9 Monate: knurrt und schnappt nach Kindern, Hilfe!!!

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  • Zitat

    Klar muß man nach den Gründen schauen, aber ich glaube ihr habt da ein verzogenes Hündchen, das einige Rechte hatte, die es natürlich nun auch durchsetzt.

    Ja, das denke ich auch - der Hund steht zu sehr im Mittelpunkt und fordert nun immer mehr ein und beansprucht einiges für sich.

    Die Hündin muss nun stark eingeschränkt und auf den Boden der Tatsachen gebracht werden:

    Nichts wird eingefordert, nichts gehört ihr, sie bestimmt überhaupt nichts...

  • Hallo!

    du bist mit diesem Problem nicht alleine! Das wird dir in deiner Situation zwar nicht helfen, aber es beruhigt vielleicht etwas. Ich habe ja sehr viel mit Hundehaltern (auch mit Kindern) zu tun und dieses Problem wird mir recht häufig beschrieben.
    Dein Hund kommt gerade in die Pubertät. Ich will das jetzt nicht als Ausrede für ihr Verhalten sehen. Viel mehr heißt es jetzt für dich drauf zu reagieren.
    Vielleicht ist dein Hund im Moment ein bisschen überfordert. Deshallb sind klare Regeln im Moment besonders wichtig!
    Liegt sie auf deinem Schoß, hat Kontakt zu dir und knurrt deine Kinder an, würde ich auch den Kontakt zu dir versagen. Den Hund KOMENTARLOS vom Sofa und nicht mehr beachten!
    Ressourcen würde ich ihr zuteilen. Das heißt, dass KEINE Spielsachen, Knochen etc frei rumliegen. DU bestimmst, wann sie etwas bekommt. Wichtig ist dann, dass sie beim fressen ihre Ruhe hat. Der Hund ist für die Kinder dann tabu!

    Bitte das Knurren den Hundes niemals unterbinden! Das Knurren ist ein Warnsignal. Durch das Unterbinden kann es sein, dass der Hund direkt zur nächsten Stufe übergeht. Sprich: er zwickt oder im schlimmsten Fall beißt er direkt!!!

    Meiner Meinung nach ist dein Hund vielleicht ein bisschen gestresst. Durch deine Kinder ist es bestimmt ein bisschen wuselig im Haus. Immer ist irgendwo BEwegung. Wenn der Hund dann nicht die Möglichkeit bekommt zur Ruhe zu kommen wird sie das sehr stressen.
    Wo hat dein Hund seinen Schlafplatz? Achte bei der Wahl dieses Platzes darauf, dass sie keine Einsicht auf den ganzen Wohnbereicht bekommt. Durchgangszimmer eignen sich nicht als Rückzugsplatz für Hunde.

    Viel Erfolg!

  • Ferndiagnosen find ich sehr schwierig bei solch einem ernsten Thema.

    Ich rate dringend: such Dir nen guten Trainer vor Ort!!!!

    Es gibt auch Hunde-Kinder Trainingskurse. Da lernen auch die Kinder den Hund zu verstehen.
    Aber Du bist die Verantwortliche und musst aufpassen. Und Kind und Hund nie alleine lassen. Trotzdem kann was passieren und ihr solltet schnell anfangen was zu unternehmen bevors schlimmer wird.

  • Hallo Ihr Lieben,

    danke für Eure zahlreichen Antworten, es ist doch auch hilfreich zu wissen, dass es auch anderen so geht ( Yvonne) und Tipps zu bekommen, was ich ändern kann.

    Ich werde dann wohl Schoß und Sofa und Tür einschränken,
    die Kauknochen nur noch zeitweise geben
    mit den Kindern noch mal reden
    gemeinsam mehr beobachten
    die beiden "kleinen" Kinder wieder mehr begleiten
    das Wohnzimmerkörbchen zur Tabuzone erklären

    sollte das nicht helfen, wende ich mich an einen Trainer.

    Danke für Eure Hilfe!
    lg von
    Anna

  • Such dir einen kompetenten Trainer in deiner Nähe (oder sag wo du her kommst und man kann dir evtl. einen empfehlen), laß ihn nach Hause kommen, sich euren Alltag anschauen und diesen dann entscheiden, was du am Besten tust.

    Aus der Ferne kann niemand die Gründe für das Verhalten erahnen. Deine Sicht der Dinge ist garantiert anders, als es aus Hundesicht ist. Ob die Kinder zu viel machen, der Hund nur noch genervt ist, oder, ob der Hund gerade dabei ist, sich die Kinder passend zu erziehen ... von hier nicht zu beurteilen.

    Im dramatischsten Fall geht der Hund systematisch, bewußt immer einen Schritt weiter und dann ists vom Knurren, Schnappen bis hin zum ernsten Beissen nicht mehr weit.
    Das sind dann später die Hunde, die ja eigentlich sooo liebe waren, zum Kuscheln auf die Couch kamen und plötzlich das Kind im Gesicht verletzt haben. Nimm dein Problem ernst.

    Hol dir Hilfe, jetzt, in den Anfängen !!

    Gruß, staffy

  • Hallo Staffy,

    danke für Deinen Tipp.

    Ich denke, so schlimm ist es (noch) nicht und wird es hoffentlich auch nicht.

    Die Problematik steckt sicher in den Anfängen und ich finde uns in den Antworten hier gut wieder.

    Wie gesagt, sollte sich die Lage nicht ändern, dann hole ich mir Hilfe.
    Diese Situationen sind ja auch nicht täglich, ich bin da denke ich schon sehr vorsichtig.

    Es ist unser erster Hund, ich habe zwar einiges gelesen, aber es lebt sich dann doch anders, man vergisst auch einfach einiges....

    Die Beiträge hier haben mir erstmal sehr geholfen.
    Ich muss doch auch mehr auf das Verhalten der Kinder achten und das ist mein Ding, da kann ein Trainer auch nix machen.

    Aber wie gesagt, bei keiner Besserung ist ein Trainer auf jeden Fall dabei, eine Verletzung riskiere ich nicht.

    lg von Anna

  • Zitat

    Aber wie gesagt, bei keiner Besserung ist ein Trainer auf jeden Fall dabei, eine Verletzung riskiere ich nicht.

    Was muß denn für dich passieren, damit du dir Hilfe vor Ort holst ?

  • Naja staffy, ich glaube das jeder es selbst einschätzen kann ob er jetzt einen Trainer braucht oder nicht. Diejenigen die ganz sicher einen brauchen, schreiben hier meist nicht. Die machen sich nämlich keine Gedanken.
    Den Hauptpunkt hat sie ja schon verstanden, dass sie was ändern muss und das ist mehr als bei vielen anderen.
    Als mein Hund 9 Monate alt war, hat sie auch ne Menge gemacht, wo viele gedacht haben ich hätte den Hund nicht unter Kontrolle. Aber mit Konsequenz und Ausdauer ist mit ca. 1 Jahr von einem Tag auf den anderen alles verschwunden. Das erste Jahr ist immer das schwierigste.

    Da das aber dein erster Hund ist, Anna, gebe ich Dir noch ein paar Buchtipps. Ich hab ne Menge gelesen und viel Schrott war dabei.

    -> Dorit Feddersen-Petersen, Hundepsychologie (trocken aber gut - mit vielen Bildern für die Kids)
    -> James O'heare, Die Dominanztheorie bei Hunden: Eine wissenschaftliche Betrachtung
    -> James O'heare, Das Aggressionsverhalten des Hundes
    -> clarissa von Reinhardt, Stress bei Hunden

    Differenziert zu lesen, aber sehr informativ:
    -> Turid Rugaas, Calming Signals - Die Beschwichtigungssignale der Hunde
    -> Ceasar Milan, Hundeflüsterer

    Das sind natürlich sehr subjektive Empfehlungen, aber die haben mir sehr geholfen! Mit dieser Grundlage, lassen sich viele Situationen einfacher deuten.

    Grundsätzlich ist es schwierig von einer "Rangordnung" zu sprechen. Bei Aggressionen gegenüber Rudelmitgliedern geht es meist, wie Schweizer sagt, um Ressourcen Verteidigung. Das kriegt man meist mit gegenseitigem Respekt wieder in den Griff. Die Kinder müssen Resepkt vor dem Hund haben und der Hund vor den kindern. Wenn er die Küche verteidigt, dann muss er die Küche verlassen. Wenn er Dich verteidigt, muss er dich verlassen. Aber wenn er was frisst oder in seinem Korb liegt, dann muss er in Ruhe gelassen werden. Respektvoller Umgang ist das Stichwort und nicht Rangordnung.

  • Im Grunde genommen hat Staffy ja Recht. Es ist auf jeden Fall ein ernstes Thema. Ich denke aber, dass die TS den Ernst der Lage verstanden hat. Sonst würde sie ja auch nicht nach Ratschlägen fragen.
    Ich denke aber, dass sie hier den ein oder anderen hilfreichen Tipp bekommen hat, der ihr selbst mal den Spiegel vorhält. Man muss lernen sich im Umgang mit dem Hund selbst zu beobachten. Wie reagiert der Hund, wenn ich dieses oder jenes mache. Das sind einfach Erfahrungswerte. Natürlich sollte man dabei immer im Auge haben, dass man die Erfahrungen nicht auf Kosten des Wohlergehens des Hundes machen darf.
    Mit drei Kindern ist es bestimmt nicht immer einfach alles Richtig zu machen. Deshalb wäre mein Tipp vielleicht mal ein paar Tage eine Art Tagebuch zu führen. Wann hat der Hund mit Knurren etc reagiert.
    Notiere dir folgendes:

    - Wo befand sich der Hund?
    - Welche Person war beteiligt?
    - Wo befanden sich andere Familienmitglieder?
    - Welche Situation ist eingetroffen (Besuch kam, Hund hat gefressen etc)?

    So weiß man besser, welche Situationen problematisch sind und wo man Änderungen ansetzen sollte.
    Das würde bestimmt auch einem Trainer helfen, der dann evtl zu Rate gezogen wird!

  • Super, dass es hier mehr gibt mit dem Problem. Ich habe auch zur Zeit das Thema Knurren gegen Kinder. Habe zwei Kinder 2 und 4 jahre und unser guter steckt auch in der Pubertät, 11 Monate. Mittlerweile Knurrt er schon, wenn die Kids nur in die Nähe vom Körbchen kommen.
    Er hat aber auch Phasen, wo er auch unterwegs Fremde Kinder anknurrt und bellt. Gestern hat er unseren älteren Sohn angebellt, als er im Treppenhaus war.Habe ihn kurz am Geländer feste gemacht, um den Kleinen aus dem Buggy zu holen, der Große wollte nur dran vorbei gehen, um hoch zu gehen. Da wurde er angeknurrt und angebellt, er ließ ihn nicht vorbei. Da wurde ich allerdings auch stinkig, weil dass geht absolut nicht.
    Ich vermute mal, dass er sich die Kinder so fern halten will, weil unser Jüngster nicht immer so sanft mit ihm ist.
    Habe eine Bekannte, die Tierpsychologin ist, und wenn sie mal endlich Zeit hat, soll sie sich dass mal ansehen, aber solange muss ich auch einen Weg finden. Möchte auf keinen Fall dass er beisst, im Moment lassen ich die Kinder ihn immer mit leckerlis Füttern, was kann man denn sonst noch so zur Positiven Bindung anwenden???? :hilfe:

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