Was mich fast zerreißt, ist der Gedanke, dass sie seit Dienstag allein in der Klinik war – und ich nicht bei ihr, als sie gegangen ist.
Auch meine Pudelhündin mußte ihre letzte Nacht und den folgenden Morgen bis zur OP alleine in der Klinik verbringen, und wurde dann aufgrund neuer Erkenntnisse noch während der Narkose eingeschläfert. Ich kann daher gut nachfühlen, wie sehr dich das belastet.
Natürlich stirbt jeder geliebte Hund irgendwann, und das ist schwer genug. Aber es stand für mich nie außer frage, daß ich bis zuletzt bei ihr sein würde, und das war bei dir mit Sicherheit genau so. Und dann kam es doch anders.
Aber du hast deine Hündin nicht im Stich gelassen! Du hast sie in ihrer letzten Lebensphase bestmöglich tierärztlich versorgt, immer mit der Hoffnung auf Besserung. Du hast ihr jede Chance gegeben. Daß sie ein Leiden hatte, das bereits zu weit fortgeschritten war, konnte niemand ahnen. Sie noch einmal aus der Narkose und in dieses Leiden hinein aufwachen zu lassen, nur um sich zu verabschieden, konnte ja keine Alternative sein. Man sucht sich so etwas nicht aus, aber du hast im Sinne deiner Hündin gehandelt.
Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit. ![]()