• Hmm ... also ist es wohl doch genau so, wie ich es vermutet habe:

    > Die Erziehung hängt komplett an meinem Freund und mir und wir lassen ihn auch nicht im Mittelpunkt stehen wobei er bei der Mutter immer im Mittelpunkt steht. Ich mein bei uns darf er nicht an der Leine ziehen bei ihr schon, bei uns kriegt er nichts vom Tisch bei ihr schon, bei uns schläft er nicht im Bett bei ihr schon.

    Also hat der Hund bei der Mutter Deines Freundes Ruhe, völlige Beständigkeit (Fressen zum immer gleichen Zeitpunkt), Regelmäßigkeiten, "Eigenverantwortung" (wird nicht getragen, sondern darf selbst laufen - dem Hund ist es ja egal, ob er durch das Treppensteigen Schäden erleidet, er sieht nur das LAUFENDÜRFEN).
    Ehrlicherweise kann ich nicht nachvollziehen, wie man in dieser Situation von einem Hund verlangen kann, NICHT die Mutter als "Leittier" anzusehen. Wie soll das gehen? Das ist diejenige, die immer da ist, die für Zuverlässigkeit sorgt, die NICHT erzieht (ein Kind hält sich auch lieber an das Elternteil, das ihm Freiheiten lässt).

    Du hast drei Baustellen:

    - wenn Dir die Mutter Deines Freundes in die Erziehung Deines Hundes reinpfuscht, hast Du langfristig ein ernsthaftes Problem mit Hund, Freundesmutter und, das ahne ich, mit Deinem Freund
    - wenn Dein Freund nicht in der Lage ist, seiner Mutter Schranken zu setzen, zeigt er, dass zumindest er keine für einen Hund erkennbare Führungspersönlichkeit ist; vielleicht findest Du es toll, dass Dein Freund Frauen widerspruchslos gehorcht, hier ist aber sicher eine "krasse" Baustelle
    - dem Hund kannst Du Deine Führungsqualität nur beweisen, indem Du eine solche auch tatsächlich lebst

    Weder dem Hund noch der Freundesmutter solltest Du stundenlang etwas erklären (ich habe es noch nicht erlebt, dass eine Frau eine "stundenlange Erklärung" besser versteht als ein klares, hartes "Nein" - mag sein, dass sie lieblicher aussieht, wenn man elend lang wie blöde auf sie einsabbelt, und sicher sieht sie grimmiger nach dem Nein aus, aber WARUM die Mühe des Quatschens, wenn NUR das "Nein" funktioniert?).
    "Bitte füttere unseren Hund nicht". Punkt.
    Tut sie es doch, sucht nach einer alternativen Unterbringung für den Hund.

    Ihr müsst erstmal euer Leben auf die Reihe bringen, ehe ihr einem Hund "Führung" vermitteln könnt.

    Auch hier: Das sind völlig freie Vermutungen, nur aufgrund Deiner Beschreibung im Web formuliert. Die Realität kann völlig anders aussehen. Aber das, was Du beschreibst, kommt bei mir so an, als wäret ihr selbst zwei etwas größere Kinder ohne Selbständigkeit, die auf einmal einem Lebewesen, das klare, funktionierende, verlässliche Strukturen BRAUCHT, abverlangen, diese selbst aufzubauen.

  • Hi,

    einen Menschen, den ein Hund akzeptiert un dachtet ( nenen wir es mal so ) ... den belästigt er auch nicht ständig.

    Dies ist ein aufdringliches Verhalten, was ich garnicht tollerieren würde.

    Mit MÖGEN hat das meiner Meinung nach nix zu tun, er weiss bei der Mutter einfach, dass er sich alles erlauben kann.

    Ich würde hier mal ein Gespräch mit der Mutter suchen, dass ihr gewisse "UMgangsformen" mit dem Hund erwartet und das mit der Erziehung nur funktioniert, wenn sich ALLE dran halten und ihr betteln und Konsorten nicht wünscht.

    Liebe Grüße
    Alexandra

  • Ich nehme an, daß ihr irgendwie von der Mutter deines Freundes abhängig seid. (viell. keine Miete zahlen, oder sie nimmt den Hund wenn ihr nicht da seid?).
    Leider ist das ja bei Kindern, die bei Großeltern sind auch oft so.
    Und Kinder wie auch Hunde, suchen sich sebstverständlich das angenehmste aus.
    Ich sehe da nur eine Lösung, entweder du nimmst das ganze gelassener und suchst die Schuld nicht bei dem Hund, oder aber ihr müßt euch was eigenes suchen.

  • Zitat

    wenn NUR das "Nein" funktioniert?).
    "Bitte füttere unseren Hund nicht". Punkt.

    Funktioniert nicht, wie gesagt alles schon ausprobiert. Mein Freund wurde ihr gegenüber auch schon richtig laut wenn es mal wieder zuviel des guten war. Für den Tag war die Sache dann gegessen am nächsten Tag ging es weiter wie sie es für richtig empfand.

    Zitat

    Ihr müsst erstmal euer Leben auf die Reihe bringen, ehe ihr einem Hund "Führung" vermitteln könnt.

    Ich hatte mit 10 Jahren mein ersten Hund bin also nicht komplett unerfahren, in eine Hundeschule gehen wir auch mit ihm, wie gesagt wir geben dem Hund alles was er braucht aber nicht zuviel des guten.

    Ausziehen haben wir in ca 2 Monaten vor, klappt im Moment nocht nicht finanziell.

  • Na, wenn Ihr bald ausziehen könnt...dann ist doch alles ok :gut: ...ich würde um das Thema Hund jetzt keinen riesen Bohei machen, denn die Mutter deines Freundes sieht anscheinend den Hund anders als Ihr...das kann man ja auch niemanden vorschreiben, wie derjenige einen Hund zu "sehen"hat...ist halt schwierig im täglichen Umgang...da müssen Kompromisse geschlossen werden.


    Aber um nochmal darauf zurückzukommen, das ein Hund an eine Person extrem "anhimmeln" kann...ich weiß auch das es soetwas nicht gibt...aber mein Hund zb verhält sich bei meinen Schwiegereltern seit der ersten SekundeIhrer Begegnung so...die freut sich dermaßen, das sie einfach total die Freudentänze, ein Heulkonzert von sich gibt, die flippt vor Freude komplett aus...und das bei Beiden...echt komisch, das macht sie in dieser Art bei Keinem Anderen...und das seltsame ist, mein Hund ist kaum mit meinen Schwiegereltern in Kontakt...dh sie bringen ihr weder Leckerchen mit, noch sind sie im Alltag in keinster Form zusammen gewesen...sie haben sich immer nur für ein paar Minuten gesehen...höchstens 2 mal die Woche...wirklich komisch...bei anderen "Bekannten" macht sie dieses Theater in keinster Weise...ich persönlich versteh auch nicht warum.

  • Zitat

    Also hat der Hund bei der Mutter Deines Freundes Ruhe, völlige Beständigkeit (Fressen zum immer gleichen Zeitpunkt), Regelmäßigkeiten, "Eigenverantwortung" (wird nicht getragen, sondern darf selbst laufen - dem Hund ist es ja egal, ob er durch das Treppensteigen Schäden erleidet, er sieht nur das LAUFENDÜRFEN).
    Ehrlicherweise kann ich nicht nachvollziehen, wie man in dieser Situation von einem Hund verlangen kann, NICHT die Mutter als "Leittier" anzusehen. Wie soll das gehen? Das ist diejenige, die immer da ist, die für Zuverlässigkeit sorgt, die NICHT erzieht (ein Kind hält sich auch lieber an das Elternteil, das ihm Freiheiten lässt).

    Meinst du das wirklich ernst ?

    Ich kann indianheart nur zustimmen, denn das ist genau das, was ich als erstes dachte.

    Der Hund belästigt immer denjenigen, der ihm keine Grenzen setzt und den er nicht für voll nimmt.

    Ich seh das ja hier an meinen Beiden.
    Meine würden mich beim Reinkommen nie so belagern, wie sie es bei anderen Leuten machen.

    Alle meinen immer, die sind ja sooo freundlich, dass sie einen aber nicht die Tür reinkommen lassen, weil sie keine Distanz wahren, dass sie einem im Weg stehen usw. das sieht scheinbar niemand.

  • Tja, Hunde sind schon sehr verschieden :-) ...
    Meine beiden würden Fremde niemals bedrängen. Die "bedrängen" nur Leute, zu denen sie sich absolut zugehörig fühlen. Wenn sie die Wahl zwischen einem Familienmitglied hier und mir haben, werden sie immer mich "bedrängen". Ich bezweifele aufs Ausdrücklichste, dass das ein Zeichen dafür ist, dass meine Nasem mich am wenigsten "ernst nehmen".
    Ich wiederhole also: Hunde sind sehr verschieden.

    Die Lage der Threadstarterin scheint mir im Übrigen erschöpfend betrachtet ... und die Lösung malt sich ja ab.

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