Beiträge von silvi-p

    Ja, eine Sache gibt es schon.
    Das vergesse ich nicht so schnell.
    Als ich noch in München war, war ich mit meinem Ersthund damals immer in so einem Park unterwegs. Da kannte ich nach einer Weile auch ein paar andere Hundehalter, das war immer ganz nett. Eine Frau hatte einen Welpen als Pflegi aufgenommen, die Welpette war sowas von süß, das war unglaublich, schwarz, jagdhundartig.
    Mein Hund war zu der Zeit schwierig einzuschätzen, zu bekannten Hunden ok, eher ignorierend, mit einigen aus dem Park nicht verträglich, und auch bestimmte Verhaltensweisen anderer Hunde brachten ihn in schlechte Stimmung. Ich dachte da "naja, er hat einfach nix mit anderen am Hut", und dass ich wohl eher zu meinem Vergnügen mit den andern HH die Runde drehte.
    Eines Tages nun drehten wir gerade wieder mit der Frau mit dem Pflegewelpi eine Runde, da kam uns einer der "Stunkmacher" entgegen, ausgeführt wurde der immer an der Flexi, von einem sehr lustlos wirkenden jungen Mann mit Musik auf den Ohren.
    Der "Stunkmacher", etwa so groß wie mein Hund, guckt erst, wie immer, und will dann fix mal den Welpen mobben.
    Aber - sooooo schnell, und so klar, sowas habt ihr noch nie gesehen - steht mein Hund dazwischen. Er steht einfach nur und fixiert den anderen. Der macht sich schnellstens vom Acker.
    Ich hätt ihn so knutschen können und war andererseits von dieser Souveränität tief beeindruckt. Und ab da hab ich ihn auch ein bißchen anders eingeschätzt.
    Grüßle
    Silvia

    Ja aber....
    (blöder Anfang) -
    wenn die Nachbarn informiert werden "dass Mia daran arbeitet" und Mia gleichzeitig den Hund weiterhin bei den längeren Schichten 6 und 8h lang alleine lässt und der, wie schon seit langer Zeit, Terror schiebt, was nutzt dann diese Info den Nachbarn? Ich glaube, ich persönlich wäre damit echt nicht zufrieden!

    Ich bin ja regelmäßig bei meinem Freund zu Besuch und bleibe dann auch schonmal Mo/Di zum Arbeiten dort. Im Haus wohnt eine Frau mit einem älteren Bordermix, die Frau arbeitet glaube ich Schicht. Jedes Mal, wenn ich dort arbeiten will, höre ich, wie der Hund mit kleinen Pausen den ganzen lieben langen Tag bellt. Es ist wirklich nur bellen, aber ey.... ich muss mich da echt am Riemen reißen, damit ich mich konzentrieren kann. Das nervt schon. Und der arme Kerli tut mir auch leid. Die Frau tut, als wüsste sie von nix. super :(
    Grüßle
    -s-

    Huhu,
    also eigentlich versuche ich, diese nervigen Begegnungen/Fragestellungen schnell zu vergessen, denn irgendwie kann man ja doch nix machen.
    Was ich überhaupt nicht verstehe, nicht nachvollziehen kann, wo mir jeglicher Ansatz fehlt:
    Da komme ich mit zwei kurz angeleinten Hunden lang, der andere angeleinte Hund sieht uns schon ne Weile und fängt auf 50m an, zu glotzen, zu fiepen, ab 30m, sich in die Leine zu hängen, noch näher geht er auf 2 Beine etc.
    Das muss alles gar nicht mal böse gemeint sein, aber WARUM zum Henker lassen die Leute Hunde in solcher Gemütslage zu anderen Hunden? Warum???
    Ich persönlich würde gucken, dass ich einen Hund, der sich so aufführt, nicht auch noch dadurch belohne, dass er endlich die anderen abchecken darf... ich verstehe nicht, echt.

    Letztens ist mir erst aufgefallen, wie weit meine "Hundebegegnungen grundsätzlich ruhig"-Theorie geht. Wir waren an der Freilaufstrecke, da standen 3 Leute mit zwei Hunden zusammen, einem Labbi und einem Aussi. Der Labbi und der Aussi waren recht lustig dabei, sprangen an den Leuten hoch, waren ein wenig gepuscht. Als die Leute gesehen haben, dass ich daraufhin angeleint habe, haben sie ihre Hunde festgehalten (die saßen dann so auf glühenden Kohlen, recht interessiert/angespannt meine anguckend). Als wir vorbei waren, hat mich mein Freund gefragt, warum ich angeleint hätte, und ich meinte nach kurzer Überlegung nur so "so aufgeputscht will ich die nicht kennenlernen".

    Aber der hinterher-Kommentar der einen Frau war natürlich wieder "nein (Hundename), die sind zu klein für dich" .... *sfz*

    Grüßle
    Silvia

    Amare: wegen "husky-ähnlicher Einstellung": vielleicht habe ich Huskys ungünstig pauschalisiert. Ich meine Folgendes: wenn ein unausgelasteter Goldie oder sonst ein Hund, der eben einfach so Familienhund ist, "jagt", dann liegt das häufig daran, dass er sich auf dem Spaziergang ein wenig alleine bespaßt, der Rückruf nicht so 100% taugt bzw. die Beziehung einfach nicht ganz so eng ist, wie sie sollte. Er geht halt "was Interessantes suchen". Im Gegensatz dazu sind DP häufig echte Jäger, die jagen allein des Jagens willen, auf alle erdenkliche Arten, sie schalten dich eben in Wildgebieten weg. Wie soll ich es sagen: bei sonem "jagen aus Unterauslastung" reicht meist etwas Aufmerksamkeitstraining, Schleppe und eben mehr Auslastung/Kooperation mit dem Menschen. Bei DP (und deswegen der Vergleich mit Huskys) kannst du powern wie du willst, sie werden immer drauf anspringen... und können dich ebenso wegzappen wie so ein ursprünglicher Hund. Einerseits sind sie dir GANZ nah und ziemlich sensibel, andererseits können sie sehr unabhängig sein und der "will to please", naja!
    Im CC, oder lass es Geländelauf im THS sein, kenne ich ein paar, Schweden/Norwegen auch Bikejörer.

    Grüßle
    Silvia

    Ah, sorry, "ich kaufe ein E" ...

    Zitat

    VPG hat nichts mit Mannschaerfe zu tun.


    Hm, ich wurde missverstanden. Ich weiß, dass VPG im Allgemeinen nichts mit Mannschärfe zu tun hat. Dass es um Sport geht. Aber: bei manchen DP würde ich solche Situationen nicht provozieren, denn sie sind keine hübschen Spielhäschen. Da kann es sehr wohl kippen, in manchen ist die Anlage zum "was mich provoziert, wird angegangen" eben noch da - denen geht es dann nicht (mehr) um den Arm. Und ich würde mir nicht zutrauen, dies im Training zu erkennen. Ich denke eben, dass in einem Feld-Wald-Wiesen-Verein die VPG-Ausbildung nicht so weit ist, wie wir uns das im DF wünschen bzw es durch kompetente Mitglieder "kennen".

    Viele Grüße
    Silvia

    Huhu,
    ich verstehe das auch nicht.
    Mit meinem Ersthund, der auf dem Platz mit Spielzeug nix anfangen konnte, hab ich angefangen, einfach so eine Art Bewegungsspiel einzuführen, also schnelle Bewegungen, vielleicht mit einem Lecker in der Hand, Hand mit Lecker aus der Bewegung raus auf den Boden, Hund Lecker entdecken lassen. Mein Hund springt auch gerne an mir hoch, das durfte er dann nach Herzenslust, hab ihn halt animiert, so ein bissel nach Lind-Art.
    Zweitens habe ich mir besonders stabile Futterbeutel gesucht und sie zum Zergeln hergenommen. Mein Zweithund liebt das, obwohl er sonst Spielzeug auch nicht sooooo pralle findet. Mein Ersthund fängt (jetzt, mit 8 Jahren!!) an, vorsichtig mit mir zu rangeln. Es ist so süß! :)

    Aber grundsätzlich würde ich es auch nicht einsehen. Ich belohne mit Zerren oder eben dem "Rumgehampel", weil ich hauptsächlich Agi mache und da gerne Action habe. Würde ich UO trainieren, würde ich ruhige, durchaus auch angespannte Konzentration belohnen, und das geht bei meinen super über Futter.

    Sollen die sich doch erstmal darüber klar werden, was sie eigentlich wollen....!
    Grüßle
    Silvia

    Ähm!
    Deutsche Pinscher sind KEINE Sportskanonen in dem Sinne, wie wir das auf dem Hundeplatz verstehen. Laufen tun sie sehr, sehr gerne, Bewegungsdrang haben sie, aber wenn du Obi, Agi oder THS vorhast, musst du sehr, sehr genau auf die Linien gucken, denn üblicherweise tun sie sich mit "Dressur" eher schwer. BH und Obedience-mäßige UO sind ihnen nicht so einfach zu vermitteln. Cani-cross ist eher ihre Sache. Es gibt seltene Ausnahmen.
    Zum VPG.
    Es ist sehr schwer, da eine Grenze zu ziehen. DP _SOLLTEN_ früher mannscharf sein. Mit viel Mühe hat man das rausgezüchtet. Es gibt aber bei manchen immer noch eine Tendenz dazu, Situationen falsch zu verstehen. Viele Halter haben Probleme bei Besuchssituationen und Situationen, in denen plötzlich ein Familienmitglied vom Hund beschützt wird. Ich kann mir vorstellen, dass von VPG erstmal abgeraten wird, weil einfach nicht sicher ist, wie ausgebildet wird. Ich kenne auch wenige erwachsene Pinscher, die noch gerne spielen. Es sind ernsthafte Hunde, gerade Rüden. Insofern würde ich _Erst_hundehaltern ohne jegliche Erfahrung im Hundesport davon auch abraten. Man müsste den Trainer, die Ausbildung und den Hund schon sehr gut einschätzen können, um sich da nix zu versauen.

    Ja, die Hunde sind wunder-wunderschön. Ich habe selber Zwergpinscher, die wirklich aussehen wie geschrumpfte DP (vor allem, weil einer sehr groß ist - 38cm). Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich als Zweithund nicht einen DP nehmen soll. Aber gerade aufgrund des Jagdtriebs (der nichts mit unausgelastetem ich-geh-mal-gucken-und-komm-dann-mal-wieder zu tun hat, hier geht es um eine husky-ähnliche Einstellung) und der mittelprächtigen Eignung für den Sport habe ich mich dagegen entschieden.

    Nicht falsch verstehen. Ich mag dir die Rasse nicht madig machen. Aber: die ansprechende Optik verleitet viele zu einem DP, obwohl er häufig gar nicht passt bzw die Leute sich gar nicht vorstellen können, wie "anders" als der "normalo-Hund" so ein DP ticken kann. Sie sind halt ursprünglich, selbstbestimmt und eigenständig. Temperamentvoll, durchsetzungsfähig. Definitiv nicht mit dem Familienhund von der Stange zu vergleichen.
    Lies bitte mal die Abgabegründe auf http://www.deutsch-pinscher-initiative.de .

    Wie wäre es mit einem Kurzhaar-Collie? Als Sportler gut zu begeistern, mit viel weniger Schutztrieb ausgestattet...
    Viele Grüße
    Silvia

    Huhu,
    für die Versicherung ist es unerheblich, ob dein Hund reinrassig mit Papieren oder "angenommen reinrassig" oder ein Mischling ist. Die wollen nur wissen, ob es sich um eine Listenhunderasse handelt.
    Über den Rest kann man tagelang streiten.
    Grüßle
    Silvia