Beiträge von pardalisa

    Problematisch ist das Futtern von Sachen draußen...
    Da in letzter Zeit hier mehr Gerüchte von Ködern umgehen, mach ich mir da nun mehr einen Kopf drüber... Gestern hat sie unterwegs TroFu gefunden und einen Brocken gefressen, beim 2. aber das Nein akzeptiert. Aber dafür muss ich es ja sehen um es ihr zu verbieten...
    Wie habt ihr das anzeigen und/oder Tauschen von Fressbarem aufgebaut??

    Ich hab' in einem alten Beitrag mal grob zusammengefasst, wie ich das bei Myrddin trainiert habe. Ich kopier's hier mal rein... :smile:


    Ich bin so vorgegangen, dass ich im Garten angefangen habe zu Üben und erst mal etwas total langweiliges – hartes Brot, normales Trockenfutter oder so – gut sichtbar auf den Boden gelegt habe. Dann den Hund an die Leine genommen und in ausreichendem Abstand stehen geblieben. Sobald er den Blick vom Futter abgewandt hat, und wenn's auch nur für eine Sekunde war, gab's bei mir Click+(höherwertige) Belohnung. Funktioniert natürlich auch ohne Clicker, man baucht aber bei "gierigen" Hunden ein gutes Timing.

    Nach ein paar Übungseinheiten habe ich ihn dann mit einem Freigabekommando (ganz wichtig!) das Futter vom Boden fressen lassen, damit er später nicht auf die Idee kommt: "Das am Boden darf ich eh nie haben, also lieber schnell fressen, bevor jemand was merkt." Langsam kann man dann den Schwierigkeitsgrad steigern: Wurst- oder Pansenstücke auf dem Boden, andere Untergründe, andere Umgebung, usw.

    Wenn man sich ganz sicher ist, dass der Hund gar nicht mehr zum Futter hinzieht, sondern gleich zu dir guckt, kann man das Ganze ohne Leine trainieren. Ich habe an der Stelle dann ein Anzeigeverhalten eingebaut, d.h. Hund sieht/riecht Essbares, Hund guckt zu mir, ich sage "Sitz", Hund bekommt Belohnung. Mittlerweile haben meine beiden diese Verhaltenskette so verinnerlicht, dass sie sich bei "Futtersichtungen" von alleine hinsetzen und auf ihre Belohnung warten. Genau das wollte ich haben.

    (Auf keinen Fall schimpfen/strafen, wenn er die "Beute" schon im Maul hat, die meisten Hund schlingen dann nur noch hastiger; lieber für den Notfall ein ruhiges "Aus" üben.)

    Ich hab' auch keine OP- oder Krankenversicherung für meine beiden. Ein bisschen was habe ich selbst gespart, für richtig große Ausgaben/teure OPs würde ich mir das Geld von meinen Eltern leihen. Da die beiden im Gegensatz zu mir armer Studentin ;) kreditwürdig sind, ist da theoretisch nach oben auch kein finanzielles Limit gesetzt. Mehr als 600€ auf einmal hat Shawnee aber in seinem bisherigen Leben auch nicht "verursacht".

    Also für den ganz normalen Alltag ohne irgendwelche besonderen Vorkommnisse brauche ich keine Betreuung.

    Ich auch nicht – und das war mir auch beim Einzug des Zweithundes wichtig. Ich weiß, dass die Meinungen da auseinander gehen, aber wenn ich schon einen Hund regelmäßig betreuen lassen muss, hätte ich mir keinen zweiten dazugeholt.

    Darf man hier auch ein bisschen Frust über andere Junghund-Besitzer ablassen?

    Ich war gerade mit Myrddin 'ne Runde alleine draußen, weil der Senior beschlossen hat, dass er bei Regenwetter das Sofa nicht schon wieder verlassen mag. :roll: Wir zwei kommen also auf dem Feldweg an eine T-Kreuzung und ich sehe von links einen Mann mit riesigem, braunen, auch noch jung aussehendem Labrador kommen. Der Labbi sieht uns, erstarrt kurz und läuft dann mit erhobener Rute staksig auf uns zu. Ich hab' also Myrddin angeleint und dem Kerl zugerufen, dass er seinen Hund bitte auch rannehmen möge.

    Der Mann schlendert gemütlich weiter und ruft dabei "Timo, Timo". (... ich dachte erst, dass er vielleicht noch ein Kind dabei hat, das irgendwo im Gebüsch spielt. :mute: ) Nix passiert. Ich rufe ihm noch mal zu, dass er seinen Hund bitte anleinen soll. Labbi beschleunigt langsam und grollt dabei ziemlich beeindruckend. Ich bin mit Myrddin dann in den anderen Weg ausgewichen und der Kerl hat es endlich geschafft, seinen Hund am Halsband zu packen. Also habe ich meine Leine sortiert, Myrddin für's Stillsein belohnt und will gerade umdrehen und den eigentlichen Weg einschlagen, als der Labbi mit Schwung von hinten in mich reinkracht. Anscheinend war ich kein großes Hindernis (ich wiege knapp 50kg, der muss fast genauso schwer gewesen sein), denn er hat sich ohne zu stoppen auf Myrddin geschmissen.

    Und dann habe ich mein sonst so entspanntes Söckchen das erste Mal in seinem Leben so richtig ausflippen sehen: Augen aufgerissen, komplett still (was ich deutlich gruseliger finde als wenn sich zwei Rüden lautstark anprollen :fear: ), und nicht mal ansatzweise bereit nachzugeben oder auszuweichen.

    Letztendlich hat jeder von uns seinen Hund irgendwie wieder eingesammelt, und als ich den Labbi-Besitzer nach seinem Namen und seiner Telefonnummer gefragt habe, ist er kommentarlos abgehauen. Tja, und jetzt sitze ich hier – Myrddin hat einen Ratscher am Hals (lang, aber zum Glück nicht tief) und ich ein aufgeschlagenes Knie und aufgeschürfte Unterarme. Toller Wochenendabschluss. :( :

    Steht denn bei euch allen die Familie oder der Freund hinter euch oder "macht" ihr die zwei Hunde ganz alleine?

    Im Alltag - also alles, was Spaziergänge, Training, Erziehung betrifft - kümmere ich mich alleine, in Notfällen (Krankheit, Blockseminar an der Uni, etc.) habe ich meine Eltern und ein paar gute Freunde, die einspringen können.

    Finanziell stehen mir meine Eltern bei hohen, außerplanmäßigen TA-Rechnungen zur Seite (ohne diese Sicherheit hätte ich mir auch keinen Zweithund angeschafft), die laufenden Kosten trage ich selbst. Für irgendwas muss so'n Nebenjob im Studium schließlich gut sein... :D