Beiträge von DerFrechdax

    Hi, wir haben das Kommando "wir gehen einfach WEITER!" aus dem Bauch raus etabliert.

    Das setze ich ein, wenn der Hund a) an der Flexi oder Schlepp was sieht, was er untersuchungswürdig fände, ich aber nicht will, dass er hingeht. Abwenden, wegsehen und weitergehen natürlich wird von mir verbal sehr ausführlich gelobt, ebenso zu mir herkommen (dann gibt's Keks).


    Oder b) wenn ich ihn an der kurzen Leine abgewandt neben mir hab und er sich ein bisschen reinsteigert (er ist kein Leinenpöbler, aber verspannt sich und tänzelt manchmal böse guckend herum, vor allem in "seiner" Hood). Das passiert nur auf engen Wegen, wo wir nicht ausweichen können, denn Abstand ist beim Jungspund der Schlüssel zu mehr Entspannung, bei allen Stressauslösern.


    Fixieren hab ich anfangs immer mit einem scharfen Abbruch versucht zu verhindern, aber das bekomme ich nicht konsequent durchgesetzt ohne Hektik zu verbreiten. "Wir gehen einfach weiter!" ist weicher und der Hund muss nichts tun, als ordentlich vorbeizulaufen (also ohne in die Leine zu springen oder mir in die Beine zu laufen). Seit ich das so mache, sind Hundebegegnungen auf dem Weg wesentlich entspannter.


    Vielleicht hilft euch das ein bisschen weiter? :hugging_face:

    Ich glaube, da spielen manchmal auch Sehnsüchte aus der Kindheit mit rein. Weil man sich selbst einen Hund gewünscht hätte, aber nie bekommen hat, oder weil in der Nachbarschaft genau so ein Hund gelebt hat usw., liest man ja recht oft hier im Forum.


    Ich selbst bin ja auch mit Hunden aufgewachsen, ich wollte das Gleiche für meine eigenen Kinder. Ich sehe das an meinem Mann, der ist ohne Haustiere groß geworden. Wo meine Tochter oder ich intuitiv richtig und hundegerecht agieren und kommunizieren, muss mein Mann erst nachdenken und trifft manchmal aus dem Bauch auch die verkehrte Entscheidung (aber es wird besonders jetzt mit dem Jungspund immer besser, da passt die Chemie einfach perfekt zwischen den beiden :herzen1: )



    Ich kann den Wunsch nach Kuscheln, nach einem Gefährten für das Kind und einem Begleiter also durchaus nachvollziehen.


    Nur ist das halt keine Einbahnstraße. Ich hab Wünsche, aber ich hab keinen Anspruch, kein Recht, dass sie sich erfüllen. Manchmal läuft es eben anders.

    Das gehört auch zum von Selinchen genannten "Verantwortung tragen" dazu, dass man dann zurücksteckt, sich anpasst, neu von einer anderen Seite her denkt und überlegt, wie man zu einem besseren Verständnis und sowas wie einer Bindung kommt.

    Bindung besteht ja nicht darin, dass der Mensch sagt, "Mach" und Hund macht. Bindung besteht aus soviel mehr und basiert auf gegenseitigem Wohlwollen und Zuneigung und Empathie. Und das muss wohl hier noch erkannt und akzeptiert werden.


    Wenn die Bindung intakt ist, man sich "eingegroovt" hat, dann hat man auch einen Hund, der sich gern zu einem auf die Couch legt und einem dem Bauch hinhält zum Kraulen. Dann hat man einen Hund, der es toleriert, von den Kindern gestreichelt und sogar vielleicht umarmt zu werden, obwohl Hunde das eigentlich nicht so mögen.


    Ein Hund, der Vertrauen hat zu seinem Menschen, macht so viel nur für seine Leute. Nur muss man vorher selbst erstmal kräftig investieren. Tut man das nicht und stellt nur Forderungen, kommt das raus, was hier geschildert wird. Schade und traurig. Ich hoffe wirklich, dass du, Selinchen es schaffst, gemeinsam mit der Trainerin das Ruder herumzureißen und einen Zugang zu finden, auch zu deinen eigenen liebevollen Gefühlen zu diesem Lebewesen, das es wirklich nicht leicht hatte bisher in seinem kurzen Leben.

    Noch dazu, weil du gerade das hier geschrieben hattest:

    Ich will keine lebenslange Baustelle. Ich will einen gemütlichen, freundlichen, ruhigen und gehorsamen Hund. Jetzt erzählt mir nicht das das so abwegig ist.

    Nein, das ist es nicht. Das ist ein absolut verständlicher, nachvollziehbarer Wunsch. Nur hast du dir ja kein Produkt gekauft, sondern ein Lebewesen. Die sind nicht immer so, wie man sie gern hätte, da kann jeder, der Vorgesetzte, Kollegen, Partner oder/und Kinder hat, ein Lied von singen :pfeif:

    Dann muss man improvisieren, sich anpassen, sich weiterbilden. Ich hab mal gelesen, man bekommt den Hund, den man verdient. Vielleicht auch braucht, um sich selbst persönlich zu verändern.

    Manchmal ist es aber auch zu viel. Ich hab auch schon einen Hund wieder abgegeben. Ich hab es damals nicht geschafft, ich war dem Hund nicht gewachsen, hatte damals zu wenig Ahnung und war am Ende verzweifelt. Dann ist es keine Schande, sich einzugestehen, dass man sich übernommen hat.


    Ich hätte ihr lieber einen Maulkorb besorgen sollen.

    Jupp. Bei Chic und Scharf gibt es weiche Biothanemaulkörbe für Möpse: https://www.chicundscharf.com/…8_colori-mops-1-blau.html


    Ich bin dafür, jeden Hund sehr früh spielerisch an einen Maulkorb zu gewöhnen. Dann kennt er das schon, wenn er beim TA zb eine unangenehme Untersuchung über sich ergehen lassen muss. Lass dir den positiven Aufbau zeigen von der Trainerin, nicht einfach draufstülpen. Das übt man mit Leckerli. Wenn du Videos dazu brauchst, guck ich für dich im Netz. Sag einfach Bescheid.


    Ich fühle mich allein gelassen,

    Das verstehe ich und das tut mir unheimlich leid für dich. Deinem Hundebaby geht es genauso :( :

    Ich habe es mir ganz anders vorgestellt

    Das ist schmerzhaft, wenn man sich was wunderbar ausmalt, der Himmel hängt voller Geigen, und plötzlich kommt das böse Erwachen. Das ist wohl jedem schon passiert. Jetzt kommt es drauf an, was du draus machst, wie du damit umgehst.

    Couch ist ab jetzt tabu und eine Hausleine kommt dran, danke für den Tipp.

    Sehr gut! :bindafür:

    Sie schläft aber seit etwa einer Woche komplett durch, etwas positives würde ich sagen. Die Stubenreinheit ist wirklich das einzige das klappt

    Na also. Versuch, dir die guten Erlebnisse immer wieder vor Augen zu halten. Schau mal, ob du eine gute Hundeschule findest. Dort lernst in erster Linie du, aber auch dein Keks. Man trifft dort auch Gleichgesinnte, erfährt, wie es anderen ergeht mit ihren jungen Hunden und bekommt da auch den einen oder anderen Tipp. Außerdem sieht dein Hundebaby, dass es noch andere Menschen und Hunde gibt und erarbeitet sich mit dir zusammen nach und nach genau den Gehorsam, den du möchtest.


    Wenn der Durchfall weg ist, was spricht dagegen, sich nach einer guten Hundeschule umzusehen? Oder vielleicht bietet die Trainerin auch beides an, Gruppenkurse und Einzelstunden?

    mir geht es wie Hektorine . Ich frage mich, wo du deine Vorstellungen, wie ein Hund zu sein hat, her hast.


    Klar wünsche ich mir Gehorsam, aber den muss man sich erarbeiten. Der Hund muss genug Anreize von mir bekommen, so dass er gern hört auf das, was ich von ihm möchte. Google doch mal "Lerntheorie Hund".


    Beispielseite mit echt guten Erklärungen, wie Hunde lernen: https://www.easy-dogs.net/wie-hunde-lernen/


    Wenn du dich selbst weiterbildest, ein bisschen neugierig bist und deinen Hund lernst, besser zu verstehen, würde sich für dich eine komplett neue Welt öffnen. Dann würdest du das erste Mal verstehen, warum dein Hund was tut. Hunde machen ja nichts einfach so, die folgen ihrer eigenen Hundelogik.

    Wir können uns empathisch in unsere Hunde hineinversetzen und sie dadurch besser verstehen. Unsere Hunde können das nicht und verstehen uns leider schlicht nicht, wenn wir unberechenbar, launisch oder "menschlich" mit ihnen agieren. Frust für beide Seiten ist dann wie bei euch vorprogrammiert.

    konkrekt um die medizinische Seite, damit ich weiß, was ich untersuchen lassen soll.

    Aaaalso, endlich hab ich Luft.... Freizeitstress :see_no_evil_monkey:  xD


    Der Senior war schon bei Einzug vor 4 Jahren ein sehr energetischer Hund. Er neigt dazu, sich ungesund stark an eine Bezugsperson zu binden und gerät dann schnell in Stress.



    So, das war der Senior.

    Der Jungspund ist ein kerniger Geselle, spricht aber auch sehr gut auf Erziehung und Training an. Trotzdem ist und bleibt er ein Schlitzohr, der genau weiss, was er sich bei wem erlauben kann, ein echter Terrier halt :see_no_evil_monkey:  :lol:





    Ich wünsche dir viel Erfolg...vielleicht gibt sich das eine oder andere mit der Zeit noch und mit dem älter werden. Grundsätzlich denke ich, dass die psychische Komponente echt auch wichtig ist, nicht nur das Körperliche. Wenn ich eine wohlwollende grundsätzliche Einstellung zu meinem Hund habe, fällt schonmal ein großer Stressfaktor weg, denn die allermeisten Hunde wollen es ihrem Menschen recht machen und gemocht und gelobt werden. Empfänglichkeit für Stress sucht man sich ja nicht aus, auch nicht als Mensch, ich kenn das selbst. Und ich unterstütze meinen Vierbeiner bestmöglich in der so kurzen Zeit, wo ich ihn bei mir hab. Andererseits darf man es nicht übertreiben und durch ein zu großes Verkopftsein dem Hund zusätzlich Stress zu verursachen. Die goldene Mitte also, wie immer :nerd_face:

    Ich weiß nicht was ihr von mir hören wollt? Freudenschreie obwohl nichts klappt? Ja super, sie pisst mir nicht die Wohnung zu, würde sie aber wenn wir nicht so blitzschnell wären. Sie geht im Garten Kreise an lockerer Leine aber als wir draußen waren hat sie so getan als wäre sie noch nie na einer Leine gewesen.


    Es stimmt, ich bin ein eher zurückhaltender Mensch was Gefühle und Freude angeht. Ich kann mich einfach nicht über Selbstverständlichkeiten freuen und so tun als ob bringt ja auch nichts. Vielleicht bin ich einfach kein Hundemensch? Bei meiner Tochter empfinde ich echte Freude über Dinge die sie tut aber bei Molly nervt mich fast alles und alles was sie richtig macht ist eigentlich nur Arbeit für mich.

    Wir reden aber schon noch über einen 12 Wochen alten Mops, oder?


    Seit wann ist es selbstverständlich, dass in dem Alter ein Hund stubenrein ist? Mein Terrier war zwischen 5 und 6 Monaten, als er zuverlässig stubenrein war. Und? Ich lebe noch :cowboy_hat_face:



    Wenn dich alles nervt an deinem Hundebaby, dann frage ich mich, warum du ihn nicht an jemanden weitergibst, der ihn zu schätzen weiss, ihn liebt, versorgt und ein gutes Gefühl vermittelt?

    Wenn du im Umgang mit ihr auch so ungeduldig bist, wie du hier rüberkommst, dann wundere ich mich nicht, dass sie immer wieder beisst :see_no_evil_monkey:


    Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück.

    *Lesezeichen setzt*


    Ich hab gerade nur sehr wenig Zeit, aber ich schreib dir was dazu, wenn ich Luft hab. Ist im Prinzip ähnlich wie bei euch. Beide Hunde je nach Umständen teils hohes Erregungslevel, aber jeder anders und der Senior manchmal wesentlich anstrengender als der bei uns aufgewachsene Jungspund. Senior hat Nierenprobleme/Herzgeräusche und empfindlichen Magen/Darm besonders mit Sodbrennen.


    Gestern die Reste vom Reis mit Bohnen-Linsen-Zucchinieintopf plus verunglückten Spiegelei




    Abends waren wir noch kurz entschlossen beim Sushiheimer mit Freunden :smiling_face_with_heart_eyes:



    Heute übernachten wir im Wohnwagen, der noch auf dem Holzplatz von Freunden steht. Dort werden wir heute Abend mit einigen Freunden und meinem Bruder plus seiner Familie grillen und am Lagerfeuer sitzen in gemütlicher Runde :smiling_face_with_hearts: Ich freu mich schon :mrgreen-dance:

    Bitte lasst jetzt das Thema. Momentan ist das unser kleinstes Problem!

    Kannst du nochmal kurz ausformulieren, was eure drängendsten Probleme sind?

    Also erstens, zweitens, drittens.

    Wann beißt euer Hund denn inzwischen, und wie lief es die Tage mit dem Kind? Habt ihr was verändert, hat sich was gebessert?



    Dass dein Hund eine schwere Behinderung mit sich herumträgt, ist dir nun bewusst worden. Bitte behalte das im Auge und lass deinen Hund beim TA engmaschig kontrollieren und achte darauf, ob er röchelt, schnorchelt, schnarcht oder seine Zunge heraushängen lässt zum kühlen. Das ist kein "Lächeln", sondern zeigt dann Stress.

    frage mich die ganze Zeit, wie ein Hund mit so einem Gesicht so ernsthaft zubeissen kann?

    Ich denke, das ist eher ein Zwicken/Kneifen und den Fangzähnen geschuldet.


    Unser Senior hat vorn nur noch die langen Eckzähne, und als er vor kurzem herumgefahren ist, weil ich ihn berührt hatte und er sich erschreckt, hat das schon ganz schön gezwickt, obwohl er praktisch vorn zahnlos ist.



    Bei Zerrspielen bin ich unsicher. Das sollte man ja eher nicht so machen, oder? So lernt Hund doch das er Dinge verteidigen darf?


    Sie hat Kausachen, die sie nie nutzt. Sie kaut nur auf ihren Plüschtieren rum.


    Vielleicht versuchen wir es mal mit einem Zergel. Aber belohnen wir so nicht das beißen

    Nein, ihr lenkt den Drang zu beißen von euch weg um, auf das Zergelteil.


    Verteidigen, du kannst das Teil ja nur dann immer hervorholen, wenn sie aufgeregt ist, dann darf sie da reinbeißen. Wenn du es wegnehmen möchtest, hast du gleich die Möglichkeit, ein "Schluß" oder "Feierabend" Kommando einzuüben. Das brauchst du, wenn du das Spiel beenden möchtest.

    Lass dir das von der Trainerin zeigen bei Gelegenheit.


    Mein Jungrüde hat verschiedene Spielsachen, die er gern zur Abfuhr von Aufregung gebraucht und herumschüttelt, wir spielen auch gemeinsam damit, aber noch nie hat er diese Spielsachen verteidigt oder mich in dem Zusammenhang bedroht. Würde ihm nie einfallen. Wäre das der Fall, gäbe es diese Dinge nicht zur freien Verfügung.



    Darf ich fragen, wo du diese Glaubenssätze in Verbindung mit Hundeerziehung her hast? Dass trösten die Angst verstärkt angeblich, oder Spielzeug verteidigen und beißen fördert etc? Kennst du Leute, die Hunde halten, die dir das erzählt haben, oder kommt das aus dem Netz? Wenn man seine Quellen mal hinterfragt, merkt mam manchmal schnell, dass da was nicht stimmen kann und einem Käse erzählt worden ist.



    Wie du reagiert hast, als sie auf der Couch nach dir gebissen hat (sie runtergesetzt und später rausgeschickt) fand ich jetzt okay so.

    Und, frag ruhig weiter, ernst gemeint. Hier gibt es immer Leute, die dir eine kompetente Antwort geben können.