leinenführigkeit -so viele verschiedene ansätze!leinenruck?
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hallo ihr,
danke für eure antworten. ich bin bin auch der meinung dass leinenruck nichts für luna und mich ist... wir üben fleißig und es klappt auch schon sehr gut. allerdings ist es manchmal auch ziemlich anstrengend konsequent stehen zu bleiben bzw. die richtung zu wechseln, besonders wenn wir in der stadt, im zoo oder woanders mit viel ablenkung sind...
das ist echt schwierig...
aber wir machen jetzt bald einen grundkurs in der hundeschule und ich habe die hoffnung dass es sich dann noch mal deutlich bessert

- Vor einem Moment
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Hi,
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Hi,
also, ich lehne den Leinenruck nicht generell ab. Es kommt darauf an, was dem Leinenruck voranging, d.h. wie wurde die Vorarbeit geleistet und was kommt unmittelbar nach dem Ruck. Es kommt auch darauf an, wie alt der Hund ist (ich glaube niemand würde einen Leinenruck bei einem 8 Wochen alten Welpen machen), wie sein Verhalten sonst so an der Leine ist und in welchen Situationen er zieht. Bei Hunden die generell "nett" sind, mit denen man keine größeren Probleme hat, als dass sie vllt ab und an mal ziehen, um zu schnüffeln würde ich auch erstmal versuchen die Leinenführigkeit "nett" zu gestalten.
Bei einem Hund, der sich regelmäßig in die Leine schmeißt, immer wieder zieht wie ein Berserker (z.B. die leinenaggressiven Hunde), sehe ich für mich kein Problem mit Leinenruck zu arbeiten, wie gesagt, es kommt da auch darauf an, dass vernünftige Vorarbeit geleistet wird. Es geht ja auch nicht darum, dass man bis in alle Ewigkeit ruckend durch die Gegend geht, sondern, dass nur wenige Male ein Leinenruck eingesetzt wird und danach höchstens noch mal als Erinnerung an der Leine gezuppelt wird.
Manchmal sind die Leinenrucke, die sich der Hund bei Richtungswechsel selber verpasst um einiges schlimmer als ein gezielter Leinenruck. -
Zitat
Bei einem Hund, der sich regelmäßig in die Leine schmeißt, immer wieder zieht wie ein Berserker (z.B. die leinenaggressiven Hunde), sehe ich für mich kein Problem mit Leinenruck zu arbeiten, wie gesagt, es kommt da auch darauf an, dass vernünftige Vorarbeit geleistet wird.Schon mal überlegt, dass durch den Ruck alles nur noch schlimmer wird und ggf. Leinenagression dadurch erst ensteht.......

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Zitat
hallo ihr,
danke für eure antworten. ich bin bin auch der meinung dass leinenruck nichts für luna und mich ist... wir üben fleißig und es klappt auch schon sehr gut. allerdings ist es manchmal auch ziemlich anstrengend konsequent stehen zu bleiben bzw. die richtung zu wechseln, besonders wenn wir in der stadt, im zoo oder woanders mit viel ablenkung sind...
das ist echt schwierig...
aber wir machen jetzt bald einen grundkurs in der hundeschule und ich habe die hoffnung dass es sich dann noch mal deutlich bessert

Manchmal ist es auch gar nicht möglich konsequent stehen zu bleiben, wenn die Leine straff ist, z.B. wenn man über die Straße geht.
Deswegen finde ich die Methode mit den zwei Führsystemen von Michael Bolte total genial. Außerdem gibt es zusaätzlich noch die Übung mit dem Napf, schau doch mal rein

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Hier noch mal ein Link zum Thema Leinenruck:
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Zitat
Schon mal überlegt, dass durch den Ruck alles nur noch schlimmer wird und ggf. Leinenagression dadurch erst ensteht.......

Nee, bei uns war die Leinenagression zuerst da und nein, ich habe etwas mehr an mir und meinem Hund arbeiten müssen, um das in den Griff zu bekommen, als nur mal an der Leine zu rucken. Deshalb habe ich ja gesagt, dass ich bei Hunden, die keine größeren Problem haben, als ab und an mal zu ziehen, auch mit netten Methoden an der Leinenführigkeit arbeiten würde.
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Zitat
Schon mal überlegt, dass durch den Ruck alles nur noch schlimmer wird und ggf. Leinenagression dadurch erst ensteht.......

Wenn man sinnlos und unqualifiziert am Hund rumruckt, dann geb ich dir recht. Es geht aber auch gefühlvoll, perfekt im Timing und angepaßt. Dann ists nämlich überaus wirkungsvoll.Versauen kann man alles, keine Frage ;-)
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Ich muss ganz ehrlich sagen, dass bei uns alles andere für die Tonne gewesen ist und wir haben eine ganze Zeit lang, also um genau zu sein, drei Monate mit Richtungswechsel gearbeitet. Der Erfolg in der ersten Woche war enorm, in den darauffolgenden wurde er immer weniger und wir waren wieder am Anfang und dazu kam: Der Hund wurde schwerer und schwerer, er zog mehr und noch mehr und hat sich von nichts beeindrucken lassen und mir war nicht mehr danach, alles freudig mit fünf kg Leckerlies in der Tasche aufzubauen. Finn hat sich die Leckerlies abgeholt und weiter gezogen und dass ist nicht der Sinn der Sache und ganz ehrlich, ich lasse mich nicht noch weitere Monate hinterher ziehen weil ichs auf biegen und brechen unbedingt nett machen möchte, Finn mich aber gar nicht ernst nimmt.
Jetzt arbeiten wir mit Richtungswechsel und Leinenruck. Leicht aus dem Ellenbogen raus, mehr aber aus dem Handgelenk. Nein, mein Hund hat damit keine Probleme und anfangs war wir da etwas deutlicher und mittlerweile funktioniert mit leichteren Impulsen abgesehen davon, biete ich meinem Hund nach jedem Leinenruck an, zu mir zu kommen nach dem Motto "Das was du gerade gemacht hast war blöd, aber hey, komm zu mir, das ist toll". Oftmals kommt es gar nicht mehr zum Leinenruck, weil ich vorher stehen bleibe, zwei Schritte zurück gehe und meinem Hund wieder anbiete zu mir zu kommen und da wird er mittlerweile schön Aufmerksam und nimmt das Angebot an. Und das nicht langsam, schleichend sondern freudig trabend.
Dazu arbeiten wir mit der Technik, die Leine auf einen Meter zu stellen wenn "gearbeitet" wird und auf zwei Meter wenn er noch ziehen darf weil es ansonsten zu viel für ihn wird und wir so nur noch Rückschritte machen.
Ich bin also nicht generell gegen den Leinenruck, aber auch nicht bei jedem Hund dafür und schon gar nicht, wenn man vorher nicht andere Methoden verwendet hat. Auf der anderen Seite ist es dem Hund aber auch nicht fair gegenüber, wenn er permanent angespannt an der Leine zieht, sich die Luft abdrückt und sein Herrchen/Frauchen hinter sich herschleift. Bei zu jungen oder zu kleinen Hunden würde ich das ganze allerdings auch nicht anwenden weil ich bedenken hätte, zu heftig zu sein.
Mittlerweile hatten wir auch wieder nur Richtungswechsel mit Angebot zu mir zu kommen angewendet aber schnell wieder fallen lassen, da es im selben Disaster endete wie vor etwas knapp zwei Monaten. Trotz passendem Timing. Seit dem ich auch so nicht immer zimperlich bin und wenn ein "Nein" ignoriert wird, schonmal im Fell zuppel oder wenn er auf ein "Komm Hier!" in die andere Richtung wegläuft die Leine hinterher fliegt, funktioniert es bei uns besser. Mein Hund hat nach wie vor Spaß an der Sache und das Leben ist einfach nicht immer angenehm.
Prinzipiell bin ich dafür, auch das Leine laufen und andere Dinge nett aufzubauen. Bin ich aber mal in einer Situation, zum Beispiel im Freilauf und diese Situation wird gefährlich für meinen Hund wegen eines Autos oder was weiß ich, ist es mir egal ob mein Hund freudig oder mit eingeklemmter Rute auf mich zukommt solange er es tut. Anfangs dachte ich auch, mein Hund muss alles freudig mit viel Elan machen. Nachdem bei uns ein kleiner Hund überfahren wurde, weil alles auf Friede, Freude, Nettigkeit aufgebaut wurde und der Hund in dem wichtigen Moment nicht kam, bin ich da anderer Meinung.
Prinzipiell sollte jeder Hund und Halter die für sich passende Methode raussuchen. Solange es klappt ists doch in Ordnung.
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