Beiträge von DerFrechdax

    eine normale Frustreaktion…

    Beschreibung doch mal kurz, was für dich eine normale Frustreaktion ist...

    Jeder Hund reagiert vielleicht ein bisschen anders, aber sich auf den Boden schmeißen und strampeln erscheint mir für einen gesunden Hund absolut unüblich

    Edith: ein Spielzeug herumwerfen und sich dabei auf den Rücken wälzen und mit den Beinen strampeln, während der Hund das Spieli durch die Gegend schmeißt dagegen ist ganz normales Spielverhalten eines jungen Hundes. Ausschlaggebend ist die Körperspannung, was machen die Ohren, wie ist der Blick, weich oder starr

    Ich lese es gerade jetzt erst und es tut mir so sehr leid :( : mein herzliches Beileid :streichel:

    Man fühlt sich wie ein halber Mensch ohne seinen treuen Begleiter an der Seite, der immer da war. Und immer der Gedanke, der Hund kommt gleich ums Eck, steht gleich in der Tür, man hört Geräusche und denkt sich beruhigt, ja, das ist der Hund, bis einen die Keule trifft und man sich erinnert, dass das ja nicht sein kann, weil er nicht mehr da ist.

    Und irgendwann kommt die Dankbarkeit. Dass ausgerechnet ich diesen außergewöhnlichen Hund haben durfte. Dass man so viele schöne Momente erleben durfte, so oft sein Gesicht in seinem Fell vergraben, so tolle Sachen zusammen machen, sich blind verstehen und als Einheit durchs Leben gehen.

    Mit viel Glück findet man nochmal einen Vierbeiner, wo man das so intensiv nochmal haben kann, aber es ist sehr sehr selten und ja eh jedesmal ein bisschen anders.

    Was bleibt ist das warme Gefühl, eine zeitlang auf der Sonnenseite des Lebens spaziert zu sein. Mach's gut, Moro! Warst ein ganz feiner Hund und die Welt ist ein bisschen leerer ohne dich.

    Also, ich weiss gerade nicht so genau, wo man ansetzen müsste.

    Ich würde mir erstmal Gedanken machen, was mit dem Hund passieren soll und das Gespräch mit der Schwester suchen.

    Es hat niemand was davon und kann immens frustrierend sein, wenn du den Hund jetzt super wieder hinkriegst und dann will sie ihn wieder zurück, weil er nunmal ihr gehört.

    Da würde ich mich einigen, und wenn das erfolgt ist, auch schriftlich fixieren, Familie hin oder her, plus die Unterlagen und Impfpass etc übernehmen.


    Von da aus ginge es weiter für mich wie für einen Tierschutzhund. Langsam an alles heranführen und einfach geduldig in eurem Alltag mitlaufen lassen. Dein Hund scheint ja ein ganz feiner zu sein, von dem kann er sich eine Menge abschauen und wird er auch sicherlich.

    Situationen, wo der Hund ungewöhnliches Verhalten zeigt, das niemanden sonst weiter betrifft, würde ich jetzt nicht überbewerten.

    Der Cortisolspiegel dieses armen Hundes muss durch die Decke sein, und es kann durchaus sein, dass der ganze Stress in der Welpenzeit es ihm schwer macht, sich zu regulieren. Mit zunehmender Sicherheit und Ruhe wird das bestimmt besser werden.

    Ansonsten so wenig Reize wie möglich, langsam den Radius erweitern und halt Routinen reinkommen lassen.


    Wenn Training, dann würde ich da nicht vor dem Frühjahr damit starten. Der Hund scheint einiges durch zu haben und das mit der Box hört sich für mich fast traumatisiert an. Da muss viel Negatives erstmal wieder in Vergessenheit geraten bzw neu überschrieben werden und das Vertrauen zum Menschen neu erarbeitet.

    Wenn.ihr ihn übernehmen wollt: Lasst ihn einfach mitlaufen und gebt dem Hund Struktur und Sicherheit. Das wird nicht lang dauern, und er zeigt seine liebenswerten Seiten und blüht auf, das habe ich zumindest so schon oft erlebt.

    Darum sollten ja auch Kopien der Versicherungspolicen in die Dokumentenmappe, die man an sicherem Ort lagern soll.

    Oder Photos davon in der Cloud

    Wir haben von unserer Versicherung alles an Korrespondenz und Policen in einer App übers Handy zur Verfügung und falls das zerstört wird, gibt's die Agentur, die Zugriff hat auf sämtlichen Schriftverkehr (Allianz).

    Und immer auch eine Brandschutzversicherung und aktuelle Hausratversicherung am Start haben :klugscheisser:

    Es müsste vermutlich wesentlich weniger gesammelt und gecrowdfunded werden nach Unfällen mit Kerzen etc, wenn sich die Betroffenen vorher um eine gute Absicherung bemüht hätten. Da wird leider oft am falschen Ende gespart und im Schadensfall steht man beim notwendigen Neustart mit leeren Händen da.


    Gehört zwar nicht zum "preppern" oder vorbereiten in dem Sinne, finde ich aber auch sehr wichtig.

    Wenn du dieses Verhalten möchtest :

    ich hätte aber gerne einen Hund, der weiß, das Pferde keine Spielpartner sind und lässig vorbei läuft ohne „ich will doch aber so gerne“

    Dann verstehe ich nicht, warum du dieses Verhalten zulässt :

    Jack Russel liebt die Pferde. Er saust hin und her und fordert sie zum Spielen auf. Das stört die Pferde nicht, sie sind Hunde gewöhnt- aber mich. Er zwickt nicht, springt sie nicht an, er schnuppert vorsichtig, wenn eines auf ihn zukommt, nimmt dann sofort wieder Spielhaltung ein

    Je öfter dein Hund die Erfahrung macht, dass es cool ist, die Pferde zur Bewegung zu animieren, umso schwerer wird es, ihm das Gegenteil beizubringen.

    Dein Glück ist, das die Zossen sich bisher von deinem Hund nicht bedroht gefühlt haben. Das kann dazu führen, dass sie für ihn langweilig werden, oder aber, wenn er schlau ist, dass er kapiert, dass er seine Bemühungen intensivieren muss, und dann habt ihr ein Problem.


    Also bitte anleinen. Fremde Pferde gehen deinen Hund nichts an und basta. Wird jetzt wahrscheinlich länger dauern, da sie ja schon als interessant und spaßig kennengelernt wurden, aber es ist auch einfach ein echt schlechter Zug, seinen Hund auf Koppeln rennen zu lassen. Hätte hier im Stall eine freundliche Ansage gebracht und beim zweiten Mal Konsequenzen. Geht gar nicht, sorry, das ist so.

    In vielen Fällen ist "nichts passiert" und man hat als Frau trotzdem das Gefühl, gerade noch einmal davon gekommen zu sein (gerade dieser Faden ist voll von solchen Erlebnissen).

    Ich versuche das auch meinem Mann und Sohn begreiflich zu machen, dass viele Frauen nicht mit diesem selbstverständlichen Wissen der eigenen Unverwundbarkeit durchs Leben gehen, sondern gerade das Gegenteil: frau ist sich ständig bewusst, wie verletzlich und angreifbar sie ist und sichert sich sehr oft so gut es geht ab (Pfefferspray, Freundin anrufen, Notfall app etc).

    Das sind einfach zwei völlig unterschiedliche Welten. Persönliche Erfahrungen, ererbte Traumata (Epigenetik) und anderes kommen noch dazu.

    Ich würde mir manchmal wünschen, unangenehme Erlebnisse, wo nichts passiert ist, so schnell abstreifen zu können wie mein Mann, der die Situation vielleicht gar nicht mal als unangenehm empfunden hat. Ein Mann, der im Wald hinter ihm herläuft, ist für ihn keine Bedrohung, sondern ein Spaziergänger. Aber wir Frauen können da auch nicht aus unserer Haut und ich würde mir Verständnis wünschen dafür.