Welche Ressourcen dürfen eure Hunde verteidigen?

  • Also andere Hunde oder gar Menschen verteidigen würde ich bei meinen beiden strikt unterbinden.Das geht ja mal gar nicht.
    Wenn sie beide einen Knochen oder ähnliches tolles haben und einer ist schon eher fertig um dann dem anderen den Knochen weg zunehmen dann lasse ich es auch zu das der jenige in seine Schranken verwiesen wird.Aber alles im Rahmen und nur weil ich weiß das ich die beiden auch auseinander kriegen würde.
    Manchmal passiert es auch das der große andere Hunde maßregelt wenn die zu grob mit Louie werden und er quitscht.Das sieht dann so aus das er den anderen Hund wegrempelt oder mal kurz anmault.
    Das finde ich ok und da sag ich auch nichts.


    Gruß Jessica

  • Vielleicht schaut hier nochmal einer rein:
    Meine Frage

    Mein Hund hat ab und an dazu tendiert, seine Kauknochen zu verteidigen. Nur Kauzeugs, kein normales Futter. Da kann ja jeder zu ihm hin, da ists ihm egal.

    Nun ist es so, dass ich viel mit ihm getauscht hab und mich einfach mal in seine Nähe gesetzt hab beim Kauknochen futtern bis er gemerkt hat, dass ichs ihm ja gar nicht wegnehmen will.
    Inzwischen ist es bei mir kein Problem mehr. Ich kann mich eigentlich problemlos nähern ohne dass geknurrt wird und er gibts mir auf Aufforderung auch freiwillig. Ist zwischen uns eigentlich kein Thema mehr.

    Bei meinem Freund ist es allerdings anders. Er beschäftigt sich grundsätzlich wenig mit dem Hund. Wenn Hund ab und an mal Strümpfe rumträgt, die jemand nicht schnell genug weggeräumt hat, geht Mann hin und fängt in ernstem, strengem, erzieherischem, lauten Ton an "Aus!" zu sagen.Klingt schon etwas aggressiv und drohend. Hund steht da und gibts ihm nicht. Nächster Versuch von ihm ist dann mit gekünstelt freundlich hoher Stimme "Aus" zu hauchen. Auch da geht nix.
    Ich ruf dann meist irgendwo her ein "Rocc, Aus" und dann lässt er das Objekt fallen.
    Nun knurrt Hund ihn wirklich immer an, wenn er grade was zu knabbern hat und Mann läuft an ihm vorbei.
    Mann reagiert dann gleich mit Schimpfen und wird laut.

    Generell reagiert er immer etwas übertrieben wenn es um den Hund geht. Nicht falsch verstehen, er tut ihm nix :lol: aber er versucht krampfhaft "konsequent" zu sein, verwechselt aber Konsequenz mit Strenge.

    Also noch ein Beispiel, ich komm heim Hund freut sich und kommt aufgeregt und schwanzwedelnd auf mich zu, wirft dabei mit seiner Rute ne Flasche um. Mann legt ernste strenge Stimme auf und sagt "Pass auf, was soll denn das". Hund beschwichtigt nimmt ne leicht geduckte Stellung ein, sein Blick sagt "Sorry, wollt ich nicht". Und Mann im Eifer des Gefechts trotzdessen, dass Hund schon beschwichtig hat, gleich noch eins drauf - laut und ärgerlich - "GEH AUF DEINEN PLATZ"

    Ich denke nun, dass Hund einfach denkt, der Kerl ist unberechenbar. Dass zwischen den beiden einfach kein Vertrauen da ist und es keine klare Linie gibt. Deswegen die Knurrerei beim Futter.
    Dominanzgehabe würd ich mal ausschließen.
    Vielen Dank für eure Meinungen. :smile:
    Sorry, dass ich den Thread missbauche, aber wollt deswegen keinen neuen aufmachen.

  • Na, paßt doch zum Thema, deine Frage....

    ... also Diego darf auch keinerlei "Ressourcen" gegenüber Menschen verteidigen. Er ist aber auch eher nicht der Typ dazu, mir gegenüber würde er das eh nie tun und ich habe gleich am Anfang mit ihm geübt, dass z.B. mein Sohn im auch einen wirklich leckeren geräucherten Knochen wegnimmt und erst wiedergibt, nachdem er ihn ausgiebigst angeschaut hat. Diego sah bei diesen Übungen wirklich so leidend aus, dass es uns schwer fiel, ernst zu bleiben - es kann ihm aber bis heute jeder von uns seine "Beute" wegnehmen, ohne dass er einen Mucks macht. Na ja, er seufzt und manchmal tropft es ihm aus der Schnauze vor lauter Vorfreude, aber mehr nicht ;)

    Bei deinem Freund und eurem Hund würde ich sage laufen eher grundsätzliche Dinge schief, klingt nach keiner guten Beziehung. Ich denke, das müsstet ihr an den Grundlagen arbeiten - und vermutlich wird das nur mit deiner Hilfe klappen -kommt darauf an, ob du das willst oder ob du es so laufen lassen willst.

    Ich denke, positive Verstärkung wäre wichtig - für beide. Also z.B. dein Freund tauscht den Kauknochen gegen eine Super-Leckeli und ganz viel Lob - Hund merkt, hey, da kommt was positives und nicht nur barsche Anweisungen - und Herrchen freut sich vielleicht, dass der Hund auf ihn reagiert ? Oder er schickt ihn auf seinen Platz - und ruft ihn dann aber auch wieder mit Leckerli zu sich und krault ihn - auch was positives für beide. Vielleicht können da so ein paar positive Begegnungen mehr stattfinden.

    Nach meiner Erfahrung brauchen gerade Menschen, denen so das Gefühl für die richtige Timing und die richtigen Befehe und Reaktionen bei den Hunden fehlen, Anleitung. Mit Ruhe und Geduld und viel Lob. Für Hund und Freund, immer wenn was gut geklappt hat. Man kommt sich da manchmal etwas doof vor, wenn man beide überschwenglich lobt, ich spreche da aus Erfahrung :roll: - aber es hilft !!

    Viel Glück + liebe Grüße
    Trixi + Diego + Familie

  • Mein Hund hat keine Ressourcen... Alles MEINS!!! :D
    Er hat auch alles ohne Murren auf mein Komando an mich abzugeben.

  • Bei uns kommt es auf die entsprechenden Ressourcen an und auch gegenüber wem. Gegenüber mir und engeren Familienmitgliedern haben die sowas wie Futter,Spielzeug usw NICHT zu verteidigen , hat aber auch keiner jemals auch nur probiert :) Wenn ein komplett fremder Mensch meinem Hund ein Spielzeug oder Futter wegzunehmen versuchen würde und meiner würde knurren würde ich das dulden , bzw. in die Situation einschreiten und das selbst regeln ;)
    Untereinander dürfen sie Ressourcen wie Futter und Spielzeug verteidigen , sehe ich kein Problem dabei sofern ich die Situation allerzeit unterbrechen kann.
    Hmm wenn man Hunde und Menschen auch als Ressource ansieht dann würde ich sagen erlaube ich meinen in gewissen Grenzen diese zu verteidigen. Nämlich die Rudeleigenen Mitglieder dürfen verteidigt werden und die "eigenen" Menschen.
    Was mir aber wirklich wichtig ist , ist dass ich jede solcher Verteidigungsaktionen jederzeit unterbrechen kann wenn es nötig sein sollte ;)

  • "Resourcen verteidigen" mit Knurren und was weiß ich?? Hier ist das eher lautlos und sehr subtil, man muss schon sehr genau hinschauen. Minimalste Zuckungen der Mundwinkel, ein Kräuseln der Nase, ein ganz kurzer Blick und die Situation ist geklärt. Die drei haben irgendwelche Absprachen getroffen :D , die das Zusammenleben sehr angenehm und entspannt machen und deshalb lassen wir sie einfach machen! Ich bin eigentlich immer davon ausgegangen, dass wenn ich etwas möchte ich es mir einfach nehme. Bisher wurde das von allen Hunden widerspruchslos akzeptiert. Draußen, gegenüber anderen Hunden gibt es nichts zu verteidigen! (wäre mir bisher auch noch nicht aufgefallen)-

    LG

  • Mein Hund darf sein Spielzeug vor andern Hunden durch Knurren verteidigen, macht er aber nur sehr selten.
    Er darf sein Futter in der Wohnung gegen andere Hunde verteidigen, aber er muss andere Hunde in meiner Wohnung dulden und darf die nicht anknurren, bloß weil die da sind. Dann muss er auf seinen Platz.

    Mich darf er nur im Dunkeln durch Knurren verteidigen.

    Andere Hunde vor andern Hunden verteidigen darf er, sofern die andern Hunde sich unfair verhalten.

    Er darf aber ansonsten keine Ressource gegen mich verteidigen, d.h. alles was er hat, hat er sich wegnehmen zu lassen. Er bekommts in der Regel aber wieder.

  • Futter und Lieblingsspielzeug sowei Körbchen darf er verteidigen.
    Zum einen findet er das aber seltenst notwendig, er weiss, dass wir ihm nicht unnötig Dinge streitig machen.
    Zum anderen geht das zwar soweit, dass wir ihn im Normalfall damit in Ruhe lassen, wenn er das will, zum anderen aber muss er im Zweifelsfall eben doch alles ohne Beisserei hergeben.
    Das ist aber bei unserem Hund leicht zu regeln.
    Er weiss, dass bei einem bestimmten Tonfall keine Kompromisse mehr erlaubt sind und fügt sich drein.
    Da er aber zu 99% nicht abgenommen bekommt, was ihm gehört und er grad unbedingt haben will, kommen beide Parteien damit sehr gut zurecht.
    Zwischen zwei Abwehrknurren liegen normalerweise Wochen.

    Viele Grüße

    Ingo

  • Mein Hund ist aus der Art geschlagen, er verteidigt einfach nichts.
    Nicht mal ein Knurren, rein gar nichts. Obwohl er seine Knochen oder Spielsachen verteidigen dürfte bis zu einem gewissen Punkt.
    Mein Mann sagt immer zu ihm: Du Lusche!
    Wenn er seinen Ochsenziemer oder was auch immer hat und jemand setzt sich in seiner Nähe oder spricht ihn gar an, dann lässt er davon ab und watschelt bedröppelt weg.
    Mein Hund ist nicht normal in der Hinsicht.
    Da er sich einfach alles gefallen lässt muß ich immer schauen, dass ihn andere nicht zu sehr bedrängen.
    Man merkt das als Außenstehender gar nicht, wann es ihm zu viel wird- leider!
    Er knurrt eigentlich nur in zwei Situationen, wenn er was Verdächtiges sieht, oder wenn er mit seinem Wubba kämpft.

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