Beiträge von Pebbles

    Hallo Tink!

    Bitte gib einem Hund, der ausschließlich Trockenfutter gewöhnt ist, keine Knochen! Er kann sie einfach nicht vernünftig verdauen und so kann es zu Ablagerungen im Darm kommen, die u. a. einen Darmverschluß hervorrufen.

    Schwein zu verfüttern ist und bleibt eine Art Russisches Roulette. Scheine können einen Virus tragen, der ihnen und auch Menschen nichts ausmacht, für Hunde aber garantiert binnen weniger Tage töglich endet. Aujetzkische Krankheit genannt. Dieser Virus soll seit 2003 in D ausgerottet sein, aber mir ist das Ganze zu unsicher.

    Verfüttern kannst du Muskelfleisch von Rind, Schaf, Geflügel. Herz, Mägen usw. Pansen z.B. Du kannst Fisch verfüttern oder auch Quark und Eier z.B.

    Damit bist du auf der sicheren Seite.

    Durchdachtes und Vernünftiges Training ist für keinen Hund ein Problem, der ansonsten gesund ist.

    Der Reifen ist sicher hier Punkt 1 - der MUSS aber ja nun nicht in jedem Training stehen und dann noch zig mal gesprungen werden - unnötig *find*

    Der Tunnel ist punkt 2 - da sollte der Hund vernünftig dran gewöhnt werden und man sollte beim Trainingsaufbau darauf achten, wie das Gerät liegt. Ist er zu sehr gebogen und geknautscht, lieber weg lassen. Obendrein kommt es auf die Art der Tunnelbefestigung an. Viele Vereine nutzen feste Drahtbögen, die über den Tunnel gespannt werden. Diese sind für so einen großen Hund regelrecht lebensgefährlich und da sollte man einen Weg finden, bzw. ebenfalls den Tunnel weg lassen.

    Slalom wäre das nächste Problem, aber auch da gilt wie bei jedem andren Hund, sowieso die Devise weniger ist mehr.

    Sprungbelastung, Kontaktzonen usw. sind wahrscheinliche vergleichbar belastend und nicht so das Problem.

    Mit Sinn und Verstand kann auch ein sehr großer Hund viel Freude im Agi haben.

    Zitat

    Hallo Jana,

    ich weiß nur wie wir damals unseren ersten Hund erzogen haben: Leinenruck, zusammengerollte Zeitung, volles Programm. Damals wurde das so sogar in Hundebüchern propagiert, ich hab sie heute noch hier stehen.... als mahnendes Beispiel.

    Wenn mich damals jemand auf unsere Unzulänglichkeiten hingewiesen hätte, wäre ich vielleicht pikiert gewesen, vielleicht hätte ich aber doch drüber nachgedacht und es anders versucht. Ich bin davon überzeugt, wir hätten einen anderen Hund gehabt und wir hätten uns viel besser verstanden...
    Meine "Entschuldigung" ist: Ich war 12 und damals war das eben so! Bin ich froh, dass sich die Zeiten geändert haben!

    Gruß

    Ella

    Hallo Ella!

    Da können wir uns die Hände reichen. Zum Hunde-Zubehör gehört immer eine zusammengerollte Zeitung. Das war völlig normal. Also ich später mit meinem zweiten Hund auf den Hundeplatz ging, war es für mich ebenso normal, die Erziehungsmethoden dort zu übernehmen. Deren Hunde gehorchten - also so falsch konnte das nicht sein. Luzie hat sowohl ein Stachelhalsband als auch ein Stomband kennen gelernt. Heute könnte ich kotzen, wenn ich darüber nachdenke, was ich ihr damti angetan habe. Mir kam die Erkenntnis viel viel später. Luzie muß da 3 oder 4 gewesen sein und siehe da, schon wenig später hörten alle Probleme auf, der ach so bockige Hund WOLLTE mitarbeiten, gewann auf einmal eine UO-Prüfung nach der anderen, stieg im Agi in rasanter Geschwindigkeit auf.

    @all: Ich denke, hier wird niemand nieder gemacht, aus Fehlern lernt man - wenn man seine Fehler als ebensolche erkennt.

    Und für mich ist eben eine Tendenz momentan zu beobachten. Während noch vor 1-2 Jahren sehr viel über "nur Weichspühler" ging (daß das nicht geht, habe ich auch betont, Störkommandos oder mal energischer werden ist immer mal angesagt), geht heute der Trend langsam aber sicher wieder in die gegenteilige Richtung. Zum ersten Mal aufgefallen ist mir das eigentlich, als eine meiner Schülerinnen Anfang d. Jahres zu einer zweiten Hundetrainerin wechselte, weil ihr meine Methoden zu langwierig und zu aufwändig waren. Da wurde dann wieder gearbeitet, wie vor 6-7 Jahren und diese Frau hat Zulauf - einfach weil Ergebnisse wesentlich schneller sichtbar werden. Auch auf vielen Hundeplätzen halten Nackengriff, Alphawurf und Leinenruck wieder Einzug.

    Und das ist eben das, was Ella auch bemängelt: Der Ehrgeiz des Menschen und der Wille zur totalen Kontrolle.

    Wie schon gesagt wurde, ich selbst laufe auch Agi-Turniere und sicherlich nicht nur, weil ich fremde Hundeplätze so interessant finde, sondern eben auch, weil ich mich über jeden neuen Staubfänger freue, weil ich mich gerne mal mit anderen messe. Aber dennoch sehe ich mich eigentlich immer in der Lage, meine Fehler zu erkennen und sie nicht mehr dem Hund zuzuschustern. Ob jetzt im Agi oder im Alltag. Ein m. M. nach sehr guter Trainer hat mal zu mir gesagt "99 % der Fehler, die passieren, egal wann und wo, die darfst du dir ganz persönlich auf dein Menschenkonto schreiben und bei dem restlichen 1 % mußt du eben Geduld zeigen" und da hat er recht.

    Zitat

    Hallo

    Ich würde in erster Linie dieses Thema mal mit dem TA besprechen

    Ähm - du willst das Barfen mti einem TA besprechen.... Jaja - und ich rede demnächst mit dem Weihnachtsmann über den Osterhasen ;-)

    Sei nicht böse, aber ca. 95 % der TÄ gehen schon beim Wort "BARF" an die Decke :wink:

    Huhu!

    Wir habens mit Pebbles auch so gemacht, daß wenn wir heimkamen, wir immer auf dem schnellsten Weg auf die Terrasse / in den Garten gegangen sind und so dort begrüßt wurde. Mit der Zeit haben wir die Intervalle, bis wir sie begrüßt haben, einfach stetig vergrößert, bis sie an den Punkt kam, daß sie sich schon beruhigt hatte und damit war dann auch das pieseln vorbei.

    Das wird.

    Von mir heute gern noch ein Beispiel aus der Praxis - aus MEINER Praxis mit meiner Pebbles.

    Pebbles ist die letzten Wochen und vielleicht sogar Monate ein wenig zu kurz gekommen. Sie ist / war ein Hund, der immer und überall schon auf den leisesten Wink perfekt reagierte, einzig eine Schwachstelle hatte sie schon immer und das ist das Platz an den Schafen - und nur dort, im Alltag gab es damit nie Probleme. Wir hatten das im letzten Jahr halbwegs alles in den Griff bekommen, hatten an den Schafen ein neues Kommando für anhalten eingeführt, sie mußte nicht mehr liegen.

    Wie gesagt, in letzter Zeit kam sie etwas kurz, Face ist ein Hund, der sehr viel Aufmerksamkeit braucht, weil er sehr viele kreative Ideen entwickelt, wenn er unkontrolliert leben darf. Darüber schaukelte sich das Ganze momentan hoch, Pebbles wurde "bockig" an den Schafen, hielt gar nicht mehr an und vor ca. 3 Wochen wurde mir bewußt, daß sie auch im Alltag irgendwie machte was sie wollte. Sie hatte ihren Radius absolut vergrößert, kam nicht mehr sofort, wenn man sie rief usw. usw. All das machte keine Probleme, da sie dennoch in einem Rahmen lebte, der keine Probleme machte, das Problem machte sich nur mehr und mehr bei der Zusammenarbeit im Hüten und auch mittlerweile im Agi bemerkbar.

    Ich habe jetzt 14 Tage rumgegrübelt, war innerlich stinkesauer auf mich und auch sogar ein wenig auf Pebbles, da das Leben echt anstrengend geworden war, seit wir aus dem Urlaub zurück waren (dort konnte sie noch freier leben und wollte das hier natürlich auch). 14 Tage Frust auf beiden Seiten, bzw. Frustvermeidung durch einen dauerhaft angeleinten Hund, den ich auch hier zu Hause mehr oder weniger links liegen liess. Nach langem überlegen habe ich mir bildlich selbst in den Ar... getreten und mir meine Grundsätze noch einmal verinnerlicht und dann diese Woche angefangen mit Pebbles zu arbeiten. NIcht an den Grundproblemen - nein, wir haben einfach angefangen, apportieren zu lernen, wir haben tägliche Kuscheleinheiten eingelegt, wir haben viel geclickert und einfach eine ganze Woche lang Spaß gehabt. Ich habe möglichst wenige Kommandos genutzt, die wenigen dann aber auch durchgesetzt und immer darauf geachtet, daß ich nicht zu viel von ihr verlange, so daß ich sehr viel loben konnte.

    Und siehe da, wir waren gestern hüten und schon beim kleinsten Down-Zeichen lag Madame - und zwar ganz ehrlich gesagt schnell, als jemals zuvor. Ich konnte sie die ganze Zeit beim Hüten belohnen (dort gibts eben keine Leckerlies, sondern sie darf das tun, was sie gerne tut an den Schafen) und siehe da, Glücksgefühl ohne Ende, das erste Mal seit Wochen. Das Ganze überträgt sich weiter ins ganze Leben hier, sie wird wieder gehorsamer.

    Hätte ich hier jetzt mit Gewalt und Rucken usw. gearbeitet, ich bin sicher, sie hätte viel eher wieder "gehorcht", aber nicht aus Freude und der nächste dicke Einbruch wäre absolut sicher gewesen.

    Zitat

    :
    eine frage habe ich aber auch noch, (ich weiß die hat hier schon einer gestellt)
    wie rufe ich meinen hund ab? ich meine irgendwas ist ja immer!

    wenn er zb mist baut in der wohnung, bis ich da bin um meine zeichen zu machen ist er fertig!

    und draußen beim toben, ok da geht alles gut, aber was ist wenn er sich fest schnüffelt und er kommen soll?

    das ist alles so ungewohnt für mich wie man vielleicht hört!

    gruß sandra luca und nun auch spike :blume:

    Huhu!

    Wenn er in der Wohnung Mist macht, mußt du momentan erstmal hingehen. Überleg dir ein Sichtzeichen für Pfui (die meisten nehmen den erhoben Zeigefinger, wedeln ihn hin und her und gucken ganz böse *g*) und ein Sichtzeichen für super klasse (Daumen hoch und lächeln z.B.). Also du hast mit einem Täubchen selbst mehr Laufarbeit, das ist klar. Was du auch machen kannst, das kommt ein wenig drauf an, wie sensibel er ist (auch bei Dalmis gibts ja die bekannten Weicheier, die wir bei unseren BCs auch haben *g*) ist, dich mit einer Wasserpistole zu bewaffnen oder einer Blumenspritze und wenn er Quark macht, ihn mit Wasser beschiessen. Das funktioniert auch super. Mußt du mal ausprobieren, was für euch besser ist, hingehen und Verhalten unterbrechen oder aber Wasser.

    Ansonsten ist wirklich, bis der Blickkontakt wirklich gefestigt ist, immer die Devise "geh hin, hol dir die Aufmerksamkeit des Hundes und sammel ihn ein". Wenn er sich festschnüffelt, geh hin, tipp ihn an, und belohn ihn, sobald er dir seine Aufmerksamkeit gibt.

    Daher sage ich ja, am Anfang ist einfach die Schleppleine super wichtig, die du dann immer nur mal kurz abmachen kannst.

    Was auch noch geht (macht eine Bekannte von mir), die hat ihr Täubchen mit einem Kurzführer am Geschirr ausgestattet und ihrem hörenden Ersthund beigebracht, das Täubchen am Kurzführer quasi weiter zu ziehen. Auch das kann sehr hilfreich sein.