Wahrscheinlich ist es einfach häufig so, wenn jemand so erfolgreich ist und als Experte geladen und gefeiert wird, dass man die Demut verliert, die Demut vor dem, was man alles (noch) nicht weiß und dem, was andere vllt sogar besser können.
Beiträge von *Sascha*
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Was man sich da im vorliegenden Fall Elmo so zusammenbastelt ist ja generell echr schräg...
Und die Frage, ob man mit bestimmten Rassen diesen Sport ausüben sollte, spielt ebenfalls keine Rolle, denn es wurde kein professioneller Vereinssport ausgeführt. Es spielt auch keine Rolle, ob es sich um AmStaffs oder Chihuahuas gehandelt hat. Die Justiz wird klären, ob mit den Hunden Übungen durchgeführt wurden, die dazu geeignet waren, einen solchen Vorfall zu begünstigen und ob den Haltern daraus ein fahrlässiges oder sogar grob fahrlässiges Verhalten vorzuwerfen ist.
Meine persönliche Meinung: Nach allem, was ich von den Haltern gelesen habe, gehe ich nicht davon aus, dass die Hunde bewusst "scharf" gemacht wurden, dass aber eine gewissen Faszination für den Schutzhundesport bestand. Ob dabei der Rahmen normaler Beutespiele überschritten wurde, das wird die Justiz nun klären und im Zweifel beweisen müssen.
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Melde es deiner Versicherung, übergib denen alle Bilder und den Chatverlauf, und dann sollen die die Situation bewerten und du blockierst die Frau und wartest auf das Ergebnis.
Kommt der Versicherung das komisch vor, wehren die die Ansprüche normalerweise ab.
Ist es plausibel, zahlen die und gut is.
Wo du wohnst wissen die Geschädigten (von wem auch immer geschädigt) aber hoffentlich nicht, oder?
aber mache ich mich damit nicht schuldig so indirekt? Sie meinte ja sie zeigt mich an, dann weiß sie ja auch wo ich wohne, spätestens die Polizei sagt es ihr ja dann. Sollte ich nicht einfach die Anzeige abwarten und mich dann eventuell wehren? Ich meine in Deutschland gilt die Unschuldsvermutung, die Frau muss beweisen, dass mein Hund gebissen hat, und das kann sie nicht. Es steht Aussage gegen Aussage. Da dürfte dann gar nichts passieren. Ich bin nicht der Meinung, dass ich Leistungen meiner Versicherung in Anpruch nehmen sollte für etwas das nicht passiert ist,
Eine Leistung deiner Versicherung ist es, unberechtigte Ansprüche abzuwehren. Wenn du deiner Versicherung den Schadensfall nicht umgehend (innerhalb einer Woche) meldest, dann verletzt du deine Obliegenheitspflichten und die Versicherung wird gar nichts mehr übernehmen.
Sollte die Geschädigte dich tatsächlich angezeigt haben, dann wirst du wahrscheinlich auch noch Post vom Ordnungsamt bekommen. Dann wird es sowieso noch viel komplexer. -
aber wie wahrscheinlich ist es , dass mein Hund in einer milisekunde wenn überhaupt einem anderen das Ohr abbeist?
War dein Hund nun an dem anderen dran oder nicht? Melde es deiner Versicherung und schildere den Vorfall und auch, dass du der Meinung bist, dass da etwas nicht stimmt, da sich die Hunde nicht berührt haben.
Kam es aber doch zu einemkurzen Kontakt, dann kann sowas passiert sein, ja. -
Gersi
Wie gesagt, es hängt von vielen Faktoren ab, ob eine hinreichende Sicherheit besteht, eine absolute gibt es nie.
Fünf große Hunde sind sicherlich selten. Personen, die drei große Hunde problemlos führen, kenne ich genügend. Da stehen die Hunde halt einfach im Gehorsam, egal ob da eine Leine gerade dran ist oder nicht. Und dann kenne ich Hundehalter, die werden von ihrem Labrador und ja (Sorry) häufig sind es Schäferhunde ... durch die Gegend gezogen, ohne dass sie da etwas zusetzen können.
Klar kann man auf dem Standpunkt stehen, dass jeder seinen Hund zu jeder Zeit körperlich halten können muss. Ich gehe da sogar mit, wenn es um die Anschaffung geht, denn jeder sollte sich überlegen, welche Möglichkeiten man hat, wenn es mit der Erziehung nicht so funktioniert wie geplant und dann steht man eben mit Bernhardiner und 50kg Kampfgewicht schnell etwas dumm da. Aber wenn die Hunde gut erzogen sind und gut im Gehorsam stehen und zwar in allen möglichen Situationen, dann sehe ich das weniger kritisch, denn dann beherrscht man die Hunde nicht über Körperkraft und Leine. Aber vllt sehe ich das auch einfach etwas entspannter, weil man Pferde auch nicht halten kann und ja, die sind ziemlich gefährlich, wenn sie als Fluchttier außer Kontrolle geraten. -
Also wie viele Hunde ein Mensch mit einer hinreichenden Sicherheit führen kann, das ist doch höchst individuell und hängt von vielen Faktoren ab. Da gibt es Hundehalter, die sind sichtlich mit einem Individuum an der Leine überfordert und andere, die führen 5 Hunde an Leine und im Freilauf völlig problemlos.
Bzgl. der Züchterin aus OÖ sah es auf ihrer Facebookseite nicht wirklich so aus, als wenn sie grundsätzlich Probleme gehabt hätte, ihre Hunde auch zu zweit durch die Stadt oder Geschäfte zu führen. Das sah mir nach zwei gut erzogenen braven Hunden aus, durchhängende Leine, Maulkörbe, eben so, wie man sich das bei verantwortungsvollen Hundehaltern vorstellt.
Wenn man nun natürlich der Meinung ist, dass man einen AmStaff aufgrund einer allgemeinen besonderen Gefährlichkeit immer besser sichern muss, als schwerere Hunde anderer Rassen, ja gut, diese Meinung darf man ja haben. Mir erschließt sie sich nur nicht. -
Was mir allerdings grad einfällt ( weshalb zwei der Hunde nen Korb drauf gehabt haben könnten) :
In einem der Nachrichten Berichte ( TV) hat meine ich mal ne Hundehalterin berichtet dass einer der Hunde mal ihren Hund angegriffen hatte?
Muss mal schauen ob ich das noch irgendwo finde.
Ich denke, du meinst den Artikel, wo eine Hundehalterin berichtet, dass ein Hund ausgebrochen war, sie Angst um ihren Hund gehabt hatte und den Hund deswegen eingefangen und zurückgebracht hat, Das imho spricht eher für eine grundsätzliche Verträglichkeit der Hunde.
Bzgl. der Maulkörbe: Auf Facebook schrieb die Halterin von Elmo, dass ihre Hunde nicht immer verträglich mit in sie hineinlaufende Fremdhunden sind. Das wäre auf jeden Fall ein möglicher Grund, einen Maulkorb aufzusetzen.
Bzgl. der Thematik, dass man in der Regel die Gefahr der eigenen Hunde unterschätzt und die anderer Hunde überschätzt. Das ist einfach so, Menschen gehen in der Regel davon aus, dass sie die Dinge, die sie selbst beeinflussen können, besser unter Kontrolle haben.
Und dass immer irgendwer etwas falsch gemacht haben muss, wenn etwas passiert, ja, auch das ist menschlich. Aber Fehler passieren und nicht immer hätte man einen Fehler vermeiden können, insbesondere dann nicht, wenn er sich erst nachträglich als ein solcher herausstellt. -
@Blessvoss
Irgendwann vor hundert Seiten wurde sich noch gewundert, dass die Behörden so schnell reagiert haben. Eine Frau wurde getötet, die Polizei ermittelt, die Behörden/der Bürgermeister setzen sich sofort mit den Haltern auseinander und veranlassen im Einvernehmen, dass der scheinbar hauptbeteiligte Hund noch am selben Tag eingeschläfert wird. Alle anderen Hunde dürfen das Gebäude nur noch mit Leine und Maulkorb verlassen. Am nächsten Tag werden ebenso im Einvernehmen alle weiteren (zunächst anscheinend unbeteiligten Hunde) anderweitig untergebracht. Noch in der gleichen Woche ergeht ein offizielles Haltungsverbot an die Halter. Was genau ist dein Punkt? Dass mit den Haltern geredet wurde und nicht einfach nur Anordnungen ergingen?
Übrigens, irgendwo habe ich gelesen, dass das Kind dann bei der Oma war. Warum denkst du, dass sich die handelnden Personen vor Ort darüber keine Gedanken machen?
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Bzgl. Wesenstest. Soweit ich das gelesen habe, gibt es in Österreich gar keine offiziellen Wesenstests. Elmo hat zwei Wesenstests zur Zuchttauglichkeit abgelegt. Durchgeführt durch den Rassezuchtverein. Solche Tests gibt es auch in Dtschl., ebenso wie es Tests für z.B. Therapiehunde gibt. Diese sind NICHT mit einem behördlich angeordneten Wesenstest vergleichbar.
Bzgl. eines erneut durchgeführten Wesenstests bei Elmo verstehe ich dich so @Blessvoss , dass dieser zeigen könnte, dass der Hund bereits in den getesteten Situationen auffälliges Verhalten zeigen könnte und den Haltern dann eine (grobe) Fahrlässigkeit nachweisbar wäre. Dann müsste aber auch bewiesen werden, dass Elmo dieses Verhalten auch vor dem Vorfall schon gezeigt hat UND die Halter in der Lage hätten sein müssen, dieses korrekt einzuschätzen und zu händeln. An der Beweisführung würde sich also auch durch den Beweis, dass der Hund JETZT evtl. problematisches Verhalten zeigt, nichts ändern. -
Die Wahrheit wird wohl irgendwo zwischen "ein unauffälliger und wesensfester Familienhund tötete aus dem Nichts die Nachbarin" und "die unverantwortliche Halterin richtete ihre Hunde zu Killermaschinen ab" liegen.
Es ist auch irgendwie müßig, darüber zu spekulieren, was die genauen Umstände waren. Dass die Staatsanwaltschaft mehr Informationen hat als die Presse, ist beruhigend und nachvollziehbar. Dass die Halterin erst mit ihrem Anwalt spricht, bevor sie sich äußert, ebenso. Dass wir alle wissen wollen, was genau die Ursachen und Umstände waren oder nicht, ist verständlich. Schwierig sind die Vorverurteilungen der Presse und die daraus resultierende Bildung der öffentlichen Meinung. Eine Politik, die dadurch in Handlungszwang gerät.
Im Endeffekt bleibt aktuell nichts anderes, als auf die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft zu warten und bis dahin allen Vorverurteilungen in jeglicher Hinsicht entgegenzutreten. Möglichkeiten, wie es zu diesem Unglück gekommen sein könnte und wie es sich genau ereignet hat, gibt es aktuell sehr viele. -
Vielleicht liegt es auch an der Rasse meines Hundes, aber ich habe mit Hund so viele nette Kontakte zu Menschen aus anderen Kulturkreisen, egal ob Kinder, Erwachsene oder alte Menschen.
Ja, bei manchen insbesondere Frauen fällt es mir auch manchmal auf, dass sie ängstlich reagieren. Ich denke, das fällt insbesondere den Hundehaltern sehr auf, die es nicht kennen, dass man ihrem netten Fiffi mit Argwohn gegenüber tritt. Ich persönlich denke, dass in den meisten Ländern dieser Welt, Hunde eben durchaus territorial und wachsam sein sollen und eben nicht nur netter Familiensofakuschelhund. Also einfach andere Erfahrungen, andere Sozialisierung. Findet man teilweise auch bei uns in Deutschland auf den Dörfern immer nochmal an.