Beiträge von Quarus

    Mit Deinem "Achtung Rattengift"-Schild kannst Du Dir tüchtig Ärger einhandeln. Erstens darf Rattengift nur von Sachkundigen angewendet werden, was der normale Hausbesitzer nicht ist - also muß er unbefugt dran gekommen sein: Problem. Zweitens darf es auch von Sachkundigen nur auf vorgeschriebene Art verdeckt so ausgebracht werden, daß andere Tiere und Menschen nicht rankommen, das Schild impliziert aber offene Auslage: noch ein größeres Problem.

    Selbst wenn es nicht stimmt und nur ein Abschreckungsschild ist, kann und muß sich eine Behörde drum kümmern, und falls Gefahr besteht, diese beseitigen.

    Ich bin schon ein bißchen geschockt über manche Antworten. Ganz klar, daß ein deutliches ZUVIEL an Action einem Welpen/Junghund nicht gut tut - aber ins andere Extrem zu verfallen und als "höchstes Ziel" der Aufzucht die Erzielung eines, überspitzt gesagt, scheintoten Junghundes zu propagieren, der NICHTS von seinem Besitzer erwartet, NICHTS fordert, außer "Pfui!" (einem Verbot) keine Kommunikation kennt, nach dem Herausreißen aus der Wurfgemeinschaft gezwungen wird, ALLEIN mit sich selbst zu spielen - das ist hart. Da möchte ich kein Welpe sein! Das sollen ausgeglichene Hunde werden? Vielleicht - aber eher Hunde, die gelernt haben, unbeachtet nebenherzulaufen und zu resignieren, oder sich selbst einen "Lebensinhalt" suchen.

    Für mich ist ein Welpe ein kleines, abhängiges Lebewesen, das voll und ganz darauf vertrauen muß, daß seine Bedürfnisse erkannt und erfüllt werden. Und an erster Stelle steht für mich die soziale Interaktion mit mir als Besitzer, der an Stelle der bisherigen Bezugspersonen und auch Wurfgeschwister, Mutter, Rudelmitglieder getreten ist. Die Aufmerksamkeit, die der Welpe gewöhnt ist, die Geborgenheit, die Bestätigung und Sicherheit muß jetzt von mir kommen, und bestimmt nicht, indem ich ihn aus lauter Angst, einen Action-Junkie zu bekommen, damit allein lasse.

    Ich spiele viel mit meinen Welpen, ich beachte sie, ich durchlebe mit ihnen neue, aufregende Situationen, ich gehe auf ihr Kuschelbedürfnis ein, ich bahne erste spätere Rufzeichen an. Ich setze ihnen auch Grenzen, verwehre ihnen, mich zu beißen, die Einrichtung zu zerstören, hinzupieseln, wo sie nicht sollen, beende eine Tätigkeit oder Spiel, wenn es geboten erscheint. Ich gehe solchen Konflikten nicht aus dem Weg, indem ich den Welpen möglichst reizarm halte, sondern lehre ihn, damit umzugehen, wobei wir bei Frustrationstoleranz und Impulskontrolle sind. Es werden Rituale der Ruhe und Rituale der Beschäftigung eingeübt.

    Das dauert seine Zeit, es gibt Mißverständnisse und Fehlschläge, ich WERDE gebissen, mein Hund überdreht auch mal, die Möbel und Schuhe leiden - aber hey, das gehört dazu, wenn man einen Welpen aufzieht! Das ist LEBEN!

    Ich finde es einfach nur schäbig, die Zuchtergebnisse anderer, in Generationen denkender Züchter zu kaufen, um das Ergebnis deren Überlegungen und Bemühungen in leicht und teuer vermarktbaren ein-Generationen-Mixen zu verwerten. Und dann wieder Rassehunde zu kaufen und wieder ein-Generationen-Mixe zu produzieren. Und so fort, ohne was Eigenes, Nachhaltiges beizufügen und sich mit den Ausgangsrassen auseinanderzusetzen oder für sie Verantwortung zu übernehmen.

    IPO3 ist erledigt, 93/87/94, gesamt 274 Punkte mit TSB a. In Abteilung B leider das Steh aus dem Laufschritt versemmelt. Dafür feines Platz gemacht, leider. Naja, dann zur nächsten Prüfung...

    Findest du nicht,dass die sich nicht Langsam Spalten.Allein schon von der Rüden Wahl bis hin zum manchen Körper bau (Fett usw).
    Bei uns im Boxer Verein redet man schon lange da drüber

    Es gibt ein starkes Züchterlager, das für den Ausstellungserfolg züchtet. Aber die Grenzen sind fließend, es gibt immer wieder gute Hunde aus Ausstellungszuchten und schöne Hunde aus Leistungszuchten.

    Das glaube ich tatsächlich nicht wirklich. Aussehen und Charakter. Beides stimmt für mich im Moment leider nicht.
    Also gibt's demnächst einfach keinen Boxer :smile:

    Das bleibt Dir unbenommen. Bei mir wird es auch viele Rassen demnächst und zukünftig nicht geben. Trotzdem habe ich keine Ambitionen, über diese Rassen Halb- und Unwahrheiten zu verbreiten. Kritik ist was Schönes - wenn sie fundiert ist

    Edit by Mod: Den letzten Satz schlucken, wir dann ist es ein wundervolles Statement innerhalb der Net(t)iquette

    Ich finde den Boxer keine Qualzucht, höstens die Show Line.

    Da sich der Boxer grade spaltet, den Working Boxer sehe ich als Guten Hund

    Und was ich als Boxer auf den Bilder sehe ist für mich keine Qualzucht

    Da spaltet sich nix. Es gibt eben Züchter, die verstärktes Augenmerk auf die Schönheit legen und andere, die Leistung vorziehen. Orgon, der Vater Deines Lieblingsrüden, stammt z.B. aus einer Ausstellungslinie. Da gibt es immer Vermischung.


    Aber was mich daran am meisten ärgert: In Zuchtverbänden außerhalb des FCI gibt es Hunde, die durchaus in die Richtung dieses Aussehens gehen.


    Welche Konsequenz ziehe ich daraus, dass ich diesen Typ Boxer ansprechender (auch weil meiner Meinung nach deutlich weniger Qualzucht) finde, mir aber die halbe Welt erzählt, dass nur FCI-Züchter seriös sind?

    Glaube doch nicht, dass dieser alte Typ dort Zuchtziel ist! Wenn irgend möglich, wird da noch viel übertypischer "gezüchtet". Kannst ja mal nach Vaquero Torques googlen, der jetzt viel ausserhalb FCI deckt - joo, sehr gesund und funktional.... Notfalls werden Bulldoggen etc. eingekreuzt, um wieder Ähnlichkeit zum Boxer zu bekommen. Dazu kaum oder nicht nachprüfbare Untersuchungen, null Wesensüberprüfung und keinerlei Bestrebung, die Gebrauchshundeigenschaften zu erhalten. Nicht mal ein "langer Rüssel" kann diese Versäumnisse in der Zucht kompensieren! Da gehört schon ein bissel mehr dazu.
    Ein Hund wie Emil vom Aufwind spielt in einer ganz anderen Liga, und ist noch als Boxer zweifelsfrei erkennbar. In Aussehen UND Charakter.

    Ich wünsche mir den alten Typ Boxer zurück. Mal von den kupierten Ohren und der kupierten Rute abgesehen, natürlich.


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    Das ist ein Typ, der mir auch besser gefällt als viele "moderne Sieger". Schönes funktionales, ausgewogenes Gebäude und ein moderat verkürzter Fang bei schlankem, kantigem Oberkopf.
    Dieses Bild sehe ich immer wieder gern!

    Über meine Hunde habe ich einen großen Teil meines Freundeskreises kennengelernt. Wir ticken ähnlich und haben über unsere Hunde bei aller Individualität eine große Schnittmenge. Klar, dass Hunde im Allgemeinen und der eigene im Besonderen da einen höheren Stellenwert haben, als den von Mitläufern. Es ist eben das Hobby, dem man sich zum Ausgleich für das stressige Arbeitsleben gern intensiv widmet.