Beiträge von Javik

    Wenn das Umfeld ihrer Hunde zugegebenermaßen ein ganz anderes ist brauchen wir doch aber auch nicht diskutieren. Hat doch mit dem, was ich schreibe dann nichts zu tun. Ich rede nicht von Jagdhunden im Wald :face_with_monocle:

    Eben, es gab exakt keinen Grund mich anzugreifen und du scheinst das jetzt erst zu verstehen, deswegen diskutieren wir hier.

    Und nein, es ging nicht um Jagdhunde im Wald, es ging um Freilauf allgemein. Mein Beispiel war nur wunderbar dazu geeignet um dir aufzuzeigen wie weit der Gassialltag eines anderen HH sich von deinem unterscheiden kann, weswegen solche allgemeinen Aussagen einfach sinnfrei sind.

    By the way, Entschuldigung an den User, der seine Tiere gerne frei rumlaufen lässt, für mein „nicht zurechnungsfähig“.

    Danke.

    Wir haben ihr sogar beigebracht nur auf Gesten zu reagieren. Zeigefinger … Sitz … flache Hand … Platz usw. Und dabei kann auch Futter vor ihr liegen, welches sie erst anrührt wenn wir ihr das zu verstehen geben.

    Mh ja... Gesten sind für Hunde einfacher als Worte. Sitz, Platz, Selbstkontrolle. Das fällt hier im Forum unter Basics, nicht gut erzogen.

    Also, ich will dir das jetzt nicht absprechen, aber im Normalfall ist mit "mein Hund ist gut erzogen" hier ein ganz anderes Level gemeint.


    Mein Anliegen ist, sich in Mitmenschen (ohne Hund) hineinzuversetzen, für die z. B. ein frei herumlaufender Hund durchaus ein Thema ist.

    Zwei Dinge hierzu:

    1. Es gibt Menschen die Angst vor Hunden haben. Es gibt Menschen die Angst vor Spinnen haben. Es gibt Menschen die Angst vor Schlangen haben. Es gibt Menschen die Angst vor Männer haben. Es gibt Menschen die Angst vor Höhe haben. Es gibt Menschen die Angst vor engen Räumen haben. Es gibt Menschen die Angst vor weiten Plätze hhaben. Und es gibt Menschen die Angst vor Mensche haben. Diese Liste kann man endlos fortsetzen.

    Man KANN sein Leben nicht um alle potentiellen Ängste eines anderen Menschen herum bauen, nur damit die sich auf die faule Haut legen können. Genau genommen ist es sogar schädlich, denn Phobien werden schlimmer, wenn man meidet.

    Phobien sind das Problem der Person die sie hat, nicht der Allgemeinheit.

    Und das sage ich als jemand der auch gegen Phobien kämpfen musste.

    Ist mir also herzlich egal ob jemand Angst vor Hunden/mir/wasauchimmerichsonsttriggernkönnte hat. Sie bekommen das Maß an Rücksichtnahme das jeder bekommt. Wenn das nicht reicht, ist das nicht mein Problem.


    2. Was du komplett ignorierst ist, dass nicht jeder dein Leben lebt. Ich habe es angedeutet, aber du scheinst es nicht zu verstehen, also mal ganz deutlich. Ich wohne in einer so einsamen Gegend, wenn ich hier beim Gassi andere Menschen sehe erschrecke ich, so selten ist das. Und ich sagte sehe, nicht treffen. Kann also sein, dass wir uns nie näher als 100 m kommen. Ich kann problemlos an einer Hand abzählen wie vielen Menschen ich beim normalen Gassi pro Jahr so nahe komme, dass die Frage anleinen oder nicht überhaupt relevant wird.

    Und der zweite Punkt, ich bin Jäger. Meine Hunde haben in meinem Revier Rechte (und Pflichten), die über die anderer Hunde und teils auch Menschen hinausgehen. Und sie machen da ihren Job. Ich werde einen Teufel tun und meine Hunde aus ihrem Job reißen um sie anzuleinen, nur weil da ein Spaziergänger irgendwo entlang geht. War auch noch nie nötig, außer der Spaziergänger belästigt meine Hunde. Und ja, diesen Fall hatte ich bereits, anders rum noch nicht. Ironischerweise kenne ich auch aus meinen Rettungshundezeiten nur Fälle wo Spaziergänger die freilaufenden, arbeitenden (und gekennzeichneten) Hunde belästigt haben, nie andersrum.

    Was du also dringend mal verstehen musst ist, dass du hier auf sehr, sehr unterschiedliche Lebensrealitäten triffst und Verallgemeinerungen einfach nicht funktionieren. Und, dass du hier auf Leute triffst (unabhängig vom Moderationsstatus), bei denen die Erziehung weit, weit über Sitz, Platz, nicht ohne Erlaubnis fressen hinaus geht.

    Ich weiß, die Lebensrealität draußen ist eine andere. Aber das hier ist ein Hundeforum, hier ballen sich Leute die wirklich viel mit ihren Hunden arbeiten. Sei es um wirklich hohe Erziehungsgrade zu erreichen oder um anstrengendere TS Hunde o.ä. auf ein normales Level zu bekommen.

    Ich habe hier niemanden persönlich "beleidigt". Das war eine generelle Aussage über diese Verhaltensweise. Erstaunlich ist auch, dass ich mich für meine Wortwahl entschuldigen muss, die Halter, die ihre Hunde ohne Leine herumlaufen lassen aber nicht für ihr Handeln. Manchmal hat man einfach nur noch Fragezeichen über'm Kopf.

    Doch. Mich als unzurechnungsfähig zu bezeichnen ist eine persönliche Beleidigung, bei der der Anstand eine Entschuldigung erwarten lassen würde. Was du ja aber nicht getan hast.....


    Und wofür genau sollte ich mich entschuldigen?

    Ich wohne in einem anderen Bundesland (andere Regeln), bin in der Natur (andere Regeln), in meinem Revier (andere Regeln) unterwegs und teilweise arbeiten meine Hunde da auch (nochmal komplett andere Regeln).

    Ich verstoße gegen keine Regeln, belästige, beleidige und störe niemanden. Erkläre mir also bitte ganz genau wofür ich mich entschuldigen sollte.

    Und ich nehme an, Javik meinte auch eher so etwas.

    In allererster Linie meine ich, dass das dort als komplett generelle Aussage steht.

    In zweiter Linie, dann das was du schreibst. Selbst mit dem Kontext, meine Verantwortung ist andere nicht zu belästigen, wie ich das mache ist meine Sache.

    Gerade heute morgen habe ich wieder gesehen, dass ich meine drei große freilaufenden Hunde besser unter Kontrolle habe als andere ihren angeleinten Kleinsthund. Da mussten meine Jungs und ich nämlich wortwörtlich über einen angeleinten, keifenden JRT und dessen Leine drüberspringen um ins Haus zu kommen.

    Aber ich sehe beim besten Willen nicht was grundsätzlich daran falsch sein soll, wenn ein Hund ohne Leine rumläuft.

    Nicht Ihr Ernst oder??

    Schaffst du (das hier ist ein Forum) auch eine inhaltlich produkive Aussage dazu?

    Was mich etwas beunruhigt ist, das einer der Kommentare meint, es sei doch nichts dabei, wenn ein Hund ohne Leine herumläuft. Genau das meine ich. Völlig unzurechnungsfähig. Hund wegnehmen und gut ist.

    Hast du mich gerade als unzurechnungsfähig betitelt und gesagt, dass mir meine Hunde weggenommen gehören, nur weil ich (so wie garantiert die meisten anderen auch) nicht deiner Meinung bin?

    Meine Frage zielt darauf ab, was ihr so über solche Leute denkt, die meinen, ihr Hund müsse auf der Stelle mit dem entgegenkommenden spielen, oder den Hund gleich ohne Leine rumlaufen lassen.

    Da ich den Luxus habe mit drei großen Hunden spazieren zu gehen, passiert mir sowas schlicht nicht. Und wenn, dann müsste der Hund halt damit klar kommen, dass er auf meine Jungs trifft.
    Aber ich sehe beim besten Willen nicht was grundsätzlich daran falsch sein soll, wenn ein Hund ohne Leine rumläuft.

    Ist der Vorstoß eines Hundeführerscheins nicht irgendwie angebracht? Immerhin haben diese Leute ihren Hund im Prinzip nicht unter Kontrolle und signalisieren ihm, zu anderen hinlaufen ist völlig ok, ob Hund, Kind oder sonst jemanden.

    Und was würde das ändern? Ich bin aus einer Gegend ohne HF in eine Gegend mit HF und wieder in Eine ohne HF gezogen. Genau genommen waren die Hunde in der Gegend mit HF am Schlimmsten, aber das ist wahrscheinlich eher auf regionale Unterschiede zurückzuführen. Aber er sorgt definitiv nicht für eine Verbesserung.

    Argos mal wieder...


    Der natürliche Lebensraum eines Jagdhundes ist ja bekanntlich unter der Bettdecke. Und gerade in diesem kalten Sommer gibt es eigentlich keinen Grund damit zu brechen. Außerdem ist Guten Morgen- und Gute Nacht-Kuscheln Pflicht.

    Aber aus irgendeinem Grund hat Argos vor etwa einer Woche aufgehört kuschel zu kommen und sich höchstens nachts auf meine Beine gelegt.

    Vor ein paar Tagen wurde ich dann mitten in der Nacht von einem sehr empört klingendem "Miröööuw!!!!!" geweckt.

    Oh ne, Hund muss raus... Ich war noch halb am Schlafen und habe die Bettdecke gehoben und ihn zum Kuscheln eingeladen in der Hoffnung, dass er mir noch paar Minuten zum wach werden zugesteht. Argos kam, hat sich unter die Decke gekuschelt... und bis weit in den nächsten Vormittag geschlafen. Ich habe mir noch zu meinem brillianten Ablenkungsmanöver gratuliert.

    Nächste Nacht, kurz vor halb 3. "MIIRÖWÖRÖ!!!!" Oh ne, Argos muss schon wieder... Ich schäle mich mühsam aus dem Bett, ziehe mich an und... sehe nur eine schwarze Schnauze unter meiner Bettdecke hervorlugen.

    Heute nacht: "MIIE! MIE! RÖÖÖ!" *ergebenes Seufzen* Ich hebe die Bettdecke um aufzustehen. Aus der dunklen Ecke an der Türe kommt ein geölter Blitz hervorgeschossen und quer übers Bett getrabt. Bevor ich überhaupt registriert habe was da gerade passiert ist, lag seine schwarzköpfige Hoheit schon an mich gekuschelt, Kopf auf meiner Schulter und hat gewartet, dass ich die Bettdecke sinken lasse. Bevor ich fertig war mit Fluchen hat Argos schon träumend vor sich hin gezuckt...


    Ich habe mein Schlafzimmer am Wochenende umgeräumt, jetzt kann Argos mich nicht mehr aus seiner Ecke creepy anatmen bis ich aufwache und ihm die Bettdecke anhebe (was er natürlich absolut nicht selbst kann....). Aber ein kluger Hund weiß sich zu helfen. "Motzen hilft..."

    Ich muss mein Schlafzimmer wieder umräumen... :ugly: