welpe läuft fremden leuten nach

  • hei,

    naja ich sehe es nicht als ein MUSS sich interessant zu machen. es hat für mich die sache verschnellert und vereinfacht am anfang. klar könnte ich es auch ohne leckerli oder spielzeug machen, nur dauert es eben länger und ich hätte wahrscheinlich welpi öfters einsammeln müssen. das wollte ich aber auf keinen fall.
    ne beziehung aufzubauen dauert auch zeit und da wirken bestimmt nicht nur leckerchen und spieli, sondern auch, dass man sich generell mit dem hund befasst und arbeitet und eine beziehung aufbaut und dann braucht man auch keine leckerli oder andere bestechungsmittel mehr.

    lg Sarah

  • ..guuut, dass er hören kann, ansonsten wäre es noch schwieriger geworden -aber nicht unmöglich-!!!

    Die Vorgeschichte lässt vermuten, dass der "Zwerg" in wichtigen Sozialisierungsphasen keinen prägenden Kontakt zu Menschen hatte, das macht es jetzt aufwendiger, anstrengender und ungleich mühsamer ihn zu sozialisieren.
    Aber Ihr werdet auch Erfolge sehen, es dauert halt ein bisschen länger.
    Dass er sich an anderen Hunden mehr als an Euch orientiert ist normal,so wird er aufgewachsen sein.
    Den Kontakt würde ich nach Euerer Schilderung nicht unterbinden.
    Was versprecht Ihr Euch davon?
    Vielleicht schafft Ihr es ja die beiden Hunde und Euch in Spiele zu verwickeln und ganz ehrlich, je mehr sich der Mensch für den Hund zu Affen macht, desto interessanter wird er.
    Das hat nichts mit wichtig machen im menschlich interpretierten Sinn zu tun. Da müsst Ihr jetzt durch ihm zu zeigen, dass es da wo Ihr seid immer superklasse ist. Hunde folgen dem, der für sie interessant ist und es ist an Euch herauszufinden, worauf er reagiert.
    Schaut wie sie miteinander spielen, das könnt Ihr auch!
    So viel wie möglich aus der Hand füttern, körpernahe Spiele, kraulen, massieren, toben, rolzen am Boden.
    Ausprobieren was er gerne mag um ihm den Menschenkontakt interessant und angenehm zu machen.
    Was sich meiner Meinung aus Deiner Schilderung schon ein bisschen manifestiert hat, ist Euere Angst, den kleinen nicht "hinzubekommen".
    Das scheint mir aber unbegründet.
    Er ist zum einen noch jung, zum anderen macht Ihr Euch Gedanken wie Ihr ihm helfen könnt und bekommt ja auch bald professionelle Anleitung.
    Versucht bis dahin Eueren Schützlich so viel zu bespaßen und für Euch zu begeistern, wie Ihr es schafft und hört auf Euch zu viel negative Gedanken zu machen.
    Ihr schafft das bestimmt. :rollsmilie2:
    Vergesst aber bei allem nicht, dass ein so kleiner Welpe noch einiges an Ruhezeit braucht, der muss das ja auch erst mal alles verdauen.

  • Zitat


    er stammt aus einer rettungsaktion und ist schon durch mehrere hände gegangen. erst notunterbringung, dann pflegestelle und jetzt bei meiner freundin.

    Das hat der Kleine in seinem kurzen Leben schon alles mitgemacht? Und da wundert ihr euch wirklich, dass der Kleine auf ALLE anspricht? Vermutlich sind jetzt ALLE einfach lieb zu ihm und er genießt das einfach ;)

    Zitat


    mich erschreckt das etwas, dass man sich interessant machen MUSS. ich finde das bei menschen schon erschütternd genug, wenn sie diese verhaltensmodi praktizieren. das, was ich an tieren so wunderbar finde, ist, dass man einfach sein kann, wer man ist. keine verstellung und wichtigmacherei. das musste ich noch schnell loswerden.

    mag sein, dass ich das auch etwas fehlinterpretiert habe.

    MÜSSEN tust du gar nichts. Aber wie soll denn der Hund lernen, "Aha, es lohnt sich Frauchen zu beobachten, da gibts immer was besonderes. Und nee, es geht nicht darum sich zu verstellen oder wichtigzumachen. Wenn du/deine Freundin sich verstellt wird das Hundi schnell merken. Ressourcenver- bzw. zuteilung (ist momentan so ein Schlagwort im DF) nennt man sowas :gut:
    Viel Spaß mit dem Kleinen und ihr schafft das. Glaub mir. In ein paar Wochen sieht die Welt anders aus. Können wir mal Bilder sehen? :hust:

    ganz liebe grüße

    lanny[/quote]

  • kampfzwerg ich möchte mich bei dir für deine mühe bedanken und
    noch etwas zu der art deines schreibens äußern.

    du hast eine ungewöhnliche oder seltene fähigkeit, informationen sehr neutral und mit einer leichtigkeit zu vermitteln, dass man weit davon abrückt, in sich oder dem tier ein problem zu vermuten.

    du greifst nicht an oder rügst und tadelst, noch forderst du oder belehrst. du vermittelst. man kann dich vollkommen annehmen. auch dieses fließende in deinen schreiben ist selten. du könntest glatt vertrauenserweckende ratgeber rausbringen.

    deine informationen haben sich mir auf eine balsamische art mitgeteilt.

    ich wünsche dir alles liebe und hoffe, dass noch viele leser von deiner wunderbaren art profitieren dürfen.

    lieben gruß

    lanny

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