Kind vs Hund oder Kind und Hund?

  • Also, nach dem wir geheiratet haben, sind wir zu dem Thema Kinder gekommen. Wir planen nur mal ganz grob, hat ja schließlich noch etwas Zeit. Wir sind solche Menschen die frühzeitig gerne viel durchplanen und noch etwas Geld zurück legen wollen, damit es mit dem Baby kein Finanziell böses erwachen gibt.

    Mein Problem ist jetzt erstmal, wird mein Hund nicht eifersüchtig? Mein Hund hasst z.B. Bahn fahren. Wenn ich meine beste Freundin besuchen möchte, muss ich aber Bahn fahren. Ist der Hund dann nicht eifersüchtig wenn das neue Familienmitglied mit darf und er nicht?
    Spazierengehen stell ich mir nicht so schlimm vor, schließlich soll ein Kind ja viel an die frische Luft.

    Ich weiß nicht wie Hunde da reagieren wenn ein Kind dazukommt. Hat sich euer Hund komisch verhalten als er nicht mehr die volle Aufmerksamkeit bekommen hat, also er die teilen musste?
    Das ich die beiden nicht alleine lassen sollte ist mir klar.

    Mir gehen die ganzen Fragen jetzt im Kopf rum, weil meine Mutter vorhin meinte "Ein Terrier und ein Kind? Bist du verrückt, das geht nicht gut".

    Was ich noch erwähnen sollte, ich habe das Gefühl das sie fremde Kinder nicht mag. Also nicht nur das Gefühl, es ist so das sie dann Angst bekommt. Ginge das dann überhaupt mit einem eigenen Kind? Gewöhnt ein Hund sich daran?

  • fragen über fragen , die ich mir auch stelle. bei unseren beiden bin ich dazu gekommen, dass sich alles prima trainieren ließe. hund merkt ja schlieslich auch das sich da was ändert und man kann da ja schon ansetzen. bezüglich eifersucht und anderer sachen: kommt mmn immer auf den einzelnen an. wenn wauz einen solchen charakter hat und man da nicht gegensteuert kann das , denk ich mal, sicher auch nach hinten los gehen. würde ich aber nicht von anfang an erwarten. ansonsten bin ich verfechter der methode: schauen was wird und dann versuchen angemessen zu reagieren. bei lebewesen lässt sich ja eh nicht genau einschätzen wie sie reagieren werden.

    was mich hier noch interessiert, vllt hat damit ja jmd erfahrungen, wie siehts bei kleinkindern mit allergien aus? werden die vllt durch die anwesenheit von tieren und anderen potentiellen keimquellen gefördert? :???:

  • Also für mich wird es kein "entweder-oder" geben. Für mich ist ganz klar, dass ich Kinder haben möchte und sehe das Vorhaben durchaus hundekompatibel ;) Ich mache mir über so Dinge wie Eifersucht gar keine Gedanken :???:

    Ich weiß allerdings, dass mein Hund Kinder absolut liebt und mit ihnen sehr sanft umgeht, sich von ihnen auch nicht gestört fühlt.

    Zitat

    werden die vllt durch die anwesenheit von tieren und anderen potentiellen keimquellen gefördert? grübel

    Stichwort Abhärtung ;) Meine Kinder werden nicht klinisch rein aufwachsen, werden durchaus auch mal im Matsch draußen spielen dürfen - vor Keimquellen habe ich keine Angst, so lange sie sich im Rahmen halten.

    Eher im Gegenteil: Kinder, die zu steril aufwachsen, haben häufiger Probleme mit Allergien und dem Immunsystem.

  • Leider habe ich noch keine richtig eigenen Erfahrungen gemacht, mich aber auch schon länger mit dem Thema beschäftigt.

    Wir sind auch gerade an der Kinderplaung und natürlich sollte sich das mit dem Hund auch vereinbaren lassen.

    Ich denke es kommt tatsächlich auch auf unser Verhalten an. Für mich käme es zum Beispiel nicht in Frage den Hund vom Baby abzuschirmen. Schließlich soll er ja das neue Familienmitglied auch kennen- und akzeptieren lernen dürfen.
    Sicherlich sollte klar für beide getrennt werden was wem gehört und wie weit beide gehen dürfen.

    Im Endeffekt hat man dann eben 2 Kinder zu erziehen.

    Von Verwandten und Bekannten habe ich bis jetzt nur positive Situationen kennen gelernt.
    Hunde und Kinder kommen hier super miteinander aus.
    Die Beagle-Hündin meines Cousins musste lernen mit Zwillingen klar zu kommen und es klappt so toll. Die drei sind ein richtig tolles Team geworden!!!

    Zum Punkte Allergien finde ich es gerade wichtig, dass die Kinder früh Kontakt mit Tieren haben um ein gutes Immunsystem aufbauen zu können. Ist doch das gleiche wie Sandkuchen essen meiner Meinung nach. Dreck macht Speck!!!

    Ich würde es auch auf jeden Fall versuchen das alles miteinander zu Vereinbaren, denn der Kinderwunsch ist da, aber meine Wuschelmaus möchte ich auch auf keinen Fall missen!!!

  • Ja, ich denke eigentlich auch, dass sich das alles irgendwie trainieren ließe und man im schlimmsten Fall ja auch die Hilfe eines kompetenten Trainers holen könnte. Ich hab mich jetzt auch schon durch Berichte gelesen, aber die demotivieren eher.

    Wenn ich lese "Hund frisst dann mal nichts mehr, kann Verhaltensauffällig werden, fühlt sich ausgeschlossen", denke ich, dass hat mein Hund nicht verdient, ich kann ihr kein Kind antun. Aber so soll´s ja nicht sein.

    Aber was ist, wenns wirklich so werden würde? Ich will weder Kind noch Hund benachteiligen.

    ---
    Mein Cousin ist Allergiker, die haben aber auch einen Hund. Verstärkt hat sich seine Allergie dadurch nicht. Aufgefallen ist mir aber, dass die mehr putzen müssen als ich.

  • Man kann Hund und Kinder wunderbar miteinander kombinieren :D

    Es ist sogar sehr schön wenn Kinder mit Hunden Umgang haben und umgekehrt. Würde es nicht mehr anders wollen.

    Zu Krankheiten/Allergien: meine sind nicht öfter krank als andere Kinder, momentan aber auch nicht seltener, da der mittlere im Kiga ist und von dort alles anschleppt. Aber insgesamt sind alle 3 super fit, weil viel an der frischen Luft (besser als stundenlang vorm Fernseher geparkt werden), haben viel Bewegung.

    Thema Eifersucht etc. hab ich mich nie großartig mit beschäftigt, der Hund darf eigentlich alles weiter was er bisher durfte.
    Schwierig könnte es werden wenn der Hund vorher Kinder-Ersatz war, im Bett schlafen durfte, überall rauf durfte usw. und dann MIT Einzug des Kindes ALLES gestrichen wird.
    Ansonsten würd ich da ganz locker dran gehen, vll. schauen ob man für die ersten Wochen jemanden hat der den Hund mal auslastet da man nach der Geburt sich etwas schlnen SOLLTE.

  • Hi,

    ich denke das liegt ganz einfach an Dir und Deinem Organisationstalent

    Ich sehe keinen Grund den Hund wegen einem Kind abzugeben. Obwohl das oft genug vorkommt und für mich nur als blöde Ausrede gilt. Den Hund kann man frühzeitig an das Kind gewöhnen. Sogar schon während der Schwangerschaft. Einfach den Hund miteinbeziehen, d.h. er darf z.B. das Zimmer erkunden das ihr für das Kind einrichtet. Dann nach der Geburt benutzte Windeln aus dem Krankenhaus mitnehmen und so schon mal den Geruch im Haus verteilen usw.

    Wenn er auf fremde Kinder nicht so gut reagiert hat das nicht viel zu heissen. Das eigene Rudelmitglied ist da schon was ganz anderes.

    Umgekehrt gilt das übrigens auch. Mein Neffe hat Angst vor Hunden , aber unseren durfte er mit aussuchen. Da gibt es keine Probleme.

    Gruß
    Andrea

  • Linda ist ein Tierheimhund. Da ich eine Situation mit Kinderspielplatz bisher so erlebt hatte, das Linda hinter mir mit eingeklemmtem Schwanz stand, weiß ich nicht, ob sie so gut mit Kindern auskäme. Bisher haben wir auch keine erkennbaren Fortschritte damit machen können die Angst zu bessern.
    Dieses Wissen macht mir am meisten Sorgen. Macht das für sie einen Unterschied, wenn das mein Kind und kein fremdes ist? Besteht die Chance, dass sich dadurch ihre Angst sogar bessert oder wohl eher verschlimmert?

  • Also ich selber habe keine Kinder und möchte auch keine. Aber ein bisschen was kann ich vielleicht trotzdem sagen.

    Normalerweise sollte das kein Problem darstellen. Ein Hund bekommt ja schließlich auch die 9monatige Schwangerschaft mit und hört auch, dass da was wächst in deinem Bauch. Ein Hund hört nämlich auch den Herzschlag des Kindes im Mutterbauch und dein Geruch verändert sich. Gehen wir mal von einer Schwangerschaft ohne Komplikationen aus bekommt also Wauzi mit, wir gut ihr drauf seid und wie ihr euch freut. Und ihr baut ein Nest, schafft schon mal ganz viele Sachen für das Baby an etc. Auch das bekommt er mit und ist für euch eine Möglichkeit, ihm schon mal das ein oder andere Tabu beizubringen. Zum Beispiel das darfst du nicht in den Mund nehmen, da darfst du nicht liegen.

    Meine erste Hündin war dabei als meine Schwester ihre Zwillinge bekommen aht (also nicht gerade bei der Geburt :lachtot: aber vom ersten Tag an). Und was soll ich sagen: sie hat sie SOFORT akzeptiert und mehr noch immer auf die beiden aufgepasst. Haben die beiden geschlafen und einen Laut von sich gegeben kam sie ganz wild angerannt und hat gebellt, wir wollten gucken gehen. Nun muss ich dazu sagen, dass ich einen Collie hatte und das mit dem Hüten ja doch etwas ganz anderes ist als ein jagender Terrier.

    Nichts desto trotz glaube ich nicht, dass er eifersüchtig wird. Gerade weil er die ganzen Vorbereitungen und Euer Glück mitbekommt. Ich würde damit einfach ganz normal umgehen. Keine Angst, das wird schon gut gehen.

    Zu der Frage in bezug auf Allergien: ich denke, das ist eher umgekehrt. Gerade Kinder, die in kleinstem Alter immer nur von allen Keimen etc. ferngehalten werden leiden später an Allergien. Und nicht umgekehrt. Keime etc. in frühen Jahren sind durchaus gesundheitsfördernd. Ihr sollt das Baby ja nicht in einen Misthaufen legen :) Das bisschen Hundehaar sollte da kein Problem darstellen.

    Liebe Grüße
    Sandra und Krümel

  • Als ich in anderen Umständen war, hat meine Mutter auch gesagt, der Hund muß weg (Spitz), sie hatten sogar schon einen neuen Besitzer ausfindig gemacht. :schockiert:

    Aber nicht mit mir, und es ist wunderbar geworden, der Hund das Kind geliebt. Man darf halt nur nicht den Hund zurück setzen.

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