Beiträge von dagmarjung

    dass es bei super vielen Rassen in immer extremere Richtungen zu gehen scheint, die der Standard gar nicht vorschreibt oder wünscht. Warum entwickelt sich das so, also lernen die Richter das so?

    Dafür gibt es viele Faktoren.

    ZB ist ja das "typische" gewollt, was die jeweilige Rasse von anderen Rassen unterscheidet. Die heutigen Rassen in der Schönheitszucht sind ja ihr eigenes Markenzeichen und sollen sich optisch leicht von allen anderen Rassen unterscheiden lassen.

    Wenn also ein langer Hals oder kurze Beine rassetypisch sind und es stehen mehrere Hunde im Ring, dann erscheint den mit dem längsten Hals oder den kürzesten Beinen als besonders typisch für die Rasse, Auf dieser Basis für einige Generationen Zuchtwahl betrieben, und dann stehen lauter "typische" Rassevertreter mit Giraffenhälsen bzw Gehwarzen im Ring, und kein Richter wird dann ausgerechnet den "untypischsten" Hund mit dem kürzesten Hals oder den längsten Beinen herausstellen. Obwohl der Standard gar kein Extrem verlangt.

    Ein andererer Aspekt ist die Zeit, die dem Richter pro Hund zur Verfügung steht. Und die hat wohl messbar seit Jahrzehnten abgenommen. Mehr Hunde sind in immer kürzerer Zeit zu bewerten. Kein Wunder, wenn der Richter dann nach dem schnellen ersten Eindruck geht und wiederum das Extrem bevorzugt.

    Wenn ein Zusammenhang besteht zwischen Vaginalentzündung und einem dadurch deutlich erhöhtem Risiko für eine Pyometra, dann ist natürlich nachvollziehbar, warum der TA zur Kastration rät.

    Falls Unklarheiten bestehen, dann würde ich das nochmal genau mit dem TA besprechen wollen.

    Die Wahrscheinlichkeit, Krebs zu bekommen, steigt mit dem Alter. Eine Kastration mit 11 Jahren wird daran nichts ändern, weder im negativen noch im positiven.

    Der Tierarzt wird doch einen konkreten Grund haben, eine Kastration in so hohem Alter vorzuschlagen, oder? Welche positive Wirkung erhofft er sich für deine Hündin?

    Warum Papillon?

    Zwei Gründe fallen mir ein: zum einen die handliche Größe und zum anderen der Erhalt der Stehohren. Handliche Größe haben natürlich auch andre Rassen aber bei Stehohren wird's schon enger in der Größe, wenn man mal von Spitzen absieht, und das plüschige Fell will man sicher nicht haben.

    Elbenwald : Was genau regt dich bei dieser Mischung so auf? :???: Abgesehen vom Preis natürlich, aber sogar da hat man schon Schlimmeres gesehen.

    Das dürften charmante, elegante kurzhaarige Mixe im handlichen Format werden, natürlich mit Jagdtrieb von beiden Seiten auf Auge und Nase, Lurcher halt. Aber ich sehe da keine qualgezüchtete oder wesensmäßige Katastrophe. Die Haarlosigkeit der Hairless Terrier vererbt sich rezessiv, die Welpen werden also behaart sein. Im Gegensatz zu anderen haarlosen Rassen haben HT auch ein normales Gebiss.

    Sheltie hatte ich kurz überlegt, da kommts aber wahrscheinlich sehr auf die Linien an und ich kenne mich mit den Hütis so gar nicht aus bisher.

    Vom Sheltie würde ich ganz stark abraten. Natürlich gibt es in jeder Rasse Ausnahmepersönlichkeiten, aber typischerweise sind Shelties ausgesprochene Einpersonenhunde, anderen Menschen gegenüber reserviert bis scheu, nicht kontaktfreudig. Dazu kommt eine sehr hohe Sensibilität, oft auch Neigung zur Ängstlichkeit. Von negativen Erfahrungen jeglicher Art lassen sie sich stark beeindrucken und gehen dann ins Meiden.

    Ein Hund im sozialen Einsatz sollte aber kontaktfreudig sein, ein stabiles Nervenkostüm haben und unabhängig vom Temperament so in sich selbst ruhen, daß sie auch gelegentliche Ungeschicklichkeiten des Menschen (laut sein, festhalten oÄ) nicht gleich übelnehmen.