Beiträge von pardalisa

    das stimmt so nicht.. zumindest beim TWH hat man definitiv Arbeitsprüfungen, immerhin ist das auch eine Gebrauchshunderasse. Also BH, ich weiß nicht sicher in wie weit verpflichtend die Ausdauerprüfung ist. Glaub die ist es nur in den Ursprungsländern, aber es gibt Prüfungen bis 100km am Rad laufen. Es gibt auch Verhaltenstests, man muss den Hund von Richtern bewerten lassen..

    Mhm, kannst du mir mal verlinken, wo du das gefunden hast? Ich stoße bloß auf Infos, wo's heißt, dass es im VDH a) verpflichtende Gesundheitsuntersuchungen, b) eine Formwertbeurteilung und c) eine Verhaltensbeurteilung, die im Rahmen einer ZZL-Veranstaltung durchgeführt werden kann (d.h. dieses wenig aussagekräftige "ein Richter guckt mal drauf und der Hund läuft mal an einem Artgenossen vorbei"-Spielchen), gibt. Von einer BH, Ausdauerprüfung oder irgendwelchen Leistungsnachweisen ist da nirgendwo die Rede. Das ist doch ein bisschen dürftig, oder?

    Zum Thema 'Gebrauchshund' – würdest du sagen, dass sie dafür geeignet sind, dafür gezüchtet werden und da auch eingesetzt/geführt werden? Nicht blöd gemeint, ganz ehrliche Frage – ich hab' in dem Bereich noch nie einen Wolfhund (egal welcher Art) gesehen, aber das muss ja nix heißen.

    Und nochmal allgemein: Was ist verwerflich daran, die eigenen Hunde auch schön zu finden?

    Natürlich ist nix verwerflich daran, den eigenen Hund schön zu finden. Ich geh' mal davon aus, dass niemand hier seinen Hund anguckt und dabei immer wieder "boah, man schaffe mir diese missgestaltete Kreatur aus den Augen" denkt. ;)

    Aber es ist ein Unterschied, ob ich als Besitzer eines Hundes sage "ich mag nicht nur den Charakter meines Tieres, ich finde auch die Optik richtig klasse" – oder ob ein Züchter als zuvorderstes Ziel seiner Bestrebungen nur das Aussehen nennt. Ersteres finde ich menschlich absolut verständlich, letzteres würde ich nicht unterstützen wollen.

    Denn seien wir mal ehrlich: Was ist denn sonst das Zuchtziel bei den Wolfhund"rassen", wenn nicht die Optik? Eine Arbeitsprüfung müssen sie nicht ablegen (wie sollte die auch aussehen?), um zur Zucht zugelassen zu werden, einen Wesens-/Verhaltenstest gibt es auch nicht, soweit ich weiß, und eine "unkomplizierter Begleithund-Werdung" ist ja sowas von definitv auch nicht angestrebt :hust: – stattdessen liest man halt von "Prozentsätzen Wolfsblut" und Diskussionen um optische "Wolfsähnlichkeit"...

    (Und ja, auch bei manchen anderen Rassen gibt's keine vernünftige Wesens-/Leistungsüberprüfung der Tiere für eine ZZL. Aber hier geht's ja um Wolfhunde und die werden nicht besser, wenn man auf andere Rassen zeigt und "aber bei Rasse XY wird auch primär nach Aussehen gezüchtet!" ruft. Das ist da genauso blöde und tut der Rasse auch langfristig nicht gut.)

    All das – das schwammige Zuchtziel, die einseitige Fixierung auf das Äußere, die lang und breit beschriebenen Verhaltens- und Haltungsprobleme, das Gemauschel bei den Papieren von noch nicht allzuweit entfernt liegenden Wolfseinkreuzungen, etc. – zumindest bei mir kommt da die Frage auf, warum man solche Dinge durch den Kauf eines Welpen unterstützt und was man sich davon verspricht.

    Hat jemand im Raum Hannover eine Empfehlung für einen guten Osteopathen oder Chiropraktiker?

    Ich war mit meinem Hundesenior nach seiner Kreuzbandüberdehnung bei Merle Hagemann (Merle Hagemann · Kineselogie Taping, Jones Techniken, Faszientherapie, Physiotherapie, Osteopathie) und war sehr zufrieden – sie macht auch Hausbesuche für Behandlung in gewohnter Umgebung, ist toll im Umgang mit den Hunden und erklärt genau, was sie warum tut und worauf man im Alltag selbst noch achten kann. :smile:

    Ich gehöre wohl auch zu denen, die bei Wolfhunden eher skeptisch bis ablehnend sind. Mir geht's dabei gar nicht so sehr um die 'special effects' wie "kann nicht alleine bleiben, zerstört im großen Stil Gegenstände oder Einrichtung" oder sowas; wo ich tatsächlich Verständnisprobleme habe, ist diese Fixierung auf die Optik.

    Mag sein, dass ich da mit meinen Hüteviechern ;) einfach aus einer völlig anderen Ecke komme und das deshalb nicht nachvollziehen kann, aber das Aussehen des Hundes ist für mich eher nebensächlich – und bei 'meiner' Rasse sehe ich das in den letzten 10 Jahren leider extrem, wohin dieser Trend zu "Optik als wichtigstes Selektionsmerkmal" in der Zucht teilweise geführt hat.

    Insofern, und um den Bogen zurück zu den Wolfhunden zu schlagen – mir fehlt da einfach ein Zuchtziel, das über "sieht aus wie Wolf" hinausgeht. :ka: (Domestizierte Tiere mit Wildtieren, selbst wenn es Gehegetiere sind, zu kreuzen, kommt mir auch ausgesprochen falsch vor, aber da fehlt mir das biologische Hintergrundwissen, um dazu irgendwie qualifiziert was sagen zu können.)

    Fies gesagt: für einen 'hündischen Job' (Jagd, Hüten, etc.) werden Wolfhunde nicht gezüchtet; die Wahrscheinlichkeit, dass sie im Sport wirklich führbar sind, ist nicht besonders hoch; und als nette Begleithunde eignen sie sich ganz häufig auch nicht, dafür sind die Einschränkungen dann zu hoch.

    Und wenn man dann bei Diskussionen um den "high/low/midcontent" still mitliest, wundere ich mich schon, warum das so wichtig ist, wie viel Wolf nun rein rechnerisch in dem Tier steckt, ob die Maske/die Ohren/die Augenfarbe "wölfisch" genug ist, usw. usf. Weil ja nach Meinungen und Vorurteilen gefragt wurde ;) – auf mich wirkt das Getue um die "Besonderheiten" dieser Tiere einfach... bizarr bis oberflächlich. :ops:

    Nachtrag, weil ich nicht mehr editieren kann: Und mit der Beobachtung von 'Unterwürfigkeit' – egal bei Welpen oder erwachsenen Hunden – wäre ich bei diesem Typ Hund generell vorsichtig. Mein älterer Rüde wirkt z.B. immer sehr zurückhaltend, sucht keinen Stress mit anderen Hunden, erst recht keinen offenen Konflikt – aber 'unterwürfig' ist er Null. Der setzt seinen Willen nur auf anderen Wegen durch – und das dann ganz klar und ohne Rücksicht auf Verluste, wenn man ihn lässt.

    Auch für sowas ist ein Trainer, der sich speziell mit Aussies auskennt, unschätzbar wertvoll, weil der einem – in der Interaktion mit anderen Hunden, aber auch im Verhältnis zwischen dir und deinem Hund – die Feinheiten im Verhalten zeigen kann, die man sonst am Anfang gerne mal übersieht, weil man den eigenen Blick dafür noch nicht geschult hat.

    Also der unterwürfigste Rüde den ich kenne, gehört einer sehr guten Freundin und er wird im Juli 2 Jahre alt.

    Ein bisschen OT, weil ich die anderen Threads (noch) nicht kenne und zum "Gesamtgeschehen" nix sagen kann, aber: zwei Jahre ist bei einem Aussie noch gar nix. |) So richtig erwachsen im Kopf sind die mit ungefähr vier Jahren. Und vorher würde ich da über 'Unterwürfigkeit'/Rückwärtsgang/Verträglichkeit/etc. auch keine abschließenden Aussagen treffen, sondern höchstens Tendenzen beobachten.

    Ganz wertfreie Frage: Kennst du auch ältere, wirklich erwachsene Aussies? Bzw. kanntest du dir vor der Anschaffung deines Welpen? Hast du Kontakt zu Besitzern solcher Hunde, die dir ev. Tipps geben oder im besten Fall einen Trainer in deiner Gegend empfehlen können?

    Wenn mir ein Hund so entgegen kommt, ist Anleinen eh selbstverständlich.

    Das finde ich immer super bei anderen HH. :gut: Aber du glaubst gar nicht, auf was für bescheuerte Ideen manche, wenige Leute kommen: letztes Jahr meinte jemand, er müsste seinen (wirklich sehr netten, höflichen) Tut-Nix extra zu besagtem Sitterhund schicken, um "den asozialen Hund zu sozialisieren" und "ihm mal zu zeigen, dass es auch nette Hunde gibt". :fear: Zum Glück hatte der Hund mehr Verstand als sein Herrchen und lief in einem Bogen um uns herum. So blöde kann man doch eigentlich gar nicht sein?


    Alltag für uns - und ja, man wird sehr entspannt. :D

    Oha. xD Für sowas bin ich einfach nicht gemacht, glaube ich, da würd' ich wahnsinnig werden. Hunderunden sind für mich Entspannungszeit, da will ich dann auch Landschaft und Zeit mit meinen Hunden genießen – und sonst möglichst wenig Leute sehen. ;) Aber ich hab' defnitiv Respekt, wenn man (Mensch und Hund) das kann oder sogar genießt – ist wahrscheinlich auch 'ne Typ-/Charaktersache.

    Ich bin gerade dabei, mir Fahrzeuge im Stil von Renault Kangoo, Dacia Dokker, Skoda Roomster etc. anzuschauen und hoffe auf Fotos von der Unterbringung eurer Hunde in vergleichbaren Fahrzeugen und gerne auch ein paar Sätze dazu, was ihr an eurem Fahrzeug schätzt und was eher nicht gut gelungen ist.
    Meine Hunde sollen auf jeden Fall in einer Box untergebracht werden, die Rückbank kommt nicht in Frage, ggf. fliegt die Rückbank auch zugunsten einer Box raus.

    Ich hab' einen Skoda Roomster und transportiere zwei mittelgroße Hunde (55 bzw. 62cm Schulterhöhe) in einer Doppelbox. Platz für einen dritten wäre locker, wenn die beiden ein Stückchen von ihrem aktuellen, Senior-bedingten Luxusplatzangebot abgeben würden. :pfeif:

    Die Rückbank ist hochgeklappt, ließe sich aber mit zwei Handgriffen zurückbauen. Platz ist für meine Ansprüche massig vorhanden, der Boden hinten ist eben (das hat mich beim Vorgängerauto genervt, dass man da kaum eine gerade Fläche schaffen konnte). Vorteile für mich sind, dass das Auto echt robust ist; die Maße zwar genug Platz bieten, aber man nirgendwo Probleme hat, einen Parkplatz zu finden; und die Anschaffung echt günstig war. Ist zwar nicht herausragend hübsch oder schnell unterwegs, aber halt eine solide "Hundekarre" ;) , in der man bei Bedarf bei Seminaren o.ä. auch mal übernachten kann.

    Nachteile sind bzw. könnten sein, dass es als 'Mini-Handwerkerwagen' natürlich keine Luxus-Ausstattung hat (Tempomat ist z.B. nur in einigen Modellen dabei, wenn man sowas möchte) und vergleichsweise laut ist's auch. Mir fällt das nicht auf, der Polo davor war lauter |) , aber wenn man neuere Autos gewöhnt ist, in denen man auch bei 180km/h nicht mehr als ein leises Rauschen hört, ist das 'ne Umstellung. ;)

    Bin gerade am Handy unterwegs und kann deswegen leider nicht verlinken, aber irgendwo ein paar Seiten weiter vorne hier im Thread müssten Bilder sein. Ansonsten kann ich bei Interesse auch gern morgen noch mal gucken, ob ich die wiederfinde. :smile:

    mich würde mal interessieren wie eure Hunde zu Tutnixen wurden ?

    Angenommen ihr seid im Wald unterwegs , der Hund offline und ihr seht von weitem schon jemand mit Hund kommt entgegen aber erkennt nicht ob angeleint oder nicht.

    Leint ihr dann vorsichtshalber an? Lasst ihr laufen?

    Mein "Tut-Nix, weil interessiert ihn einfach nicht"-Rüde ;) war schon immer so, ich hab' da weder per "Sozialisierung" oder Erziehung was dran gemacht oder dazu beigetragen. Der ruht einfach in sich und strahlt das anscheinend gegenüber anderen Hunden auch aus – die Male, die er in seinen bisherigen 13 Jahren mit irgendeinem Artgenossen Zoff hatte, kann ich an einer Hand abzählen.

    In der Wald-Situation würde ich zumindest den Hund zu mir holen und dann je nach Bedarf anleinen oder (in Absprache mit dem anderen Besitzer) den Hund freigeben. Einfach so 'auf Verdacht hin' laufen lassen würde ich nicht, weil ich halt durch meinen anderen Rüden (findet Fremdhunde eher überflüssig; kann sich arrangieren, findet spontane Kontakte aber trotzdem blöd) und meinen Gelegenheits-Sitterhund (würde Fremdhunde ungebremst in Grund und Boden stampfen/ernsthaft zubeißen und trägt deshalb draußen durchgehend Maulkorb und Leine) auch die "andere Seite" gut kenne und nachvollziehen kann.

    Aber vermutlich hängt das auch davon ab, wo man wohnt und spazieren geht – wir treffen hier nicht mal ein Dutzend Hunde pro Woche und bei mehr als einer Begegnung pro Spaziergang war schon echt viel los. ;) Da ist es dann auch kein Probelm, für die paar Meter die Leine zu zücken oder sich mit dem anderen Halter zu verständigen. Bei 20, 30 oder mehr Begegnungen auf einem Spaziergang würde ich vermutlich auch anders vorgehen, sonst steht man ja alle paar Meter herum, ruft sich mit anderen HH "dürfen die Kontakt haben? ja? nein?" zu und kommt gar nicht voran. xD

    Paddockplatten sind super praktisch, die hab' ich "für später" auch schon auf dem Schirm – ansonsten gibt's auch richtig coolen, stabilen Kunstrasen, der auch spielende Hunde abkann. Der ist dann allerdings leider auch ziemlich teuer, kommt also auf die Größe der Fläche an, die man auslegen will.

    Wegen des Abschauens: ich hab' einen Hund, der einfach selbstbewusst sein Ding macht und draußen beim Spaziergang nicht groß auf den anderen guckt – und einen, der zwar auch gut alleine klarkommt, aber sich gelegentlich (und völlig überflüssigerweise :roll: ) für den Bodyguard des anderen hält und aus dem Hintergrund gerne mal "Wiesenpolizei" spielen würde, wenn ich olle Spaßbremse ;) ihn lassen würde.

    Wirklich 'brauchen' im Sinne von "ohne den anderen wären sie aufgeschmissen" tun sie sich nicht, aber sie achten schon ein bisschen aufeinander, schauen sich Kleinigkeiten im Verhalten beim jeweils anderen ab, und tun sich gegenseitig gut. :smile: