Beiträge von dagmarjung

    Achja, Trinkflasche: da gibt es ja welche extra für Hunde mit angehängtem Napf. Nett, aber zumindest bei den Modellen die ich früher hatte, war es nie möglich, Wasser aus dem Napf wieder in die Flasche zurück zu gießen. Kein Problem beim Gassi in Wald und Flur, dann kippt man das Restwasser einfach auf die Erde. Aber sehr nervig, wenn man den Hund in Bus, Straßenbahn oder Zug tränken will.

    Ich bin daher auf die Billiglösung umgeschwenkt: normale Halbliter-PETFlasche hat man doch immer irgendwo übrig, und ein kleiner Plastikbehälter als Trinknapf findet sich immer im Beutel für Plastikmüll. Diese Kombi hat sich hier sehr bewährt. Kostet nichts und Wasser zurückkippen ist kein Problem mehr.

    Zeckenzange oder Zeckenkarte. Ich mag die Zeckenkarte, die kann man immer bei den anderen Karten im Portemonnaie dabei haben.

    Zergelseil oder anderes Spielzeug zum Zergeln. Welpen beißen in alles rein, Hosen, Hände, Tischbeine. Ein griffiges Zergelspielzeug dient dann gut zum Umlenken.

    Gerade bei einem kleinen Hund kann man auf Dauer viel Geld sparen, wenn man statt der üblichen Kottüten aus dem Tierfachhandel die wesentlich günstigeren "Frühstücksbeutel" aus Drogerie oder Supermarkt wählt. Die gibt es im 100 oder 150 Pack für unter einem Euro. Hat für Cara - Endgewicht knapp 9 Kilo - immer ausgereicht.

    Wenn der Welpe erst mal da ist, sollte auch ein Mantel (Regenschutz) auf der Einkaufsliste stehen.

    Wichtige Anschaffungen, die ich vor der Hundehaltung gar nicht auf dem Schirm hatte:

    Wasserfeste, aber luftdurchlässige Schuhe (Goretex oder ähnliches), damit man auch über regennasse oder taufeuchte Wiesen gehen kann, ohne nasse Füße zu kriegen.

    Eine gute Regenjacke, in der man auch länger laufen kann, ohne zu schwitzen.

    Einen Regenhut. Kapuze finde ich nicht ausreichend, weil ich immer freien Rundumblick brauche, wenn mein Hund frei läuft, und auch um andere Hunde, Radfahrer usw im Blick zu haben.

    Ich hatte für Cara zwar von Anfang an eine übliche 2 MeterFührleine, aber in ihrer Welpenzeit hat sich eine deutlich längere "Schlamperleine" von etwa 5 Metern sehr bewährt. Einfach eine Kordel aus dem Baumarkt mit einem Karabiner dran.

    Bei der normalen 2 Meter Führleine stößt ein Welpe immer zu schnell ans Ende und ruckt sich selber. Eine längere Schleppleine ist andererseits schwerer zu handhaben und zu lang. Die mittlere Länge gibt dem jungen Hund etwas mehr Freiheit, man hat ihn aber trotzdem gut kontrolliert und in der Nähe.

    Was mich immer wieder amüsiert bei Rüden ist der direkte Zusammenhang zwischen Selbstbewußtsein und Blasenfüllstand. Beides verhält sich zueinander wie kommunizierende Röhren, nur andersrum:

    Herr Hund hat von einer Hündin was auf den Deckel bekommen, sein Selbstbewustseinspegel ist gesunken. Er wendet sich ab und sucht umgehend den nächsten aufrechten Gegenstand, um zu markieren. In dem Maße, wie die Blase sich leert, steigt das Selbstbewustsein sichtbar wieder an und der Rüde verläßt den Schauplatz seiner Demütigung erhobenen Hauptes.

    Der Stein von gestern? Nein. Ungeeignet. Der Laternenpfahl, der eine Woche lang Pinkelpunkt war? Undenkbar,

    Stein oder Laternenpfahl ist glaube ich nicht enscheident, wichtig ist, wer vorher dort markiert hat oder eben nicht. Dafür hätte ich gerne eine Art Röntgenblick gehabt, um das zu sehen, was Cara durch die Nase wahrnahm.

    Gelegentlich hat Cara einen Handstand gemacht, nur um auf eine erhöhte Stelle pinkeln zu können. Ich hatte immer den Verdacht, sie macht das, um die Markierung eines anderen Hundes zu überdecken, und eines Tages konnte ich tatsächlich sehen, daß es so war: im Winter bei Schnee war das gut sichtbar. Als kleine Hündin mußte sich Cara da schon etwas ins Zeug legen.

    Cara hat für eine Hündin recht viel markiert und auch das Bein dazu leicht angehoben. Leerpinkeln vor dem Schlafengehen oder überhaupt war zum Glück trotzdem kein Problem. Ich habe mir allerdings keine Sorgen gemacht, ob Cara eventuell nicht bis zum letzten Tropfen leer war.

    Wie die Arzthelferin meiner Frauenärztin beim Überreichen des Probebechers zu sagen pflegt: Eine Frau kann immer!