Beiträge von pardalisa

    Können wir vielleicht mal von diesem Hunde-Kinder-Vergleich wegkommen? Der hinkt doch hinten und vorne... Man macht ja bei Welpen und Junghunden auch keine ärztlichen Untersuchungen, ob sie sich "geistig altersangemessen entwickeln", bei Kindern aber schon – was sagt das also aus? Nix.

    Wer einen Hund ohne Gentests (in der Eltern-/Großelterngeneration oder beim Welpen selbst) haben will, weil er das für unnötigen Schnickschnack hält, der soll sich doch einfach so einen kaufen. Ist ja nicht so, als ob es davon zu wenige auf dem Markt gäbe. :hust:

    Das ist klar, daran arbeite ich bereits :smile:
    Aber mit welcher "Strategie" dann? Also immer umdrehen ist ja schlecht bei zwei Hunden? Und auch stehen bleiben ist doch doof, wenn nur ein Hund gerade zieht :???: . Hab da (glaube ich) irgendwie ein Brett vorm Kopf :hilfe: .

    Nicht aus eigener Erfahrung, aber als Tipp von einer Freundin, mit der ich heute beim Spaziergang zufälligerweise genau über das Thema gesprochen habe: Sie sagt, bei ihren Hunden (beide ziemlich gleich alt und vielseitig interessiert an ihrer Umwelt :D ) ist der Knoten mit dem anständigen An-der-Leine-Gehen erst so richtig geplatzt, als sie nicht mehr "in Verboten gedacht hat" (also nicht "die Hunde sollen nicht ziehen, die Hunde sollen nicht herumspringen, etc."), sondern stattdessen jedem Hund einen festen Platz relativ zu ihr zugewiesen hat und das dann entsprechend bestätigt und belohnt hat.

    Sie sagt, für ihre Hunde war der Handlungsspielraum vorher zu groß und die Konzentration zu schnell aufgebraucht, weil sie sich ständig selbst zurücknehmen mussten. Jetzt, wo sie wissen, wo genau sie auf Kommando gehen sollen (beide auf ihrer rechten Seite; der eine direkt neben ihr, der andere außen) und dafür auch häufig positives Feedback bekommen, läuft's super.

    Passt als Methode bestimmt nicht zu jedem Typ Hund bzw. zu jeder Hundekonstellation, aber vielleicht ist das für deine ja was? :smile:

    Herzlichen Glückwunsch, du hast einen absolut typischen Aussie. :D Die sind so als Welpen – kleine, liebenswerte Mistkröten, die austesten, was sie können und dürfen.

    Wenn der "ältere" Hund (1,5 Jahre ist ja bei einer großen Rasse wie dem Labrador auch noch ziemlich jung) da nicht in der Lage ist, selbst fair, klar und in "Hundesprache" seine Grenzen abzustecken, musst du das für ihn tun.

    (Mit Hüten hat das übrigens wenig zu tun... ;) )

    Hier gibt's zwei Wassernäpfe - einen im Wohnzimmer und einen im Schlafzimmer, weil die Hunde da die meiste Zeit (und auch beim Alleinbleiben) sind und so immer Zugang haben. Den Wassernapf in der Küche zu haben wäre praktischer, geht aber nicht, weil das von der Raumaufteilung so blöd ist, dass die Tür zur Küche meistens zu ist.

    Futter gibt's draußen, weil sie beide fressen wie die Ferkel. :ugly: Der eine sabbert altersbedingt ganz kurz vor'm Fressen und der andere frisst so flott, dass da regelmäßig was neben den Napf fällt. Gerade bei Nassfutter, rohem Fleisch oder Essensresten (die Tage gab's Nudeln mit Soße...) mag ich das drinnen nur im Notfall wie z.B. bei üblen Minusgraden haben.

    wie macht ihr das mit Zeckenschutz? Ich hatte bei Chilly ein Spot On, das geht jetzt aber nicht mehr, weil die beiden sehr viel miteinander spielen und sich am Fell nehmen und Chilly Bonnie am Kopf putzt.
    Wie macht ihr das?

    Bravecto für beide. Ohne Zeckenschutz geht hier nicht (im Fell sehe ich selbst bei gründlichstem Absuchen nach jedem Spaziergang nicht alle Zecken und nachdem mein älterer Rüde vor einigen Jahren Anaplasmose hatte, geh' ich da auch kein Risiko mehr ein oder doktere mit irgendwelchen Hausmittelchen herum) und Spot-Ons will ich wegen häufigem Baden im Sommer und weil die beiden sich schon gerne gegenseitig die Ohren und das Fell putzen nicht drauftun. Also Tablette – die wird auch von beiden Hunden gut vertragen (auch von dem, der MDR1-Träger ist, was mir wichtig war).

    Manche Leute sind so vorschnell mit ihren dummen Sprüchen, dass es schon wieder lustig ist... :roll:

    Der jüngere meiner beiden Hunde hat sich im Garten an einem Rasenkantenstein eine Schürfwunde zugezogen – nix Dramatisches, aber ich wollte nicht, dass er damit durch den Schnee rennt, also gab's einen (grellpinken, wasserdichten, handbreiten) Verband um's Bein und Leinenzwang auf dem Spaziergang.

    Wir treffen unterwegs auf ein Ehepaar mittleren Alters mit einem jungen Labrador, ebenfalls angeleint. Die Frau fragt, ob wir die Hunde ableinen können, ich sage "nein, weil..." und will fortfahren mit "weil meiner sich verletzt hat", komme aber nicht dazu, weil der Mann sofort losbollert: "Ha! Erziehung würde helfen! Kommt der nicht wieder, oder was?"

    Ich musste bei so viel Blödheit echt lachen und hab' dann nur mühsam "ja klar, wenn ich den nur mal besser erziehen würde, würde sich seine Verletzung sofort in Luft auflösen. Dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin!" hervorgebracht. xD

    Für mich sind Hunde wie Malinois oder Jagdterrier ernsthaft. Hütehunde hätte ich da eigentlich nicht dazu gezählt :ka:

    Och, ich würde mindestens einen meiner beiden und auch sonst die allermeisten Aussies, die ich kenne, schon als 'ernsthaft' bezeichnen. |) Soll ja auch so sein. Ein (Rinder-)Treib- und Hofhund, der herumkaspert und als Konfliktlösungsstrategie grundsätzlich ins Fiddeln fällt, wär ja auch kontraproduktiv.

    Aber ich würde, nach meinen bisherigen Erfahrungen, Kooperationsbereitschaft und Ernsthaftigkeit auch eher an der Rasse als an der Größe festmachen – was wahrscheinlich daran liegt, dass ich mit einem Dackel großgeworden bin... :hust:

    Was wäre die "Höchstgrenze" was ihr an Hunden haben und händeln wollt bzw könnt?

    Meine Faustregel ist "nicht mehr Hunde als Hände, die sich darum kümmern", d.h. als Single = 2 Hunde; mit hundebegeistertem Partner, der gleichberechtigt Verantwortung übernimmt = 4; im Mehrgenerationenhaus o.ä. = nach oben offen. :D

    Kleine Abweichungen kann ich mir vorstellen, wenn's sich halt gerade passend ergibt (ich hab' den Gedanken mit dem Windhund als Dritthund zu meinen beiden Aussies in den nächsten 1-2 Jahren ja auch noch nicht ganz verworfen |) ), aber sowas wie 8, 9, 10 und mehr Hunde als Einzelperson? Neee, meins wär's nicht. Da würde mir definitv die "Einzelhund-Zeit" mit jedem Tier fehlen, ich hätte Sorge, dass einer der Hunde in der Gruppe untergeht/zu kurz kommt, und meine Art der Hundehaltung ist das auch nicht – dafür hab' ich auch einfach keine Hunde, damit die sich dann nur untereinander bespaßen.

    So als grobem Anhaltspunkt bleibe ich deshalb bei der Faustregel.

    Ich muss zugeben, so richtig schlau werde ich aus den bisherigen Aussagen und Erklärungen der Wolfhund-Halter nicht... :ka:

    Soweit ich das auf den letzten Seiten richtig mitgenommen habe, ist ja auch Wolfhund nicht gleich Wolfhund und ein SWH nicht immer unbedint mit einem AWH vergleichbar. Okay, kann ich bei den unterschiedlichen Schwerpunkten der Rassegeschichten verstehen, aber da es hier ja – wie anfangs betont wurde – um alle Wolfhundearten gemeinsam gehen sollte, mal salopp zusammengefasst:

    Entweder Wolfhunde sind ganz normale Hunde, die ein entspanntes Leben führen können (solange das Umfeld stimmt und der Besitzer den nötigen Hundeverstand mitbringt), wo halt in der Zucht leider viel Wert auf Optik gelegt wird, die aber keine "Wildtiereigenschaften" haben, denen keine Domestikation fehlt und die nicht mehr oder weniger schwierig/anders als andere Hunderassen sind, wenn man damit umgehen kann – dann verstehe ich nicht, warum so häufig betont wird, dass die gaaanz anders sind, dass man die erlebt haben muss, dass quasi die "Exklusivität" und die besonderen Bedürfnisse einige der ersten Dinge sind, die man bei Informationen über diese Art Hund zu hören bekommt, etc. pp.

    Oder sie sind eben anders/schwierig/"wildtierhafter" und die hier beschriebenen Probleme haben ihren Ursprung halt in der Genetik. Aber dann muss man sich vermutlich auch die Frage gefallen lassen, welchen Sinn und Zweck es hat, solche Tiere für ein Leben in unseren doch relativ dicht besiedelten Breitengraden zu züchten bzw. diese Zuchtpraktik zu unterstützen und gutzuheißen.