ahhh brauche euren Rat!!! Maja bellt und bellt

  • Hallo Leute:
    will kurz (versuche es kurz zu machen) mein Problem schildern und euch um Rat bitten

    die Vorsituation

    Maja ist seit sie 9 Wochen alt ist bei mir, bislang wohnten wir auf einem Dorf in einem kleinen Miethäuschen (so 50qm- ausgebaute Ferienwohnung). Da gab es 100m weiter rechts ein Nachbarpäarchen und dann 50m vor das Haus der Vermieter auf dessen Grundstück wir auch wohnten. Es hat viell. einmal in zwei Wochen geklingelt, wenn ein Paket ankam. Da hat sie schon immer die Vermieter auf dem Grundstück, wenn wir sie getroffen haben, angebellt---wobei sich das schon echt gelegt hatte (denke sie hatte sich dran gewöhnt,dass die da rumspringen)


    neue Situation

    seit Samstag sind wir zurück nach Greifswald gezogen in ein Mietshaus der hiesigen Wohnungsgesellschaft. Altbau (50er Jahre), 6 Parteien mit uns, zwei Wohnungen pro Stpockwerk, wir wohnen im 2.Stock (damit wohnt keiner mehr über uns). Drei Parteien haben der Hundehaltung zugestimmt, zwei waren dagegen ( ganz unten im Erdgeschoss und einmal direkt unter uns)...hab mit Engelszungen und Schleimspurattacken die Wohnungsgesellschafts-tante rumgekriegt, mir die Wohnung zu geben (obwohl ich den Hund habe), obwohl es 27 !! andere Bewerber gab. Unserer Stand hier is also sehr wackelig, empfinde ich jedenfalls so.

    mein Problem
    Jetzt war ja nun die übelste Hitze und der Flur ist gefließt und Maja lag den ganzen Tag vor der Tür und hat dort auf den Fliesen gepennt. Jedesmal, wenn sie im Haus was bewegt hat (Schlüsselbundgeklapper, Treppengeräusche, Stimmen) hat sie angefangen wie wild zu knurren (zuerst nur Knurren) und dann Bellen...
    Bin dann immer glei hin, hab sie beruhigt, wenn sie weiter gebellt hat, habe ich sie auf ihren Platz in die Küche geschickt, wenn sie da immer noch gebellt hat, dann "nein" gesagt und dann war auch Ruhe...
    jetzt muss die Nacht auch jemand die Treppe gelaufem sein, jedenfalls kläfft sie nachts um 3 voll los. Ich hab mich soooo erschrocken (voll in meiner Tiefschlafphase) und sie dann ins Schlafzimmer geholt und die Tür zum Flur verschloßen. Damit war für mich dann die Nacht auch vorbei, weil so die dringend notwendige Luftzirkulation in der Wohnung gestört war und die Hitze wieder stand :schockiert:

    Ganz davon abgesehen, was hier los ist, wenn es an der Tür klingelt, da dreht sie auch total auf, muss sie dann auch auf ihren Platz schicken.

    Jetzt will ich das immer schnellstmöglich unterbinden mit dem Bellen, weil ich so Schiss hab, dass die sich beschweren und dann die Hundegenehmigung widerrufen wird und ich wieder!!! auf der Straße steh.

    Ich weiß ganz genau woran ihr Gebelle liegt: SIE KENNT ES NICHT und hat wahrscheinlich Angst (sie neigt eh dazu, eher nach vorn zu gehn wenn sie verunsichert ist). Bei uns auf dem Dorf waren 3 Leute, die kannte sie nach ner Zeit und geklingelt hat da auch keiner.

    Ich trau mich überhaupt nich, sie hier alleine zu lassen, weil ich befürchte, dass wenn ich nicht da bin und sie was komisches hört, sich richtig einbellt und nich mehr aufhört (bin ja nich da um sie auf ihren Platz zu schicken oder zu beruhigen).

    Ich weiß dass is wahrscheinlich ne Gewöhnungsfrage, aber kann ich die Gewöhnnung bissl beschleunigen um den Hausfrieden zu wahren???? :/

    Was habt ihr für Tipps, was mach ich falsch?

  • Guten Morgen, Sophie!

    Kenne mich zwar nicht wirklich mit diesem Problem aus, aber ich würde Maja schon mal nicht mehr vor der Tür liegen lassen! (Vielleicht kühlt ja auch ein nasses Handtuch auf dem Boden?) Weiterhin würde ich sie bei jedem Knurren oder Bellen sofort auf ihren Platz schicken und sie dann doll belohnen, wenn sie still ist! Natürlich braucht sie Zeit um sich an die Geräusche im Haus zu gewöhnen, aber sie muss lernen, dass es sie nicht zu interessieren hat! Würde in der nächsten Zeit mal organisieren, dass öfter bei Dir geklingelt wird, damit sie auch lernt das dies ganz normal ist! Wünsch Dir viel Glück und das Maja schnell ein "Einsehen" hat!

    Gruß, Britta

  • Als erstes würd ich es mal mit viel Geduld probieren.

    Die neue Umgebung ist sicher eine große Umstellung. Jetzt bin ich schon so eine alte Schachtel, aber ich hab vor zwei Wochen alleine in Omas Haus übernachtet (sie war nicht da) und Du glaubst gar nicht, was ich alles an Geräuschen gehört habe. Gut, ich bin erwachsen, Angst hab ich jetzt nicht gehabt, aber es war merkwürdig und ich bin von jedem Geräusch aufgewacht, weil es ungewohnt war.

    Unserer kann man am besten Dinge als uninteressant vermitteln, wenn man ihnen wenig bis gar keine Beachtung schenkt.

    Mittlerweile reicht es, wenn ich den Kopf zur Geräuschquelle hindreh und dann sofort wieder weitermach, was ich gerade tue.
    Anfangs hab ich ihr die Sachen, die sie gehört hat, angesagt.

    Klar versteht sie nicht, wenn ich sage: "Ah, der Müller stapft wieder wie ein Elefant durchs Treppenhaus" oder "uiih, S. hat sich neue, schicke Klapperschühchen gekauft". Es ist wurscht, was Du erzählst, , hauptsache der Tonfall ist betont gelangweilt.

    Am besten funktioniert es, wenn Hundi direkt neben Dir liegt, dann kannst Du schon agieren, bevor sie loslegt.

    Das wird schon, wirst sehen....

  • Hi,

    ich glaube, dass liegt derzeit auch ein bisserl an der Hitze. Meine beiden schlagen auch nicht ansatzweise so oft Alarm, wie die letzten Tage....

    Ansonsten wirklich mit Geduld und Konsequenz.

    Nicht beruhigen oder sowas, das bestätigt sie nur.

    Führ doch sowas ein wie ( so mach ich das ) Hey Mädel, ist OK, ich hab gehört und jetzt ist gut ...dass Du ihr vermittelst, DU hast es im Griff und sie brauch das nicht zu regeln.

    Gruß
    Alex

  • Hm.
    Also in einem Mietshaus, in dem ich nicht ne Stunde lang rumklingeln und Hund kläffen lassen kann, würd ichs ganz banal umkonditionieren..

    Sprich, Helferlein nach unten, Handies an die Ohren, du bringst Hund auf seinen Platz, lässt ihn Platz oder Sitz machen, Helfer klingelt und bei dir oben kommt sofort ein Lecker und Lob. Und zwar möglichst so schnell, dass der Hund gar nicht weiß, wie ihm geschieht.

    Situation auflösen, unbeteiligt in der Wohnung rumlaufen, gleiches Spiel nochmal.

    Das ganze so 5 Minuten maximal.

    Am nächsten Übungstag dasselbe, allerdings nicht den Hund selbst zum Platz bringen sondern mit Lecker bewaffnet dort "unbeteiligt" hinwandern und wenns klingelt sofort (nicht danach, BEIM Klingeln) den Hund rufen als wär grad Elvis im Wohnzimmer wiederauferstanden und sobald Hund am Platz ankommt Sitz und Lecker.

    Und das würd ich so lang machen, bis mein Hund auf seinen Platz flitzt wenns klingelt :)

    Nächster Schritt ist dann langsames Abbauen des Leckers und Umstellen auf Spielzeug, kurze Spielsequenz... dann verbales Lob.. und dann sollte es okay sein.

  • Zitat

    ich glaube, dass liegt derzeit auch ein bisserl an der Hitze. Meine beiden schlagen auch nicht ansatzweise so oft Alarm, wie die letzten Tage....

    Ansonsten wirklich mit Geduld und Konsequenz.

    Nicht beruhigen oder sowas, das bestätigt sie nur.

    Führ doch sowas ein wie ( so mach ich das ) Hey Mädel, ist OK, ich hab gehört und jetzt ist gut ...dass Du ihr vermittelst, DU hast es im Griff und sie brauch das nicht zu regeln.

    So ist es bei uns auch.
    Wenn sie auf ein Signal von dir nicht reagiert und weiter Krawall macht, dann kommt sie ganz weg von der Tür.

    Einen so bellfreudigen Hund würd ich sowieso nicht dort liegen lassen sondern immer einen bestimmten Platz weg von der Tür zuweisen.

  • Punkt eins: Wenn der Hund ein Geräusch im Haus wahrnimmt und es dir anzeigt, gehe hin, nehme den Hund wortlos an die Leine, mache die Wohnungstür auf und sage ein Wort, das dem Hund signalisiert, das da nichts ist. Okay eignet sich dafür immer ganz gut. Danach machst du die Tür zu und nimmst den Hund an der Leine wortlos mit zu dem Platz, von wo du gekommen bist.
    Selbes machst du, wenn es klingelt, Hund an die Leine, der Hund wird von Besuch nicht beachtet und darf auch nicht hin und auch du beachtest ihn gar nicht. Auch da gehst du dann - egal ob mit oder ohne Besuch - mit dem Hund wieder zu dem Platz von dem du gekommen bist.
    Der Hund bleibt solang an der Leine, bis er sich wirklich wieder tiefentspannt hat. Das kann am Anfang schon mal 30 - 60 Minuten dauern, gerade bei dem Wetter und kurz nach einem Umzug.

    Wenn du das ganze wirklich immer konsequent machst, dann sollte sich schnell die Entspannung und die Gewöhnung einsetzen, das der Hund nicht einmal mehr den Kopf hebt, wenn ein Geräusch im Haus ist.

    Ich hatte Anfang des Jahres einen Hund hier, der hat es in 2 Wochen begriffen und in 4 Wochen war das Thema kein Thema mehr.

  • Ich hatte auch mal so ein "Landei" in Pflege, als ich noch in Neuss wohnte. Es dauerte knapp 2 Wochen, dann war das Thema erledigt.
    Kannst Du mit denen, die gegen den Hund waren, vielleicht nochmal reden und sie um etwas Geduld bitten? Flucht nach vorne ist vielleicht besser.

  • danke für eure vielen antworten und die guten hinweise :gut:
    die sache mit dem klingler der dann zum üben immer wieder klingelt stand schon auf meinem zettel nur muss ich da vorher noch die hausgemeinschaft einweihen und davor bammelst mir noch ein wenig...

    die nachbarn neben mir sind voll lieb und haben auch gesagt, dass es kein problem ist, wenn wir bald üben :gut:
    und die unten drunter dürften es so laut eigentlich auch nicht hören...

    ich denke wir werden das in den griff kriegen...
    werde euch über die trainingsfortschritte auf dem laufenden halten!

    lg sophie

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