Beiträge von Co_Co
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Gestern gab es in Potsdam noch einen schwerverletzten 12 Jahre alten Jungen. Blindgänger, vermutlich eine Kugelbombe, gefunden, angezündet.
Ich habe noch nie in meinem Leben ein Feuerzeug, Streichhölzer oder ähnliches mitgeführt. Als Nichtraucherin habe ich überhaupt keinen Grund dazu. Mir fällt daher auch kein akzeptabler (legaler) Grund ein, wieso ein Kind so etwas dabei haben sollte.
Das Bewusstsein für Gefahren durch die eigenen Handlungen nimmt mEn immer weiter ab .
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Habt ihr den Freilauf "immer Mal probiert" ohne Absicherung oder missverstehe ich das ?
Die ersten 3 (?) Monate war sie so skeptisch und nur mit ankommen beschäftigt, da lief sie nur an kurzer Leine und wir haben auch keine langen Spaziergänge gemacht. In der Zeit hat sie gar nichts aufgenommen, vermutlich fehlte ihr die Kapazität dafür.
Dann lief sie sicher noch mal gut 8 Monate im Wald nur an der Schleppleine weil sich zeigte dass sie seeeehr an Wild, auch an Spuren, interessiert war. Als wir das im Griff hatten, durfte sie in den Freilauf.
Am Kotfressen haben wir ziemlich von Anfang an gearbeitet, den hat sie nämlich auch an kurzer Leine im Vorbeigehen aufgelesen. Da half aber gar nichts. Daher irgendwann halt der Maulkorb. Als sie zu uns kam war sie schon 5-6 Jahre alt, das Verhalten war schon gefestigtDas ist natürlich kaum zu durchbrechen wenn der Hund das so gefestigt hat durch den Drang zu überleben. Kenn ich wenn nur von Leuten online aus den USA aber da wird ja auf ganz anderes zurück gegriffen. Schön das der Rest aber so positiv klingt und der MK hilft !
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Ich bin zwar nicht gefragt, aber ich hab die Frage auch gehabt. Nachhaltig verleiden wäre nicht mein Weg, weil ich 1. nicht so massiv eingreifen möchte, wie es für wirkliche Sicherheit nötig wäre und 2. im Bekanntenkreis eine Konstellation erlebt habe, wo der Halter sich fälschlich sicher war, es nachhaltig verleidet zu haben und das mit zwei schwer verletzten Hunden geendet hat.Lieber hab ich also über längere Zeit sachte den Daumen drauf und leite an. Und es ist einer der Punkte, bei denen ich ganz klar sage, dass ich einen Hund des Typs, der es anders bräuchte, nicht der richtige Mensch bin.
Danke !
Mobben ist ja doch was anderes als beschädigen wollen . Bei letzterem würde ich auch immer trennen und nichts unbeaufsichtigt zulassen. Da hatte ich im Freundeskreis eine wirklich üble Situation die für beide Hunde übel endete( trotz MK).
Dein zweites Beispiel klingt für mich eher nach deutlicher Spannung bereits vorab ? Oder Ressourcen? Oder hat die Person es durch ihr Handeln so zum eskalieren gebracht?
Ich leite bei Bedarf auch an , irgendwelchen Dummkram weil z.B unteregs das Junggmüse auf die Idee kommt " das ist mein Stock und ich provozier jetzt " unterbinde ich allerdings nachhaltig. Das möchte ich nicht, das weitet sich idR aus auf andere Bereiche. Konflikte aufgrund von z.B Kauzeugs verhindere ich schlicht durch trennen in Ausläufe/ Boxen wenn es das gibt . Allerdings leben hier bewusst Hunde zusammen die miteinander wenig bis gar kein Konfliktpotential bieten , das was ggfalls übergangsweise hier ist muss sich anpassen und wird sonst räumlich getrennt und eingeschränkt unterwegs wenn es da Tendenzen gibt die ich nicht will.
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Der Hund hat keine Gerüschangst und ist was das angeht auch nicht empfindlich, auch ist er kein Umweltunsicherer oder generell unsicherer Hund. Was wurde da also falsch eingeschätzt?
Ich finde es so überheblich wie du ständig andere HuHa abwertest - als ob keiner was kann auser duDa wurde doch bei dem beschriebenen Outcome ganz offensichtlich was falsch eingeschätzt. Intensität, Timing , Wiederholung - wasauchimmer. Sonst hätte man da ja nicht so ein massiv unerwünschtes Ergebnis und zwar schon 3x nicht bei einem laut dir umweltstabilen , selbstsicheren Hund. Das ist schon ne Leistung das da zu erreichen.
Das hat nichts mit abwerten zu tun , es haben mehrere User dasselbe dazu gesagt im Kern . Wenn du das in irgendeiner Form persönlich nimmst ist das deine Baustelle.
Training oder Erziehung selbst ist aber kein Glück. Das ist sehr klar absehbr wo da ggflls Grenzen sind wodurch auch immer . Wettkämpfe, Prüfungen, ja da braucht es im Vergleich durchaus das Quäntchen Glück für bestimmte Ziele , wie das bei Wettkämpfen halt so ist . Aber doch nicht im Alltag, das ist doch nicht das Ziel oder der Sinn . Alltag , zusammen leben soll doch bitte entspannt sein und nicht ne unlösbare Mammutaufgabe wo man auf sein Glück hoffen muss das man es schafft den Hund unfallfrei vom Spaziergang zurück zu bringen durch das ganze Glück in der Erziehung was einen nicht verlassen darf.
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Wenn sie Naruto mobbt oder nicht auf sein „lass mich jetzt“ blocke ich sie auch oder nehme sie am Geschirr weg.
Das ist vermutlich etwas OT aber da es ja doch auch Erziehung in Mehrhundehaushalt betrifft und mich das immer interessiert wie das wo wie warum gehandhabt wird -
Kommt das so regelmäßig vor? Weil du im Verlauf noch beschreibst das du sie auch davon abhalten musstest ihn als punching Ball zu nutzen. Falls ja, präferierst du es da zu managen statt solches Verhalten im Zusammenleben ( oder leben die zwei nicht dauerhaft zusammen?) zu verleiden auf lange Sicht wenn sich das abzeichnet?
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Es gibt Hunde die sich an Emotionen hochziehe. Egal ob positiv oder negativ. Darüber wird dann keine Strafe angenommen sondern sich darüber Bestätigung geholt und mituter deutlich in die Konfrontation gegangen und daran haben viele dieser Hunde schlichtweg Spaß -> selbstbelohnendes Verhalten.
Mein Rüde sollte mal von unserem Agi-Trainer korrigiert werden (er fragte ob er mir mal zeigen könne wie er mit dem Hund arbeiten würde und ich wollte mal sehen was er für Ideen hat, daher hatte ich zugestimmt) indem der entschlossen auf ihn zuging und ihn körpersprachlich zurückdrängen wollte. Daraufhin wurde mein Rüde ziemlich ungehalten und ist bellend auf den Trainer los und hat ihn mit Wucht angesprungen. Das hat er so lange gemacht bis der Trainer zurückgewichen ist..
Generell macht er bei Druck erst recht nicht das man von ihm möchte.
Meinst du sowas?
Hm schwierig bei der Beschreibung . Das wäre für mich eher ( völlig normales ) Verhalten bei einem Hund der sich nicht von Hinz und Kunz anmachen lässt oder Selbstschutz weil die Vertrauensbasis fehlt um die "Korrektur" anzunehmen. Grade wenn er aufhört wenn das Gegenüber aufhört und nicht noch schaut ob da noch mehr geht.
Zu der Futter nicht aufnehmen Sache noch - da hab ich jetzt noch eine Frage an dich für mein Verständnis . Erstmal danke für deine Erfahrungen und schön das ihr gut klar kommt wie es jetzt ist !
Habt ihr den Freilauf "immer Mal probiert" ohne Absicherung oder missverstehe ich das ?
Das war hier mAn nämlich ein immens wichtiger Aspekt bei der Hündin ( bzw generell in Hinblick auf Gehorsam erarbeiten bei egal welchen Hund ). Es gab nie die Option Fehlverhalten durchzuziehen für sie , ich hatte letztlich immer die Kontrolle über die Situation. Allerdings hatte ich auch konsequent 9 Monate bei der Hündin ne SL dran um das erwünschte Verhalten für späteren Freilauf zu etablieren. Das wäre bei ihr damals bezüglich Kontrolle an Wild sonst auch nach hinten losgegangen.
physioclaudi das ist auch nochmal ein Unterschied. So eine abwärts Spirale will niemand. Ich hatte es so aufgefasst das er meint direkt nach Korrektur/ Strafe müsste etwas positives kommen und das ist nicht so bzw birgt das je nach Hund eben die Risiken die ich ansprechen wollte .
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Es war für mich echt erleuchtend zu bemerken, wie essentiell es ist zwischen 'Bestrafung' (negativer Rückmeldung an Hund) und anschließend Belohnung (positiver Rückmeldung an Hund) schnellstmöglich zu switchen.
Mein Trainer sagt immer "nach Nein kommt Fein"
Das ist zum Beispiel auch ein zweischneidiges Schwert bei einigen Hunden. Es gibt mEn recht viele Hunde die genau dadurch abstumpfen bezgl des neins in welcher Form auch immer. Da muss man schon aufpassen wenn man das macht.
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Das ist auch wieder abhängig vom Typ Hund.
Es gibt Hunde die sich an Emotionen hochziehe. Egal ob positiv oder negativ. Darüber wird dann keine Strafe angenommen sondern sich darüber Bestätigung geholt und mituter deutlich in die Konfrontation gegangen und daran haben viele dieser Hunde schlichtweg Spaß -> selbstbelohnendes Verhalten.
Könntest du ausführen, was du dann für diesen Hundetypus für eine optimale Korrektur hältst?
Ich habe schon einige (TS-)Hunde gehabt, aber der aktuelle Junghund scheint so ein Typ zu sein. Hatte ich noch nie. Er nimmt Korrekturen zwar mittlerweile gut an. Was ich aber gar nicht mehr mache, ist Emotion in die Stimme legen oder ihn mit dem Blick während der Korrektur zu fixieren. Das hat er schon mit 10 Wochen als "challenge accepted" gesehen und hat damals regelrechte Wutanfälle bekommen. Da hatte ich auch das Gefühl, je mehr Emotion ich zeige, um so mehr Emotion bekomme ich zurück.
Also habe ich dann schon sehr sachlich korrigiert: "Lass das! Mach lieber das!" Funktionieren tut das, ob das jetzt Lehrbuch ist oder gar die beste Lösung, weiß ich nicht. Man lernt ja nicht aus.
Da es funktioniert von deiner Beschreibung ist es sicherlich der richtige Weg für diesen Hund!
Hier gibt es dann auch einfach nur die Info " ist dumm, lass das " und je nach Situation " lieber das" oder halt atme, sei , keine große Sache . Das ist ja auch wieder individuell verschieden . Viel ist hier auch einfach klar kommen lassen mit dem Frust statt da großartig drauf einzugehen oder Alternativen gegen den Frust zu geben. Allerdings hab ich hier auch Hunde die das von sich aus eigentlich können/ mitbringen und es noch viel besser können wenn man sie einfach lässt.
Wenn der Hund der so ist an mir seinen Frust mit den Zähnen auslassen will darf man da halt auch nicht emotional werden. Das ist aber wieder sehr spezifisch und hier vermutlich kaum passend.
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Das war bei meiner alten Hündin etwas wo ich 3x was hab vorbereiten lassen auf verschiedenen Gassi Strecken um die " aus dem Nichts" durch einen für sie deutlichen Schreckreiz ins Meideverhalten zu bringen und danach hat sie immer verlässlich Bögen gemacht um alles essbare
Also du hast eure Gassistrecke präpariert mit 3 Verleitungen und als die Hündin sich denen nähern wollte, gab es einen Schreckreiz wie Zischen oder was werfen? Und das hat schon ausgereicht dafür, dass sie sich nie wieder etwas fressbarem draußen nähern wollte?
Nein . Ich habe das vorbereiten lassen von Leuten die sie nicht kannte aber ich um nicht eine Fehlverknüpfung über bekannten, familiären Geruch an der Verleitung zu haben. 3 unterschiedliche Tage mit Abstand dazwischen und unterschiedliche Verleitungen sowie Orte. Da flog dann ne Moxonleine direkt neben sie bei dem Verhalten was ich direkt abbrechen wollte und sie hat gemieden weil sie der Typ Hund dafür war. Natürlich bin ich mit ihr vorausschauend das Jahr unterwegs gewesenen vorher und habe, wenn sich sowas vorher angekündigt hat auf normalen Spaziergängen,bei Interesse ein "nein , weiter " verlangt und das dann bestätigt. Es gab nie Erfolg weil ich wusste das macht es schwerer und im worst Case ist der Hund tot. Sie hat dann dieses Verhalten nach den 3 gestellten Situationen von sich aus Zeit ihres Lebens ohne Erinnerung gezeigt. Egal wann, egal wo.
Darüber wird dann keine Strafe angenommen sondern sich darüber Bestätigung geholt und mituter deutlich in die Konfrontation gegangen und daran haben viele dieser Hunde schlichtweg Spaß -> selbstbelohnendes Verhalten.
Was sind das für Hunde? Ich nehme an bestimmte Gebrauchshunde aber bevor ich den falschen Schluss ziehe, frage ich nach.
Ich persönlich kenne es nur von Gebrauchshunden , ja. Da vornehmlich Malinois, Xer aus NL , DSH und Rottweiler. Kommt immer auf die Linien an ob und wie ausgeprägt das der Hund mitbringt. Es gibt sicherlich noch andere Hunde wo es das gibt , ich hörte das von griffigen Terriern im Ausland. Sicherlich gibt es auch immer Individuen die aus der Art schlagen, bisher ist es mir bei weichen Hundetypen die andere Selektionskriterien haben nicht untergekommen. Da erlebe ich z.B aufgrund des Wandels hin zu "Begleithund" eher eine geringere bzw schwerere Ausbildbarkeit was schon für normale Erziehung oftmals nervig ist.