Beiträge von Pebbles

    Ich glaube, man sollte hier aber ganz klar unterscheiden. Zum einen ist da die Seite der Menschen, die immer schon Tiere hatten und selbst aus welchen Gründen auch immer, in finanzielle Probleme geraten ist. Wo es eben lange gut ging, dann gehts bergab und dann wird auch noch das Tier krank. Für diese Menschen habe ich mehr als nur Verständnis und wär dann auch z. B. bereit einen kleinen Obulus zu spenden usw.

    Wofür ich aber - und dazu stehe ich - NULL Verständnis habe ist, wenn Menschen, meist sins gerade junge Leute, die eben zuhause ausgezogen sind, noch in der Lehre sind usw., sich auf einmal auf Teufel komm raus ein Tier anschaffen müssen, obwohl sie eh kaum mit ihren paar Talern über den Monat kommen. Diese Mentalität "ich wollte schon immer einen Hund / Katze / Hamster / Pferd... und mache jetzt, was ich will, weil ich bin erwachsen". DAS kann ich nicht verstehen und da habe ich dann auch überhaupt kein Verständnis für. Weil das ist einfach dummer Egoismus.

    Ich würde da auf eine Nierenfunktionsstörung tippen und in dem Fall wirklich schnellstens einen guten TA aufsuchen. Nierenprobleme äußern sich zumindest ähnlich, Futterunlust und viel viel Trinken sind sehr typisch dafür.

    Sollte es so sein, drängt die Zeit, denn bemerkbar machen sie Nierenprobleme erst, wenn die Nieren zu 75 % und mehr nicht mehr arbeiten.

    1. Gedanke: Hat sie Probleme im Maul? Zahn oder eine Entzündung oder sonstwas?

    2. Gedanke: Ist etwas negatives passiert? Z. B. hat sie sich vielleicht versehentlich weh getan, als sie das letzte mal apportieren sollte? Z. B. in ein Erdloch getreten beim Aufnehmen / Zurückbringen des Apportels?

    Nein, ich wiederspreche mir nicht. Die Discs sind nichts anderes als ein Störkommando und genau das verwendest du nicht. Die Discs sind keine Strafe, sondern ein aufmerksam machen.

    Aber ich sehe schon, meine Beobachtung, daß Leinenruck und Co. wieder mehr und mehr Einzug halten in Hundeschulen und Hundeerziehung scheint sich zu bestätigen :-( Und die Ausreden, warum man sie einsetzt, sind wieder die gleichen wie vor 10 Jahren auch.

    Warum denn nicht mal einen Schritt zurück gehen? Was bitte vergibt man sich denn damit? Daß die perfekte Maschine Hund eben doch nur ein Tier ist, daß genaus fehlbar ist wie das Tier Mensch auch?

    Ich kann auch Milch kochen, dennoch passiert es mir, daß ich unaufmerksam bin und mir kocht der Topf über und ich ärgere mich, daß ich den Herd schrubben darf. Ich kann auch den Tisch abräumen, dennoch ist mir am Donnerstag eines meiner nicht ganz billigen Gläser zu Bruch gegangen.

    Warum immer dieses "ich muß es ihm doch mal zeigen"? Warum? Warum darf ein Hund nicht auch mal Fehler machen, sondern wird dafür dann gestraft? Habt ihr von euren Eltern denn auch eins an den Hals bekommen, wenn ihr mal eine Mathearbeit versemmelt habt, obwohl ihr sonst die Aufgaben immer fehlerfrei gelöst habt?

    Fehler entstehen dadurch, daß Mensch inkonsequent wird. Es schleichen sich leichte Ungenauigkeiten ein, die dann irgendwann im Supergau enden und wer ist dann Schuld? Der Hund, weil er ja bockig ist und immer austesten muß.

    Ich werde mich wohl jetzt aus dieser Diskussion ausklinken. Ich denke, ich habe klar gemacht, was für ich sanft bedeutet. Und sanft bedeutet für mich weder ein runterdrücken noch ein Leinenruck, weil der Hund gerade unaufmerksam ist und sein Leckerlie nicht mehr möchte. Daß man dann vielleicht schon viel zu lange und viel zu langweilig übt, auf diese Idee kommt man nicht, weil ja durch das Leckerlie hinterher der Leinenruck schon wieder vergessen ist. Das erzählt mal der Wirbelsäule eurer Hunde....

    Blasen- und Nierentee ist erst dann eine Möglichkeit, wenn die Diagnose steht. Wie Hund schon sagte, wirst du jetzt erstmal eher das Gegenteil von dem erreichen, was du willst. Angenommen, dein Hund ist gesund und pinkelt wirklich aus Verlassensängsten oder Protest - so hat er noch viel mehr "Material" zum verpinkeln ;-)

    Blasen- und Nierentee wird übrigens (wenn wirklich was ist) mit 1-2 EL Honig SEHR gut angenommen von den Hunden. Und Honig ist auch noch gut fürs Immunsystem.

    Aber wie gesagt - erst die Diagnose - dann die Medikation.

    Ja und warum strafst du sie, wenn sie schon liegt? Das ist doch auch wieder genau das Falsche! Für mich ein Frustablassen des Menschen an seinem Hund "dir zeig ichs jetzt aber" - mehr nicht. Auch schärfer nochmal das Kommando geben ist doch völliger Blödsinn in dem Fall. Dein Hund gehorcht jetzt mit Sicherheit nicht, weil er es gern tut, sondern weil er Angst hat, wieder so gestraft zu werden. Viel besser wäre es gewesen, sie direkt zu loben, als sie lag.

    Das meine ich mit Fehler umgehen. Du hast 2 mal gemerkt, daß es NICHT klappt auf Entfernung im Regen und mußtest es dennoch unbedingt ein drittes Mal durchdrücken. Anstatt dann zwei / drei Schritte erstmal wieder zurück zu gehen. Das ist genau das, was ich an vielen Menschen nicht verstehe. Anstatt direkt beim zweiten Mal einen Rückschritt zu machen und zu sagen "aha - geht nicht", den Hund zu sich zu nehmen, direkt bei sich selbst ins Platz zu bringen über Locken und dann Loben und alles freudig zu machen, wird solange gemacht, bis dann körperliche Einwirkung nötig ist.

    Hallo? Der Hund kommt aus dem Süden. Dort herrschen momentan noch bis zu 25 Grad, teilweise sogar darüber. Ich finde es schon gar nicht so unsinnig, sich zumindest einen Mantel bereit zu legen, je nach Fellbeschaffenheit. Wir Menschen kommen aus dem Urlaub und schmeißen uns mal eben einen Pullover über, ein Hund braucht aber einige Zeit, bis sich sein Fell anpassen kann.

    Es spricht ja niemand davon, daß der Hund den Mantel 24 / 7 trägt, natürlich muß er langsam an die kalten Temperaturen gewöhnt werden. Aber dieser krasse Umschwung, den kann man doch mit aller Ruhe erleichtern.

    Ich bin auch kein Fan von Schicki-Micki-Mäntelchen, weils so hübsch aussieht, aber hier ist der Fall doch ganz klar anders gelagert. Und es muß ja auch nicht der dickste Pelzmantel sein, eine leichte Fleece-Decke mit Beschichtung dürfte hier seinen Zweck absolut erfüllen.

    Meine Mädels bekommen ihre Mäntel nur auf den Winterturnieren an, damit sich ihre Muskulatur zwischen aufwärmen und Start warm halten kann und sie auch zwischendrin nie ganz auskühlen. Ich habe auch nur eine ganz leichte Variante von http://www.loesdau.de, eben damit sie sich nicht totschwitzen, da sie im Alltag eben auch nackig rennen. Aber in so Ausnahmefällen bin ich absolut für einen Mantel.

    Bei mir geht auch alles über Konsequenz.

    Ich überlege mir bereits vor Einzug eines Hundes, welche Regeln für ihn zu gelten haben und ja, es gibt unter den Hunden auch durchaus unterschiedliche Regeln. Diese Regeln werden hier vom ersten Tag an freundlich aber bestimmt durchgesetzt und wenn ich 100 mal aufstehen muß und den Hund an seinen Platz zurück bringen.

    Darüber hinaus möchte ich die Hunde motivieren und ihnen das erwünschte Verhalten schmackhaft machen. Das geht über Leckerlies, gemeinsames Spiel usw.

    Ein weiterer Grundsatz den ich zu verfolgen versuche ist, daß ich Fehler von vornherein versuche zu vermeiden. Wenn mein Hund noch nicht auf 100 Meter ins Platz geht, wenn ich das möchte, dann verlange ich es erst gar nicht von ihm. Wenn ich sehe, daß mein Hund intensiv schnüffelt, komme ich gar nicht auf die Idee ihn zu rufen, ich hole ihn einfach ab. Es gitb im Leben so viele kleine Situationen an denen man sich aufreibt, dabei wäre es viel einfacher sie zu umgehen.

    Natürlich gibt es bei uns auch schon mal ein strengeres Wort. Beide Mädels kennen ein Störkommando, beide Mädels wissen auch, wenns 5 vor 12 ist, was fliegende Trainingsdiscs bedeuten. Logo, denn Hunde sind und blieben Lebewesen, die fehlbar sind und nicht funktionieren können und sollen wie ein Uhrwerk.

    In der Regel heißt für mich sanfte Hundeerziehung, Erziehung möglichst ohne jedewede körperliche Manipulation. Das hier vorer beschriebene ins Platz drücken würde für mich nicht in Frage kommen.

    All das sind natürlich nur Grundsätze von denen man in gegebenen Fällen abweichen muß, das merke ich immer wieder bei diversen Pfleglingen. Diese Hunde sind oft absolut nicht eingeordnet in ihrem Leben, konnten machen was sie wollen bisher. Da komme ich ab und zu mit Ignoranz und Konsequenz nicht wirklich ans Ziel. In der Regel schon, aber wenn es z.B. darum geht, daß ein Hund mich angeht, weil ihm etwas nicht passt, dann muß ich einfach, schon im Interesse des Selbstschutzes, manchmal anders reagieren, als ich es einfach möchte. Aber das sind Ausnahmesituationen bei Ausnahmehunden und bisher erst bei 2 Hunden überhaupt ist das vorgekommen. Da ist dann bei mir mit sanft vorbei, wer mir weh tut, muß mit entsprechender Antwort rechnen.

    Liebe Grüße
    Silvia

    Hallo Jamie!

    Ja - i.d.R. kannst du das und zwar ohne Probleme. Du mußt nur ein paar Besonderheiten beachten:

    - der Fleischanteil sollte geringer sein. Etwa bei 60 % - evtl. sogar noch weniger, das kommt auf den Grad der Erkrankung an
    - du solltest leichtverdauliche Proteine füttern, Huhn, Fisch, Muskelfleisch, Eier, Quark usw.
    - du wirst wahrscheinlich phosphatarm füttern müssen, damit fallen Knochen weg und du mußt diese durch CaCitrat ersetzen. Auch hier gilt - je nach Grad der Erkrankung sind Knochen erlaubt, allerdings sollte man nicht den ganzen Ca-Bedarf damit decken. Mal so alles 3-4 Wochen einen zum Knabbern ist ok
    - mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt füttern, nicht eine oder zwei große

    Das sind eigentlich so die Hauptregeln, Innerein möglichst weg lassen, da sie zu belastend sind. Vitamin A kannst du eben statt durch Leber auch durch Eier ersetzen.

    Meine Face hatte im letzten Winter sehr starke Nierenprobleme und wir haben das über eine Nierendiät barftechnisch abslut in den Griff bekommen.

    Ich drücke euch die Daumen, daß es nichts Schlimmes ist.

    Liebe Grüße
    Silvia