Ich finde auch, dass der Aussie durchaus passen könnte. Vielleicht schaust du dir die Rasse mal etwas intensiver an. Gerade beim Aussie finde ich es wichtig, sich viele verschiedene Hunde anzusehen und dann zu entscheiden, welcher Typ gut zu einem passen könnte. Lucy_Lou hat ja die vielen verschiedenen "Ausprägungen" angesprochen. Deshalb ist es wichtig, sich genau anzuschauen, woher der Hund kommt, wer die Eltern sind, wie die Nachzuchten so sind.
Was die Auslastung angeht, schließe ich mich meinen Vorrednern an. Egal was man macht...Hauptsache man macht was. Und wenn man offen ist und eine Beschäftigung findet, die dem Hund Spaß macht: Doppelt toll. Da der Aussie sich grundsätzlich für eine ziemliche Bandbreite an Beschäftigungsmöglichkeiten eignen, hat man eine Menge Auswahl :).
Zur Hibbeligkeit: Ein ausgelasteter Aussie, der gelernt hat, abzuschalten, ist ein sehr angenehmer Begleiter. Ruhig, aber sofort dabei, wenn man etwas mit ihm unternehmen möchte. Wichtig ist nur, dass man eben darauf achtet, dass er das auch wirklich lernt. Dazu kommt, dass sie Spätentwickler sind und etwas länger brauchen, bis sie wirklich erwachsen und gefestigt sind. Vermittelt man ihnen bis dahin die richtigen Dinge mit liebevoller Konsequenz und Geduld, hat man einen tollen Kumpel an seiner Seite. Ich denke aber, dass das auf sehr viele Rassen zutrifft und die Junghundezeit immer turbulent bzw. mit Arbeit verbunden ist...selbst bei relativ gemütlichen Zeitgenossen.
Zu Schutz und Jagdtrieb wurde nun auch eine Menge geschrieben. Das weite ich deshalb nicht großartig aus. Ich möchte hier nur nochmal betonen, dass der Aussie ein harter Hund ist und nicht immer den Weg des geringsten Widerstandes geht. Sie setzen Konflikte, wie schon erwähnt, ganz gerne nach vorne um.
Etwas OT: Es freut mich, dass hier doch mal die Lanze für diese tolle, faszinierende Rasse gebrochen wird. Es kursieren so viele Fehlinformationen und Vorurteile, dass viele Interessenten schon früh abgeschreckt werden. Der Aussie ist und bleibt kein Hund für Jedermann. Das sollte klar sein. Aber er ist eben auch nicht der aufgedrehte Spinner, den so viele Leute in ihm vermuten. Jedenfalls nicht bei einem Halter, der weiß, wie diese Hunde ticken und was sie brauchen.