Beiträge von pardalisa

    Füttert ihr euren älteren Hunden eigentlich Seniorfutter? Und wenn ja ab wann ist ein Hund ein Senior. Wovon macht ihr das abhängig?

    Mein Hundesenior (13 Jahre alt) bekommt seit einiger Zeit gelegentlich Seniorfutter. Ich mach es davon abhängig, was an Aktivitäten so ansteht: im Sommer, wenn er eh auf 'Sparflamme' läuft und zu den großen Wander- oder Radtouren nicht mitkommen darf, weil er die leider nicht mehr packt, gibt's Seniorfutter, damit er nicht moppelig wird (das wär' Gift für seine leicht instabilen Hinterbeine). Jetzt im Urlaub Anfang des Monats dagegen hat er das gleiche Futter wie mein vierjähriger Rüde bekommen, weil sie jeden Tag die gleichen großen Strandspaziergänge bei Minusgraden gemacht haben (und der Opi da mit bester Laune dabei war!) und er sonst abgenommen oder gefroren hätte.

    Er ist allerdings auch der totale "Müllschlucker" :ops: , verträgt von Trockenfutter über Nassfutter und rohes Zeug bis hin zu Essensresten alles und braucht bei Futterumstellungen absolut keine Gewöhnungszeit. Insofern passe ich da auch relativ spontan und ohne großen Vorlauf an, was er bekommt.

    Diese Geschichten von den "freiatmenden" Eltern-/Großelterntieren glaube ich dann, und nur dann, wenn der Züchter das beweisen kann – sprich, wenn da mit dem erwachsenen Hund z.B. eine Ausdauerprüfung (die über diesen lächerlichen Mops-Test im Schrittempo hinausgeht!) bestanden wurde.

    Das letzte Mal, als ich so blöde war, mich mit einer FB-Besitzerin auf so eine Diskussion einzulassen, habe ich ihr vorgeschlagen, dass jeder von uns mal ein Handyvideo aufnimmt – sie mit ihrer FB, ich mit meinem Hütetier –, wie der Hund mindestens 5km ohne Pause trabt (z.B. langsam neben dem Fahrrad, beim Joggen, Nordic Walken oder sonstwas) und dann das Handy 'ne Weile neben den Hund hält, um zu gucken, ob da wirklich "gar kein Röcheln" ist und der Hund das wirklich so locker packt, wie sie behauptet hat. Tja, da kamen dann zigtausend Ausflüchte, warum das natürlich leider gaaar nicht ginge... :roll:

    Insofern: Papier und Internet sind geduldig, da kann man ja erst mal in den Raum stellen, dass die eigenen (Zucht-)Hunde alle total freiatmend, ohne Probleme und super sportlich unterwegs sind – die Realität zeigt leider, dass der deutlich überwiegende Teil der Rassevertreter eben genau das nicht ist. Und davor sollte man die Augen nicht verschließen und solche Schönfärberei nicht noch durch den Kauf eines Welpen unterstützen.

    Können wir vielleicht mal von diesem Hunde-Kinder-Vergleich wegkommen? Der hinkt doch hinten und vorne... Man macht ja bei Welpen und Junghunden auch keine ärztlichen Untersuchungen, ob sie sich "geistig altersangemessen entwickeln", bei Kindern aber schon – was sagt das also aus? Nix.

    Wer einen Hund ohne Gentests (in der Eltern-/Großelterngeneration oder beim Welpen selbst) haben will, weil er das für unnötigen Schnickschnack hält, der soll sich doch einfach so einen kaufen. Ist ja nicht so, als ob es davon zu wenige auf dem Markt gäbe. :hust:

    Das ist klar, daran arbeite ich bereits :smile:
    Aber mit welcher "Strategie" dann? Also immer umdrehen ist ja schlecht bei zwei Hunden? Und auch stehen bleiben ist doch doof, wenn nur ein Hund gerade zieht :???: . Hab da (glaube ich) irgendwie ein Brett vorm Kopf :hilfe: .

    Nicht aus eigener Erfahrung, aber als Tipp von einer Freundin, mit der ich heute beim Spaziergang zufälligerweise genau über das Thema gesprochen habe: Sie sagt, bei ihren Hunden (beide ziemlich gleich alt und vielseitig interessiert an ihrer Umwelt :D ) ist der Knoten mit dem anständigen An-der-Leine-Gehen erst so richtig geplatzt, als sie nicht mehr "in Verboten gedacht hat" (also nicht "die Hunde sollen nicht ziehen, die Hunde sollen nicht herumspringen, etc."), sondern stattdessen jedem Hund einen festen Platz relativ zu ihr zugewiesen hat und das dann entsprechend bestätigt und belohnt hat.

    Sie sagt, für ihre Hunde war der Handlungsspielraum vorher zu groß und die Konzentration zu schnell aufgebraucht, weil sie sich ständig selbst zurücknehmen mussten. Jetzt, wo sie wissen, wo genau sie auf Kommando gehen sollen (beide auf ihrer rechten Seite; der eine direkt neben ihr, der andere außen) und dafür auch häufig positives Feedback bekommen, läuft's super.

    Passt als Methode bestimmt nicht zu jedem Typ Hund bzw. zu jeder Hundekonstellation, aber vielleicht ist das für deine ja was? :smile:

    Herzlichen Glückwunsch, du hast einen absolut typischen Aussie. :D Die sind so als Welpen – kleine, liebenswerte Mistkröten, die austesten, was sie können und dürfen.

    Wenn der "ältere" Hund (1,5 Jahre ist ja bei einer großen Rasse wie dem Labrador auch noch ziemlich jung) da nicht in der Lage ist, selbst fair, klar und in "Hundesprache" seine Grenzen abzustecken, musst du das für ihn tun.

    (Mit Hüten hat das übrigens wenig zu tun... ;) )

    Hier gibt's zwei Wassernäpfe - einen im Wohnzimmer und einen im Schlafzimmer, weil die Hunde da die meiste Zeit (und auch beim Alleinbleiben) sind und so immer Zugang haben. Den Wassernapf in der Küche zu haben wäre praktischer, geht aber nicht, weil das von der Raumaufteilung so blöd ist, dass die Tür zur Küche meistens zu ist.

    Futter gibt's draußen, weil sie beide fressen wie die Ferkel. :ugly: Der eine sabbert altersbedingt ganz kurz vor'm Fressen und der andere frisst so flott, dass da regelmäßig was neben den Napf fällt. Gerade bei Nassfutter, rohem Fleisch oder Essensresten (die Tage gab's Nudeln mit Soße...) mag ich das drinnen nur im Notfall wie z.B. bei üblen Minusgraden haben.

    wie macht ihr das mit Zeckenschutz? Ich hatte bei Chilly ein Spot On, das geht jetzt aber nicht mehr, weil die beiden sehr viel miteinander spielen und sich am Fell nehmen und Chilly Bonnie am Kopf putzt.
    Wie macht ihr das?

    Bravecto für beide. Ohne Zeckenschutz geht hier nicht (im Fell sehe ich selbst bei gründlichstem Absuchen nach jedem Spaziergang nicht alle Zecken und nachdem mein älterer Rüde vor einigen Jahren Anaplasmose hatte, geh' ich da auch kein Risiko mehr ein oder doktere mit irgendwelchen Hausmittelchen herum) und Spot-Ons will ich wegen häufigem Baden im Sommer und weil die beiden sich schon gerne gegenseitig die Ohren und das Fell putzen nicht drauftun. Also Tablette – die wird auch von beiden Hunden gut vertragen (auch von dem, der MDR1-Träger ist, was mir wichtig war).

    Manche Leute sind so vorschnell mit ihren dummen Sprüchen, dass es schon wieder lustig ist... :roll:

    Der jüngere meiner beiden Hunde hat sich im Garten an einem Rasenkantenstein eine Schürfwunde zugezogen – nix Dramatisches, aber ich wollte nicht, dass er damit durch den Schnee rennt, also gab's einen (grellpinken, wasserdichten, handbreiten) Verband um's Bein und Leinenzwang auf dem Spaziergang.

    Wir treffen unterwegs auf ein Ehepaar mittleren Alters mit einem jungen Labrador, ebenfalls angeleint. Die Frau fragt, ob wir die Hunde ableinen können, ich sage "nein, weil..." und will fortfahren mit "weil meiner sich verletzt hat", komme aber nicht dazu, weil der Mann sofort losbollert: "Ha! Erziehung würde helfen! Kommt der nicht wieder, oder was?"

    Ich musste bei so viel Blödheit echt lachen und hab' dann nur mühsam "ja klar, wenn ich den nur mal besser erziehen würde, würde sich seine Verletzung sofort in Luft auflösen. Dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin!" hervorgebracht. xD

    Für mich sind Hunde wie Malinois oder Jagdterrier ernsthaft. Hütehunde hätte ich da eigentlich nicht dazu gezählt :ka:

    Och, ich würde mindestens einen meiner beiden und auch sonst die allermeisten Aussies, die ich kenne, schon als 'ernsthaft' bezeichnen. |) Soll ja auch so sein. Ein (Rinder-)Treib- und Hofhund, der herumkaspert und als Konfliktlösungsstrategie grundsätzlich ins Fiddeln fällt, wär ja auch kontraproduktiv.

    Aber ich würde, nach meinen bisherigen Erfahrungen, Kooperationsbereitschaft und Ernsthaftigkeit auch eher an der Rasse als an der Größe festmachen – was wahrscheinlich daran liegt, dass ich mit einem Dackel großgeworden bin... :hust: