Beiträge von tinybutmighty

    Was mir in Italien jedesmal auffällt: wie unglaublich stark (positiv!) auf Hunde reagiert wird. Es gibt keinen kleinen Spaziergang, erst Recht keinen Stadtbummel, ohne das man zig durch die Bank positive Kommentare bekommt, Fragen zu den Hunden und alle möglichen Leute sie streicheln wollen. Und wir sind mit 5 (!) Hunden unterwegs. So grob übersetzt kommt da: wie wunderschön!; oh, eine Familie!... Und Menschen, die einfach angrabschen :ugly:

    Österreich fand ich z.B. relativ skeptisch Hunden gegenüber, eher viel Wert auf Anleinen / Sichern legend und eher kein: oh wow. wie toll, ihr seid hier mit so vielen Hunden unterwegs!!! Eher das Gegenteil. Aber das kennen wir nur als Transitland.

    Spannend. Ich als Österreicherin erlebe genau das, was du von Italien schilderst, in etwas abgeschwächter Form hier in Wien und Umgebung quasi ständig|)

    Ich habe aber natürlich auch zwei kleine niedliche Minihunde. Wobei ich auch mit den Patchworkhunden (Deutsch Kurzhaar, größere Mixhündin, Spitzmix) und meinen früher gemeinsam unterwegs war und die allermeisten Kommentare positiv waren.

    Ab und zu einen Grantler hat man hier natürlich auch, aber... so sind wir Ösis halt:ugly:

    Wir waren früher täglich so um die 8-10km unterwegs. Seitdem der Bully krank ist, hat das stark abgenommen.

    Das ist hier ähnlich, ich musste früher nie drauf achten, wie viel ich meinen Hunden gebe. Die waren immer auf der schlanken Seite, vor allem Rex.

    Jetzt arbeite ich aber mehr, dadurch gibt es unter der Woche nicht mehr jeden Tag eine sehr ausgiebige Runde. Und bei Pippa sind die Portionen echt so mini, das ist selbst für mich als Minihalterin irgendwie gar nicht so easy, da nicht doch zu viel zu geben:tropf:

    Ich war gestern mit Jasmin beim Training und habe Pippa alleine zuhause gelassen. Also echt ganz alleine, ohne Jasmin.

    Und sie war so brav und auch gar nicht irgemdwie überdreht oder gestresst, als wir nach fast 4 Stunden wieder zurückkamen:flexed_biceps:

    Mich erleichtert das unglaublich, denn Jasmin hat ja ein Thema mit Trennungsangst. Aber Pips ist da wohl, so wie Rex früher, ganz cool drauf in der Hinsicht.

    Hier reagieren die Hunde ganz stark auf "Magst du..?"

    Weil ich halt öfter sowas frage wie: "Magst du Gassi? Magst du fressen? Magst du spielen?"

    "Leckerli" ist natürlich auch ein ganz, ganz wichtiges Wort.

    Wobei ich auch Unsinn säuseln kann, solange ich es in einer bestimmten Tonlage bringe, reagieren die Hunde drauf.

    T.C Boyle - "Outside Looking In"


    Boyle beschäft sich in diesem Roman mit den Harvard-Experimenten rund um psychedelische Drogen - namely LSD -, die in den frühen 60er-Jahren stattfinden. Tatsächlich spielt in dem Roman auch eine fiktive Version des Psychologen und Hippie-Gurus Timothy Leary eine wichtige Rolle.

    Protagonist des Romans ist aber Fitz, der an Harvard an seinem Doktortitel arbeitet. Er ist verheiratet und hat einen dreizehnjährigen Sohn namens Corey. Dort begegnet er dem Dozenten Tim, welcher ihn einlädt, an seinen LSD-Experimenten teilzunehmen. Fitz sucht also gemeinsam mit seiner Frau Joanie an einem Samstagabend Tims Haus auf, wo bereits mehrere andere Studenten, teils ebenfalls mit ihren Partnerinnen, versammelt sind, um das "Sakrament" in Form der psychedelischen Droge einzunehmen.

    Fitz ist zunächst sehr skeptisch und möchte eigentlich nur einmalig an diesen samstäglichen Zusammenkünften teilnehmen. Doch die Droge zeigt Wirkung und übt eine kaum zu widerstehende Anziehungskraft aus. Also kommen Fitz und Joanie immer häufiger zu den unorthodoxen Experimenten.

    Doch schließlich reichen diese Zusammenkünfte alleine den Beteiligten nicht mehr aus: So mietet Tim sogar ein Anwesen in Mexiko für einen ganzen Sommer, wo sich der ganze sogenannte "innere Kreis" mit Kind und Kegel versammelt, um unbehelligt von universitären Restriktionen und gesellschaftlicher Kritik weitere "Experimente" durchzuführen. Doch weil ein Sommer nun mal nicht ewig währen kann, besorgt Tim schließlich ein Haus in Millbrook, New York für seine ganze Gefolgschaft, wo man sich neben der regelmäßigen Einnahme von LSD zu "Forschungszwecken" auch am Leben in der Kommune versuchen will. Schon bald zeigen sich erste Risse in dem vermeintlich idyllischen Zusammenleben. Und gerade Fitz, dem Kontrolle und akademischer Erfolg doch immer so viel bedeuteten, droht zu entgleisen...


    Ich bin kein Hardcore-Fan von Boyle, habe einige seiner Romane gelesen, von denen mir manche mehr, manche weniger gut gefielen. "Outside Looking In" konnte mich insgesamt aber wirklich begeistern! Wie Boyle dieses unkonventionelle historische Kapitel in Romanform aufbereitet hat, ist sehr gelungen, da es ihm absolut glaubhaft gelingt, diese schleichende Veränderung hin von wissenschaftlicher Neugierde und akademischem Pioniersgeist zu der Einnahme der Droge als Selbstzweck zu beschreiben. Gerade die Wandlung von Fitz ist schmerzhaft realistisch beschrieben. Auch das Zusammenleben der (ehemaligen) Wissenschaftler auf dem gemeinsamen Anwesen ist auf den Punkt gebracht.

    Pippa hat sich letzte Woche Sonntag auf den letzten 100 Metern zur Busstation am Ende unserer Wanderung noch richtig schön in irgendeiner stinkigen Tierkacke gewälzt. Sie hat sooo ekelhaft gestunken, bäh:face_vomiting:Zum Glück hatte ich wie immer eine Hundetasche mit, in die ich sie dann verfrachtet habe. Natürlich ist sie genau diesmal dabei wuselig geworden und ich hatte die Hand voller Kacke:pile_of_poo: Zum Glück hatte meine Begleitung Desinfektionsmittel dabei!

    Also Geschirr in die Waschmaschine gestopft und Ersatzgeschirr für die Runden diese Woche genutzt. Und was war am Donnerstag? Richtig, Frau Kovacs wälzt sich, als sie hinter mir ist, wieder in irgendeinem stinkigen Tierkackzeug:upside_down_face:

    Beide Male fand sie das Gebadetwerden dann natürlich auch richtig schlimm und hat dabei ganz mitleiderregend gezittert. Schade, dass sie nicht verknüpfen können, dass Stinkekackeparfüm auftragen der Grund für Badezeit ist:woozy_face: