By the way, Entschuldigung an den User, der seine Tiere gerne frei rumlaufen lässt, für mein „nicht zurechnungsfähig“.
Danke.
Wir haben ihr sogar beigebracht nur auf Gesten zu reagieren. Zeigefinger … Sitz … flache Hand … Platz usw. Und dabei kann auch Futter vor ihr liegen, welches sie erst anrührt wenn wir ihr das zu verstehen geben.
Mh ja... Gesten sind für Hunde einfacher als Worte. Sitz, Platz, Selbstkontrolle. Das fällt hier im Forum unter Basics, nicht gut erzogen.
Also, ich will dir das jetzt nicht absprechen, aber im Normalfall ist mit "mein Hund ist gut erzogen" hier ein ganz anderes Level gemeint.
Mein Anliegen ist, sich in Mitmenschen (ohne Hund) hineinzuversetzen, für die z. B. ein frei herumlaufender Hund durchaus ein Thema ist.
Zwei Dinge hierzu:
1. Es gibt Menschen die Angst vor Hunden haben. Es gibt Menschen die Angst vor Spinnen haben. Es gibt Menschen die Angst vor Schlangen haben. Es gibt Menschen die Angst vor Männer haben. Es gibt Menschen die Angst vor Höhe haben. Es gibt Menschen die Angst vor engen Räumen haben. Es gibt Menschen die Angst vor weiten Plätze hhaben. Und es gibt Menschen die Angst vor Mensche haben. Diese Liste kann man endlos fortsetzen.
Man KANN sein Leben nicht um alle potentiellen Ängste eines anderen Menschen herum bauen, nur damit die sich auf die faule Haut legen können. Genau genommen ist es sogar schädlich, denn Phobien werden schlimmer, wenn man meidet.
Phobien sind das Problem der Person die sie hat, nicht der Allgemeinheit.
Und das sage ich als jemand der auch gegen Phobien kämpfen musste.
Ist mir also herzlich egal ob jemand Angst vor Hunden/mir/wasauchimmerichsonsttriggernkönnte hat. Sie bekommen das Maß an Rücksichtnahme das jeder bekommt. Wenn das nicht reicht, ist das nicht mein Problem.
2. Was du komplett ignorierst ist, dass nicht jeder dein Leben lebt. Ich habe es angedeutet, aber du scheinst es nicht zu verstehen, also mal ganz deutlich. Ich wohne in einer so einsamen Gegend, wenn ich hier beim Gassi andere Menschen sehe erschrecke ich, so selten ist das. Und ich sagte sehe, nicht treffen. Kann also sein, dass wir uns nie näher als 100 m kommen. Ich kann problemlos an einer Hand abzählen wie vielen Menschen ich beim normalen Gassi pro Jahr so nahe komme, dass die Frage anleinen oder nicht überhaupt relevant wird.
Und der zweite Punkt, ich bin Jäger. Meine Hunde haben in meinem Revier Rechte (und Pflichten), die über die anderer Hunde und teils auch Menschen hinausgehen. Und sie machen da ihren Job. Ich werde einen Teufel tun und meine Hunde aus ihrem Job reißen um sie anzuleinen, nur weil da ein Spaziergänger irgendwo entlang geht. War auch noch nie nötig, außer der Spaziergänger belästigt meine Hunde. Und ja, diesen Fall hatte ich bereits, anders rum noch nicht. Ironischerweise kenne ich auch aus meinen Rettungshundezeiten nur Fälle wo Spaziergänger die freilaufenden, arbeitenden (und gekennzeichneten) Hunde belästigt haben, nie andersrum.
Was du also dringend mal verstehen musst ist, dass du hier auf sehr, sehr unterschiedliche Lebensrealitäten triffst und Verallgemeinerungen einfach nicht funktionieren. Und, dass du hier auf Leute triffst (unabhängig vom Moderationsstatus), bei denen die Erziehung weit, weit über Sitz, Platz, nicht ohne Erlaubnis fressen hinaus geht.
Ich weiß, die Lebensrealität draußen ist eine andere. Aber das hier ist ein Hundeforum, hier ballen sich Leute die wirklich viel mit ihren Hunden arbeiten. Sei es um wirklich hohe Erziehungsgrade zu erreichen oder um anstrengendere TS Hunde o.ä. auf ein normales Level zu bekommen.