Ich verstehe schon, was mit "eigenschaftslos" gemeint ist, nämlich weder Schärfe - gute Definition siehe Schwarzwildbracken-Thread! - noch Jagdtrieb, geschweige denn Wach- oder Schutztrieb zeigen, d. h. Gott und die Welt ins eigene Haus bzw. die eigene Wohnung lassen, im Mehrfamilienhaus bitte auch dann keinen Pieps von sich geben, wenn der Hund stundenlang alleine gelassen wird, im Büro unsichtbar sein, mit Minirunden vor dem Vollzeit-Arbeitstag zufrieden sein (denn sonst isser ja "drüber"), aber beim sog. Hundesport bitte volle Leistung bringen.
Und fotogen für irgendwelche Posts in den sozialen Medien sein.
Allein die Wortwahl in der Beschreibung von Hundeverhalten und -erziehung lässt mich manchmal an einen Computerkurs denken; bei "Hoch-/Runterfahren" schüttelt es mich regelmäßig.
Ich wage mal die Behauptung, ohne eine abgerundete Mischung an "Eigenschaften" und damit einen Verwendungszweck ist keine vernünftige Hundezucht möglich.
Border Collie und Australian Shepherd sind gute Beispiele dafür, wie die Nervenstärke verloren gehen kann, wenn die Hunde keine Gelegenheit mehr haben, Selbstbeherrschung am lebenden Objekt, nämlich Hütevieh, zu lernen, weil sie sonst riskieren, verletzt zu werden.
Laut flying-paws gibt es inzwischen zwei genetische Varianten vom Border Collie, und in der Showrichtung ist Epilepsie ein Problem.
Auskreuzen kann übrigens wunderbar funktionieren, wenn man Hunde verpaart, die denselben Verwendungszweck haben; flying-paws hat das erfolgreich mit ihrer Kooliehündin praktiziert, die aufgrund ihrer hervorragenden Arbeitsleistungen, die sie auf Hütewettbewerben unter Beweis gestellt hat, über das sog. Register on merit als Border Collie anerkannt wurde, weil sie in der oberen Border Collie-Klasse mitspielt.
So hat sie aus der Kooliehündin schon den 2. Wurf Border Collies gezogen, jeweils mit einem ebenso hochklassig arbeitenden Border Collie-Rüden.
Wie jemand mit Fug und Recht schrieb: Zuchtbücher öffnen würde was bringen, ebenso die Umorientierung auf das, was neben den äußeren Merkmalen in der FCI-Rassebeschreibung steht.
Und da steht beim Berner z. B. "Gebrauchshund".