Beiträge von tinybutmighty

    Ich bin ja Österreicherin.

    Wir waren bei Dr. Michael Leschnik, der auf dem Gebiet wohl international bekannt ist. Er und seine Frau eröffnen gerade eine eigene Praxis in Salzburg, er ist aber auch in einigen Kliniken hier im Osten Österreichs als Spezialist in Sachen Neurologie regelmäßig zu sprechen. Empfohlen wurde er mir von einer Freundin, bin echt froh:gott:

    Na ist Stress nicht auch ein Auslöser? Ich meine schon. Vllt ist das dann der Zusammenhang. Da bin ich mal gespannt, wenn sie das nächste Mal läufig wird, ob sie wieder einen Anfall hat.

    Ja, Stress kann ein Auslöser sein. War auch mein Gedanke, dass hormonelle Schwankungen Anfälle begünstigen können...?

    Aber mal gucken, wie es sich entwickelt. Bei manchen Hunden "verwächst" sich die PD ja auch einfach wieder. Das wäre natürlich der beste Fall hier.

    Bekommen hat sie sie immer zuhause, zu unterschiedlichen Uhrzeiten, soweit wirkte sie entspannt, nur die letzten beiden Anfälle waren draußen (1x im Park, 1x im Bus).

    Gibt es irgendwelche festen Parameter, anhand derer man das beurteilen kann?

    Ich sehe das wie du, dass das einfach sehr, sehr individuell ist von Hund zu Hund. Dagegen gibt es ja andere Tierarten, bei denen man viel eindeutiger sagen kann, ob die sich am wohlsten alleine, zu zweit oder zu mehreren fühlen. Hamster z.B. sind ja ganz klar Einzelgänger (ich weiß, bei manchen Zwerghamsterarten gibt es Leute, die die zu zweit halten, der Verein, von dem ich mein Notfellchen damals hatte, riet davon aber z.B. auch klar ab, da es da wohl auch durchaus häufiger dann doch zu Kämpfen und viel Stress kommt).

    Ein Anhaltspunkt scheint das oftmals erhöhte Stresslevel in multidog-Haushalten zu sein, wobei es da sicher noch viel mehr Forschung braucht. Aber das wäre für mich mal ein Indiz dafür, dass eine Haltung in großen Gruppen für viele Hunde womöglich nicht ganz unproblematisch ist.

    Oh, super, vielen Dank fürs rasche Erstellen :))

    Mir fallen noch Lucy_Lou und Terrorfussel ein, die mit der Erkrankung Erfahrungen haben. Und mich überhaupt drauf gebracht haben, dass es auch PD sein könnte. Auch durch ihre Unterstützung hier im Forum - danke nochmals!! - ging es so schnell, dass wir bei Pippa dann die korrekte Diagnose von einem renommierten Neurologen bestätigt bekamen. Der ist echt eine Koryphäe auf dem Gebiet und hat auch bei den Videos schon nach wenigen Sekunden gemeint: "Nee, das ist keine Epi, das ist PD!" - schon echt krass irgendwie!


    Spannend finde ich, dass Pippa ihren letzten Anfall vor mittlerweile etwas über 2 Wochen hatte und dann ziemlich schnell läufig wurde. Seitdem keine Episoden mehr. Da frage ich mich schon etwas, ob es nicht doch auch eine hormonelle Komponente geben könnte...? Allerdings meinte der Neurologe, seiner Erfahrung nach würde eine Kastration da nichts ändern und auch Sophie Strodtbeck hat einen PD-Hund, bei dem sie beobachtete, dass Anfälle zyklusabhängig auftraten. Sie ließ also kastrieren, aber in ihrem Fall brachte das leider auch nicht die gewünschte Anfallsfreiheit. Von daher beobachte ich erstmal sicher noch weiter, ehe ich eine irreversible Entscheidung treffe.

    Paroxysmale Dyskinesie

    Willkommen im Club.. Okay, bei Baxter ist es CECS, aber im Prinzip eine Unterform von PD.

    Drücke euch die Daumen, dass es nur selten vor kommt oder gar nicht mehr.

    Bei Baxter sind jetzt jetzt etwas über 5 Monate her, seit seinem letzten Anfall. Davor waren es auch immer 3-5 Monate.

    Oh, noch jemand... gibt es im Forum anscheinend doch schon ne Handvoll "Betroffene". Vielleicht machen wir beizeiten mal einen eigenen Austausch-Thread dafür auf?

    Pippa hatte nach dem Termin beim Spezialisten noch 2 Anfälle am nächsten Tag... seitdem keine mehr seit über zwei Wochen. Danke dir!

    Weils hier halt Thema war und ist...:ka: Und zumindest in meiner Umgebung sind tägliche Spaziergänge ehrlich gesagt total normal und es kommt kaum vor, dass das nicht passiert. Hier hat aber auch fast niemand einen Garten oder Grundstück.

    Aber unabhängig davon wurden ja auch viele andere Aspekte genannt: Kosten, erhöhtes Stresslevel (da gibt es ja erste interessante Studien zu, in denen auch rauskam, dass mehr Hunde im Haushalt zu einem erhöhten Cortisolspiegel der einzelnen Tiere führen), erhöhtes Ruhebedürfnis im Alter, und gesetzliche Grundlagen (wie viele Hunde darf man halten/gleichzeitig überhaupt ausführen als Einzelperson)

    Zum Thema Steuer:

    Hundesteuer war hier bisher für den Ersthund so ca. € 72, für den Zweithund ca. € 105. Nun wird die Steuer erhöht auf € 120 pro Hund.

    Österreich - für Pippa hatte ich neulich aufgrund von "Episoden" (Bewegungsstörung, zuerst war die Verdachtsdiagnose Epilepsie - ist aber tatsächlich Paroxysmale Dyskinesie) auch mal wieder Tierarztkosten.

    Bei den Haustierärztinnen:

    Untersuchung inkl. Blutabnahme € 44,17

    Geriatrisches Profil € 80,58

    Epilepsie-Tabletten (20 Stk) €12,73 (die haben wir übrigens nur eine Woche gegeben)

    Gesamt inkl. Mehrwertsteuer € 163,70


    Beim Spezialisten für Neurologie in der Tierklinik:

    Erstuntersuchung Spezialist für Neurologie, Infektionsmedizin und interne Medizin € 148,40

    Verbrauchsmaterial Hygiene Ordination pauschal € 5,25

    Gesamt inklusive Mwst € 184,38

    Und was ist da der Unterschied zu 2 Hunden? Da hast du auch schon unterschiedliche Bedürfnisse oder irgendwann einen alten / kranken Hund + einen fitten Hund.
    Mit Grisu damals bin ich viel getrennt gegangen, als er wirklich alt war. Hätte aber keinen Unterschied gemacht, ob mit 2 alten Hunden oder die andere Runde mit 1-4 fitten Hunden. Getrennt ist getrennt, um den jeweiligen Bedürfnissen gerecht zu werden :ka: . Aber mit deinem Argument dürfte man dann ja nur noch einen Hund halten...

    Vielleicht, dass man in der Regel nicht unendlich viel Zeit hat, um x Einzelrunden zu drehen, wenn man mehrere Hunde auf einmal hat, die irgendwie gehandicappt/altersbedingt sehr langsam etc. sind? Klar, wenn es funktioniert, kann man sagen man geht eine Invalidenrunde mit Gruppe A und dann eine "normale" Runde mit Gruppe B, wenn es halt mit Gruppe A so passt, dass man da alle auf einmal mitnehmen kann. Und wenn man immer alle mitnehmen will, wird es doch oftmals schwieriger, je mehr Hunde mit besonderen Bedürfnissen man hat, weil man ja nicht als Einzelperson x Wägen mitnehmen kann oder x Rucksäcke schleppen.

    Das Thema mit dem Alter , ja nun. Irgendwann kommt je nach Hund durchaus der Punkt wo es einfach maximal bei Mini Löserunden klappt alle mitzunehmen und ob das dann Sinn macht? Fraglich. Ich sehe aber z.B auch keinen Sinn darin auf gedeih und verderb Senioren vermeintlich "jung" zu halten. Irgendwann kommt halt meist der Punkt wo sie abbauen, mehr Ruhe BRAUCHEN und gern hätten. Das sollte man dann grade bei mehr als 2- 3 Hunden deutlich auf dem Schirm haben und feine Signale lesen können und nicht betriebsblind werden.

    Das finde ich einen ganz wichtigen Punkt. Die Bedürfnisse ändern sich oftmals mit dem Alter. Natürlich kann man dann den Oldie auf große Rudelrunden mitschleppen, aber nicht selten hat der dann halt nix davon.

    Das war bei meiner ehemaligen Patchworkhunde-Konstellation auch so. Nach unserem getrennte Wege gehen hatte sie dann 4 Hunde und die Deutsch Kurzhaar Hündin hat dsnn eben mit ca 12-13 Jahren altersbedingt eimfach ordentlich abgebaut. Schlecht zu Fuß, erhöhtes Ruhebedürfnis, von den Mithunden zurückgezogen, irgendwann auch Demenzanzeichen - da ist die Besitzerin die letzten Monate auch getrennt mit ihr raus. Kürzere Runden, weil das der Juli da eben allemal langte. Die noch im Wagen 2h auf große Runde mitzukutschieren, wäre absolut nicht im Sinne des Hundes gewesen.

    Eine weitere Frage habe ich mir heute auch gestellt, bezüglich der Gesetzeslage. Wahrscheinmich ist es in DE auch so wie in AT, dass es je nach Bundesland variiert, wie viele Hunde in einem Haushalt gehalten werden dürfen bzw wie viele man ausführen darf?

    In Wien zB gibt es meines Wissens nach keine Obergrenze, aber in NÖ, wo ich zuvor gewohnt habe, ist es seit ein paar Jahren so,dass pro Haushalt nur noch maximal 5 Hunde gehalten werden dürfen (mit Bestandsschutz für bereits vorhande Hunde zum Zeitpunkt der Gesetzesänderung).

    Generell beobachte ich aber eher Verschärfungen in Sachen Hundehaltung, also eine eher zunehmend restriktivere Gesetzgebung allgemein hier in AT.