Kind vs Hund oder Kind und Hund?

  • Ahja, super, danke Zroadster, das beruhigt mich. Ich will auf keinen Fall meinen Hund abgeben. Wenns nicht passt, wirds passend gemacht. Zumindest bin ich da jetzt noch ziemlich optimistisch dass das was wird. Und vielleicht mögen sich die beiden ja auch. Wenn nicht muss man daran arbeiten. Ich dachte nur ich muss da jetzt mal fragen, sonst schwirrt mir das die ganze Zeit im Kopf herum ;)

  • Ich schreibe jetzt mal bewusst nur von meinen Hunden.
    Deinen Hausgenossen kenne ich ja nicht und ein Verhalten, passend für jeden Hund, gibt es ncht. :)
    Vor dem ersten Kind war der erste Hund schon da.
    Er akzepierte das neue Familienmitglied bedingungslos und sofort.
    Allerdings hatte ich daran aus "jugendlichem Leichtsinn" keinen Gedanken verschwendet.
    Für die Schwangerschaft ist es hilfreich, dem Hund beizubringen dass Pausen gemacht werden und ab und an ein langsameres Bewegen notwendig ist.
    Ulixes ist irgendwann an jeder Bank fragend stehen geblieben. :)
    Bruno, Hund 2, kam in eine Familie mit Kindern, durfte auch einen Zuwachs miterleben und reagierte entspannt.
    Eifersucht, Aggression oder Ignoranz habe ich nicht erlebt.

    Bei Freunden akzepierte ein nicht unbedingt kinderfreundlicher Hund den eigenen Nachwuchs ohne Probleme.

    Was Dreck, verursacht durch einen Hund angeht, schadet dieser dem Kind nicht. Von Exkrementen spreche ich natürlich nicht.
    Allergien können natürlich auftreten. Das kann auch ohne Hund passieren und man kann in jedem Fall damit umgehen, aber schlecht im Voraus planen.

    Hund und Kinderwagen lässt sich 9 Monate lang auf jedem Supermarktparkplatz mit einem Einkaufswagen üben.

    LG, Friederike

  • Meine Hunde lieben meine Kinder und umgedreht.
    Eifersüchteleien hgab es hier nie.

    Wenn dann ein Kind da ist, dann mach alles so weiter wie bisher.
    Lass den Hund auch mal am Kind schnuffeln und z.b. bei allem was du mit dem Kind machst zuschauen/dabei sein.
    Der Hund wird zwar merken das da ein neuer Mensch im "Rudel" ist, aber er (der Hund) trotzdem nicht vernachlässigt wird.

  • Gut, dann versuch ich einfach, wenns so weit ist, den Hund schon während der Schwangerschaft miteinzubeziehen und hoffe das Beste. Ich muss allerdings noch mein größtes Problem vor einer geplanten Schwangerschaft lösen. Das rauchen. Ich glaube das ist schwerer als einem Terrier zu erklären dass nicht mehr alles so schnell geht und er mich mit noch jemandem teilen muss ;)

  • Damals als meine Schwester ihr erstes Kind bekommen hat waren sie mit Freund eigentlich jeden Tag bei uns zuhause. (also hab noch zuhause gewohnt bei meinen Eltern)
    Und unser Snoopy hat die kleine geliebt, hat sich auch immer vors Bettchen gelegt und aufgepasst. Und wenn man sich der kleinen am Bett genähert hat, hat er auch immer schön aufgepasst was wir mit der kleinen machen.
    Das war soo süß... :smile:

  • Da würd ich mich gleich einklinken.
    Mufa ist auch kein großer menschenfreund, akzeptiert familienmitglieder aber und unterscheidet klar. auch die frau meines bruders behandelt mufa inzwischen wie ein fest integriertes rudelmietglied. nun bekommen sie im sommer ein kind. mufa hatte selten kontakt zu kindern, und durch zwei bekannten-jungs allerdings auch nicht den tollsten, kann ich sie irgendwie aufs kind vorbereiten? sie reagiert sehr misstrauisch auf fremde kids...also gibt es chancen, dass sie dieses kind als rudelmitglied akzeptiert?

    ich meine sie wird nicht direkt beeinträchtigt, da es ja nicht mein kind ist, könnte das hilfreich sein? allerdings wird das kind zum teil auch bei uns wohnen immer mal wochenweise....

    hat jemand tipps?

    lg annia

  • Ich muß sagen, bei uns klappt es super.

    Der erste Hund war vor dem Kind da, der 2te kam danach. Mein Kind ist ein Einzelkind und sagt immer es hat Hundeschwestern.

    Ich hab von Anfang an versucht beides zu verbinden. Kind in der Wippe im Garten und mit Hundi gespielt. Super Unterhaltungsprogramm. Meine ältere Hündin hat beim ausziehen vom Baby geholfen und das Strümpfe/Strumpfhose ausziehen hat bis heute gehalten. Jetzt ist meine Tochter 5. Ist auch ein Highlight für die Übernachtungskinder. Windeln in den Müll bringen gab immer ein Leckerchen, die dreckigen Sachen in den Wäschepuffer, Leckerchen. Alles war toll, für den Hund und für das Kind.

    Jetzt ist meine Tochter 5. Sie versteckt Leckerchen im Haus, kocht Leckerchen in ihrer Spielküche, schmeißt den Ball und so weiter. Heute war sie sogar das erste mal mit meiner älteren Hündin im Agility-Training. Sie macht Tricks mit den Hunden und führt die bei kleinen Veranstaltungen vor. Da wächst sie glatt nen Meter so stolz ist sie auf sich.

    Wichtig ist beide Seiten viel einzubeziehen. Es gibt Dinge die tu ich nur mit meiner Tochter, ganz klar, da bleiben die Hunde zu Hause. Es gibt Spaziergänge nur für die Hunde, und Spaziergänge nur für meine Tochter, und Spaziergänge wo beide Spaß haben. So lernt aber auch meine Tochter, es geht nicht immer nur um sie. Die Hunde haben auch ihr Recht und da muß auch sie mal zurückstecken. Manche finden das schlimm weil meine Tochter wegen einem Tier zurückstecken muß. Ich sehe es als super Erziehungsmöglichkeit. Bei einem Geschwisterchen würde keiner meckern. Sie hat keins, aber sie lernts an den Hunden. Da bleibt noch ganz viel Zeit mit ihr was alleine zu machen und alle Interessen zu fördern. Aber sie mußte immer lernen dass eben auch die Hunde Bedürfnisse haben. Heute erinnert sie mich sogar dran und fragt nach ob die Hunde denn schon gefüttert wurden, wir müssen noch mit den Hunden spielen und so weiter.

    Toll ist auch dass man viel an die frische Luft muß. Auch wenns manchmal echt anstrengend ist. Gerade im Winter bis alle angezogen sind. Aber heute bin ich so froh. Ich hab so ein Naturkind, toll! Sie konnte ganz schnell Laufrad und Fahrrad fahren, klar, mußte ja jeden Tag sein. Pfützen hüpfen findet sie genauso toll wie bei Sonnenschein spazieren zu gehen. Im Wald haben wir Bücher mitgenommen über die verschiedenen Bäume und Vögel. Sachen gesammelt und so weiter. Es gibt so tolle Möglichkeiten. Ich weiß nicht ob ich das ohne Hunde gemacht hätte.

    Eigene Kinder sind auch was anderes als Fremde. Meine jüngere Hündin ist eh nervös und verzieht sich bei Gehampel lieber. Meine ältere legt sich genüsslich auf die Couch während meine Tochter drum rum tobt. Sie weiß meine Tochter paßt auf und zuckt da nicht mit der Wimper selbst wenn die direkt daneben hüpft. Bei fremden Kindern bellt sie schon mal wenn die zu Nahe an ihren Korb oder Schlafplatz kommen, so he, paßt bloß auf. Bei meiner Tochter nie.

    Ich finde es ist ne tolle Möglichkeit auch einen Kind allgemein Rücksicht auf andere Lebewesen beizubringen, egal ob Mensch oder Tier. Und Tiere sind auch für ein Kind eine Bereicherung genau wie für uns.

    LG Sabine

  • Wie schon die meisten anderen hier gesagt haben - traut euch, das klappt !!

    Deine Liebe, Aufmerksamkeit und Zuneigung reicht ganz bestimmt für Baby und Hund ... manchmal finden die Männer, dass sie dabei zu kurz kommen, aber das kriegt frau auch noch hin ;)

    Und ansonsten gute Organisation und ein bisschen Hilfe von Mann, Eltern, Freunden, wie auch immer... das wurde hier schon in einigen Threads beschrieben und diskutiert.

    Zu Terrier und Baby hab ich noch ein paar Erfahrungssgeschichten: Meine Eltern haben eine sehr handfeste Cair Terrierhündin - dominant und ehrlich gesagt hätten meine Eltern sie auch etwas besser erziehen und ausbilden können, sie reagiert aggressiv auf andere Hunde, genervt auf Kinder, die sie nicht kennt und ist sehr "eigen"

    Sie war 1 jahr alt, als mein Sohn zur Welt kam - verwöhnter Einzelhund ohne Kinder im Haus - mein Sohn und ich waren viel bei Eltern + hund, ich war alleinerziehend. Und sie war eine prima Hunde-Mama- sie war völlig auf blau-weiße Kinderwagen fixiert, weil wir so einen hatten - bei denen ist sie auch ohne Baby dabei immer stehen geblieben und wollte nachschauen ob es "unser Baby" ist. Sohnemann hatte bis er so ca.2,5 jahre alt war Welpenschutz, durfte ihr ins Fell greifen, um sie rum krabbeln etc. Und wehe ich wollte ihn mal schreien lassen, dann stand sie vor mir und wich mir aufgeregt nicht von der Seite, bis ich mich endlich mal um meinen "welpen" kümmere. Später als er größer war, war sie etwas "strenger" mit ihm und hat ihm schon mal klar gemacht, wenn er zu weit ging.
    Ach ja, und Allergiker und Neurodermitis kind war er auch, das war nicht immer leicht. Er ist mit vielen Tieren ( Pferden, Hunden, Katzen) aufgewachsen, mit allem an Schmutz was dazu gehört. Heute ist er die Neurodermitis so gut wie los, er ist gegen keines der Tiere allergisch und ich denke, ohne diese "natürliche" Desensibilisierung wäre es eher schlimmer - auf keine Fall besser geworden - eine Meinung, die gute Ärzte auch teilen.

    Lg und schreib mal wie es weitergeht,
    Trixi + Diego

  • Wir haben den Hund nach den Kindern bekommen, aber insofern du deinen Hund im Moment nicht wie ein Kind behandelst kann ich mir nicht vorstellen, dass er eifersüchtig wird. Er muss seinen Platz behalten dürfen und das Kind bekommt einen anderen, dann ist alles paletti. Ich habe jetzt zwei Kind und den Hund und habe den Eindruck meine Kinder stehen für den Hund irgendwie außerhalb einer Rangfolge. Er liebt sie, kuschelt und spielt mit ihnen, aber er verteidigt auch seinen Knochen wenn sie ihm beim Knabbern zu nahe kommen und macht ihnen klar, dass er sich nichts wegnehmen lässt. Ich denke ein Hund begreift sehr schnell auf welchem körperlichen und geistigen Stand so ein Kind ist und behandelt es dementsprechend und bei uns läuft das ganz süß.

    Terrier und Hund kann genauso gut gehen wie mit jedem anderen Hund. Wir haben manchmal einen Jack Russell hier, der keine so kleinen Kinder in der Familie hat und ganz toll mit meinen umgeht. Ein Terrier ist auch nur ein Hund, wenn er ausgelastet und nicht verhaltensgestört ist.

    Lass ihn einfach seinen Platz behalten. Ich bin überzeugt, dass es dann gut geht.

  • Ich wollte nie Kinder.
    In meinem Leben gab es keine Kinder, der Bekanntenkreis und die nähere Familie alle ohn Kind.

    Mein Hund kannte keine Kinder.
    Mein Hund war nur so weit wie für mich nötig alltagstauglich, und meine Ansprüche in dem Bereich sind nicht gerade hoch. :hust:

    Ich wurde schwanger und entschied mich für das Kind. Bis auf meine bisherige Haltung sprach ja nichts dagegen und Frauen sind eben sprunghaft. :D

    Probleme gab es kaum.
    Natürlich hatte ich öfter mal ein sehr schmutziges Kind, Schnauzerbärte sind draußen echt ekelig. Auch heute wird mein Sohn ab und an mal umgerannt.
    Als der kleine anderthalb war, musste wieder ein Zweithund her. Es wurde ein Nothund, der in seiner Familie gebissen hat. Die beiden waren von der ersten Sekunde an ein Dreamteam, wir Erwachsenen mussten hart arbeiten und trainieren.
    Heute sind es 3 Hunde und ein Kindergartenkind. Es klappt problemlos.
    Sicher muss man manchmal schauen, wie man die verschiedenen Ansprüche unter einen Hund bekommt. Und Hund(e) und Kind können auch wirklich Nerven kosten und sich gegenseitig hochschaukeln. Ist super, wenn dann mal wieder keiner hört. Aber wenn sie dann spielen oder kuscheln, dann weiß man, was man eigentlich an der Kombination Kind und Hund hat. :D

    LG
    das Schnauzermädel

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