Wie wird sie selbstsicherer?

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  • Hallo liebe Foris! :smile:

    Heute schreibe ich mal wegen meiner kleinen Trudi. Sie ist nun 10 Monate alt und eigentlich schon ganz gut erzogen. Wir haben noch kleine Baustellen, aber ich habe momentan das Gefühl, wir haben die erste Welle der pubertät ganz gut überstanden.
    Was mir bei ihr nur Gedanken macht, ist ihre Unsicherheit. Ich habe sie ja mit 4 MOnaten aus dem TH geholt. Sie hat vor sehr vielem neuen Angst. Menschen, Hunde, Gegenstände, die sie nicht kennt...Neulich im Tierpark ist sie total panisch geworden, weil da so Holztiger rumstanden. Wir können sie mit der Zeit immer beruhigen und sie hat sich nach einer halben Stunde sogar an den "Tigern" vorbeigetraut. Aber es wird einfach nicht besser, sondern ich habe eher das Gefühl, es verstärkt sich noch.
    Sie orientiert sich in allen Situationen sehr stark an Fips, der sicherer ist, aber auch nicht vor Selbstsicherheit strotzt. :roll: Er überspielt das gern mit Bellen. :hust: Sie ahmt seine Verhaltensweisen nach. Leider auch die, die ich noch als Baustelle einstufen würde und nicht so wünschenswert sind.
    Fips ist ja nun schon 11...er ist noch super drauf, aber ich mach mir nichts vor, er wird nicht ewig da sein. Wie also bekomme ich Trudi sicherer? Hilft es, wenn wir mit ihr auch mal allein spazieren gehen?
    Neulich kam mir noch ein anderer Gedanke...Kann es auch was medizinisches sein? Ich finde, sie schläft auch sehr viel. Das kann aber auch täuschen, sie ist ja noch jung. Wir sind nur von ihrer Vorgängerin Ally verwöhnt, die war in dem Alter ganz anders... :roll:

    Also, wenn jemand Ideen hat, her damit! :gut:
    LG Franzi

  • Huhu,

    mal direkt gefragt, die Situation mit den Holztigern, wie genau ist das abgelaufen, erzähl mal, was genau passiert ist, als sie die Tiger entdeckt hat und was ihr die halbe Stunde gemacht habt.

    Neugierigen Gruß
    Bianca

  • Zitat

    Wir können sie mit der Zeit immer beruhigen und sie hat sich nach einer halben Stunde sogar an den "Tigern" vorbeigetraut. Aber es wird einfach nicht besser, sondern ich habe eher das Gefühl, es verstärkt sich noch.

    Hallo,
    da setzt gleich meine erste Frage an - wie genau sieht denn Euer "Beruhigen" aus? Nicht, dass ihr sie versehentlich in den Ängsten bestätigt.

    LG, Chris

  • also meine Spanierin ist ja auch so ein Angshase.

    Wenn sie irgendwie angst bekommt, ignorier ich das meistens. Klar zieh ich sie jetzt nicht irgendwo vorbei oder so.

    Ne zeitlang hatte sie wahnsinnige Angst vor Regenschirmen. Wenn sie dann mal ohne Panik an einem vorbei ist, wurde sie gelobt. Wenn sie aber angst hatte und zur seite gesprungen ist, haben wir das ignoriert und sind einfach weitergelaufen.

    Mittlerweile ist die Angst fast weg.... =)

  • Hi,

    ich kann die ja mal schreiben was meiner Hündin hilft.
    Zum einen darf sie seit ein paar Monaten zur Physio und dort schwimmen, seit sie ihren inneren Schweinehund überwunden hat und sie gerne schwimmt ist sie selbstsicherer geworden. Wahrscheinlich auch, weil ihr die Pysio gegen ihre Rückenschmerzen geholfen hat, weniger Schmerzen = selbstsicherer Hund.
    Zum Anderen ist Mia seit ein paar Wochen vormittags alleine zu Hause. (Davor war sie immer bei Hundesittern.) Ich habe dem mit Bauchweh entgegen geschaut und bin jetzt umso mehr erleichtert. Sie bleibt nicht nur problemlos alleine, sondern ist viel ruhiger, entspannter und somit auch wiederum selbstsicherer geworden. Also hat bei uns auch viel Ruhe dem Hund geholfen.
    Dann denke ich ist es wichtig viel alleine mit ihr zu machen, so dass sie nicht negatives Verhalten nachahmen kann, sondern eigenes angebrachtes Verhalten erlernt.

  • Die Holztiger... :roll: Die warn aber auch aggressiv. :lachtot: Nein, Spaß beiseite....Das war so:

    Die stehen im Tierpark gleichmäßig verteilt um das Tigergehege (logisch, ne?), sind ungefähr 80cm hoch und sehen doch recht tigerähnlich aus. Sie hat sie gesehen und ist sofort stehen geblieben und hat sich rückwärts bewegt. Zuerst haben wir nur (vorsichtig !) an der Leine gezupft, haben aber gleich gemerkt, dass das nichts bringt. Dann haben wir es mit Ablenken versucht, sprich wir haben ihr Leckerlis vor die nase gehalten und sie in eine andere Richtung gelenkt, also mit Absicht nicht versucht, ihre Angst durch Leckerlis zu bestätigen. Das brachte aber alles keinen Erfolg. Dann haben wir sie in einer Entfernung mit meiner Mutter stehen lassen, die für sie angenehm war, sie hat also nicht gezogen, sondern nur geguckt. Ich bin dann mit Fips ein paar Mal an den Figuren vorbei gelaufen und habe die Figuren auch angefasst und Fips ein Leckerli drauf gelegt, so dass er sich raufstellen musste. (Der hat sich gefreut... :roll: ).
    Schließlich hab ich sie an der Leine genommen, hab die Leine immer Locker gelassen und bin mit ihr Kreise gelaufen, immer näher an die Tiger ran. Das hat dann den gewünschten Erfolg gebracht. Sie ist irgendwann, wenn auch misstrauisch, dran vorbeigegangen. Nach 5 Runden hat sie sich dann ran getraut, geschnuppert und hat auch ein Leckerli vom "bösen" Tiger genommen.
    Ja, so war das. Ich hoffe, ich habs verständlich geschrieben. Ist immer blöd zu beschreiben.

  • hallo Franzi.

    Es ist schön, daß Du Dir Gedanken um Deine Maus machst.

    Also ich würde auf jeden Fall ziemlich viel mit ihr alleine spazieren gehen. Und auf KEINEN Fall beruhigen.

    Sei einfach da, sei einfach extrem cool und gelassen und zeig Deinem Hund einfach, daß es überhaupt keinen Grund gibt sich aufzuregen. Wenn Du sie beruhigst, dann bestätigst Du sie für ihr Verhalten, es ist also kein Wunder, daß es schlimmer wird.

    Desweiteren kann man viele Situationen schön füttern. Nimm einfach ihre Futterportion mit und belohne alles, was Du an Verhalten gut findest. Mit einem Clicker kannst Du nettes Verhalten noch punktgenauer bestätigen. Verhalten, das sich lohnt, wird öfter gezeigt. Also mußt Du dafür sorgen, daß sich nettes Verhalten lohnt: Lob, Spiel, Futter... Desweiteren helfen auch Übungen, bei denen sie Erfolg haben kann: Baumstämme krabbeln, kleine Tricks und Kunststücke einüben. Kommt Ihr dann in Situationen, wo sie sich unwohl fühlt, kannst Du versuchen, sie zu einem lustigen Trick (pfote geben) aufzufordern. Dafür kannst Du sie dann belohnen. Wichtig dabei ist, daß Du versuchst zu vermeiden, daß sie sich überhaupt aufregt. Kleinste signale mußt Du schon erkennen und Deiner Hündin dann Zeit lassen.

    Beispiel Tiger: Sie sieht die tiger und wird unsicher, Du bleibst stehen, beschäftigst Dich mit irgendwas anderem ganz intensiv, gehst auf keinen Fall näher ran. Irgendwann wird sie bestimmt neugierig, was Du da machst, vorallem die Tiger sind ja weit genug weg. Sobald die Aufmerksamkeit bei Dir ist, kannst Du sie auffordern was lustiges zu machen. Dafür kannst Du sie bestätigen, das gibt Selbstbewußtsein. Du ignorierst die Tiger komplett, da ist ja nix schlimmes, und gehst in nem Bogen in nem Abstand, den Deine Maus noch ok findet drumrum. Sie wird wahrscheinlich immer wieder hinschauen, auch mal bellen, Du ignorierst das alles, sobald sie sich Dir zuwendet, machst Du wieder was mit ihr, wofür Du sie belohnen kannst. Vielleicht will sie irgendwann dann näher an die Tiger ran, dann gehst Du mit ihr hin. Nicht übertreiben, ist das normalste der Welt. Wenn sie sich normal (!!!) verhält, lobst Du sie, macht sie Terz, ignorierst Du sie. Geh mit gutem Beispiel voran.

    Das Buch: der ängstliche Hund von Nicole Wilde dazu ist echt gut...

    Und überleg mal, wie man bei Kindern das Selbstbewußtsein aufpoliert: indem man dafür sorgt, daß sie Erfolge haben, daß sie Dinge gut bewältigen können usw... So ist das auch bei Hunden... Sorg dafür, daß Du sie oft loben und belohnen kannst, bring ihr Dinge bei mit viel Spaß, die sie dann gut kann.

  • Zitat

    hallo Franzi.

    Es ist schön, daß Du Dir Gedanken um Deine Maus machst.

    Also ich würde auf jeden Fall ziemlich viel mit ihr alleine spazieren gehen. Und auf KEINEN Fall beruhigen.

    Na das kam blöd rüber. Ich rede in den Situationen natürlich nicht auf sie ein. Mir ist klar, dass es das nur schlimmer machen würde. Mit beruhigen meinte ich, dass ich sie wieder auf den Boden der tatsachen zurückholen kann. Eben durch Ablenkung z.B.

    Zitat

    Das Buch: der ängstliche Hund von Nicole Wilde dazu ist echt gut...


    Ich werd mal schauen, ob ich das kriege. Danke für den Tipp. :gut:


    Zitat

    Und überleg mal, wie man bei Kindern das Selbstbewußtsein aufpoliert: indem man dafür sorgt, daß sie Erfolge haben, daß sie Dinge gut bewältigen können usw... So ist das auch bei Hunden... Sorg dafür, daß Du sie oft loben und belohnen kannst, bring ihr Dinge bei mit viel Spaß, die sie dann gut kann.


    Ui, Kindererziehung ist nicht so meins. :hust: Da muss ich erst noch üben, bevor ich selbst eins habe. :D Aber danke für den Hinweis.[/quote]

  • Hallo Zusammen,

    meine Emma ist auch ein unsicherer Hund, nicht ängstlich aber unsicher. Auf einer Seite find ich das garnicht so schlecht, ist beim Spazieren gehen immer sehr entspannt, man brauch nicht ständig gucken, ob da ein anderer Hund oder Mensch oder Fahrradfahrer ist, weil sie nicht weg rennt... Hört sofort auf Pfiff und kommt zu mir... ist sehr auf mich fixiert.

    Ich beschäftige mich sehr viel mit meiner Emma, wir gehen einmal die Woche zu Agility, 1x die Woche zum Apportiertraining und 1 x die Woche zum Begleithundtraining, die restlichen 4 Tage ist nur Spazieren gehen und spielen angesagt. Und da ist unser Vertrauen ständig gewachsen und macht auch Dinge, die ihr nicht so geheuer sind, wenn ich es von ihr verlange, natürlich nicht auf Zwang, wenn sie es beim ersten mal nicht macht, dann probier ich es eben den nächsten Tag wieder... aber irgendwann macht sie es.

    LG Sandra

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