Die größte Frustrationsübung ist übrigens das normale Leben.
Das ist wieder mal so ein kluger Satz, den sollte man ans virtuelle dogforum-Eingangstor pinnen ![]()
Ich persönlich empfinde solche gestellten Übungen übrigens als Schikane, weil ich mich frage, was damit erreicht werden soll: den Hund brechen?
Das ist ein junger, heranwachsender Rüde, der strotzt wahrscheinlich vor Energie und verändert sich mit jeder Woche. Mit so einem Hunde-Teenie läge bei mir die Priorität auf meinem eigenen Timing und auf der Beobachtung des Hundes, um punktgenau lenkend eingreifen zu können, damit er lernt, manierlich auf andere Hunde zu reagieren.
Die Hundeschule würde ich mir schenken, sondern vielmehr ausprobieren, wie Du es - siehe Zitat - schaffst, in Alltagssituationen die Aufmerksamkeit bei Dir zu halten.
Und man muss lernen zu erkennen, wann jegliche Aufmerksamkeitsheischerei sinnlos ist und man einfach nur den Hund möglichst geschickt durch die jeweilige Situation durchmanövriert.
Bei dieser ganzen modernen Begrifflichkeit von Ruhelernen, Impulskontrolle, Frustrationstoleranz, etc. pp. wird m. E. suggeriert, dass das quasi programmierbare Verhaltensweisen sind, die man nur "richtig" auftrainieren muss, anstatt den Tieren einfach die Möglichkeit zu geben, selber zu lernen - vorausgesetzt, die Lebensumstände geben das her und überfordern den Hund nicht per se.
M. E. wird gerade bei Hundeneulingen in der heutigen Zeit zu viel Wert auf "Training" und "Arbeit" gelegt, anstatt sich auf das schöne Abenteuer einzulassen, den Hund lesen zu lernen und den Umgang mit dem Tier an sein Lebensumfeld anzupassen.