Beiträge von Gandorf

    Hätte bei der Agility Einsteiger Prüfung auch ein Hund Ablage, während auf dem selben Platz einer einen Parcours läuft?

    Ich finde es eigentlich verständlich, dass von einem BH Einsteigerhund ein anderes Fuß erwartet wird, als von einem Klasse 3 Hund.

    Auch sollte ein Richter die Aufgaben im Sinne des Sports interpretieren. Damit er das kann, muss er ja einiges erfüllen und lernen.
    Wenn das nicht so wäre, könnte man auch jede Lieschen Müller hinstellen, die die PO auswendig hersagen kann.

    Wenn ein Richter ein Auge zudrücken will, dann kann er das auch beim AGI Einsteiger Parcours und duldet, dass der Hund mehrfach abhaut oder lockend mit dem Jackenärmel gewedelt wird.
    Dann eben nicht weil es AGI Leute sind, sondern weil die einen eh auf ewig A1 laufen werden — oder die anderen die Vereinsstars von morgen, die bei ihrem Training deswegen andere Schwerpunkte setzten.

    Und schon hast du wieder kulante und strenge Richter.

    Die BH *muss* ätzend sein! Und möglichst nicht selbstbelognend für den Hund.

    Damit sich der Mensch nämlich richtig Mühe geben muss, seinen Hund zu motivieren und es mit ihm einzustudieren.

    Ich spreche jetzt nicht von Agility Sportlern die ihre Zeit und Ressourcen möglichst effektiv einsetzen wollen, sondern Leinenverweigerern, die einfach keine Lust haben an ihren unerzogenen Mein-Hund-tut-das-nicht eine Schnur zu machen, weil es ihnen egal ist ob er beißt oder gebissen wird.

    Die haben unter Garantie keinen Bock auf BH. Aber wenn es keine BH gäbe, täten die sicher ihr Glück mal auf nen Turnier versuchen. Nicht oft vielleicht — dafür gibt es davon wahre Horden.

    Deswegen lauf ich gern ne fade BH. Weil dann nur Leute übrig bleiben, die ausdauernd sind und sich überwinden können. Ist einfach ein Sicherheitsaspekt.

    @Brizo

    Find ich aber unschön von dir zu behaupten, jemand der in der Grundstellung nur lobt und/ oder erst nach der ganzen UO belohnt würde nach dem „keine Strafe ist Belohnung genug“ Prinzip arbeiten.

    Gibt ja Hunde, da ist die externe Belohnung so gut aufgebaut, dass sie die 14 min durchhalten.
    Auch wenn sie in der GS „nur“ Prüfungskonform angesprochen und gestreichelt werden.

    Ich fänd‘s jetzt zwar auch interessanter, wenn jeder Hund mit jedem beliebigen Hund können müsste, aber das steht in der PO ja nicht drin.

    Und solange der Partner nicht ausgelost werden muss, darf man sich nicht beschweren wenn die Leute sich absprechen, wer mit wem läuft.

    Allerdings sollte man beim Zusammenfinden ehrlich sein und sagen: „Mein Hund läuft vielleicht zu deinem.“ „Ich werde zergeln, falls es der Richter erlaubt.“ „Ich rufe die Kommandos im Kasernenton so dass man es ihm Nebenort noch hört.“
    Das gehört zum fairen Miteinander.

    Ich wäre Partner für ne Schäfi Hündin gewesen, die zwar verlässlich liegt, aber jeden Hund zerrupft hätte, der auf ner Freu-Runde bei ihr vorbeidüst. Die hatte aber keinen privaten Partner zum mitbringen.
    Mulder war nach besten Wissen von mir verlässlich, also hab ich mich bereit erklärt.
    Aus anderen Gründen fand sich dann noch ein Zwergpinscher. Der war zwar nicht verlässlich, aber Kleinhunde hatten bei Ihr Narrenfreiheit und wurden nicht „gefressen“.

    Wir waren dann Partner für den Goldi der ein Team gesucht hat, dass Freu-Runden toleriert, falls Sie passieren. Goldi war aber an dem Tag brav.

    Ich fände es darüber hinaus auch noch wichtig, dass du deinen Prüfungspartner vorher informierst oder fragst wenn du zergeln willst.

    10min liegenbleiben während ein anderer Hund daneben ruhig gearbeitet wird und Frauchen nicht hinschaut ist schwer genug. Aber das weiß man.
    Ruhig liegen während ein Hund zergelt ist schwieriger, und das sieht man laut PO nicht kommen.

    Aber ich nehme an, dein Prüfungspartner wird eine Freundin sein?
    Hast du für Dash schon jemand im Sinn, der mit ihm laufen könnte?

    Klar gibt es Richter, die beim UO Teil so nett sind, dass es schon nicht mehr PO konform ist.
    Es gibt aber auch welche, die bei Verkehrsteil und Chipkontrolle so „nett“ sind, dass da eigentlich keine PO konforme Bewertung mehr stattfindet.

    Ja und damit kommt man auch sicher über das Dorfturnier im Stall nebenan hinaus *vorsicht Ironie* :roll:
    Irgendwas haben unsere Turnierreiter falsch gemacht, die mussten regelmäßig trainieren und ihre Pferde kennen, damit sie auf Dauer eine anständige Performance gezeigt haben.


    Manch einem ist es auch vollkommen egal, was der Hansel neben ihm denkt und macht manche Sachen nur für sich und nicht, damit ihm irgendwer irgendwann mal auf die Schulter klopft...

    Spreche vom nem Profibetrieb in der dritten Generation: Ausbildung, Zucht und Deckhengste.
    Da geht es nicht einfach um VIEL trainiert zu haben, sondern effektiv und das Richtige und Notwendige. Ziel ist da auch nicht Zeitvertreib.

    Wenn man etwas nur für dich selbst macht, braucht‘s keinen Beifall von Publikum und abschätzige Bemerkungen gegenüber der Leistung/Performance der Sportkollegen der Dorfliga.

    Ich finde die größte Herausforderung bei der BH ist einfach die Länge der Zeit in der der Hund motiviert und konzentriert bleiben muss *ohne* dass etwas Spannendes passiert.

    Der Aufbau der externen Belohnung ist dann wahrscheinlich einer der ersten Schritte im Agility?

    @Brizo

    Hast du schon mal einen Hund für eine BH in Auftrag gegeben? Oder jemand in deinem Verein?
    Ich könnte mir schon vorstellen, dass Dash das mitmacht. Aber wie findet man einen Mensch, der die Zeit dafür investieren will? Das ist ja mehr als einmal die Woche.
    Alle denen ich das in meinem Umfeld zutrauen würde, haben schon einen oder mehr Hunde mit denen sie Hundesport machen.
    Und alle die keinen Hund haben, sind noch völlige Neulinge auf dem Gebiet.