komplexe fragen - hilfe erbeten!

  • hallo,
    erstmal die einleitung ;)

    ich habe ja eine 5,5monatige boxer-labrador-dame namens "wilma".
    alles in allem ist sie ein sehr aufgedrehter, neugieriger, lernwilliger und spielfreudiger welpe. jedoch versuche ich das spielen hauptsächlich auf draußen zu beschränken, damit sie drinnen nicht so abdreht.
    draußen wird getobt und ball geworfen oder auch mal leckerlis versteckt. raus gehen wir insgesamt 6x, und dabei 1x länger, ca 1h, sonst immer so 5-15min.
    drinnen habe ich mit dem clicker angefangen, aller 1-2 tage für 1-2x a 10min.

    nun ziehe ich in 3 wochen mit meinem freund zusammen, in eine neue wohnung. dort soll sie im flur ihre hundeecke bekommen und so eine rückzugsmöglichkeit haben (momentan ist sie immer mit in meinem zimmer, da ich in einer wg wohne). UND: wir bekommen im juni nachwuchs. daher habe ich so einige bedenken, dass sich manche sachen als schwer erweisen können:

    - wilma ist noch nicht ganz stubenrein. groß macht sie nur draußen, aber ein pfützchen kommt dann mal doch in die wohnung, wenn wir nicht schnell genug draußen sind und auf ihre zeichen reagieren oder sie eben keine anzeichen zeigt. mit kind werden wir sicher nicht schneller draußen sein. bzw. ich, wenn mein freund arbeiten ist und ich mich um hundi und baby kümmere. kann ich wilma schon jetzt allmählich an gewissen zeiten gewöhnen, zu denen es raus geht? oder ist das eher schlecht, wenn es zu der zeit dann doch mal nicht klappt. wie lernt sie größere intervalle zu verkraften?

    -wie erleichter ich ihr den umzug in die neue wohnung?

    - sie ist alles in allem noch sehr aufgedreht, wie bringt man ihr bei, sich zu beruhigen und zu relaxen. woran liegt es? ist sie nicht ausgelastet oder ist es normales welpenverhalten?

    - wie gestaltet man am besten das kennenlernen von dem neuen familienmitglied und einem hund? zumal sie gern im mittelpunkt steht und aufmerksamkeit will (sie bekommt sie erst wenn sie ruhig ist, dennoch gibt sie es noch nicht so schnell auf)? wie bring ich ihr bei, v.a. beim baby nicht so stürmisch zu sein?

    eine hundeschule werden wir wieder im frühjahr besuchen! :smile:
    nur will ich die zeit bis dato nicht ungenutzt vertun.

    vielen lieben dank allen antwortern :gut:

  • hallochen....ich hatte auch mal nachgedacht,ob ich meinen hund an feste gassizeiten gewöhnen soll....aber mir wurde hier davon abgeraten..........wenn ihr umzieht würde ich es vom gesamtzustand des hundes abhängig machen,wie ihr mit ihm umgehen sollt..........ist er ängstlich,würde ich ihn ganz normal begegenen und kein gewese drum machen,würe ihn aber auch zu nichts auffordern wie zb zum fressen oä....er sollte dann erstmal ankommen und von sich aus die ersten schritte machen.............ist er überdreht,dann würde ich ihn ignorieren.......

    mit dem baby natürlich nie allein lassen,auch nicht ans baby erstmal ran lassen.....

  • An deiner Stelle würd ich dringend nochmal das Beschäftigungsprogramm für deinen Hund überdenken.
    Du hast noch einen sehr jungen Hund, der GEZIELT gefordert und gefördert werden sollte. Dazu gehört auch, dass er Ruhe lernt.

    Dein Hund ist momentan scheinbar grenzenlos und sicherlich auch ein Stück weit gestresst.

    Toben und Ballwerfen sorgt erst recht für das Aufgedrehtsein.

    Natürlich muss ein junger Hund auch mal Dampf ablassen, dazu kann man gemeinsam Rennen, auch Toben, Zergeln, aber alles im Massen und auch das kann man dazu nutzen, dem Hund zu zeigen, dass wieder Ruhe sein muss, wenn du das Spiel oder die Aktivität beendest.

    Mache vernünftige Spaziergänge, wo dein Hund lernt, wie man sich draussen zu benehmen hat, bring ihm bei, sich GENERELL zurückzunehmen.

    Feste Gassizeiten mit Baby kanns du vergessen. Du wirst bald einen Säugling haben, um den sich erstmal alles dreht und nach DEM sich alles richten muss.
    Spätestens dann sollte dein Hund gelernt haben, nicht im Mittelpunkt zu stehen.

  • aber wie bringt man einem quirrligen welpen bei sich zu beruhigen?
    ich denke dass sie vom charakter (und rasse) her auch einfach ein wirbelwind ist und gefordert werden will.

    mücke, wie meinst du das mit dem beschäftigungsprogramm überdenken?
    was würdest du verbessern?
    wenn wir draußen sind bin ich ja auch nicht in einer tour am werfen und rennen ;)
    wilma sucht sich auch selber ihre abenteuer.

    ich habe eben angst dass sie sich langweilt und ich ihr keine abwechslung bieten kann. ich möchte ja dass sie spaß hat und nicht vor sich hin deppert...

    und wie kann ich ihr denn beibringen, dass sie ihre "geschäfte" auch mal zurück halten lernt?
    ist es besser erstmal weiter so oft rauszugehen oder soll ich die intervalle verlängern?! die einen sagen so, die andern so...

    übrigens vielen dank mücke, dass du immer so mir rat beiseite stehst! :smile:

  • Es hängt vermutlich alles zusammen...

    Ein junger Hund wird total aufgedreht, findet folglich keine Ruhe und kann daher sein Geschäft auch nicht kontrollieren.

    Sechs Mal am Tag Gassi? Wie willst Du dieses Mammutprogramm umsetzen, wenn Dein Nachwuchs da ist? Das ist unmöglich und auch völlig unnötig. Da würde ich als Hund auch keine Ruhe finden.

    Wie würdest Du es bei einem Kind handhaben, dass keine Ruhe findet? Kennst Du es, wenn Kinder über diesen Punkt hinaus sind, an dem sie müde sind. Dann werden sie richtig nervig... und kommen auch kaum noch selbst mit sich klar. Was würde man dann wohl tun? Das Kind noch länger wachhalten und für noch mehr Aufregung sorgen? Oder vielleicht doch eher darauf achten, dass ein geregelter Tagesablauf stattfindet, der es nicht überfordert.

    Nichts anderes ist es bei Hunden. Boxer und Labbis wissen von sich aus schon mal gar nicht, wann es reicht. Wenn der Besitzer es auch nicht weiß, dann hat man oft einen unkontrollierten Flummi. Spätestens in der Pubertät wird es dann richtig ätzend mit so einem Hund.

    Bällchenspielen ist übrigens auch Gift für die Gelenke. Gerade bei einem solchen Mischling, der anfällig ist für Gelenkerkrankungen wie OCD und FCP würde ich sowas auf gar keinen Fall machen im Wachstum!

    Beschäftigen muss man einen Hund in dem Alter gar nicht. Alltagserziehung reicht da völlig aus. Dazu gehört auch, sich zurückzunehmen.

    Viele Grüße
    Corinna

  • naja, nur wenn ich nicht 5-6x am tag mit ihr raus gehe, pieselt sie mir in die bude :sad2:
    und wenn ich sie zur stubenreinheit erziehen will, bleibt mir ja nix anderes übrig... oder?
    mir worde hier auch schon geraten, ihr eine box zu kaufen, wo sie zum einen lernt zur ruhe zu kommen und zum anderen die stubenreinheit trainiert.
    aber würde mir es so leid tun sie da einzusperren :???:

    und naja, wie ich das mammutprogramm dann umsetezn will, frag ich mich auch. daher such ich hier ja hilfe ;)

    eine geregelten ablauf hat sie ja eigentlich. es wird immer mal raus gegangen und nachmittag wird dann aller 2 tage geclickert.

  • Wow... Da kommt ja einiges zusammen: neue Wohnung mit Freund und dann noch ein Baby! Aber erst mal herzlichen Glückwunsch dazu :gut:
    Frag mich nicht mehr woher ich den folgenden Tipp genau habe, aber meine Freundin hat es grad selbst ausprobiert und es hat ganz gut geklappt ;) Als das Baby da war und sie noch mit ihm im Krankenhaus lag, hat ihr Mann mal ein Spucktuch, einen getragenen Strampler und dann auch eine volle Windel mitgenommen. Er hat die HUnde daran schnuppern lassen und dann alles "an seinen Platz" geräumt und dort gelassen. Also Strampler ins Bett, Windel in den Müll. :hust: So konnten sich die HUnde schon mal an die neuen Gerüche gewöhnen aber das ist halt nur der Anfang. Sie sagt, so hat es ganz gut geklappt! Die Hunde kannten den Geruch und wussten wo er hingehört. Wie gesagt: Frag mich bitte nicht wo ich das herhab oder wie die, damals echt sinnige, Erklärung dazu war. Aber hat halt funktioniert :gut:

  • danke!
    ja sowas hab ich mir auch schon gedacht. also dass mein freund dann einfach schon was mit babygeruch nach hause nimmt und wilma daran schnuppern kann.
    an sich sind ja boixer, wie auch labrador familienfreundliche hunde. aber da sie so ein wildfang ist, hab ich eben bedenken.
    wir werden auf jedenfall versuchen ihr die gleiche aufmerksamkeit entgegenzubringen wie jetzt. evtl. diese schon vorher etwas reduzieren...
    in einem hunderatgeber hab ich auch gelesen, dass es ratsam ist dem hund mehr aufmerksamkeit entegenzubriungen und mit ihm zu spielen, wenn das baby da ist und nicht, wenn es nicht da ist. was ja an sich auch logisch, aber sicher nicht so leicht umsetzbar ist ;)

  • so...ich kann dir nur 2 Sachen beantworten...
    an die neue Wohnung gewoehnen.....
    ich bin als ich meine 2 Wochen hatte von meinen Eltern ausgezogen...sie hat sich sofort wohlgefuehlt...es war einfach alles so wie immer nur eben in anderer Umgebung...als sie 4 Monate alt war waren wir fuehr einen Woche im hotel...sie hat sich sofort wohlgefuehlt.(und dann bin ich wieder zu meinen Eltern gezogen--war nicht geplant :) )...jetzt sind wir gerade in Spanien..sie ist 6.5 Monate und ich denke ich kann behaupten sie hat sich noch nie wohler gefuehlt...ich bin gerade in der Wohnung einer Freundin und sie schlaeft friedlich nebenan in unserer Wohnung...vielleicht habe ich einfach Glueck und habe einen unkomplizierten Hund oder es ist einfach so weil ich auch alles als sebstverstaendlich hinnehme und locker bin...es gibt Regeln aber sie ist ein Hund....ich beschaeftige mich viel mit ihr..aber ein Hund braucht keine Dauerbespassung......was wirklich auch wichtig ist wenn denn bald dein Baby kommt.....braucht sie denn 15min. bis sie pieselt?! raus rein......vielleicht will sie ja auch nur so oft raus weil sie weiss dass sie dann Aufmerksam bekommt/bespasst wird?
    ans Baby gewoehnen....Silvester waren wir bei Bekannten mit Baby....zuerst habe ich mir schon sorgen gemacht...wieso?
    es hat super geklappt...ausser das Juli das Baby immer abschlecken wollte, und ihr Spielzeug natuerlich viel interessanter war...aber ich nehme an dein Hund kennt Nein mittlerweile?
    Viel Freude mit eurem Baby, eurer neuen Wohnung und Hund!

  • danke für deine antworten!
    "nein" kennt sie sehr gut :roll:
    wenn sie muss, dann macht sie das auch recht zügig.
    die 15min ist die kleine gassirunde am morgen. dann gibts mittag eine kurze, nachmittag eine große, abends eine kurze und vor dem schlafen noch eine kurze. manchmal dann eben vormittag noch eine kurze...

    eben war wieder das pullerproblem. ich bin aus dem zimmer raus und schwups, hat sie wieder unters bett gepullt :sad2:
    man, mich macht das noch wahnsinnig. sie muss doch mittlweile wissen dass sie draußen zu machen hat! ich bin langsam echt am verzweifeln, was soll ich denn noch tun??? :gott:
    vorallem riecht auch langsam das parkett nach pisse!
    hab es jetzt mal mit etwas essig gewischt, vielleicht schrecnkt sie das ab.
    meist pullert sie ja dahin, aber manchmal eben auch woanders.
    teilweise bin ich gerade mal eine stunde mit ihr vom gassi wieder und schon hab ich eine fütze in der wohnung.
    was kann ich denn noch machen bzw. was mache ich falsch?

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