Beiträge von Javik

    Da ist man halt sehr verunsichert, das richtige Maß zu treffen. Einen Spielpartner hat er leider noch nicht. Da bin ich aber dran. Toben tut er schon, aber erst seit ein paar Tagen richtig.

    Ich hatte mich jetzt nicht getraut, draußen zu spielen, da er drinnen gut zur Ruhe kommt nach einem Spielabbruch und ich Sorge habe, dass es dann schlimmer mit den "Ausrastern" draußen wird. Aber vlt probiere ich es einfach mal draußen.

    Kann gut sein, dass wir von ihm etwas zu viel Ruhe erwarten.

    :denker: Und was bist du, wenn kein Spielkamerad? Ich meine klar, sollte der Kleine auch mit Hunden spielen dürfen, aber darum geht es hier doch gar nicht. Wenn er einfach spielen und toben will, dann hat er seinen Spielkamerad #1 doch da: Dich.

    Die Dosis macht das Gift. Man kann von einem Kind (egal ob Mensch oder Hund) nicht erwarten immer nur Ruhe zu geben und bloß keine Aufregung im Leben zu haben. So lernt der Hund ja auch nicht sich zu regulieren und wieder runter zu fahren. Draußen ist doch durchaus dazu da um zu powern und Spaß zu haben. Spiel mit ihm, hab Spaß. Und dann ist irgendwann genug, "Ende", Spielzeug wegpacken und weiter gehen. Wenn du dir unsicher bist,ob ihn das Spiel nicht zu weit überdreht, dann spiel halt lieber etwas kürzer und dafür öfter Mal.

    Ich kann hier gut beide Seiten verstehen, dich und deinen Partner. Hier gibt es einfach kein richtig und falsch, nur zwei Probleme und Ansichten die aufeinander treffen und nur sehr schwer bis gar nicht miteinander zu vereinbaren sind.

    Ich kann dir auch nur raten dich hinzusetzen dir zu überlegen was du willst, was nicht, was okay wäre (in Bezug auf die Hunde, das Kind, den Partner, das Haus, den Alltag, einfach alles was mit rein spielt) und dir dann zu überlegen welche Optionen anhand der Skala überhaupt relevant sind und welche nicht... und dann danach zu entscheiden.

    Hundeschule ist in guter Tipp. Mal sehen ob sich das zeitlich machen lässt.

    Ihr braucht mehr als nur eine 0815 Junghunde-Gruppenstunde in einer 0815 HuSchu. Dort wird nur BH Grundgehorsam trainiert und bei euch fehlt so viel Wissen, theoretisch und praktisch, dass das nicht ansatzweise ausreicht.

    Was ihr braucht ist ein Trainer der euch erstmal in Einzelterminen auf einen Minimalstand was Hundewissen angeht bringt und euch zeigt wie ihr an eure Baustellen heran geht.

    Dazu kommt, dass DSH beschäftigt werden wollen. Heißt da muss auch über die Grunderziehung hinaus mit dem Hund gearbeitet werden.

    Da dafür aber keinerlei Bereitschaft da zu sein scheint. Gebt den Hund schnellstmöglich ab, bevor ihr ihn kaputt macht und zu einem Leben hinter Gittern verurteilt.

    Ich denke mal, wenn ich aus meiner eigenen Erfahrung spreche, Katze wird bei uns immer ein Endgegner bleiben. Da ist nichts mit Gewöhnung. Da kann man maximal über den Gehorsam gehen, dessen 100% Erfolg ich aber anzweifeln will.

    ja, das denke ich auch. Gehorsam ist ja genau das Stichwort. Das hat mich ja eben interessiert, wie das klappt, dass ein Jagdhund trotzdem (vermeintlich) ansprechbar ist. Aber offensichtlich ist das ja nicht mal so, bzw. nicht in allen Situationen.

    Naja, die Frage ist halt wie sehr der Hund für seinen Zweck überhaupt ansprechbar sein muss. Also ein Jäger, v.a. ein Revierinhaber, kann da ja doch etwas mehr bieten als ein 0815-Gassigänger, dessen Hund streng genommen niemals nichts in diese Richtung machen darf.

    Und es kommt eben auf den Job des Hundes an. Eine Schwarzwildbracke wird zu Beginn der Drückjagd geschnallt, zwischendrin macht sie auf sich selbst gestellt ihr Ding, ist höchstens Mal so nett für sie anbettelnde Treiber eine Dickung abzuarbeiten (falls sie das für sinnvoll hält und Mars und Jupiter im richtigen Winkel zueinander stehen), und wenn die Jagd zu Ende ist kommt sie abgejagt und glücklich freiwillig zurück um eine Ruhe schlafen zu können.

    Da ist Null Kontrolle über den Hund da, trotzdem hat der seinen Job eventuell absolut perfekt erfüllt.

    Was brauchste da groß an Gehorsam? Selbst ein solider Downpfiff ist nur sehr, ähm, mindernützlich, wenn der Hund quasi die ganze Zeit außer Sicht ist und man nicht weiß wann pfeifen angesagt wäre.

    Von meinem Vorsteher würde ich da etwas ganz anderes erwarten. Zum einen, dass der eben nicht vom Stand geschnallt wird und dann weg ist, sondern mit mir zusammen durch geht, im nahen Radius. Und da soll er dann auch anders arbeiten, nicht eigenständig, sondern als mein Assistent um die Lücken der Stöberhunde zu schließen (zB eben besagte Dickung abarbeiten).

    Da ist entsprechend dann auch sehr viel besserer Gehorsam und Kooperation gewünscht. Und das bietet der Hund eben auch an.

    Kurz, der richtige Hund für den richtigen Job erleichtert das Leben.

    Und privat, also Gassi und Co, wird halt gerade bei den eigenständigeren Rassen entweder sehr überlegt gemacht (vorzugsweise im eigenen Revier wo es außer dem eigenen Ärger keine weitereren Konsequenzen gibt), oder an der Leine oder, kenne ich auch ein paar, die dürfen sich im heimischen Revier halt regelmäßig einfach eine Runde ausleben gehen und sonst gibt's nur kurze Leinenspaziergänge und den Zwingerauslauf.

    Naja, der erste Punkte wäre ja, dass es zwischen Jagdhund und Jagdhund riesige Unterschiede gibt. Und das selbst dann, wenn man "nur" die Rassen betrachtet die in D auch wirklich jagdlich geführt werden.

    Und der nächste Punkt wäre die Frage, über welche jagdliche Situation reden wir?

    Aber mal so ganz pauschal, es gibt bei den Jagdgebrauchshunden auch kooperativere Rassen und weniger kooperative Rassen. Und es gibt Situationen in denen es für den Hund relativ einfach ist sich zu beherrschen und welche die halt schwerer sind. Und es gibt Wildarten auf die die jeweiligen Rassen stärker reagieren als auf andere.

    Und dann kommt natürlich noch dazu, dass Menschen unterschiedliche Methoden nutzen. Das alleine zeigt schon wie breit es da zugeht.

    Und es geht halt auch wirklich von Klicker bis zu ähm... aversiven Methoden. Viel geht auch einfach ganz normal über Konditionierung und über die Erfahrung des Hundes, dass er nur über den Menschen ans Ziel kommt. Also die meisten Jagdhunde wollen, zumindest auf ihre Weise, schon auch kooperieren. Aber halt nicht unbedingt im Sinne von Gehorsam, sondern im Sinne von gemeinsam zum Jagderfolg. Also mein Vorsteher macht schon recht deutlich, dass er das als Teamarbeit ansieht. Aber auch Bracken hetzten das Wild ja nicht einfach wahllos durch den Wald, sondern treiben es auf die Jäger zu.

    Und sehr viel, gerade bei schlechter ausgebildeten und eben unkooperativeren Hunden, geht auch einfach über eine Leine. Einfach und effektiv...

    Also, was deiner Situation vielleicht etwas ähnelt: Wenn Argos was Spannendes in der Nase hat, dann ist der sehr selektiv ansprechbar. Rückruf, kann ich (v.a. derzeit) komplett knicken, der dreht nichtmal ein Ohr, selbst wenn ich wenige Meter hinter ihm einen Urschrei loslasse. Aber Richtungsanweisungen, Stopps (auch wenn die Beute da entkommt) usw, nimmt er problemlos selbst geflüstert an. Also er unterscheidet schon stark zwischen dem Ablassen von der Beute und meinen Anweisungen folgen wie er zu jagen hat. Ich könnte mir vorstellen, dass das bei dir etwas Ähnliches war, er sollte ja nicht aufhören, sondern es nur von der anderen Seite nochmal probieren ;)

    Die Erziehung wird schwierig, das ist mir klar.

    Wieso sollte die Erziehung schwierig werden? Gerade wenn der Mali da halbwegs durchschlägt wird die nicht sonderlich schwer, eher im Gegenteil, zu einfach (Thema Fehler). Die potentiellen (bzw. durch schlechte Aufzucht, Wanderpokal und jetzt schon ängstliches Verhalten wohl eher wahrscheinlichen) Probleme liegen bei dem Rassemix an ganz anderen, sehr viel problematischeren Stellen. Und die sind dann im worst case nicht Fiffi hört nicht auf Rückruf wenn er keine Lust hat, sondern Fiffi hat Mensch/Hund/Kind getötet/schwer verwundet.

    Darf ich mal fragen was du so an Erfahrung mit Hunden, vor allem den relevanten Typen, mitbringst? Weil das was du da bisher angedeutet geschrieben hast, die Fragen, Spielgefährte für deinen Hund, artgerechtes Leben mit viel Freilauf, klingt für mich nicht danach als hättest du Erfahrung mit dem Typ Hund und würdest nach einem ganz anderen Typ Hund suchen.


    Malis aus schlechter Aufzucht und mindestens zweiter Hand sind genauso Ladenhüter wie HSH-(Mixe). Und das nunmal meist aus gutem Grund.

    Um Gottes Willen, was ist denn bitte das hier:

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    😱

    Lebt das? Soll das ein Shar Pei sein?

    Ich dachte im ersten Moment das wäre ein riesiger Pilz :emoticons_look:

    In Anbetracht, dass dies alles Eigenschaften sind die die Wildform eindeutig in sich trägt und zum Überleben braucht und die auch die meisten arbeitenden Hunde in irgendeiner Form haben und auch brauchen und der arbeitende Hund ursprünglich die normalere Haltungsform war müsste man die Frage mMn wenn dann andersrum stellen.

    Und, wenn man Spaß an der Freude nicht gelten lassen will, dann dürfte es sehr viel schwerer werden zu argumentieren wieso man dieses natürliche Verhalten bei den Begleithunden (nicht als Rassegruppe sondern als Gegenteil vom Arbeitshund gemeint) weggezüchtet hat, als dass man es bei arbeitenden Hunden beibehalten hat.

    Aber das ist doch schon eine sehr steile These das alle anderen Hunderassen kein normales Hundeverhalten mehr zeigen und das was bei Malis raus gearbeitet wurde durch Zucht und Selektion die 'Wildform' sein soll.
    Ich glaube ich kenne keinen Hund der arttypisches Verhalten gar nicht mehr zeigt

    Du hast mich komplett missverstanden. Ich sagte, dass die Eigenschaften die du nennst (nicht das Mali-Verhalten oder, allgemeiner formuliert, diese Eigenschaften alle in gleichzeitig extremer Ausprägung) bei so gut wie jeder Arbeitsrasse in irgendeiner Ausprägung vorhanden und auch erwünscht sind und dass diese Eigenschaften auch in der Wildform (aka Wolf) zu finden sind. Der Wolf ist nicht so irre und verschwenderisch in seinen Ressourcen wie beispielsweise ein Mali, aber er hat diese Eigenschaften durchaus auch und er braucht sie um zu überleben.