Mir ist aufgefallen, dass ich sogar ein "Dog Mom" T-Shirt habe
Hab ich mal geschenkt gekriegt und ich liebe es und habe null Problem damit, darin auch in der Öffentlichkeit rumzulaufen. Aber ich küsse meine Hunde auch unter Leuten aufs Köpfchen und sage Zeug wie "Die Mama hat dich soo lieb", der Ruf ist also schon ruiniert und ich lebe mein Dog Mom Life ganz ungeniert![]()
![]()
Beiträge von tinybutmighty
-
-
So, durch mit meinem vierten Roman von Barbara Kingsolver - "Unsheltered"
Hach, ich lese sie einfach so irrsinnig gerne. Dabei muss ich gestehen, dass dieser Roman mir bisher am wenigsten von den vieren gefallen hat - wobei das mal wieder Jammern auf hohem Niveau ist und einfach widerspiegelt, dass mich persönlich die erforschten Themen und Familiendynamiken nicht ganz so catchen konnten wie die in "Flight Behavior", "Demon Copperhead" und "The Poisonwood Bible". Dennoch ist und bleibt Kingsolver eine Autorin, die ihr Handwerk versteht und deren Romanen es weder an Herz noch an Hirn fehlt.
Diesmal geht es um zwei Zeitlinien, womit ich generell oft etwas hadere in Romanen - ich mag es einfach nicht so gerne, aus einer Zeitlinie wieder und wieder hinausgerissen zu werden. Andere empfinden dies vielleicht komplett gegenteilig.
Im "Hier und Heute" begleiten wir die US-amerikanische Familie Tavoularis - Willa, die mit Mitte 50 ihre Stelle als Journalistin verloren hat, ihren Mann Iano, Kind griechischer Einwanderer und Dozent an der Uni, leider noch immer ohne unbefristeten Vertrag, Ianos übellaunigen und rechte Parolen nachplappernden pflegebedürdtigen Vater Nick sowie Ianos und Willas erwachsene Kinder - die erstaunlich findige und praktisch veranlagte Studienabbrecherin Tig, die eine ganze Weile in Kuba lebte und plötzlich wieder vor der Tür des Elternhauses stand, sowie dem erfolgsorientierten Sohn Zeke, dessen bisheriges Lebensglück ein jähes Ende findet, als seine Partnerin Helene sich das Leben nimmt und Zeke als alleinigen Vater des gemeinsamen Babys zurücklässt.
Willa und Iano sind kürzlich erst nach Jersey in das Städtchen Vineland gezogen, in ein geerbtes Haus, welches zu ihrem Schrecken jedoch von einem Fachmann als abrissreif erklärt wird. Während ihnen buchstäblich die Decke auf den Kopf fällt, recherchiert Wills zur Vergangenheit des womöglich geschichtsträchtigen Hauses - in der Hoffnung, das Gebäude so womöglich durch eine Art Förderung bewahren und stabilisieren zu können.
So sind die beiden Geschichten miteinander verbunden, denn die zweite Zeitlinie erzählt von der im späten 19. Jahrhundert in Vineland ansässigen Naturforscherin und Botanikerin Mary Treat, einer unkonventionellen tatsächlich existierenden historischen Frau, die sogar mit Pionieren wie Charles Darwin und Asa Gray korrespondierte, deren eigener bedeutender Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung aber leider häufig vergessen wird. Nicht aus Marys Perspektive selbst wird diese Zeitlinie geschildert, sondern aus der des fiktiven Schullehrers Thatcher Greenwood, einem Nachbar Marys, der sowohl unter seiner sehr traditionellen angeheiratetn Familie leidet als auch unter den kondervativen Kräften im Ort und an seiner Schule, sodass es ihm verboten ist, Ideen wie die damals höchst umstrittene Evolutionstheorie zu lehren. In Mary findet er eine ebenbürtige intellektuelle Austauschpartnerin, doch die politische Situation in Vineland unter ihrem charismatischen aber autoritären Gründer Landis sowie seine berufliche und familiäre Situation spitzen sich mehr und mehr zu...
Kingsolver ist immer lesenswert und auch dieses Buch unterhielt mich insgesamt bestens und lehrte mich sogar Neues, denn zu meiner Schande war auch mir Mary Treat bislang völlig unbekannt. Die schräge historische Geschichte um die Stadt Vineland (die so tatsächlich stimmt - ich möchte allerdings nicht zu viel verraten) war mir halt etwas zu speziell und nicht so von Interesse für mich, aber wie gesagt - das ist Geschmackssache. Etwas schade fand ich die männliche Perspektive, die Kingsolver wählte, um dem Leser Mary Treats Tätigkeit und die damaligen gesellschaftlichen Lebensumstände näherzubringen.
-
Also zumindest der Neurologe hier meinte zu mir, dass PD häufig im Junghundealter erstmals auftritt oder auch bei älteren Hunden.
-
Kleine Ergänzung zum vorigen Beitag: Ich war schon in vielen verschiedenen Hundeschulen und auch in mehreren -vereinen. Geschuldet einerseits externen Umständen wie Umzug, veränderten Arbeitszeiten etc., andererseits aber auch, weil ich neugierig bin, mit meinen Hunden gerne Verschiedenes ausprobiere und nunmal jede Schule und jeder Verein ein anderes Angebot hat.
Dadurch habe ich auch begonnen, generell zu reflektieren, welche Vorschläge und Anleitungen überhaupt zu mir und meinen Hunden passen, und mir immer das für uns Passende mitzunehmen. Ich war bis jetzt noch nie bei einem totalen "Reinfall", konnte aus jedem Kurs das ein oder andre für uns mitnehmen, mal mehr, mal weniger.
Ich kenne Trainer:innen, bei denen ich eher kein Alltagstraining machen würde, die ich in Sachen Hundesport aber als unfassbar kompetent erlebe und in diesem Rahmen sehr viel gelernt habe. Und Trainer:innen, die ich bei "typischen" Alltagsthemen wie Gepöbel, Leinenführigkeit etc. gerne weiterempfehle, bei "komplexeren" Geschichten oder bestimmten Hundetypen aber eher nicht als die bestgeeigneten Ansprechpartner:innen betrachte.
-
1. Was macht einen" guten " Hundetrainer aus, welche Fähigkeiten muss er/sie haben?
Als wichtig empfinde ich eine fundierte Ausbildung sowie regelmäßige qualitativ hochwertige Weiter- und Fortbildungen. Ich persönlich finde es immer sympathisch, wenn ein Trainer nicht stur einem bestimmten Konzept anhängt, sondern bereit ist, auch mal über den eigenen Tellerrand zu blicken und sich Impulse von Kolleg:innen zu holen, die vielleicht doch etwas anders arbeiten als er/sie selbst.
Praktische Erfahrungen mit Hunden ist mir persönlich ebenfalls ein wichtiger Punkt. Ja, vereinzelt gibt es auch wirklich tolle Trainer:innen, die gerade mal den ersten oder zweiten Hund führen, vor allem wenn sie sehr spezialisiert auf eine bestimmte Nische sind (z.B. DogDance) - die Regel ist das aber nicht und ich möchte, dass ein:e Trainer:in unterschiedliche Hundetypen eben aus eigenem Umgang mit diesen kennt (z.B. durch Praktika in Tierheimen, Kursleitung im Hundesportverein etc.).
Für mich muss ein:e gute Trainer:in auch gut mit Menschen umgehen können. Professionell auftreten, verständlich und transparent erklären und anleiten, sich auf das menschliche Gegenüber und dessen Fähigkeiten, Grenzen, etc. einstellen können. Für mich dürfen Rückmeldungen gerne auch mal humorvoll und direkt erfolgen, da hat aber natürlich jede:r andere Präferenzen.
Ganz wichtig finde ich es, dass nicht starr nach Schema F gearbeitet wird. Jeder Hund muss als Individuum gesehen werden. Ich mag Trainer, die auch für das gleiche oder ähnlich gelagerte Probleme je nach Hund und dessen Motivation, Vorerfahrungen etc. unterschiedliche Lösungsansätze haben.
Ein:e Trainer:in sollte auch offen kommunizieren können, wenn ein Problem seine/ihre Kompetenzen übersteigt und dann ggf. an Kolleg:innen weiterverweisen können.
2. Wie erkenne ich, ob ein Trainer gut ist,wenn ich zum ersten Mal mit meinem Hund bei ihm bin oder er/sie bei mir zuhause ist?
Ich finde, man darf auf jeden Fall etwas auf sein Bauchgefühl und seine Intuition achten. Sympathie ist mir auch wichtig - ich muss die Fachperson jetzt nicht supergut finden, möchte aber mit jemandem arbeiten, dessen Art mir zumindest nicht gänzlich suspekt oder zuwider ist.
Ich achte darauf, wie mit mir umgegangen und kommuniziert wird, und auf dem Umgang des Trainers mit meinem Hund. Werden Handlungsempfehlungen und Trainingsansätze nachvollziehbar erklärt? Werden Nachfragen zum besseren Verständnis und etwaige Bedenken/Sorgen ernst genommen? Werden meine Grenzen und die meines Hundes respektiert?
Habe ich das Gefühl, vor der Trainerperson authentisch sin meinem Umgang mit dem Hund sein zu können? Wenn ich vor einer Fachperson ständig das Gefühl habe, "performen", mich verbiegen zu müssen, weil diese unbedingt auf ihren 08/15-Trainingswegen beharrt, egal ob diese zu mir und meinem Hund passen oder nicht, ist es wohl kein Match.
3. Wie finde ich einen guten Trainer, über welche Quellen/Wege?
Das kommt ja auch immer etwas darauf an, für welche Thematik man eine:n Trainer:innen sucht. Möglichkeiten gibt es jedenfalls viele, so werden und wurden auch hier im Forum schon explizit Trainer:innen bzw. Hundeschulen namentlich empfohlen. Ich finde auch auf Social Media allgemein kann man sich Anregungen holen, z.B. in Facebook-Gruppen. Besonders hilfreich ist es halt immer, wenn hier oder anderswo bereits Erfahrungsberichte geteilt wurden, um in etwa einschätzen zu können, ob Trainer:in X passen könnte.
Ich hatte vor einer kleinen Weile mal eine Einzelstunde mit Pippa bei einer Trainerin, zu der eine Freundin mit ihrer Hündin schon länger geht, um verschiedene Themen zu bearbeiten (Jagdverhalten, allgemeine Orientierung, Alltagsgehorsam, Verhalten ggü Menschen und Artgenossen etc.) - ich wollte zu dieser Trainerin, weil mir gefiel, was meine Freundin von ihren Terminen berichtete und mir auch gefiel, wie sie mit ihrem Hund nach den Empfehlungen dieser Trainerin arbeitet. Genauso waren Freund:innen von mir aber auch schon bei Trainer:innen, wo ich durch Schilderungen von ihnen und der Art, wie sie mit ihren Hunden arbeiten, weiß, dass es für mich persönlich eher nicht passen würde.
Ich schaue mir gerne auch den Online-Auftritt von Hundetrainer:innen an - manche nutzen ja Social Media Kanäle, um etwas über ihr Angebot, ihre Philosophie, womöglich sogar Trainingsvideos etc. zu teilen. Finde ich immer hochinteressant! Aber auch die Webseite alleine kann mir schon einiges über den beruflichen Werdegang, die Schwerpunkte etc. verraten.
-
Das klingt für mich unpassend. Wann würde denn aus eine Baby dann der Opi/Omi- Hund werden?
Also Jasmin ist ein geriatrisches Baby


-
Ich finde, "den" Anfängerhund gibt es nicht. Dafür sind menschliche Charaktere, Lebenssituationen, Wünsche und Anforderungen an den zukünftigen Hund etc. zu verschieden.
Allerdings gibt es natürlich Rassen bzw Hundetypen, die anspruchsvoller sind, was Erziehung, Auslastung und Führung betrifft. Überschätzen Menschen sich, kann das mit gewissen Rassen aufgrund ihrer Eigenschaften schneller ins Auge gehen. Ist halt was anderes,ob ich einen freundlichen, aber unerzogenen Cocker Spaniel oder Havaneser halte oder einen AmStaff mit ernsthafter Artgenossenunverträglichkeit nicht sicher führen und kontrollieren kann. Manche Hundetypen sind in der Regel einfach leichtführiger und "verzeihen" mehr in der Erziehung und dem Umgang als andere.
-
Ich hatte noch bei keinem meiner 3 Hunde das Gefühl, dass die sich in ner größeren Gruppe (also vor allem mehr als Zusammenleben mit 2 bis 3 weiteren Artgenossen) wohler fühlen würden. Die sind aber auch alle sehr menschenbezogen und stundenlanges ungestörtes Kuscheln mit mir ist denen total wichtig.
Rex und Jasmin haben ja ne Weile patchworkmäßig mit 3-4 anderen Hunden mehr oder weniger zusammengewohnt. Das ging auch gut, aber glücklicher fand ich sie immer, wenn es nur wir drei waren.
Rex war zB so ein Hund, der wollte gern viel erleben und lernen, trainieren. Auch als "nur" Chihuahua. In der Intensität wäre das mit vielen weiteren Hunden für mich nicht möglich gewesen.
Jasmin würde friedlich in einer größeren Gruppe leben können, wäre aber so ein typischer Mitlaufhund, der schnell mal untergehen könnte, wenn man da nicht seehr genau guckt.
Pippa will am liebsten Einzelkind sein

Allerdings kommen beide Mädels auch aus Beschlagnahmungen. Bei Jasmin weiß ich nicht ob Vermehrer, es hieß eigentlich eher, die Haltung geriet außer Kontrolle und aus ner Handvoll Hunde wurden am Ende 28
Pippa war mit 20 anderen Minis im Tierheim. Das war wohl auch ein Fall von Tiermessis, die die Hunde zwar liebten, aber die Kontrolle verloren hatten. Die Kleinen sahen in den ersten Lebensmonaten wohl nichtmal Tageslicht.Ich gehe davon aus, dass es da unter den Hunden auch Konflikte und Spannungen gab, die waren ja vermutlich ziemlich sich selbst überlassen. Verstehe ich daher auch, dass die Mädels es jetzt sehr zu genießen scheinen, nicht so von vielen Hunden umgeben zu sein.
-
Danke für deine Mühe. Du hast es ja selbst schon eingeordnet: wirklich belastbar ist das nicht.
Es zeigt einen Zusammenhang, aber keine Ursachen, ist stark vom Kontext abhängig und zudem sehr speziell erhoben. Als Denkanstoß okay, für pauschale Aussagen über Mehrhundehaltung reicht es einfach nicht.
Kommt ja auch sehr auf die Gruppenzusammensetzung, Charaktere etc an.
Ich sehe es aber durchaus als spannenden Denkanstoß und hoffe auf weitere Untersuchungen spezifisch zu der Thematik. Bile mir ein, dazu im Forum irgendwo noch was gelesen zu haben, finde aber nichts. Vielleicht weiß jemand anderes ja mehr?
-
Fuchshexchen Es gibt aoweit ich es gefunden habe keine Studien deren Hauptthema das war, aber dennoch Ergebnisse aus anderen Studien. Ich schrieb ja schon, dass es da sicher noch mehr Foeschung bedarf.
Hier gab es zB ne Studie über Border Collies und Epilepsie, wo auch Ergebnisse bezüglich Vielhundehaltung erwähnt werden und Bezug auf weitere Studien, eine zB über Gewitterangst bei Hunden https://journals.plos.org/plosone/articl…al.pone.0216000
".Potential sources of psychosocial stress were identified in the study population, with dogs living alone or with one companion dog exhibiting lower HCC than dogs living with three or more other dogs. These findings mirror previous findings of the social environment in dogs; in one study, dogs living alone had significantly lower HCC than dogs from multi-dog households [16], and in a further study, thunderstorm-phobic dogs living alone had higher baseline salivary cortisol before a simulated thunderstorm than those living in multi-dog households [7]. These results suggest that co-habiting with other dogs may be a cause of day-today chronic stress; however, other studies have found apparently positive effects of social companions; for example, HCC reduced in dogs following a move from solitary to paired housing [21] and length of time spent alone was positively correlated with HCC in dogs in a single-dog household, but not a multi-dog household [22]. Greater examination of dog-dog interactions within households are required to better characterize relationship quality between conspecifics and determine whether elevations in HCC in multi-dog households is due to greater exposure to negatively valenced sources of arousal (e.g. competition over resources, antagonistic interactions), or positively valenced sources of arousal (e.g. enhanced availability of play and positive social interaction) interaction) which may both conceivably induce HPA responses in dogs."
Da wird auch drauf hingewiesen, dass positiver Stress ebenfalls eine Rolle spielen könnte. Wobei der auf Dauer mWn auch problematisch werden kann und manche Wissenschaftler auch sagen, dass es da keine klare "Trennlinie" zwischen distress und eustress gibt, wenn ich das richtig verstanden habe.