Hey, wollte mich jetzt nach 4,5 Jahren nochmal hier melden. Mittlerweile lebt ein knapp 9 Monate alter Deutsch Drahthaar Rüde bei uns. Er ist ein kleiner Goldschatz und ein echter Glücksgriff.
Er fügt sich toll ins Rudel ein, lässt sich im Alltag sehr gut händeln und ist was die Rettungshundearbeit betrifft ein Naturtalent.
In den 4,5 Jahren hab ich die Zeit genutzt um viele Halter und Züchter kennenzulernen um sie über ihre Hunde auszuquetschen. Teilweise geplant im Rahmen von jadglichen Prüfungsveranstaltungen und Zuchtschauen oder bei Besuchen in Zuchtstätten. Teilweise auch echt zufällig. Bei meiner Trümmer-Prüfung im Herbst 2024 war der Mann der Prüferin dabei. Er ist Jäger und hatte seine DD-Hündin dabei.
Die beiden Schlüsselmomente in denen rückblickend die Entscheidung für den DD gefallen ist: Ich hatte mich mit einem sehr erfahrenen Züchter über den Jagdtrieb ausgetauscht, und dass ich mir Sorgen mache, dass ich evtl. deswegen keine Flächensuche machen kann. Da sagte er, er fände das total paradox. Ein Jagdhund der in seinem Jagdtrieb nicht kontrollierbar ist, sei für die Jagd überhaupt nicht brauchbar. Wenn, dann hat man seiner Meinung nach gerade bei einem Jagdhund die beste Chance das hinzubekommen. Klar, es fiele nicht vom Himmel, aber bei ihm ginge z.B. keiner seiner Hunde in der Freizeit zum Jagen. Der zweite Schlüsselmoment war die Zuchtschau auf der ich war. Da waren so viele DDs auf einem Haufen und KEINER, also wirklich kein Einziger der jetzt unverträglich mit anderen Hunden oder unfreundlich zu Menschen gewesen wäre. Im Gegenteil, da hatte man plötzlich beim Essen einen fremden Hundekopf auf dem Schoß. ![]()
Was nur im Endeffekt echt mühsam war, war dann die Suche nach einem Züchter, der nicht kupiert und einen DD-Welpen an eine Nicht-Jägerin gibt. Das war echt nervenaufreibend. Aber hat ja geklappt. ![]()