteten Minischlaufe, wo grad ein Karabiner hinpasst.
    Das Teil würd ich solange dranlassen bis Du übungsweise bis zum Ring am Rücken darfst und vorher nicht abmachen.

    Die Idee mit der Tasche find ich an sich nicht schlecht.....
    ....aber ne Leine muss halt trotzdem irgendwie dran an den Hund....


    PS: Stimmt Dein letzter Beitrag oder willst Du nur Deine Ruhe haben. Denn vom Zeitraum her....na ja, das ging ja dann unglaublich schnell.....

  • Zitat

    Nachlese:

    Hund hat sich die Leine anmachen lassen, Hund lies sich tragen, Hund ging ganz ruhig spazieren, Hund lies sich streicheln und belohnen, Hund begenete anderen Hunden und blieb (wie die Menschen übrigens ohnehin die ganze Zeit) ruhig, fiel nicht in Panik.

    Also entwarnung an alle.

    Die Menschen und der Hund üben weiterhin Vertrauen, sie sitzt übrigens gerade auf meinem Schoß, eingerollt wie ein Kätzchen.

    Jede Minute und jeden Tag einen kleinen Schritt mehr.

    Das ging aber schnell, hätte ich nicht erwartet.
    Ich möchte dir aber nochmal ans Herz legen, ihn 2-fach zu sichern.
    Denn wenn so ein Angsthund weg läuft, ist es fast unmöglich ihn wieder einzufangen.

  • Guten Morgen,

    Piksy kam gestern Abend noch aufs Sofa zu uns und wollte bekuschelt werden! Sie drehte sich sogar auf den Rücken und schob meine Hand mit ihrer Schnauze zum Bauch.

    Und ja, das ist die Wahrheit, ich habe bisher nicht gelogen also warum sollte ich das jetzt tun? Aber die Frage kann ich verstehen :D

    Heute morgen kam sie mir Rute wedelnd entgegen und rannte danach sofort zu ihrem Fressnapf um mir zu zeigen, dass sie auch schon toll fressen kann.

    Über Nacht war die Balkontür offen und sie hat auf den Stoff gepieselt, dazu war er ja auch da, andere "Schäden" sind nicht zuverzeichnen.

    Jetzt werde ich mich daran machen, ihr das Geschirr umzuluegen um mit ihr, doppelt gesichert, spazieren zu gehen.

  • So melde, ich war ganz brav :D
    Halsband war ja schon dran, Geschirr nun auch, Leine funktioniert imer noch gut, Spaziergang war schön, wenn sie sich auchnicht lösen konnte, aber es geht ja in einigen Stunden wieder raus.

    Andere Hunde waren auch unterwegs und es lief gut. 2 konnte sieignorieren und einen hat sie angeknurrt und auch angebellt miteingezogener Rute, der kam ihr also deutlich zu nah. Keinerlei wirkliche Panik weit und breit zu sehen.

  • Zitat

    Denn vom Zeitraum her....na ja, das ging ja dann unglaublich schnell.....

    :hust:

    Das ist der erste Hund, der alle Ängste usw. binnen weniger Stunden vollumfänglich abgelegt hat :roll:

  • Guten Morgen,

    voll und umfänglich? Davon sind wir noch weit entfernt. Aber sie flitzt hier wedelnd durch die Gegend und Morgens ist das erste, dass sie erstmal spielen will.

    Beim Spazierengehen gestern ging es weder vor noch zurück weil hinter ihr ihr ein Hund kam und von vorne auch. Da half dann nur stehen bleiben, sich vor sie hin hocken, ruhig mit ihr sprechen und sie streicheln, denn auf den Arm wollte sie nicht. Da wir zu 2. unterwegs waren lies sich das mit dem Abschirmen gut einrichten, so dass wir nach 20 Minuten dann weiterlaufen konnten.

    Aber zumindest das mit der Leine und dem Geschirr funktioniert und Zuhause ist sie schon ganz schön munter.

    Darüber sind wir mehr als froh und alles andere wird auch noch kommen mit der Zeit.

  • Guten Morgen Piksy,

    mach das nicht so weiter mit dem Streicheln und beruhigend drauf einreden.

    Das ist falsch weil Du Dich verhältst als wäre da tatsächlich was Beängtigendes.

    Du kannst dich einfach mal daneben setzen, wenn es ihr mulmig ist, aber ohne was zu ihr zu sagen, dann bleibt es als reine Beschwichtigungsgeste, die Ruhe vermittelt, stehen.

    Oder Du blockst mit dem Körper, stellst Dich einfach dazwischen.

    Wenn Du was sagst, dann sollte es eher ein: "Juhuuhhh, super toll, ein anderer Hund" mit Begeisterung sein.

    Oder Du läufst einen Bogen. Wichtig ist, dass es in die richtige Richtung weitergeht und keinen Fluchtcharakter hat.

    Wenn der andere Hund ein Muffel ist, fang Du an zu sprechen. Guck ihn schon von Weitem an und leck Dir über die Lippen. Oft bekommst Du eine Antwort, die dann wiederum Dein Hund sieht: der andere beschwichtigt.

    Das Schwierigste an einem Angsthund ist, dass Du permanent die Gegend nach vermeintlichen Gefahren scannen musst und dabei aber keine sichtliche Anspannung entwickeln darst..

    Der Weg, dass Du Schutz anbietest, den Dein Hund annehmen kann. Aber auf ganz sachlicher Ebene eben genau ohne das emotionale "Du armer Hund, brauchst doch keine Angst zu haben"

    Hoffe, ich konnte das jetzt einigermaßen erklären :???:

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