dass es bei super vielen Rassen in immer extremere Richtungen zu gehen scheint, die der Standard gar nicht vorschreibt oder wünscht. Warum entwickelt sich das so, also lernen die Richter das so?
Dafür gibt es viele Faktoren.
ZB ist ja das "typische" gewollt, was die jeweilige Rasse von anderen Rassen unterscheidet. Die heutigen Rassen in der Schönheitszucht sind ja ihr eigenes Markenzeichen und sollen sich optisch leicht von allen anderen Rassen unterscheiden lassen.
Wenn also ein langer Hals oder kurze Beine rassetypisch sind und es stehen mehrere Hunde im Ring, dann erscheint den mit dem längsten Hals oder den kürzesten Beinen als besonders typisch für die Rasse, Auf dieser Basis für einige Generationen Zuchtwahl betrieben, und dann stehen lauter "typische" Rassevertreter mit Giraffenhälsen bzw Gehwarzen im Ring, und kein Richter wird dann ausgerechnet den "untypischsten" Hund mit dem kürzesten Hals oder den längsten Beinen herausstellen. Obwohl der Standard gar kein Extrem verlangt.
Ein andererer Aspekt ist die Zeit, die dem Richter pro Hund zur Verfügung steht. Und die hat wohl messbar seit Jahrzehnten abgenommen. Mehr Hunde sind in immer kürzerer Zeit zu bewerten. Kein Wunder, wenn der Richter dann nach dem schnellen ersten Eindruck geht und wiederum das Extrem bevorzugt.