SheltiePower
Du hast natürlich mit allem Recht, was du sagst.
Die Meinung von Gerichtsurteilen — vielleicht geh ich gleich noch eins raussuchen — ist, dass man als Jogger zumindest die paar Schritte vorbei GEHEN sollte.
Drauf zu laufen und Arme ausbreiten um den Hund einzuschüchtern (vielleicht?) sieht ein Gericht dann sicher erst recht kritisch.
Ich denke, man darf annehmen, dass jemand mit Angst vor Hunden lieber mehr Distanz zwischen sich und das Tier bringen will.
Dass so jemand eher auffordert, den Hund anzuleinen.
Und dass ein ängstlicher Jogger nicht hinterher laufen würde, wenn die HH ruft “Bitte nicht!” und der Hund “weg tänzelt”.
Genauso wie ich bei einem erschrockenen Hund nicht erwarten würde, dass er noch lange nachsetzt.
Aus dem Bauch heraus hätte ich das Anspringen als Beschwichtigung gedeutet.
Genauso wie mein Bauchgefühl beim Jogger sagt: Hat Hund nicht gesehen, oder hat sich nen Scherz erlaubt, oder war geistig nicht in der Lage zu verstehen, dass das ne ganz schlechte Idee ist.
Es gibt ja nicht nur Schwarz-Weiß. Es können auch mal 3 “Leute” einen Fehler machen, ohne böse Absicht/Fahrlässigkeit.
Der Goldie hat nicht gebissen, sein Frauchen hat so schnell wie möglich versucht zu managen, der Jogger hat sich wegen dem Kratzer nicht beschwert.
Wenn alle drei draus lernen, ist es doch glimpflich ausgegangen.
Mulder saß mal eng bei Fuß, ich halte ihn am Halsband, um zwei Radler vorbei zu lassen.
Plötzlich bellt er laut los und zieht am Halsband.
Die Radler fahren weiter.
Hat mein Hund frech einen auf dicke Hose gemacht?
Hat ein böser Radler ihn getreten?
War die Rute im Weg und ein Rad ist versehentlich drüber gerollt?
Ich hab keinen blassen Schimmer!
Hab halt draus gelernt und stell immer meinen eigenen Körper zwischen Hund und Radler. Problem gelöst.
Mulder sind Radfahrer vorher sowie nachher egal. Hat ihn also nicht traumatisiert.
Normalerweise sollte schon Raum für kleine Fehler von Mensch oder Hund sein, ohne dass es gleich schwere Verletzungen gibt.