Beiträge von Juliaundbalou

    Meine Hühnerhaltung macht dieses Jahr Sorgen. Ich habe im Dezember zwei Maran-Junghennen gekauft und damit ging das Elend los. Erst starben die zwei Junghennen wenige Wochen bis Monate später, ohne Symptome lagen sie auf einmal tot da. Erst Alma Ende Januar, wenige Wochen später Sybille. Da habe ich es auf den Züchter geschoben, weil beide auch nie legereif wurden.

    Dann wurde eine meiner Welsumerinnen krank und starb. Ok, kann ja mal passieren, alle haben geniest und wurden mit den Standardmittelchen behandelt. Dann meine zweite Welsumerin vor zwei Wochen, ohne Symptome tot, jetzt eine Barnevelderin. Ich war beim Tierarzt, auch der Caruso war mit, die Barnevelderin wurde seziert.

    Ein paar Würmer, vergrößerte Organe, tumorös.

    Jetzt habe ich noch 7 von ursprünglich 12 Hennen, sie kriegen Antibiotika und danach eine Wurmkur, wir haben heute den Stall grundrein gemacht (aber es waren keine Milben da, was noch eine Vermutung war) und hoffen das Beste. Wenn noch eine Henne erkrankt, schicken wir wohl Proben ein. Der Caruso war etwas verschleimt und stakst ja so komisch schon länger. Da hat der Arzt aber gesagt, dass die AB und weiter gegen seine Federlinge behandeln helfen sollten. Hoffen wir mal. So ist das echt schade und mein Anspruch ist ja, dass die Hühner bis zum Lebensende bleiben.

    Der Arzt meinte, ich solle bloß nicht züchten, sonst könnte ich weitergeben, was mein Bestand haben könnte. Und wenn es nicht aufhört, alle weg, paar Monate Pause und dann von null anfangen. Das wäre aber echt grausam :(

    Wie sieht denn eure Stallhygiene so aus? Vielleicht kann ich bei mir ja noch was verbessern.

    Einfach fragen! Wäre doch super!

    Und ja: ich bin auch pflanzensüchtig. Am liebsten hätte ich alle Obstarten, Nussarten, alles, was ökologisch wertvoll ist und würde mich komplett selbst versorgen. Ach ja und alle Elemente eines Naturgartens müssen auch her und dabei muss es auch noch hübsch aussehen. Mein Garten ist ja sehr groß, aber alles werde ich leider nicht unterbringen können :tropf:

    Puh, das ist wirklich schwierig. Wenn der Baum keine Früchte tragen soll, würde ich wohl nach einer Sorte eines heimischen Baumes in der Baumschule fragen. Da sollte es ein wenig Auswahl geben.

    Wenn Früchte, aber kein Obst, ok sind:

    - Walnuss Europa (kein sehr großer Wert für die Ökologie)

    - Vogelbeere als Sorte, sonst könnte die zu groß werden (habe eine ausgewachsene im Garten und es ist mein Lieblingsbaum)

    - Schwarzer Holunder (wäre etwas mehr zu schneiden, damit er als Baum wächst)

    Die hier tragen keine Früchte:

    - Kugel Zwerglinde, z. B. Monto

    - Feld-Ahorn, z. B. Red Shine

    - Kugel-Esche, z. B. Nana

    Und weitere Kugel- und Zwergsorten.

    Die Sorten werden alle nicht der Kracher sein für die Tierwelt, aber wenn der Platz begrenzt ist, ist das halt so. Bei allen Gehölzen wird man sich überkreuzende Triebe entfernen müssen oder den Kronenaufbau hier und da ein wenig unterstützen. Das ist aber einmal im Jahr ein Aufwand von fünf Minuten, so lange der Baum klein ist.

    Den Holunder müsste man als Baum erziehen, da er sonst strauchartig wächst.

    Aber der würde ökologisch am meisten bringen.

    Zu de meisten Sachen kann ich leider nichts sagen. Zur Rose:

    Ich bin ja auch dabei, meinen Garten in ein Naturparadies umzugestalten. Ich handhabe es aber etwas anders als du:

    - Alles, was invasiv und nicht heimisch ist, kommt weg

    - Neophyten, die nicht invasiv sind oder auch heimische Zuchtformen werden einzeln bewertet:

    - Wie groß ist der Aufwand, sie loszuwerden? (Bsp: in meiner 50 Jahre alten Baumhecke wachsen als unterpflanzung Rhododendren, winzig, weil sie keinen Platz haben. Aktuell denke ich, dass ich sie da lasse, weil ich die ausgewachsenen Birken und co nicht verletzen möchte.)

    - Ist die Pflanze durch Seltenheit oder Schönheit erhaltenswert?

    (Ich habe eine ausgewachsene immergrüne Magnolie am Haus. Sie darf bleiben, weil ich dort wahrscheinlich eh kein Gehölz gesetzt hätte, sie gut unterpflanzen konnte und sie einfach schön und selten ist und niemandem weh tut.).

    - Ist mir diese Pflanze wichtig?

    (Ich mag Lavendel gern. Also zieht hier und da auch ein Lavendel ein.)

    - Gibt es überhaupt gute heimische Alternativen?

    (Du kannst natürlich Geißblatt oder Ähnliches an die Stelle der Rose setzen. Aber für mich persönlich wäre das keine Alternative. Bei mir werden sogar umgefüllte Rambler und Kletterrosen gepflanzt, weil ich Rosen liebe und sie durch ihre Wuchsform eigentlich keine gute Alternative hätten. Wildrose kann ich ja dennoch zusätzlich pflanzen).

    Die einzige heimische Wildrose, die man zum Klettern bringen kann, wäre die Rosa Arvensis. Aber sie wird nicht sehr hoch und wie gut das klappt, kann ich dir nicht aus Erfahrung sagen. Ich pflanze sie im Herbst an meinen Hühnerzaun und hoffe, dass sie dort gerne wächst.

    Hat jemand einen Tipp, wie man Flieder los wird? Ausbuddeln geht nicht.

    Das Problem ist, dass sich am Rand unseres Parkplatzes Flieder selbst ausgesät hat. Und da es die letzten Jahre bei uns immer stressig war, habe ich nichts dagegen unternommen... das war ein Fehler.

    Zwischen Parkplatz und Nachbar ist ein schmaler Streifen Erde... rings rum Asphalt ... und DORT wächst der Flieder. Kann so nicht bleiben.

    Nun weiß ich aus Erfahrung, dass einfach unten abschneiden nichts bringt... der überlebt das.

    Gibt es sonst noch Optionen? Ich kann schlecht den Asphalt aufbrechen um die Wurzeln auszugraben... :pleading_face:

    So viele anderen unerwünschten Gehölze auch: auf einen Meter Höhe abschneiden und dann mit einem kleinen Bagger raushebeln.

    Das haben wir im Herbst vor. Bambus, Rhododendren, Kirschlorbeeren, Mahonien, Runzelblättriger Schneeball… alles in mehrfacher Ausführung, teilweise ausgewachsen, weil Jahrzehnte alt.

    Die Walnuss ist der halbe Baum, wurde mal arg beschnitten… darunter werde ich aber von Mücken gut zerstochen, scheint also nicht immer zu helfen.

    Das Laub ist halt ne ziemliche Plage und verrottet sehr schlecht bis gar nicht.

    Ich denke halt , dass in Berlin die Trockenheit schon so ausgeprägt ist und ja noch zunehmen wird, dass heimische Bäume da nicht dauerhaft mit klarkommen werden. Sonst wäre das auch meine Präferenz, klar.

    Da wir in Deutschland genauso auch trockene heiße Gegenden haben wie im heißeren Umland (klar, da ist es nochmal wärmer), glaube ich eigentlich nicht, dass du da nichts Heimisches pflanzen kannst. Du wirst die ersten Jahre halt gut und durchdringend wässern müssen. Aber das muss auch ich mit meinem Lehmboden und Staunässe - wenn es denn mal regnet.

    Ich würde die Suchmaschinen durchforsten:

    https://www.naturadb.de/suche/?filter%…lter%5Bplz%5D=&

    Feldahorn, Birke, Elsbeere, Eiche, Mehlbeere, Speierling und noch einige mehr werden mir da ausgeworfen.

    Wenn so richtig große Bäume stehen dürfen, würde ich heimische Bäume pflanzen. Habe selber Birken, Eichen, Buchen und co im Garten und es gibt in meinen Augen nichts besseres als ausgewachsene heimische Bäume.

    Bei mir fehlen noch die Wilde Birne, Wildapfel und einige Großsträucher. Für richtig große Bäume habe ich keinen Platz mehr.

    Der Baumschatten von Walnussbäumen soll auch himmlisch sein. Angeblich sind da wenig Mücken anzutreffen. Meine Walnuss ist noch klein, ich kann also nicht viel dazu sagen.