Beiträge von Co_Co

    Ähm - nein, hier eigentlich gerade nicht, dachte ich? Über den ganzen Threadverlauf bemühen sich doch Leute aus verschiedensten Richtungen, auszudifferenzieren, was sie unter aversiver Absicherung und Strafe bzw. Nutzung der 4 Quadranten verstehen - und wann es sinnvoll sein könnte, was einzusetzen.

    Wo ist das Problem?

    Ihr könnt doch alle pos Strafen anwenden wie ihr wollt, keiner spricht euch das ab.

    Aber es ging hier darum wer wie trainiert und da muss es auch okay sein zu sagen das man versucht R+ zu arbeiten. Egal ob das die breite Masse hier sinnvoll findet oder nicht :ka:


    Es läuft immer aufs Selbe raus, ihr wollt mir sagen das man nicht straffrei arbeiten kann, obwohl ich das nie behauptet habe, dass man das kann oder bei R+ macht.

    Das "Problem " ist eher das häufig gesagt wird das es gleichwertig ist zu Training /Erziehung wo eben nicht straffrei gearbeitet wird man müsse nur geduldiger, kreativer etc sein.

    Und das ist idR nicht so.

    Wenn es dann Beispiele gibt sind diese auch wieder mit X Einschränkungen und Management verbunden die zeigen - nein , ohne angepasste Strafe werden viele Hunde in hohen Reizlagen/ selbstbelohnenden Verhalten halt nicht zuverlässig.


    BadlyConfused vielen Dank für deine Antwort!!

    WorkingDogs Das mag ja sein aber warum? Es ging doch gar nicht ums tauschen… Co_Co hat auf meinem Post gesagt, dass das was ich geschrieben habe ein Tauschgeschäft wäre und ich habe das verneint, und gesagt was ein Tausch wäre.

    was genau hat das jetzt mit deinen Hunden und ihrem Willen zu tauschen zu tun? Ich kann dir da leider nicht folgen 🫣

    Die "nett" aufgebauten Abbrüche beinhalten etwas essentiell wichtiges nicht was man für einen Abbruch in entsprechender Reizlage benötigt. Dementsprechend ist es kein Abbruch sondern etwas optionales , eine Wahlmöglichkeit aufgrund des Aufbaus.

    Wär auch schön wenn du komplett liest oder zitierst , da stand nicht nur was von Tauschgeschäft.

    Aber ich frag mich auch ganz oft was einige Leute so viel trainieren müssen im Alltag. Da muss ein immenser Anspruch herrschen an Kommandos ?

    Wie meinst du das?

    So wie es da steht . Ich frag mich was einige Leute alles trainieren im Alltag , wie extrem bei einigen der Alltag ist das so viel Training investiert werden muss .

    Hier wird unterwegs benötigt

    - Umorientierung ( bei Wild, Menschen, etc)

    - neben mir mitgehen mit/ ohne Leine

    - warten

    - auf Name/ Ruf reagieren

    Verbote ->

    Nichts essbares aufnehmen wenn der Hund da die Tendenz zu zeigt und nicht ins Unterholz. Nicht pöbeln ( hab ich aber auch keine Hunde die das mitbringen weil "haha geil" dementsprechend nichs wo ich bei den jetzigen Hunden was für getan habe ) .

    Ja, wenn die mit ins Cafe oderso kommen oderso wird manierlich an der Leine gegangen ab nem gewissen Alter . Das ist hier aber nicht das was tgl / jede Woche stattfindet.

    Das sind aber sonst alles Dinge die schnell etabliert sind. Und ja , mEn egal ob Welpe oder z.B 18 Monate alter unerzogener Junghund der bereits problematisches Verhalten mitbringt.

    Positive Strafe stets und ständig :ka: ich wüsste aber auch nicht wie ich das echte Leben so kontrollieren sollte, dass ich immer rein Belohnungsbasiert auf den jeweiligen Stand des Hundes eingehen könnte. Und selbst wenn, dann bleiben noch Tagesform und Fehleinschätzungen meinerseits.

    Warum kannst du gezieltes Training nicht so gestalten?

    Wenn du ne schlechte Tagesform hast, trainierst du halt nicht gezielt an den Baustellen sondern machst was anderes.

    Fehleinschätzungen passieren, das ist ja nicht gewollt oder beabsichtigt.


    Es geht darum gezieltes Training positiv zu gestalten bzw ohne pos Strafe. Nicht um Alltag oder Notsituationen.


    Und eig geht es in dem Thread doch darum wer wie erzieht/trainiert. Und nich darum was ist besser/schlechter.

    Es geht doch direkt explizit um Alltag und das man dort halt die Umwelt nicht kontrollieren kann, den Hund aber schon ( und irgendwo auch muss ).

    Wenn man nen schlechten Tag hat in welcher Form auch immer passt man die Route/ Dauer an aber muss sich trotzdem darum kümmern das der Hund in diesem Alltag keinen Mist baut. Alltagserziehung passiert immer und die ist bei den wenigsten steril/ in Kontrolle über die Außenwelt trainierbar .

    Das ist ja auch hier in vielen Threads häufig das Thema/ Problem. Die Leute kriegen eingetrichtert man muss Dinge völlig seperat üben und draußen wird ( häufig falsches ) Management statt Erziehung betrieben. So kann der Hund sich an den Alltag den er mitmachen muss/ soll natürlich nicht gewöhnen und noch weniger kann dort der Gehorsam greifen wenn man fernab davon "trainiert".

    Deshalb trennen so viele Leute auch explizit Alltagserziehung von Ausbildung bereits in dieser Diskussion .

    Im Alltag je nach Gegebenheiten habe ich einfach nicht unbedingt die Kapazitäten bei dort wichtigen ( weil gefährlich) Themen für X Jahre rumhampeln um eine Alternative aufzubauen, da ist ein Verbot im Ansatz bei dem unerwünschten ( und tendenziell gefährlichen Verhalten) schneller , stressfreier und sicherer. Den Rest kann ich trotzdem primär über Bestätigung erarbeiten.

    Aber ich frag mich auch ganz oft was einige Leute so viel trainieren müssen im Alltag. Da muss ein immenser Anspruch herrschen an Kommandos ?

    Co_Co Also nein, überraschen tut mich da gar nichts, wenn meine Hund auf einen drohfixierenden Rüden anspringt. Nur verhindern kann ich es trotzdem nicht immer.

    Die Situation entschärfen kannst du bestimmt in den meisten Fällen ( klar direkt am Hang / Wasser eher nicht aber ich denke du weißt was ich meine). Es gibt immer Situationen die unvermeidlich blöd sind*, aber wenn du es kommen siehst weil du das Auge geschult hast ist es häufig möglich dafür zu sorgen das es nicht komplett eskaliert. Nichts anderes meinte ich. Es sind doch absehbare Dinge , wir reden ja nicht von nem UFO was plötzlich neben uns landet und man ist komplett mit der Ausnahmesituation überfordert weil es nichts ist was man sich je hätte er denken können. Deshalb hatte ich als Beispiel meine absolute Ausnahmesituation geschildert vor ein paar Seiten.

    Wenn ich dann noch weiß was ich wie will / machen muss weil es logisch ist ( nicht panisch rumschreien überspitzt gesagt) kann ich die Situation ja dennoch kontrolliert beenden und fertig.


    * Das kennen wir doch alle. Betreibt man Schadensbegrenzung.

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    Nyriah "hier" -> im Forum. Ich glaube das wurde von dir sehr persönlich aufgefasst .

    Zum Rest ... grade mit der beschriebenen Vorbereitung find ich es einfach schwer nachvollziehbar wenn man sich dann dennoch schwer tut. Das ist natürlich Typsache wie schnell man was umsetzen kann, ob man eher verkopft ist etc. Aber trotz all der Vorbereitung? Das kenn ich so zu Anfang von den Leuten mit ihren Hunden die mit Problemen zu uns kommen aber da platzt der Knoten sehr schnell.

    Dazu muss ich aber nochmal was sagen: bist du noch nie, trotz Vorbereitung, du eine Prüfung gefallen? Vorbereitung wappnet einen doch nicht automatisch gegen ALLES! Hunde sind doch individuelle Lebewesen die du nicht in eine Schablone pressen kannst.

    Doch , bin ich. Allerdings bin ich ein Mensch mit immenser Prüfungsangst ( gewesen ). War sehr blöd und limitierend und schade in vielerlei Hinsicht in der viel zu langen Zeit bevor das behoben wurde.

    Es geht auch nicht um Schablonen , woher nimmst du das ? Es geht darum nicht blind überrascht zu werden von absehbaren Verhalten was man kommen sehen kann.

    Als Beispiel, dir kommt ein droh fixierender Hund entgegen und du hast einen eher sensiblen Hund . Da überrascht dich wenn du mehrere Hunde in Begegnungen beobachtet hast nicht das dein eher sensibler Hund reagiert auf so etwas ( wie ist dann abhängig davon wie der Hund gelagert ist, welche Erfahrungen etc aber das weißt du ja dann ) und du kannst eine Eskalation verhindern/ die Situation vorab entschärfen.

    Du hast eine Begegnung während dein Hund / deine Hunde im Freilauf sind wo plötzlich eine Wildschwein Rotte 5 Meter neben und dann 10 Meter vor euch durch Gebüsch und über den Weg rennt -> auch da wirst du nicht überrascht sein ( OK das durchaus je nach Region :ugly:) bzw nicht gelähmt und wirst deinen Hund unterstützen können die richtige Entscheidung zu treffen. Sei es durch " ja super schnell, komm her" oder halt " EY DENK NICHT DRAN! KOMM HER". Und dann halt bestätigen.

    Ist das verständlicher?

    |):lol:ok lassen wir das.

    Doch, du zeigst grade nochmal sehr deutlich das ich ( und andere ) das genau richtig verstanden habe was du meinst direkt bei deinem ersten Beitrag.