Und er drückt unseren ersthund immer weg. Wenn wir unsere Hündin rufen kommt er angestürmt und drängelt sich vor. Wenn ich sie streicheln kommt er direkt dazu. Dann drücke ich ihn manchmal weg. Aber irgendwie geht es mir damit auch nicht so gut. Bin in allem irgendwie total unsicher. Er ist eh sehr frech, klaut auch sehr gerne vom Tisch und klettert von der Bank auf den Tisch auf die Arbeitsfläche ? dann gibts natürlich richtig Ärger
Du interpretierst diese Verhaltensweisen als "frech", das ist aber eine sehr menschliche Eigenschaft. Ein Hund weiß nicht, dass er nicht klauen und nicht auf Möbel klettern soll. Das muss er erst lernen. Das geht mit Zeit, Geduld, liebevoller !! Konsequenz und indem ihr aufpasst, dass er nicht die Möglichkeit hat, Fehlverhalten zu zeigen. In der Hundeerziehung gilt: Möglichst viel positiv bestärken, loben, belohnen - nicht erst dann agieren, wenn der Hund etwas falsch macht!
Ich lese aus der Beschreibung im ersten Beitrag raus, dass der Hund enorm gestresst und überfordert ist. Dann noch mit "richtig Ärger" zu kommen, verschlimmert die Situation nur, vor allem weil der Hund ja noch gar nicht weiß, was ihr von ihm erwartet. Bitte versucht es mal mit mehr Verständnis und Geduld.
Das Verhalten mit dem "Wegdrängen" kenne ich von meiner Zweithündin übrigens auch. Die ist ein unsicherer Hund, ehemalige Vermehrerhündin aus Ungarn. Sie meint es nicht böse, ist aber extrem auf ihre Bezugsperson (also mich) bezogen. Am besten handelt man so, dass solche Situationen möglichst gar nicht erst auftreten. Je nach Hundetyp finde ich persönlich durchaus auch kurzes Wegschieben okay, aber gerade in der Anfangszeit und mit einem eher gestressten Hund würde ich so was so selten wie möglich machen. Später, wenn der Zweithund zuverlässig seinen Namen kennt, kann man dann z.B. auch den Namen des jeweiligen Hundes sagen, und nur der angesprochene Hund wird gekuschelt (wenn er es gerade möchte).