Beiträge von *Sascha*

    Haustiere werden im Sachunterricht der Grundschule behandelt. Da braucht es kein neues Fach, sondern nur etwas Augenmerk der Lehrer und Fachkonferenzen. Schulhunde werden auch immer häufiger eingesetzt. Trotzdem sollte man von einem solchen Unterricht nicht erwarten, dass sich Kinder oder später Erwachsene angemessen im Umgang mit Hunden verhalten. Dagegen sprechen die Erfahrungen.

    Ist natürlich jetzt Spekulation, aber ich gehe davon aus, dass die HFin im Fall der Joggerin sicher versucht hat, professionell und schnell ihren Hund zu trennen. Und es nicht geschafft hat. Vielleicht hat auch eine Rolle gespielt, dass sie einen zweiten Hund dabei hatte? Der musste ja erstmal gesichert werden, damit er nicht mitmacht.

    Mit einem weiteren Hund an der Leine und auf dem abgebildeten Feldweg. Mir fehlt da jegliche Phantasie, wie man da als einzelne Person professionell hätte eingreifen können. Wenn man es in dieser Situation schafft, den angeleinten Hund festzuhalten und gleichzeitig noch den angreifenden Hund an der Leine zu packen und wegzuzerren, dann ist das mehr als viele andere Hundehalter hätten leisten können.

    Erst wenn man versucht zu ergründen was da passiert ist, wieso das so abgelaufen ist, dann spielt die Rasse eine Rolle.

    Meine erste Überlegung ist immer die nach der Motivation und erst die zweite dann nach einer evtl. Rassedisposition, die einen entsprechenden Vorfall begünstigt haben könnte. Im Endeffekt sollte der Halter aber die entsprechenden Rassedispositionen seines Hundes kennen, damit er die Motivationslagen seines Hundes im Alltag entsprechend händeln kann. Aber gerade so schwere Vorfälle sind immer Einzelfälle und können in keinem Fall dazu herangezogen werden die grundsätzliche Gefährlichkeit einer Hunderasse zu vermuten. Dagegen sprechen einfach alle Statistiken. In JEDER Hunderasse ist der Anteil auffälliger oder ernsthaft gefährlicher Individuen sehr sehr gering.

    Vor knapp zehn Jahren wurde in Deutschland eine Hundehalterin von ihrem Aussie-Mix getötet und ich kann mich ebenfalls nicht erinnern, dass über die Rasse auch nur im Ansatz diskutiert wurde.

    Usw.

    Häufig steht dann sogar noch dabei, dass die Rasse eigentlich für ihr menschenfreundliches Wesen bekannt ist.

    Der Begriff "Kampfhund" beinhaltet einfach die Vorstellung, dass diese Hunde aggressiv, unführbar und grundsätzlich gefährlich gegen Menschen sind, weil sie eben zum Kämpfen gezüchtet wurden.
    Würde man unter einem Jagdhund einen Hund verstehen, der Menschen jagt, dann würde diesen Begriff auch niemand mehr verwenden wollen.
    Es gibt einfach Begrifflichkeiten, die so missbräuchlich verwendet wurden, dass man sie nicht mehr benutzen sollte. Da spielt es dann auch keine Rolle mehr, ob die Begrifflichkeit im Kontext falsch oder richtig verwendet wird.

    Häh?? Du hast gesagt, es geht darum, dass die unterschiedlichen Hundetypen anders zubeißen und ich bringe ein Bsp. von eben genau einem Australien Shepherd, der sich im Gesicht einer Frau VERbissen hat und diese schwer verletzt hat. Was hat das mit Dackelmixen oder Tötungsfällen zu tun???

    Weil nicht alle Hütehunde immer nur Korrekturbeißen und nicht auch so ernsthaft zupacken.

    Auch ein Chihuahua kann sich verbeißen und nicht mehr loslassen.

    Das ist doch ganz klar. Braucht man doch nicht dazu sagen, oder?

    Ok, dann meintest du etwas anderes als ich verstanden habe. Grundsätzlich sind alle Hunde in der Lage auf jegliche hundetypische Arten zuzubeißen und tun es auch immer wieder. Es wäre also fatal zu glauben, dass nur ein Terrier sich festbeißen könnte und ein Hütehund immer nur "schnappt". Viel entscheidender für die Art des Beißens ist die Motivation.

    Frankenthal: 11-jähriger auf dem Rad vom Hund gebissen.
    POL-PDLU: (Frankenthal) - Fahrlässige Körperverletzung durch Hundebiss | Presseportal

    Das Ding ist halt, solche Meldungen findet man regelmäßig. Im Presseportal häufig, wenn der Verursachende oder noch weitere Zeugen gesucht werden. Viele Bisse schaffen es auch gar nicht erst dahin und in die (überregionale) Presse noch seltener. Was dann tatsächlich in der Presse landet, das ist höchst selektiv und hängt auch davon ab, ob die Betroffenen selbst die Presse informieren.
    So landete im Kreis Dithmarschen z.B.
    - der Fall der Kangals, die einen Dackel totbissen, überregional in den Medien.
    - der Fall wo ein paar Wochen später zwei Cane Corsos einen Hund totbissen nur im Regionalteil der Zeitung.

    Geh bitte, wieso bist nicht gleich mit dem Beispiel der Dackelmixe gekommen die einen Menschen getötet haben...

    :fear:

    Häh?? Du hast gesagt, es geht darum, dass die unterschiedlichen Hundetypen anders zubeißen und ich bringe ein Bsp. von eben genau einem Australien Shepherd, der sich im Gesicht einer Frau VERbissen hat und diese schwer verletzt hat. Was hat das mit Dackelmixen oder Tötungsfällen zu tun???

    Du meinst, so wie der?
    Dortmund: Hund beißt Frau ins Gesicht, Halter flüchtet – Frau schwer verletzt (t-online.de)