Ich bin gerade bei dem Thema.
1. Tierärzte rechnen nach Aufwand ab. Dazu gehört die Tages- oder Nachtzeit, der Aufwand der OP, wie viele Leute helfen mussten, die Lage der Klinik, ob der Arzt selbst hinkommen musste usw usf. Finde ich auch etwas undurchsichtig.
Meine TÄ kassiert eigentlich nicht unter 2fachen GOT.
Mein Fazit: wenn es eine nächtliche komplizierte Not-OP in der gut ausgestatteten TK wird, biste beim 3fachen Satz. Also nur eine Versicherung, die diesen Satz abdeckt (da ist dann beispielsweise die Uelzener raus). Ich werd bei einem Notfall sicher nicht erst die TÄ abklappern, ob die mor denn den 2fachen Satz garantieren können.
2. Selbstbeteiligung: Muss jeder selbst wissen. Entweder man zahlt 20% SB oder gar nichts. Ich persönlich finde 20% SB doch schon im Vergleich zur monatlichen Beiträgedifferenz nicht sooo vorteilhaft. Wenn eine OP 1500Euro kostet, muss ich trotzdem 300Euro zusätzlich zum Jahresbeitrag berappen und das möchte ich nicht.
Mein Fazit: Ohne SB
3. Ausschluss von Kostenübernahme durch besondere Rassekrankheiten und Vorerkrankungen.
Mein Fazit: Ganz genau reingucken. Es ist ja schon eingegangen, dass eine OP genau definiert ist und endoskopische Eingriffe zB nicht abgedeckt werden. Die Agila hat zB in große, kleine und "besondere" Hunde unterteilt, wo der Beitrag sich unterscheidet.
Mir persönlich ist das egal, ich habe weder einen Hund, der anfällig für etwas ist, noch einen vorbelasteten.
3. Beitragssumme: Es gibt bestimmte Jahresversicherungsgrenzen unabhängig von der GOT. ZB bei Aeguron 1400Euro, beim kleinsten Agila-Tarif 1500Euro, bis hin zur Versicherungsfreigrenze.
Da hab ich eine Frage: Wie hoch sollten realistisch diese Grenzen sein? Reichen 1500Euro Kostenübernahme im Jahr? 2500Euro? Ist es realistisch, dass ein Hund im Jahr mit allen OP Kosten, Nachsorge etc über 2500Euro kostet?
4. Staffelkosten: Wenn der Hund ein gewisses Alter erreicht, kostet es immer mehr Geld als zu Beginn des Versucherungsabschlusses. Bei der Uelzener zB 5% pro Jahr ab dem 5. Lebensjahr. Agila staffelt in 0-2Jährige, 3-4Jährige und ab 5Jährige. 1. Erhöhung 2Euro, 2. 6Euro im Vergleich zum Versicherungsabschluss als Junghund. Das muss man sich ganz genau durchrechnen.
5. Alter bei Vertragsbeginn und Größe/Rasse: Ältere Hunde steigen höher ein oder können komplett ausgeschlossen werden. Größere Hunde Kosten manchmal mehr als kleine. Und eben noch die "besonderen" Rassen wie Mops, DSH, Rotti, HSH werden oftmals anders behandelt.
6. Kombinationsversicherung: man kann überlegen und genau durchrechnen, inwiefern sich das finanziell lohnt, zB OP und Hundehalterhaftpflicht zusammen abzuschließen, das kann sich lohnen.
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Jetzt meine Frage: Ich hab mich inzwischen damit beschäftigt und gern eine Versicherung bei der Agila abschließen. Entweder die normale Kostenschutz mit 2500Euro Deckungssumme oder die Exklusiv mit unbegrenzter Versicherungssumme und 50% Reisekostenrückerstattung (was mir relativ egal ist). Das ist ein Unterschied von 3Euro pro Monat.
Was meint ihr? Was lohnt sich mehr? Hat jemand über 2500Euro im Jahr für seinen Hund hinlegen müssen?