Leinenaggression - Was mache ich jetzt anders?

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  • Guten morgen,

    irgendwie klappt es einfach nicht mehr und ich hab keinen Schimmer warum. Wir waren soweit, dass ich mit Meggie an ca. 80% aller Hunde ohne Gezeter vorbei kam. Wollte sie doch mal loslegen, reichte ein kurzes "Kscht".

    Seit ca. einer Woche fühle ich mich wieder an den Anfang unserer Trainingszeit versetzt. Es wird wieder munter fixiert und angezickt. Das einzig "Positive" ist, dass sie schnell wieder runter kommt und nicht noch minutenlang aufgeregt ist.

    Ich glaube, dass im Moment irgendwas mit meiner Einstellung nicht stimmt, kann es aber irgendwie nicht greifen, was es ist.

    Es nervt mich einfach ganz gewaltig an und es muss sich was ändern. Heute nachmittag gehe ich erstmal mit ihr zum HuPla - ein bisschen Training und ein bisschen toben und Morgen weht dann wieder ein anderer Wind.

    Ich muss einfach meinen Frust mal loswerden und mir selbst darüber klar werden, was sich geändert hat. Danke für´s lesen und über die eine oder andere kleine Hilfe würde ich mich natürlich auch freuen.

  • Hallo Verena.

    Ja, die Rückschläge. Davon kann wohl jeder Hundeführer ein Liedchen singen. Du bist also ganz sicher nicht alleine..

    Kann es aber vielleicht sein, daß Meggie ne Phase durchmacht. Ist sie denn kastriert oder intakt? Wird sie vielleicht heiß oder wäre das vielleicht die Zeit, in der sie heiß würde? Denn auch kastrierte Hündinnen machen Zyklen durch.

    Deine Einstellung...mh... welche Einstellung hast Du denn, wenn Du einen Hund irgendwo auftauchen siehst? Bist Du genervt? Angespannt? vielleicht sogar ängstlich?
    Ich versuche mich immer drauf zu freuen, weil das ja dann eine Möglichkeit zum Üben ist. (gelingt mir natürlich auch nicht immer).

    Es wird ganz sicher wieder besser und oft gibt es gerade vor dem großen Durchbruch noch mal einen enormen Rückschlag.

    Das nennt man Löschungstrotz. Da flackert ein Verhalten, daß ja früher mal für Erfolg gesorgt wieder auf. Mit jedem Löschungstrotz kommt man aber wieder ein Stückchen weiter, weil man da dem Hund wieder zeigt: NEIN, damit hast Du keinen Erfolg.

  • Kopf hoch, positiv denken, wird schon wieder :D . Ich kenne das auch... Um Silvester herum hatte ich so etwa 2 Wochen, in denen nichts klappte und Lucy (unter anderem) schon von weitem unheimlich angespannt war bei Hundesichtungen, schlimmer als je zuvor. Ich weiß, ein Stück weit lag es an mir, ich war aus anderen Gründen gestresst und einfach nicht "locker" ganz allgemein. Und Lucy ging es damals ja auch noch nicht so gut. Wobei ich auch nicht wirklich sagen könnte, was ich damals konkret anders gemacht habe :???: . Vielleicht auch zu sehr einen Kopf: was machst du jetzt, greif ich zu früh ein, greif ich zu spät ein...?! Ein Gefühl von Frust kommt dann ja schon auf, wenn da ein anderer Hund in Sicht kommt und der eigene Hund ist plötzlich wieder angespannt. Man steht da und denkt sich: was soll das?

    Bei uns war es recht plötzlich wieder vorbei. Von einem Spaziergang zum anderen war ich wieder positiv und entspannt und Lucy auch wieder entspannter :smile:

  • Na in solchen Situation hilft es einfach mal, das man einen Abend etwas für sich tut und zwar ohne Hund und auch nicht an den Hund denkt und dann das Experiment am nächsten Tag wieder startet.

    Tief Luft holen und dann auf ein neues.
    Rückschläge gehören dazu und davon werden noch einige auf euch zukommen.

  • Danke Euch allen für die lieben Worte.

    Ich war heute nachmittag mit Meggie mal wieder auf dem HuPla und wir haben ein bisschen locker trainiert. Vor allem die letzte Runde komplett ohne Leckerlie, nur mit Belohnung über Körpersprache, Spielen (ohne Spielie) und kurzes Knuddeln war total spitze. Und dann durfte Meggie noch ´ne Runde toben und ist mit ihren "Freunden" über die Wiese gerannt.

    Als ich sie "lachen" gesehen habe (es sieht tatsächlich so aus als hätte sie ein breites Grinsen im Gesicht), ist irgendwie alles von mir abgefallen.

    Und mir ist klar geworden was wir in den letzten Monaten alles erreicht haben. Es gibt kein Gebelle mehr am Zaun (oder nur noch ganz, ganz selten, wenn andere Hunde mitmachen), heute konnte sogar eine Hündin, die sie absolut nicht leiden kann quer über den Vorplatz geführt werden als wir grade vom Platz runter kamen. Meggie hat mal kurz versucht zu knurren, aber ein Ähäh hat gereicht, um sie davon abzuhalten. Noch vor 2 Monaten wäre ein Ausraster vorprogrammiert gewesen.

    Mal ganz abgesehen davon wie toll sie jetzt auf dem Platz mitarbeitet. Vor dem Winter war an eine Freifolge selbst dann nicht zu denken, wenn wir alleine auf dem Platz waren. Jetzt können auch 10 Hunde auf dem Platz sein und Meggie läuft Fuß ohne Leine.

    Ich werde jetzt versuchen das im Hinterkopf zu behalten und Hundebegegnungen einfach positiv zu sehen. Ich weiß ja, dass wir es können.

  • Zitat

    Ich werde jetzt versuchen das im Hinterkopf zu behalten und Hundebegegnungen einfach positiv zu sehen. Ich weiß ja, dass wir es können.


    Genau DAS wollte ich Dir auch gerade schreiben. :umarmen:

    Maja unterscheidet zwischen kleinen (körperlich unterlegen = ungefährlich) und großen (körperlich gleich stark = manch einer wird als gefährlich eingestuft) Hunden. Mittlerweile will sie sogar zu den klenen hin und spielen (worunter ihr Abruf gerade leidet...).
    Wir hatten heute 5 Erfolge und einen halben Mißerfolg. Und ich mußte mich mal selber anmotzen, daß ich so lange auf dem Mißerfolg rumgeritten bin.
    Man merkt sich negatives immer viel stärker. Aber was wir innerhalb der letzten 4 Monaten geschafft haben, war allerhand.

    Es hilft sehr das Fehlverhalten und die Probleme damit nur als Phase zu sehen. Also mal global drauf schauen und erkennen, dass sich innerhalb dieser Zeit (und nicht nur auf heute bezogen) schon einiges getan hat und man in die richtige Richtung geht. ;)
    Jede Hundebegegnung gibt euch die Chance zu trainieren und einen weiteren Erfolg einzuheimsen und somit die Mißerfolge auszugleichen.

  • Hej,

    ich kann dich total gut verstehen. Bei Jess und mir gibt es im Moment auch grad einen tierischen Rückschritt, seit ein paar Tagen und ich bin manchmal echt verzweifelt. Aber dann kommen Momente wie bei dir, in denen man wirklich erkennt, dass sich schon viel verändert hat (ich sehe sie im Moment selbst zu Hause kaum) und man freut sich wieder und kann fohen Mutes weitermachen! Ihr schafft es ganz sicher und die Rückschritte werden immer, immer weniger und immer, immer kürzer werden! :gut:

  • Zitat

    Maja unterscheidet zwischen kleinen (körperlich unterlegen = ungefährlich) und großen (körperlich gleich stark = manch einer wird als gefährlich eingestuft) Hunden. Mittlerweile will sie sogar zu den klenen hin und spielen (worunter ihr Abruf gerade leidet...).

    Ist hier etwas OT, aber hast du einen Thread dazu? Was ihr gemacht habt, was ihr geändert habt? Lucy ist da auch so ein ungefährlich - gefährlich - Einschätzung Kandidat. Das ist ja noch mal was ganz anderes, als wenn der eigene gerne mal den Dicken markiert und Schwächere unterbuttert. Das tut Lucy auch gar nicht, sie reagiert auch eher auf "potentiell Gefährliches" (wobei das bei ihr nicht das einzige ist). Maja will eigentlich spielen?

  • Vorher war es oft so, dass sie interessiert hin ist und schnüffeln wollte, sobald der andere auch schnüffeln wollte, hat sie geknurrt. Mittlerweile nähert sich Maja anderen Hunden nur aus Interesse und will manchmal auch spielen. Andere dürfen aber immernoch nicht auf sie zulaufen, dann droht sie schnell.

    Schalt mal bitte Deine Email frei, dann kann ich Dir die ganze Geschichte mailen. Würde hier den Rahmen sprengen. ;) Einen extra Thread habe ich nicht aufgemacht.

  • *Freu*

    Heute morgen - gleiche Situation, gleicher Hund (übrigens ein kleiner weißer Wuschel). Hatte zuerst überlegt doch die Straßenseite zu wechseln (konnte nicht richtig ruhig sein) und hab mich dann für einen Kompromiss entschieden. Ich bin einen kleinen Bogen gelaufen und auf den Parkstreifen ausgewichen. Da ich Meggie rel. viel Leine gelassen habe, hat sie den Bogen nochmal etwas vergrößert und wir sind total zivilisiert am anderen Hund vorbei gelaufen.

    Nachdem wir vorbei waren, hat die Motte mich angeguckt so nach dem Motto: "Hab ich das nicht toll gemacht?"

    Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut funktioniert - v.a. weil ich meine Aufregung in dem Moment absolut nicht ablegen konnte.

    Maja summ und Lucy_Lou: Ihr könnt meinetwegen ruhig auch hier weiterschreiben, wenn es ein wenig OT wird. Es geht ja doch grundsätzlich um´s gleiche Thema. Hab da kein Problem mit.

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