Beiträge von tinybutmighty

    2025 möchte ich mit Jasmin gerne wieder öfter Mantrailing machen.

    Mit Pippa möchte ich ab Frühjahr in einen Hundeverein. Am liebsten wäre mir Agility, bin aber auch offen für andere Sportarten. Ziele hab ich da nicht wirklich, außer Spaß mit ihr haben.

    Schöne Wandertouren möchte ich auch gerne wieder machen.

    Mit Pippa auf jeden Fall fleißig trainieren, da die Laus doch ganz schön flitzig ist uns wohl auch etwas Jagdtrieb abbekommen hat. Also gut durch die Pubertät kommen wäre fein.

    Zeit, das Jahr Revue passieren zu lassen... Zum Mantrailing haben wir es leider nicht so oft geschafft. Das heißt wohl, ich muss es dieses Jahr verstärkt versuchen bzw sonst auch mal wieder irgendeinen Fun-Kurs in der HuSchu mit Jasmin belegen.

    Hundeverein im Frühjahr habe ich mit Pippa gemacht. Haben uns dort aber nicht so wohlgefühlt. Dafür gab es sowohl im Januar als auch im Herbst insgesamt 3 Hundeschul-Kurse für Pippa, zuletzt Hoopers, woran sie echt Spaß hat. Das will ich dann 2026 gerne fortführen. Vielleicht finden wir für Frühling ja zudem einen Verein in dem wir uns wohler fühlen.

    Schöne Wandertouren - check.

    Pippa hat sich dann doch als überwiegend sehr brave Laus gezeigt und die Pubertät war echt easy. Sie hat sich toll entwickelt und da hab ich echt nicht viel, woran man jetzt dringend arbeiten müsste mit ihr.

    Ich finde da nicht nur Rückruf wichtig, denn die Gefahr, sich diesen durch inflationären Gebrauch kaputtzumachen, wurde hier ja schon erwähnt.

    Umorientierung zu dir ist etwas, woran du auf jeden Fall arbeiten kannst. Ebenso hilft es, ein zuverlässiges "Stop"-Signal aufzubauen. Manchen Hunden fällt es in gewissen Situationen leichter, stehenzubleiben als sich vom Reiz abzuwenden und zurück zum Besitzer zu laufen.

    Auch das erwähnte Abbruchsignal finde ich sinnvoll. Um dem Hund zB tatsächlich shnöde zu verbieten, Artgenossen zu kontakten oder zu fremden Menschen zu gehen. Man kann dann ja auch ein Alternativverhalten etablieren.

    Persönlich wäre es mir auch wichtig, dass der Hund weiterhin die Möglichkeit hat, sich regelmäßig leinenlos bewegen zu dürfen. Das würde ich aber bei einem jungen, stürmischen Labrador wohl nur auf eingezäunten Grundstücken riskieren. Es gibt ja eingezäunte Freilaufflächen bzw hier zB kann man sogar eingezäunte Flächen stundenweise mieten.

    Yael van der Wouden - "The Safekeep"

    "The Safekeep" war auf der Shortlist des Booker-Prize 2024 und gewannt den Women's Fiction Prize 2025. Ich stieß eher zufällig auf das Buch, entdeckte, dass darin auch Queerness eine Rolle spielt und es sehr gute Kritiken hatte, die mich neugierig machten - und nun habe ich es auch gelesen.

    Der Debütroman der israelisch-niederländischen van der Wouden spielt Anfang der 1960er-Jahre in den Niederlanden. Die junge, alleinstehende Isabel lebt seit dem Tod ihrer Mutter nach strikten Regeln und einem durchgetakteten Rhythmus in dem Haus, das die Familie schon seits ihrer Kindheit bewohnte, und scheint eine recht verbitterte, verkopfte Person zu sein. Einen richtigen Freundeskreis hat Isabel nicht, lediglich ihre beiden Brüder Louis, der später einmal der eigentliche Erbe des Hauses sein soll, und Hendrik trifft sie regelmäßig. Doch ihr Leben gerät aus den Fugen, als Louis ihnen seine neue Freundin Eva vorstellt, eine scheinbar recht oberfllächliche, etwas dümmliche Person. Aufgrund einer Geschäftsreise bittet Louis Isabel, Eva für einige Wochen bei sich aufzunehmen. Das ist das Letzte, was die eigenbrötlerische Isabel möchte, die im Haus alles in tadelloser Ordnung hält und ständig Angst davor hat, von ihrer jungen Haushälterin bestohlen zu werden, doch sie ist auch nicht in der Position, abzulehnen.

    Doch obwohl Isabel von Evas plötzlicher Anwesenheit in ihrem Leben, in ihren vier Wänden verstört ist und sich dieser gegenüber nicht gerade wie eine zuvorkommende Gastgeberin verhält, ist sie zugleich auch neugierig und sucht immer wieder - auch für sich selbst unerklärlich - Evas Nähe. Auch Eva zeigt Interesse an Isabel und so steigert die Spannung zwischen den beiden ungleichen Frauen ins schier Unermessliche.

    Das ist der erste Teil des Buches. Der zweite Teil besteht lediglich aus Evas Tagebucheinträgen, die es aber in sich haben und dem Buch eine überraschende, für mich auch sehr unerwartet kommende Wendung verleihen. Im dritten Teil des Buches geht es um das Danach: Wie lebt Isabel weiter, mit dem neuen Wissen über Eva und somit auch über sich selbst? Und was ist mit Eva, einer doch alles andere als oberflächlichen und albernen Persönlichkeit?

    Yael von der Wouden hat in ihrem Debutroman gleich zwei große, bedeutsame Themenkomplexe miteinander verknüpft. Zum einen ist da die gleichgeschlechtliche Liebesgeschichte in einer Gesellschaft, in der Homosexualität als abnorm gilt und togeschwiegen wird. Zum anderen macht der Roman aber auch eine Tiefe in eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte und geht der Frage von Mittäterschaft, Mitwisserschaft und kollektiver Verantwortung auf den Grund.


    Ich fand den Roman gut geschrieben. Es gibt einige literarisch sehr ansprechende Passagen, die Liebesgeschichte erinnert ein wenig an Sarah Waters oder vielleicht auch "Die Geschichte der Bienen", gemischt mit etwas "Carol". Themen wie unterdrücktem Verlangen und dem Erwachen der sexuellen Identität wird sensibel Raum gegeben, ohne in Kitsch abzudriften.

    Für mich kam die Wendung bzw. "Enthüllung" im zweiten Teil des Romans trotz der oftmals bedrückend-düsteren Atmosphäre, die van der Wouden mit ihren Worten kreiert, sehr überraschend und verlieh dem Buch nochmals eine ganz andere Form von Tiefe und Vielschichtigkeit.

    Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich insgesamt überzeugend und glaubhaft. Da ist Isabel, gefangen in den starren Gepflogenheiten ihrer Zeit, und doch immer eine Außenseiterin, hinter deren unnahbarer Fassade ein zutiefst verunsicherter, einsamer Mensch steckt. Und da ist Eva, die aufgrund der Erzählperspektive überwiegend aus Isabels Sicht (die Tagebucheinträge ausgenommen) bis zum Ende nie ganz zu entschlüsseln gelingt, die vielleicht auch lernen musste, wandelbar wie ein Chamäleon zu sein, um überhaupt überleben zu können.

    Das Ende stimmt hoffnungsvoll, zugleich ging es mir persönlich etwas zu schnell, etwas zu gewollt von der Autorin. Ich hätte mir auch eine noch etwas tiefergehende Auseinandersetzung der Charaktere sowohl mit ihrer Beziehung als auch mit ihren gesellschaftlichen Rollen und der Last der Vergangenheit gewünscht. Dass die Personen zu Beginn und auch im Verlauf des Romans eigentlich eher sprechen, indem sie nicht miteinander sprechen - es gibt kaum ganze "richtige" Unterhaltungen, viele abgebrochene Sätze, viel Ungesagtes, viele Andeutungen - passt zu Stimmung und Thematik des Buches, für Eva und Isabels Beziehung hätte ich mir am Ende aber einfach etwas mehr Gespräch gewünscht.

    Insgesamt aber trotz ein paar Schwächen ein durchaus beachtlicher Debütroman, und wie es scheint, schreibt van der Wouden bereits an ihrem zweiten, ebenfalls historisch eingebettetem, Roman, den ich auf jeden Fall auch gerne lesen würde.

    Ich möchte nur kurz einwerfen, dass ich den Strangtitel falsch verstanden hatte. Ich habe meinem Mann ganz entsetzt erzählt, dass hier jemand einen Rucksack für seinen Chihuahua kaufen möchte (also den der Chi tragen soll...).

    :see_no_evil_monkey::see_no_evil_monkey::see_no_evil_monkey::see_no_evil_monkey::see_no_evil_monkey:

    Ist jetzt aber auch gar nicht soo abwegig, gibt ja auch für größere Hunde Rucksäcke die diese tragen bei längeren Wanderungen zB. Ich würde meine Mädels dann halt nur ihre Kotbeutel etc tragen lassen:beaming_face_with_smiling_eyes:

    Ich glaube, so allgemein kann man nicht sagen ob Rüden oder Hündinnen "einfacher" sind. Dafür ist für mich zu viel einfach Charaktersache.

    Draußen fand ich meinen intakten Rüden schon "anspruchsvoller" als die Mädels jetzt. Weil der einfach so ein Abenteurerbub war, mit großem Radius und recht eigenständig. Aber ich denke, das wird nicht nur seinem Geschlecht geschuldet gewesen sein, sondern halt auch einfach seiner Persönlichkeit.

    Die Mädels sind viel mehr Typ "an Muttis Rockzipfel hängen" , haben von sich aus einen kleineren Radius und weniger Interesse an vielen Reizen. Das macht die Spaziergänge mitunter "einfacher", dafür fand ich es angenehm, dass Rex weniger leicht zu beeindrucken/zu verunsichern war und beim Arbeiten so ein Coolio.

    Wir waren am Samstag auch mit einer Freundin und ihren drei Rüden spazieren, zwei davon unkastriert. Obwohl Pippa da wohl noch in den Stehtagen war. Hat gut geklappt, die Rüden bleiben draußen eh an der Flexi (Windhunde) und Pippa war viel leinenlos. Wobei sie gemeinerweise diesmal keine Lust hatte, bissl vorauszulaufen wie sonst oft. Da waren die Jungs schon bissl flirty und hatten natürlich Interesse an ihr, aber es war echt sehr im Rahmen.

    Nur ganz am Ende, als wir noch kurz einen Abstecher in einen Schlosspark machten, hatte Pippa generell keinen Bock auf nix mehr (kalt, ihrer Ansicht nach hatten 2h Gassi völlig gelangt, genug von verliebter Gesellschaft etc.) und wollte einem der Windigen dann doch gerne mal ins Näscchen zwickenxD

    Nee, war insgesamt eine gute Erfahrung für alle, denke ich. Ich war mit Rex ja immer froh über Hündinnenbesitzer, die zumindest außerhalb der Stehtage mit uns spazieren gingen. Leider gab es davon kaum welche. Ich bin halt der Ansicht, Hunde sollten lernen dürfen, eben auch mit Läufigkeiten umzugehen.