Ich würde ja grundsätzlich erstmal unterscheiden, ob bei einem "Hundeführerschein" eine theoretische Sachkunde des Halters und ihre praktische Umsetzung geprüft werden sollen oder ob es auch darum geht, den Ausbildungsstand von Hund und Halter bzgl. z.B. einer Leinenbefreiung zu bewerten.
Mir wird sich hier auch zu sehr an konkreten Übungen aufgehangen, die dann da gezeigt werden sollen, denn sie stehen doch nur exemplarisch für verschiedene Fähigkeiten, die Hund und Halter erworben haben. Ein "Steh" z.B. bringst du einem Hund im Zweifel an einem Tag bei, daran scheitert ja nun keine Prüfung.
Aber mal Bsp::
Leinenführigkeit unter Ablenkung -> Orientierung am Halter
Anbinden und Halter entfernt sich -> Frustrationstoleranz
Bleib -> Verbindlichkeit von Kommandos
Sitz, Platz, Steh -> Der Hundehalter ist in der Lage Kommandos mit seinem Hund sauber zu erarbeiten
Abruf -> Selbsterklärend
Abbruch -> Der Halter kann Verhalten des Hundes abbrechen
Verschiedene Umweltsituationen -> Hund und Halter bewegen sich sicher unter verschiedenen Umweltbedingungen, Hund orientiert sich am Halter, Halter kommt in keine ihn überfordernden Situationen usw.
Ich würde meinen Hund übrigens auch nicht irgendwo in der Stadt anbinden und außer Sicht gehen, ABER in einer Übungs- oder Prüfungssituation ist das doch kein Problem, da steht doch jemand da und achtet auf den Hund. Und wie gesagt, bei dem Test geht es doch nicht darum, dass man das in seinem Alltag tun sollte, sondern darum zu bewerten, wie sich der Hund in einer evtl. stressigen Situation ohne seinen Halter verhält.